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  • Def Jam: Fight for NY im Gamezone-Test

    Def Jam: Fight for NY ist schon jetzt eine der ganz großen Überraschungen des Jahres. E'nuff said.

    Das ultimative Freestyle-Beat Em'Up

    Der für Gamecube und PS2 erschienene Quasi-Vorgänger "Def Jam Vendetta" gilt bis heute als einer der absoluten Geheimtipps unter den konsolenübergreifenden Kampfspielen. Entwickelt von den japanischen Entwicklerlegenden AKI CORP. (WWF No Mercy, N64) überraschte das Gangsta-Epos mit schnörkelloser Wrestling-Action, welche sich aus rein spielerischer Hinsicht nicht vor "Smackdown" & Co. verstecken musste. Einzig das damals noch etwas unentschlossen und fast schon comicartig umgesetzte Story-Szenario sorgte für Unmut unter den Spielern. Mit ihrem neuen Projekt begehen AKI nun frische Gameplay-Pfade: "Def Jam: Fight for N.Y." präsentiert sich als ein knallhartes Beat Em'Up, welches mit gleich mehreren Kampfstilen sowie einer annähernd perfekt umgesetzten Spielmechanik aufwartet. Zwar merkt man AKI ihre Wrestling-Vergangenheit noch recht deutlich an, dennoch ist "DJ: Fight for N.Y." alles andere als ein Wrestling-Spiel, sondern vielmehr ein ungewohnt erfrischendes Beat Em'Up mit zahlreichen Spielelementen, die in dieser Form noch nie in einem Prügelspiel vorfindbar waren. Dazu gibt's dicke Beats und sage und schreibe 74 Spielcharaktere, von denen vierzig realen Größen der amerikanischen Rap-Szene nachempfunden sind, allen voran illustre Persönlichkeiten wie Snoop Dogg, Method Man, Ice T, Busta Rhymes, Lil'Flip, Sean Paul und Xzibit.

    Def Jam: Fight for NY Def Jam: Fight for NY Das kongeniale Kampfsystem von "DJ: Fight for N.Y." basiert auf insgesamt fünf Kampfstilen, darunter Kickboxen, Street Fighting, Wrestling, Martial Arts und Submission Style. Darüber hinaus lassen sich bis zu drei der genannten Stilvarianten noch untereinander kombinieren. Obwohl jeder der fünf Kampfstile ganz eigene Merkmale aufweist, gilt dennoch für alle das gleiche, hochgradig durchdachte und wunderbar intuitiv erlernbare Steuerungsschema: Jeweils zwei Tasten lösen die Schlag-und Trittattacken des Kämpfers aus, eine dient dem schnellen Laufen und eine weitere wird zum Greifen des Gegners zwecks des darauf folgenden Einsetzen von Würfen oder Combo-Attacken genutzt. Mit dabei sind natürlich wieder die ultrabrutalen Finisher-Attacken, welche sich einmal mehr erst dann einsetzen lassen, sobald die eigene "Blaze"-Leiste voll aufgefüllt ist. Was sich hier noch recht simpel liest, entfaltet dank einiger Steuerungskniffe schon bald ein gesundes Maß an Komplexität, ohne dabei jedoch zu kompliziert zu werden. So existiert wie in den Wrestling-Spielen von AKI die Differenzierung von leichten und harten Manövern, nur dass dieses Mal die harten Griffe durch das Festhalten der L-Schultertaste aktiviert werden. Zusätzlich gibt es erstmalig aus gutem Grunde die Möglichkeit, den Gegner einfach nur zu schubsen, und dies nicht nur, um sich gegebenenfalls Freiraum zu verschaffen, sondern vielmehr, um sich die zahlreichen Vorteile der komplett ins Spiel einbeziehbaren Umgebung zu Nutze zu machen.

    Def Jam: Fight for NY Def Jam: Fight for NY Jeder der 24 im Spiel enthaltenen Kampfschauplätze umfasst dabei eine ganze Reihe von Gelegenheiten, einem Kontrahenten schweren Schaden zuzufügen. Beispielsweise kann man sein hilfloses Gegenüber durch die Frontscheibe eines Autos befördern, mit dem Kopf voran in eine Mauer rempeln oder sogar auf die Gleise einer heranfahrenden U-Bahn werfen. Letztere, zugegebenermaßen äußerst martialische Variante würde dabei ein sofortiges Ende des Kampfes bedeuten. Die erfreulich abwechslungsreichen Arenen beinhalten sowohl klassische Szenarios wie Wrestling- und Boxringe, Stahlkäfige oder einen Ultimate Fighting-Octagon als auch eher ungewöhnliche Umgebungen wie Bars, Häuserdächer oder sogar ein Elektrizitätswerk. Einem Großteil der Kämpfe wohnen hierbei auch Zuschauer bei, welche auch eine nicht unwichtige Rolle im Verlauf eines Gefechts einnehmen können: So versorgen Schaulustige die Kontrahenten mit allerlei Waffen, darunter Baseballschläger, Schraubenzieher oder Stahlrohre. Immer wieder können die Zuschauer auch aktiv in den Kampf eingreifen, in dem sie einen der Kämpfer festhalten, um ihn gemeinsam mit seinem Gegner in die Mangel zu nehmen. Das gesamte Geschehen zeigt sich dabei von einer immens gewalttätigen Seite; zartbesaitete Gemüter werden sich angesichts der stattfindenden Brutalo-Orgien mit Grauen abwenden: Das Blut spritzt gleich literweise, Knochen werden gebrochen und sogar Kontrahenten in einen unwürdigen Tod geschickt. Daher ist "DJ: Fight for N.Y." unter allen Umständen aus Kinderhänden fernzuhalten; die "ab 18"-Einstufung der USK ist in diesem Falle mehr als gerechtfertigt, eine zukünftige Indizierung sicherlich nicht undenkbar. So positiv sich ohne Frage die Einbindung der im Kampf praktisch unbegrenzten Möglichkeiten inklusive der zwangsläufigen Brutalität in Sachen Gameplay bemerkbar macht, so knapp wurde hier auch die Grenze des guten Geschmacks noch mal umschifft.

