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  • Death Spank: Diablo und Monkey Island in einem Spiel - Leser-Test von scoopexx

    In DeathSpank übernimmt man die Rolle eines etwas ungewöhnlichen Helden, dessen Name das Spiel trägt. Dass er nicht unbedingt das ist, was man sich unter einem typischen Protagonisten vorstellt, liegt nicht nur daran, dass er gerne lila Tangas trägt und der Hauptbestandteil seiner Rüstung Schulterpolster zu sein scheinen. Im Laufe des Spiels lernt man in zahllosen Dialogen, dass so ziemlich alle in Deathspanks Welt einen an der Klatsche haben - inklusive ihm selbst. DeathSpank ist auf der Suche nach einem Artefakt, das in dem Spiel auch nur als "Artefakt" bezeichnet wird und eigentlich nicht mehr, als ein rotes gezacktes Ding ist. Sein böser Kontrahent ist Lord Von Prong, der eigentlich anfangs ein netter Kerl war, der sich dann allerdings dazu entschieden hat, böser Imperator zu werden und das Land mithilfe seiner Untertanen - den "Orques" zu unterjochen. Zudem hat er noch acht Waisen gefangen, die DeathSpank zunächst erst einmal retten muss, was dem Bürgermeister von Pluckmuckel nur Recht kommt, weil er dadurch seine Wiederwahl sichern kann.

    Wenn man sich das Spiel heruntergeladen hat, merkt man es sehr schnell: DeathSpank ist eine Mischung aus Hack&Slay und dem Humor aus Monkey Island. Wenn man also weder das Looting und die vielen Kämpfe von Diablo, noch den Humor von Monkey Island mochte, dann hat man mit DeathSpank sicher auch wenig Freude, denn mehr bietet das Spiel im Prinzip nicht.

    Gamplay:

    Man sieht das Spielgeschehen aus einer etwas schrägen Sicht von oben. In der Mitte des Screens befindet sich unser Held Deathspank und der Bildausschnitt scrollt entsprechend seiner Bewegungsrichtung mit. Relativ schnell zu Spielbeginn trifft man auf die ersten Gegner, die man mit den Waffen, die man unterwegs findet, vermöbeln sollte, da sie einen sonst selbst angreifen. Fällt die Lebensenergie unseres Helden auf null, stirbt man nicht, sondern wird auf das zuletzt passierte Klo teleportiert, von dem aus man wieder weiter machen kann. Alles, was man als Strafe für das virtuelle Ableben bekommt, ist, dass man ein wenig Geld verliert, das man später sogar wieder aufsammeln kann. Das ist so ein recht motivierender Aspekt des Spiels, da man auch mal ordentlich draufhauen und etwas riskieren kann, ohne dass man nach dem virtuellen Ableben irgendetwas erneut machen muss, das man bereits erledigt hat. Um sich zu verteidigen findet man an allen Ecken und Enden Waffen, mit denen man schlagfertig bleibt. Weil eine Waffe für unseren Helden anscheinend nicht ausreichend ist, kann man gleich mehrere ausrüsten, mit denen man dann abwechselnd zuhauen kann, je nachdem welchen der Buttons man auf dem Controller drückt. Genug Prügel und Haudegen findet man zumindest unterwegs, eigentlich alle paar Minuten einen. Es gibt sogar so viele Waffen, die man unterwegs auflesen kann, dass man regelrecht überschwemmt wird.
    Schön ist auch an dem Spiel, dass die Gegner nicht mit aufleveln. Neben ihrer Lebensenergie wird ihre Stufe mit eingeblendet, die das ganze Spiel über gleich bleibt. Wenn man in bereits besuchte Territorien zurückkehrt, dann hat man es also deutlich einfacher und wird dadurch vom Spiel belohnt, dass man weiter voranschreitet.

    Der andere Teil des Spiels sind die Dialoge mit den schrägen Non-Player-Charakteren, von denen es zahlreiche gibt. Meistens geht es einfach darum, dass man für bestimmte Leute im Spiel Aufträge erledigen muss. Die Aufträge sind dabei einfach total schräg. Z.B. muss man für einen Farmer Dämonenkot besorgen, damit seine Äpfel wieder vernünftig wachsen. Dazu gibt er einem einen Hammer mit, der zwar nicht wirklich Schaden anrichtet, aber mit dem man wortwörtlich die Kacke aus den Dämonen herausprügeln kann. Meistens ist der Humor des Spiels weniger vulgär, aber das ist so schon in etwa die Art, in der man in diesem Spiel zum Lachen gebracht wird. Wenn man diesen Humor nicht versteht, dann sollte man das Deathspank auch links liegen lassen.

