Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Death, Jr. im Gamezone-Test

    Der Name lässt es bereits vermuten: Leider steckt nicht so viel Leben in diesem Spiel wie man es sich vielleicht erwartet hätte.

    Konami schickt in diesem ungewöhnlichen Abenteuer den Sohn des Todes höchstpersönlich aus, um das Schicksal der Welt in die Hand zu nehmen. "Death Jr." war mitunter eines der ersten PSP-Spiele, welches seinerzeit für die tragbare Konsole angekündigt wurde - der Titel scheint also eine ordentliche Entwicklungszeit hinter sich gebracht zu haben. Am Spiel und d Gameplay merkt man dies aber leider nicht unbedingt, denn es haben sich leider so einige Schwächen und Probleme in die Verkaufsversion dieses schießwütigen Action-Adventures mit eingeschlichen.

    Death, Jr. Death, Jr. In "Death Jr." dreht sich alles um den titelgebenden Sohn des Todes, welcher von seinen Freunden liebevoll nur DJ genannt wird. Als er sich morgens aus dem Haus und auf den Weg zur Schule macht, ahnt er noch nichts von seinem tragischen Schicksal. Beim heutigen Ausflug der Schulklasse geht es ins Museum, in einem unbeobachteten Augenblick machen sich DJ und seine Freunde aber aus dem Staub und erforschen das Gebäude auf eigener Faust. In einem abgedunkelten Raum entdecken sie eine geheimnisvolle Kiste, welche ihr Interesse auf sich zieht und nur darauf wartet, geöffnet zu werden. Der zierlichen Stigmartha, kurz Marty genannt, ist die Sache nicht ganz koscher. Sie zeigt sich mal wieder vollkommen nervös - was ihre blutigen Hände dank der Stigmata unmissverständlich aufzeigen. Als die Anderen schon weiter ziehen wollen, schwingt DJ kurzerhand seine Sense und öffnet damit das Schloss der Kiste.

    Death, Jr. Death, Jr. Doch damit nimmt das Unheil seinen Lauf: Noch während alle gespannt auf die mysteriöse Schatztruhe blicken und wissen wollen, was sich im Inneren verborgen hält, werden sie von einem Dämon erfasst und in eine Art von Koma versetzt. Einziger Überlebender dieser Attacke ist DJ, der nun all seine Freunde als Statuen vor sich stehen sieht. Es ist nun an ihm und natürlich an euch als Spieler von "Death Jr.", diese vom Fluch des Dämons Moloch zu befreien, ansonsten steht dem kleinen Tod Hausarrest durch seinen strengen Vater oder gar noch schlimmeres bevor. Die teils recht witzige und vor allem mit schwarzem Humor gespickte Geschichte präsentiert sich stets in kleinen Videosequenzen. Auf die Lauscher bekommt ihr eine gelungene englische Sprachausgabe, jeder der gruseligen Freunde wurde einfach total "creepy" vertont. Wer des Englischen nicht mächtig ist, bekommt eine ebenso witzige deutsche Übersetzung eingeblendet und dürfte der Story somit ebenfalls folgen können.

    Bleihaltige Action für unterwegs

    Death, Jr. Death, Jr. Nach dem kurzen Intro ist die Museumshalle der Ausgangspunkt für alle weiteren Vorhaben des Sensenschwingers. Was auf den Bildern und Screenshots nun aussieht wie ein düsteres und gruseliges Jump'n'Run, entpuppt sich sofort nach dem Anspielen als ein astreines Action-Spiel, welches nur mit wenig Plattformakrobatik aufgelockert wurde. Der schießwütige Part des Spieles kann soweit durchaus überzeugen: Ihr werdet DJ nicht nur mit der Sense in Aktion sehen - auch wenn es seiner Berufung als Sohn des Todes durchaus entsprechen würde - viel mehr muss er im Verlauf des Abenteuers diverse Schusswaffen sammeln, welche unzählige Monster und Kreaturen wieder ins Reich der Toten zurück schicken sollen. Dabei greift DJ teils auf eine recht harmlose, dafür aber mit unendlichem Munitionsvorrat gefüllten Pistole, einer eher nutzlosen Shotgun, aber auch auf durchschlagskräftige Raketenwerfer zurück. Makaber wird es erst dann, wenn ihr eure C4-Hamster auf die Feinde los lasst: Stürzt sich der Nager in den Kamikazetod, nimmt er meist ein ganzes Rudel an Feinden mit in die Hölle.

    Death, Jr. Death, Jr. Richtig lustig gestaltet sich auch das Frostgewehr, welches die Gegner zwar nicht komplett einfriert, diese aber nur noch wie in Zeitlupe agieren lässt und somit zu einem gefundenen Fressen für den folgenden Flammenwerfer macht, welcher ihr Fleisch kurzerhand kross brät. Solch ausgefuchste Tricks muss Junior stets auch anwenden, um gegen seine Widersacher überhaupt eine Chance zu haben und nicht selbst in den virtuellen Tod zu stürzen. Die genmanipulierten Gorillas, achtbeinige Spinnen und hässliche Monster aus der Hölle versuchen mit allen faulen Tricks das Leben von DJ auszulöschen. Sobald ihr um eine Ecke biegt, solltet ihr die Waffe im Anschlag haben, denn es vergeht kaum ein Raum, keine Straße und auch kein Park, wo nicht plötzlich Feinde auftauchen. Diese attackieren euch oftmals aus der Ferne mit Feuer und Eis, was mit bleihaltigen Argumenten beantwortet wird. Treten sie euch zu Nahe, kommt die Sense mit einigen Combo-Angriffen zum Einsatz. Ein perfekter Schnitt wird für kopfloses Durcheinander sorgen.

