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  • Dead Space: Vom Mechaniker zum Chirurgen - Leser-Test von RMRacing

    Wer auf gute Horrorspiele steht, wird den Namen kennen. Der Überraschungshit aus dem Jahre 2008 schlechthin. Ein absolutes Gruselabenteuer - mal nicht Resident Evil oder Silent Hill. Was Neues eben. Aber ist es auch so gut wie die großen Vorbilder oder ist die Konkurrenz zu gewaltig? Die Review wird's verraten.

    Das Spiel erschien für die Konsolen Xbox 360 und Playstation 3 sowie für den PC. Die USK hat für Deutschland keine Jugendfreigabe erteilt. Bedeutet, erst ab 18 Jahre geht der Spaß los und da war die USK sehr großzügig. Bis zum Schluss sah es so aus, als ob das Spiel nur gekürzt oder gar nicht in Deutschland erscheint. Ich selbst hab mir das Spiel für meine PS 3 im benachbarten Ausland gekauft. Das Genre des Spieles ist Horror und Action-Adventure mit einer Prise Shooter. Publisher und Developer ist Electronic Arts. Bevor es losgeht, erscheint ein übersichtliches Menü, indem der Spielstart, das erneute Laden, die Optionen und Extras hinterlegt sind. Es gibt 3 wählbare Schwierigkeitsgrade sowie einen weiteren der aber frei geschalten werden muss.

    Handlung

    Hauptdarsteller in diesem Spiel ist der Mechaniker Isaac Clark. Er und seine Crew haben den Auftrag auf dem gigantischen Minenschiff USG Ishimura nach dem Rechten zu schauen. Man geht davon aus, dass alles halb so schlimm ist und nur die Kommunikationsanlage defekt ist. Doch schon die Landung erweist sich als Desaster und die ersten Räume sehen auch nicht viel einladender aus, zumal die Crew noch keine Mannschaftsmitglieder der Ishimura getroffen hat. Der Grund dafür lässt nicht lange auf sich warten und verkleinert unser Team erst einmal um eine Person. Der Horror hat begonnen. Getrennt vom Rest haben wir nur ein Ziel: Herauszufinden, was hier vorgeht, den Trupp wieder zu vereinigen und uns dann aus dem Staub zu machen. Klingt einfach, wird es aber ganz bestimmt nicht. Zumal unsere Perle auch mit an Bord ist und ihre letzte Nachricht nicht gerade von Freude geprägt war.