    Grafik:

    Die Grafik von DeathSpank ist äußerst bunt und äußerst abwechslungsreich. Es gibt verschiedene Areale, die sich vom Aussehen her komplett unterscheiden, so z.B. einen dunklen Geisterwald, rosane Einhorn-Wiesen, grünes Farmland, etc. Das Besondere ist allerdings, dass zwar die Gafik prinzipiell in 3D ist, Gegner, Gebäude, Bäume, etc. sind allerdings in 2D designed. Dieser Mix war in den 90ern bei Spieleentwicklern sehr beliebt, da er gewährleistete, dass die Rechenleistung der Konsole bzw. des Computers geschont wird, als bei einer komplett 3-dimensionalen Umgebung. Heute kommt dieser Grafikstil eher aus optischen Gründen zum Einsatz, da so ein sehr hübscher Zeichentrick-Look ermöglicht wird, der trotzdem von der 3D-Komponente profitiert.

    Sound:

    Die Sprachausgabe der vielen Dialoge ist hier wohl als das zentrale Element zu nennen. Da ich nur die englische Version getetstet habe, kann ich zur deutschen Lokalisierung leider nichts sagen, aber die Sprecher sind in der englischen Version wirklich super und bringen die lustigen Gespräche mit sehr viel Kompetenz und Witz herüber. Die Musik, die man in diesem Spiel zu hören bekommt, ist durchweg gelungen, ohne sich aber besonders in den Vordergrund zu drängen. Auch die Soundeffekte sind recht reichhaltig und sehr passend zum Spielgeschehen.

    Fazit:

    Deathspank ist ein herrliche Mischung aus Gekloppe und torckenem Humor, die den ein oder anderen Lacher immer parat hat und obendrein einen Haufen Action bietet. Das Looten von neuen Waffen und Gegenständen mag Geschmackssache sein - mir ist es etwas zu viel gewesen, aber eine schlechte Spielkomponente ist es nicht. Wenn man mit dem Spielprinzip und insbesondere mit dem Humor klarkommt, dann ist ein Download des Spiels fast schon Pflicht. Wenn eines der beiden einem nicht gefällt, dann sollte man lieber auf das Spiel verzichten, denn mehr als Gegner verprügeln und sich lustige Dialoge anhören macht man eigentlich nicht. Ich will nicht behaupten, dass das nicht genug wäre, denn mir hat DeathSpank super gefallen, aber ich könnte es ebenso verstehen, wenn das Spiel dem ein oder anderen einfach zu viel von einer Sorte wäre. So kann ich nur empfehlen, die Demoversion des Spiels herunterzuladen und einmal einen ausführlichen Blick darauf zu werfen, was man dort geboten bekommt. Anders, als bei dem gerade erschienenen "Limbo" packt DeathSpank die besten Spielmomente zumindest nicht an den Anfang des Spiels, bzw. in die Demoversion, weswegen ich das Game denen vollkommen ans Herz legen kann, die die Demoversion auch gut finden.

    Negative Aspekte:
    manchmal etwas eintönig

    Positive Aspekte:
    trockener Humor sorgt immer wieder für Lacher, viel Action

    Infos zur Spielzeit:
    scoopexx hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Death Spank

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: scoopexx
    8.3
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Steuerung
    8/10
    Sound
    9/10
    Gameplay
    8/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    8.0/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Death Spank
    Death Spank
    Publisher
    Hothead Games (CAN)
    Release
    3. Quartal 2010
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1010158
Death Spank
Death Spank: Diablo und Monkey Island in einem Spiel - Leser-Test von scoopexx
http://www.gamezone.de/Death-Spank-Spiel-21064/Lesertests/Death-Spank-Diablo-und-Monkey-Island-in-einem-Spiel-Leser-Test-von-scoopexx-1010158/
04.08.2010
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2010/07/DeathSpank-PSN-XBLA-Screenshot-8_120531150047.jpg
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