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  • Deadly Premonition: Liebe auf den zweiten Blick - Leser-Test von GameFreakSeba

    Kann ein Videospiel in der heutigen Zeit wirklich noch gut bewertet werden, obwohl es nicht mehr den aktuellen Entwicklungsstand entspricht? Kann es wirklich ein Videospiel geben, welches viele verschiedene Spielelemente aus viel besseren Genretypischen Spielen fast schon kopiert es aber schafft sie perfekt aneinander zu reihen? Eigentlich kann man diese beiden Fragen mit einem dicken Ja beantworten, denn die Entwickler aus dem Hause Access Software haben es geschafft, unterschiedliche Genretypische Spielelemente, die jeder Spieler schon irgendwo gesehen hat und gespielt hat, in ein hässliches Spiel zu verpacken und dennoch ein Meisterwerk daraus zu formen. Rising Star hat es geschafft und haben ein Action-Adventure auf den Markt gebracht, bei dem es sich lohnt einmal einen tieferen Blick hinter die schrecklich wirkende und nicht mehr zeitlich angemessene Fassade zu lohnt. Lasst uns mal schauen, was sich hinter dem Spiel Deadly Premonition verbirgt.

    Wenn man das Action-Adventure mit jeglichem aktuellen Genrekollegen vergleicht, dann kann man schon einmal vorne weg sagen, dass an dem neuen Deadly Premonition kein positives Haar stehen bleiben würde, doch wenn man wirklich neutral an dieses Spiel heran geht, wird man schnell merken, dass man ein Spiel ergattert hat, welches wirklich dazu neigt, etwas ganz Besonderes zu sein.

    In dem außergewöhnlichen Action-Adventure schlüpfen wir in die Haut eines FBI-Agenten, dessen Name Francis York Morgan ist. Anstatt an großen Fällen zu arbeiten, wird er von der obersten Etage seines Arbeitgebers in eine eigenartige, amerikanische Kleinstadt kommandiert. Klingt bis jetzt alles, noch recht normal und nicht wirklich aufregend, doch in Greenvale, so der Name der Stadt, wurde ein mysteriöser Ritualmord begangen. Als FBI-Agent Morgan habt ihr schließlich die Aufgabe für Aufklärung zu sorgen und Licht ins Dunkle zu bringen. Viele Spieler werden sich jetzt denken, dass dies schon einmal irgendwo vorgekommen ist und werden gleich gelangweilt sein, doch ich kann euch sagen, dass ihr Nerven bewahren müsst, denn es geht ja schließlich gleich weiter.

    FBI-Agenten Morgan steht natürlich nicht ganz ohne Hilfe da, in dieser fremden Stadt, in der er sich absolut nicht auskennt. So versucht der örtliche Sheriff George Woodman ihm so gut es geht zu helfen, ohne selbst Aufsehen zu erregen. Auch der Deputy Emily Watts steht euch jeder Zeit zur Verfügung, doch denkt nicht gleich, nur weil es sich um eine Frau handelt, dass ihr in Silent Hill gelandet seid, obwohl es, wie schon erwähnt, zahlreiche Parallelen dazu gibt. Wie man schon in zahlreichen Filmen gesehen haben wird, ist auch in Deadly Premonition das typische Polizisten-Klischee vertreten. So merkt man schnell, dass der Sheriff Woodman etwas gegen den FBI-Agenten aus der Großstadt und nur gezwungen mit ihm zusammen arbeitet. Dieses Thema wird euch vor allem in den zahlreichen Zwischensequenzen auffallen, die zudem auch noch richtig gut gelungen sind. Im Spielverlauf werden wir Agent Francis Morgan immer wieder über die Schulter schauen. Diese Perspektive ist zwar gut gewählt, doch leider ist die Kameraeinstellung ein wenig zu nah, an den Körper des Protagonisten geraten.

    Zu Beginn des Spiels erkennt man die Elemente aus einem üblichen Survival-Horror-Adventure, welches sehr stark an die gesamte Silent Hill Serie erinnert. Wir befinden uns am Anfang an ungepflegten Waldpfaden und versuchen eine Spur nach der anderen zu finden, während wir mit einer Standard-Waffe, wie zum Beispiel Pistole, Maschinengewehr oder Schrotflinte ausgerüstet sind. Ganz nebenbei erledigen wir noch ein paar Zombies, die unseren Weg kreuzen und erledigen diverse Schalterrätsel, die ein wenig zu leicht geraten sind. Schnell wird Agent Morgan klar, dass hier mehr als nur ein Ritualmord statt gefunden hat und sich mehr hinter dem verbirgt, was er ursprünglich aufzuklären versuchte. So taucht die erste Untote aus einer Rauchwolke auf und verrenkt sich erst einmal ordentlich den Rücken, bevor sie sich mit den Worten "Kill Me !", auf den Weg zu Morgan macht. Jetzt sollten wir vielleicht noch einmal darüber nachdenken, was die Zombie-Horden aus Resident Evil wirklich von uns wollten? Ein Zombie fordert uns auf, ihn zu töten? Ist mal was neues! Auch dass diese Zombie-Frau aus violetten Schwaden aus Rauch emporsteigt, erinnert auch eher an ein plötzliches Auftauchen einer guten Fee aus Shrek.