    Death, Jr. Death, Jr. Da der Sprössling seine wahre Herkunft nicht verheimlichen kann, sorgt er mit Sense und Waffe auf seiner Rettungstour für zahlreiche Monsterleichen. Jede in die Hölle zurückgeschickte Kreatur verliert ihre Seele, welche sich DJ automatisch krallt. Mit einem gesammelten Pot kann er dann spezielle Seelentüren innerhalb einer Welt öffnen und somit in weitere Abschnitte gelangen - zu viel gesammelte Geister werden in einen Bonus umgewandelt. Das Töten von Dämonen bringt aber auch so genannte Combopunkte, welche zusätzlich noch mit einem destruktiven Verhalten aufgebessert werden können. Viele Objekte wie Getränke-Automaten, Parkbänke und Kühe lassen sich schnetzeln und bringen ebenfalls begehrte Punkte mit sich. Dies verbessert nicht nur die Wertung am Schluss einer Welt, sondern füllt zusätzlich die Assist-Leiste langsam aber sicher auf, mit der ihr die etwas hässliche, aber nützliche Freundin Pandora herbeirufen können, welche euch dann im Kampfe zumindest psychisch unterstützen wird.

    Das Leid mit der Kamera

    Death, Jr. Death, Jr. Ähnlich wie es seinerzeit "Zelda - Ocarina of Time" in den Kämpfen eingeführt hat, könnt ihr eure Widersacher mit der R-Taste anvisieren, bei Bedarf wird mit der linken Schultertaste der Gegner gewechselt. Nun sollte die Kamera stets der angepeilten Kreatur folgen, während man mit Junior herumlaufen und feindlichen Geschossen ausweichen kann. Eigene Bleikugeln werden dadurch optimal auf das Ziel losgelassen und treffen für gewöhnlich, manche Fledermäuse weichen aber dennoch geschickt aus. Befinden sich die Gegner aber in unmittelbarer Nähe von DJ, wird die Geschichte ziemlich unübersichtlich. Ihr könnt gar nicht mehr schnell genug den richtigen Feind auswählen und sollte dann noch die Sense zum Einsatz kommen, ist das Chaos komplett. DJ metzelt sich in einen Blutrausch hinein, welcher ziemlich unkontrolliert seinen Lauf nimmt. Anvisierte Ziele werden ausgelassen, stattdessen kümmert sich Junior um ganz andere Kreaturen. Grauenhaft sind dabei nicht etwa die Beißer in Nahaufnahme der ekeligen Geschöpfe, sondern die Kamera, welche alles obendrein auch noch aus dem grundsätzlich ungünstigsten Blickwinkel darzustellen versucht!

    Death, Jr. Death, Jr. An anderer Stelle bekommt ihr die Problematik mit der Kamera sogar noch deutlicher zu spüren: Die eigentlich als Abwechslung gedachten Klettereinlagen und somit der untergeordnete Jump'n'Run Part hat stark damit zu kämpfen. Hier erweist sich die Sense meist als multifunktionelles Handwerkzeug: Mit ihr macht DJ dem Prinzen aus Persien Konkurrenz und schwingt sich über Balken und Haken hinweg zu weiter entfernten Plattformen. Durch einen Simsgriff kann er die Sense auch mit der Spitze auf einer höher gelegenen Ebene einhaken und somit sich nach oben hangeln. Viele sich bewegende Plattformen und Kletterpassagen fordern das Fingerspitzengefühl und gutes Timing - leider macht die Kamera auch hier einen Strich durch die Rechnung. Präzise Sprünge sind schlichtweg nicht möglich, da sich die Kamera nicht von Hand einstellen läst und Junior aufgrund der schlechten Führung seinem eigenen Tode immer näher kommt. Es besteht zwar die Möglichkeit, das Blickfeld direkt hinter DJ auszurichten, durch die schwammige Bedienung des Ministicks der PSP versagt aber auch diese Variante meistens. Schmerzlich wird der zweite Stick eines normalen Gamepads vermisst, mit dem sich solche Jump'n'Run Einlagen auch optimal hätten steuern lassen können. So werdet ihr nicht selten frustriert von einer Plattform stürzen und müsst den mühsamen Kletterweg nochmals antreten oder verliert gar einen der äußerst raren Continues.

  • Death, Jr.
    Death, Jr.
    Developer
    Konami
    Release
    1. Quartal 2006
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 01/2017 SpieleFilmeTechnik 12/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
990681
Death, Jr.
Death, Jr. im Gamezone-Test
Der Name lässt es bereits vermuten: Leider steckt nicht so viel Leben in diesem Spiel wie man es sich vielleicht erwartet hätte.
http://www.gamezone.de/Death-Jr-Spiel-21051/Tests/Death-Jr-im-Gamezone-Test-990681/
14.03.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/05/deathJr02.jpg
tests