    Gameplay

    Das Gameplay hat Ähnlichkeit mit den letzten Resident-Evil-Spielen. Man beginnt mit einem Plasmacutter. Gespielt wird aus der Third-Person Perspektive, was ich sehr gut finde, da ich kein Freund von Ego-Shootern bin. Gegner können mit der Waffe anvisiert und anschließend unter Beschuss genommen werden. Aber das würde ja keinen Spaß machen und die Waffe heißt ja Plasmacutter. So kann man mit einem einfachen Tastendruck den Cutter senkrecht oder waagerecht stellen und gezielt Körperteile seiner Gegner abtrennen. Das hat zur Folge, dass diese langsamer werden oder sich gar nicht mehr fortbewegen. Gezielte Schüsse sind also sehr nützlich um auf der Ishimura zu überleben. Gegner hinterlassen Munition, Heilgegenstände oder Geld. Mit dem kann man einen verbesserten Anzug kaufen oder neue Waffen in einem Shop, ebenso Munition und Heilmittel. Diese Gegenstände, mit Ausnahme des Anzugs, sind aber auch in zahlreichen Schränken und Kisten im Raumschiff versteckt, man sollte also immer die Augen offen halten. Im Shop kann man auch Gegenstände zwischenlagern, da man nur eine begrenzte Anzahl mit sich tragen kann. Ähnlich den Kisten früher bei Resident Evil. An Werkbänken kann man seine Waffen wesentlich verbessern, indem man gefundene Energieknoten einsetzt. Mit diesen lassen sich auch verschlossene Türen öffnen. Aber nur Ballern wäre langweilig, auch wenn es so super in Szene gesetzt ist wie in diesem Spiel. Unser Mechaniker hat noch die Fähigkeit Stase und Kinese zu verwenden. Stase ist zum Verlangsamen von Gegnern oder defekten Türen und Maschinen geeignet. Kinese dient dem Werfen oder Holen von Gegenständen. Beides sehr nützliche Eigenschaften, die das ein oder andere Mal auch im Spiel zum Lösen von Aufgaben Verwendung finden. Leider kann man es nicht unbegrenzt einsetzen. Mit kleineren Batteriepacks oder an Ladestationen lässt sich die Fähigkeit wieder aufladen.
    Es gibt kein HUD im eigentlichen Sinne. Man sieht Isaac von hinten. Auf dem Rücken ist die Gesundheitsanzeige, das sogenannte RIG. Es ist in mehrere, leuchtende Abschnitte eingeteilt. Sind alle aufgebraucht, stirbt der Charakter. Daneben ist die Anzeige für die Verfügbarkeit der Stase-/ Kinesefähigkeit. Sobald man eine Waffe in Anschlag nimmt, geht ein Lichtschein von ihr aus. Sehr hilfreich in den absolut dunklen Räumen des Schiffes. An der Rückseite der Waffe kann man ablesen, wie viel Munition noch zur Verfügung steht.
    Aber man befindet sich im Weltraum und da kann einem schon Mal die Luft ausgehen. Kurzzeitig kein Problem, denn ebenfalls am Rücken sieht man die Sauerstoffanzeige. Geht diese dem Ende zu, kann man mit Luftpacks nachtanken oder an den dafür vorgesehenen Ladestationen. Sobald die Luft weniger wird, atmet der Charakter auch deutlich schwerer. Der Effekt des Sich-in -Not-befindens wird dadurch noch mehr unterstrichen.
    Super umgesetzt ist der Effekt der Schwerelosigkeit. Man hat dann arge Orientierungsprobleme. Aber Spaß macht es trotzdem sich in Schwerelosigkeit vorwärts zu bewegen und Gegner zu bekämpfen.
    Das Spiel ist in einzelne Kapitel unterteilt. Man bekommt eine Aufgabe und ist diese erledigt, hat man auch den Level geschafft. Man bewegt sich also nicht frei durch das Raumschiff. Über die Dreiecktaste ruft man das Menü auf. Es wird während des laufenden Spiels aufgerufen. Man sollte also aufpassen das nicht gerade Gegner in der Nähe sind. Es ist holographisch dargestellt und passt super in das Gesamtkonzept. Es sind ein Inventar, eine Karte, eine Aufgabenliste und die gefundenen Dateien im Menü untergebracht. Allerdings ist die Karte nicht immer sehr hilfreich und kann einen so manchmal im Stich lassen.

    Steuerung

    Die Steuerung ist sehr gut umgesetzt. Sie ist nicht zu überladen und alle Aktionen lassen sich hervorragend ausführen. Auch die Bedienung von Stase und Kinese läuft sehr direkt und einfach ab. Mit ein bisschen Übung funktioniert das super. Laufen und Zielen ist ebenfalls möglich was ja nicht immer zum Standard gehört. Das Zielen und Schießen funktioniert sehr genau, sodass Abtrennen von bestimmten Teilen auch sehr gut funktioniert. Springen kann der Charakter leider nicht, außer in Schwerelosigkeit. Geheilt wird man auch durch einen einfachen Tastendruck.