    Neben den Zombies müssen wir uns auch noch um den Ritualmord kümmern, der vermutlich etwas mit den Untoten zu tun hat. Während wir von Schauplatz zu Schauplatz wechseln, werden wir fest stellen können, dass die Spielwelt offen ist und selbst Tag- und Nachtzeiten, sowie Wetterschwankungen in Deadly Premonition umgesetzt wurden. Zu Beginn des Spiels haben wir einen Generalschlüssel erhalten, der es uns ermöglicht, in jeglichen Polizeiwagen der Kleinstadt zu steigen und eine Spritztour zu machen. Doch auch wenn wir kein Problem damit haben ein Fortbewegungsmittel zu finden, ohne uns strafbar zu machen und den Sheriff als Feind zu haben, macht es die Sache der Fortbewegung auch nicht einfacher. Die Polizeibolliden sind ungefähr so schwerfällig und unbeweglich wie Panzer. So macht das Autofahren dann doch keinen Spass und erweist sich häufig als nervig. Als wäre das Steuern des Wagens nicht schon genug, so dreht sich die Karte bei Autofahrten entsprechend mit und wir verlieren schnell den Überblick. Das ist wirklich sehr schade, denn wir müssen im Laufe des Spiels viele Wege mit dem Auto zurück legen.

    Im gesamten Spielverlauf von Deadly Premonition warten diverse kleinere Rätsel auf den Spieler. So befindet ihr euch beispielsweise in einer Kunstgalerie und untersucht in der Haut von FBI-Agent Morgan, unterschiedliche Baum-Bildnisse. Schnell stellt ihr fest, dass diese Dinger etwas gemein haben, ihr löst das Rätsel und für euch öffnet sich eine Code-Tür. Die unterschiedlichen Rätsel im gesamten Spiel, wird kein Spielerhirn wirklich fordern und sind im Großen und Ganzen einfach zu lösen. Zum Teil sind die Lösungen fast schon zu offensichtlich. Dadurch das Morgan von Außerhalb kommt, ist für ihn automatisch jeder Einwohner der Kleinstadt Greenvale unter Mordverdacht, doch die Bürger sind teilweise sehr verschlossen. Ihm bleibt nichts anderes übrig, als sich in dieser Kleinstadt einzuleben und sich mit dem Alltag abzufinden, damit er die Bürger ausfragen kann. Leider gelingt ihm das nicht immer auf Anhieb. So sitzt Morgan beispielsweise mit ein paar Kollegen und Bürgern beim Abendessen, während er von einem anderen Mord erzählt, bei dem der Täter die Schädel seiner Opfer als Nachttopf benutzt hat und anschließend daraus trank. Also so etwas ist Alltag in Deadly Premonition.

    Die Bürger der Stadt werden wir im Lauf des Hauptspiels beziehungsweise in den 40 Nebenmissionen, die erst einmal frei gespielt werden müssen, nach und nach besser kennen lernen. So haben wir einen Tankstellenbesitzer, der immer wieder betont, dass er nur mit Ben-Franklin redet. Wer jetzt nicht weiter weiß, der sollte sich einmal einen amerikanischen 100-Dollar-Schein anschauen, dann weiß er auch, auf was der Tankstellenbesitzer hinaus will. Hat er solch einen Schein in den Händen, spricht der Besitzer auch nur mit diesem und antwortet sich selber mit einer verstellten Stimme. Solche Begegnungen machen dieses Spiel einfach einzigartig, denn nicht nur diese wartet auf euch, sondern zahlreiche weitere. Sicherlich sind die technischen Daten des Spiels wirklich grauenhaft, aber man muss es gesehen beziehungsweise gespielt haben.

    Fazit

    In den letzten Jahren gab es nicht viele Spiele, welche so für Gesprächsstoff gesorgt haben. Einerseits ist der Titel technisch gesehen, so eine Katastrophe, dass es fast schon unwürdig für die aktuelle Gen erscheint. Andererseits hat Deadly Premonition so viel Tiefgang wie kaum ein anderes Spiel derzeit. Man muss sich wirklich durchringen über die Fehler hinwegzusehen, doch hat man es geschafft, so erwartet einen, eine total durchgeknallte Story, die bis zum Ende fesselnd bleibt. Ein Geheimtipp für jeden Horror-Fan, welchen man auf gar keinen Fall verpassen sollte.

    Negative Aspekte:
    Komplette technische Umsetzung (Texturen, Animationen, Flimmern), mäßiger Soundtrack, alles irgendwie schon mal dagewesen

    Positive Aspekte:
    Tolle Synchronisation, total verrückte Story, motivierend, ordentlicher Umfang, günstiger Preis

    Infos zur Spielzeit:
    GameFreakSeba hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Deadly Premonition

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: GameFreakSeba
    7.2
    Multiplayer
    -
    Grafik
    5/10
    Steuerung
    5/10
    Sound
    6/10
    Gameplay
    9/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Deadly Premonition
    Deadly Premonition
    Publisher
    Rising Star Games, Ltd.
    Developer
    Access Games, Inc. (JP)
    Release
    10.11.2010

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1010651
Deadly Premonition
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http://www.gamezone.de/Deadly-Premonition-Spiel-21000/Lesertests/Deadly-Premonition-Liebe-auf-den-zweiten-Blick-Leser-Test-von-GameFreakSeba-1010651/
11.03.2011
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2010/11/DeadlyPremonition__3_.jpg
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