    Technik

    Die grafische Umsetzung ist hervorragend. Jedes Deck in dem gigantischen Raumschiff sieht anders aus. Und selbst wenn man wieder zurückkommt, hat sich was verändert. Insofern finde ich es nicht schlimm, wenn man zu einem Level nochmals zurückkehrt. An grausigen Zerstückelungseffekten wird nicht gespart. Alles ist sehr schaurig in Szene gesetzt. Selbst wenn man stirbt, wird das noch mal regelrecht zelebriert. Das Spiel gehört auf gar keinen Fall in Kinderhände. Das Monsterdesign kann locker mit einem Silent Hill in puncto Abgefahrenheit mithalten. Die Kreationen kennen keine Grenzen und sind sehr abwechslungsreich. Auch Licht- und Schattenspiele an Wänden und in der Umgebung sehen fantastisch aus. Der klaustrophobische Effekt und das Alleinsein werden hier nur noch mehr unterstützt. Der Physikengine ist positiv zu erwähnen, egal ob man gegen eine Kiste läuft oder einen getöteten Gegner. Alles bewegt sich und bleibt nicht starr liegen.
    Gespeichert wird an festen Punkten. Die sind aber meist fair gesetzt und so bleiben längere Wiederholungen erspart. Sämtliche Beschriftungen von Türen oder Wänden sind in deutscher Sprache. Sehr vorbildlich. Auch ist das ganze Spiel mit deutscher Sprachausgabe unterlegt. Auf Wahl kann auch ein Untertitel eingestellt werden. Aber warum zum Teufel sagt dann der Hauptdarsteller während des ganzen Spieles keinen einzigen Ton? Nicht einmal ein Ausschrei des Entsetzen im Angesicht des Grauens. Isaac ist stumm wie ein Fisch. Wenn er angesprochen wird, kommt keinerlei Reaktion.. Ist er vielleicht schon tot und nur der Anzug bewegt sich? Apropos Gesicht: Auch das bekommt man fast nie zu sehen, da er nur im Anzug unterwegs ist. Jedenfalls baut man hier nicht gerade eine Freundschaft zu seinem Charakter auf.
    Der Rest der Soundkulisse erinnert an alte Resi-Tage. Selten hat man eine so beängstigende Geräuschkulisse gehabt. Man sieht die Gegner nicht, aber man weiß sie sind da. Der Grusel- und Gänsehautfaktor ist sehr hoch.
    Noch ein paar Hinweise zum Thema Trophäen. Die sind im dem Spiel vorhanden. Aber es gibt einige die ein paar graue Haare hervorrufen können, wenn man sie nicht schon hat. Auch der letzte, freischaltbare Schwierigkeitsgrad macht seinem Namen alle Ehre. Der ist echt was für hartgesottene Zocker. Auch ein paar DLC's sind Angebot. Diese beschränken sich aber nur auf ein paar bessere Anzüge oder Waffen. Level- und Storyerweiterungen gibt es leider nicht. Der Spielumfang ist aber recht ordentlich, schon allein wegen der 4 Schwierigkeitsgrade.

    Mein Fazit

    Das Spiel kann ich nur jedem empfehlen, der was für Horror übrig hat. Es ist einfach eine willkommene Abwechslung zum Resi-/Silent Hill-Allerlei. Gerade im Bereich Atmosphäre durch Sound und Grafik ist alles ein absoluter Maßstab. Die Geschichte hinkt etwas und der Protagonist ist nicht gerade der Bringer, aber man kann es verschmerzen. Ein paar unfaire Stellen gibt es sicher, aber das sind eher Ausnahmen. An Grausamkeiten wird nicht gespart, aber die Effekte werden mit Bedacht eingesetzt und nicht überstrapaziert. Dass ein zweiter Teil kommt, wissen alle. Hoffentlich kann er mit dem Erstling mithalten. Die Messlatte liegt hoch.

    Noch ein Wort zum Spiel im Allgemeinen: Sicherlich war es ein herausragendes Game in diesem Jahr. Aber die Ähnlichkeiten zu einem Spiel aus dem Jahr 2003 namens Run Like Hell sind nicht von der Hand zu weisen. Damals wurde RLH etwas ignoriert und kam auch bei Tests nicht besonders gut weg. Ich hab das Spiel sehr gemocht und viele Stunden gespielt. Daher sind mir die vielen Parallelen sofort aufgefallen. Dead Space ist fast das Gleiche nur in HD. Speziell im Story- und Gameplayablauf sind sehr viele Ähnlichkeiten. Leute die RLH gespielt haben, werden wissen, was ich meine.

    Negative Aspekte:
    die ADS-Kanonen-Abschnitte, der unpersönliche und schweigsame Charakter, die Karte

    Positive Aspekte:
    DEUTSCHE SYNCHRO, uncut, sehr gute Grafik, toller Sound, Atmosphäre, aufrüstbare Waffen, Schwerelosigkeit, spannende wenn auch etwas undurchsichtige Story

    Infos zur Spielzeit:
    RMRacing hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Dead Space

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: RMRacing
    9.0
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Steuerung
    8/10
    Sound
    10/10
    Gameplay
    9/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    8.8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Dead Space
    Dead Space
    Publisher
    Electronic Arts
    Release
    06.11.2008
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
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Dead Space
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21.06.2010
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