    Def Jam: Fight for NY Def Jam: Fight for NY Auch der Storymodus des Spiels hat in seinen Grundzügen nur noch wenig mit dem aus "Def Jam Vendetta" gemein: Statt nämlich mit einem vorgefertigten Kämpfer die Untergrund-Arenen von New York City unsicher zu machen, darf der Spieler sich nun alternativ seinen Recken selber erschaffen. Wer jetzt auf einen Create-Modus im Stile vieler Wrestling-Spiele hofft, wird leider enttäuscht sein, dafür jedoch kann sich "DJ: Fight for N.Y." damit rühmen, den bislang unterhaltsamsten Create-A-Player-Modus zu bieten. In einer Art Phantombild-Verfahren, in welchem der Spieler aufgrund einer Auswahl von Vorschlägen optische Attribute bestimmt, erschafft man sich nach und nach seinen ureigenen Gangsta-Rapper, welchem man abschließend noch einender fünf enthaltenden Kampfstile sowie eine passenden Stimme verpassen darf. In der Folge wird die gut präsentierte Geschichte mittels schicker Echtzeit-Videos mit Sprachausgabe fortgesetzt, in welche unser eigener Kämpfer direkt integriert wurde. Der Verlauf der Story bleibt dabei über weite Strecken komplett linear, die Gegner und die damit verknüpften Schauplätze darf sich der Spieler jedoch selbst aus jederzeit mehreren angebotenen Alternativen aussuchen. Daneben wird dem Spieler auch wieder einmal die Wahl der Freundin überlassen, welche im Verlauf der Geschichte im obligatorischen Catfight mündet, in dem man die Rolle seiner "Liebsten" übernimmt. Auch sonst geizt der Storymodus nicht mit vielerlei Drumherum: So kann man das in den Kämpfen gewonnene Preisgeld in neue Klamotten, Tattoos, Schmuck oder sogar einen Besuch beim Friseur investieren. Dies alles wirkt sich sogar in den Kämpfen aus: Je schicker das Outfit, je teurer der Klunker, desto größer sind Chancen, dass sich das Publikum in den Gefechten auf die Seite des eigenen Kämpfers stellt. Mittels Entwicklungspunkten trainiert man seinen Charakter im Trainingscenter von Hardcore-Rocker Henry Rollins und stattet ihn mit weiteren Kampfstilen und K.O.-Moves aus. Wie auch im Vorgänger findet man häufig nach Kämpfen auf dem Handy gesprochene Mailbox-Nachrichten von Freunden und Feinden vor. Insgesamt brilliert die Präsentation des Storymodus durch eine dichte Atmosphäre und nicht zuletzt die vielen Möglichkeiten, sich zwischen den Kämpfen im Shopping-Bezirk auszutoben.

    Def Jam: Fight for NY Def Jam: Fight for NY Hat der Storymodus nach etwa 5-7 Stunden sein Ende gefunden, ist die Luft beileibe aber noch nicht raus: In insgesamt neun verschiedenen Matcharten darf man mit sämtlichen der 74 Spielfiguren in den Kampf ziehen, wahlweise alleine oder aber in herausragenden Mehrspielermodus. Selbst für den Fall, dass man gleich mit Freunden ran will und dabei keine Lust hat, erst mit Hilfe des Storymodus den Großteil der verschiedenen Charaktere und Arenen freizuspielen, haben Entwickler AKI eine Alternativlösung parat: So verdient man sich sowohl in Einzelkämpfen als auch Multiplayer-Runden zusätzliche Bonuspunkte, die das Freispielen von Charakteren und Schauplätzen außerhalb des Storymodus erlauben. Eine lobenswerte Dreingabe für alle die Spieler, die ausschließlich mit Freunden vor der Konsole sitzen. Die verfügbaren Matchvarianten beinhalten unter anderem One-on-One-Matches, Teamkämpfe sowie die höchst spaßige Jeder-gegen-Jeden-Option mit bis zu vier Spielern gleichzeitig. Daneben laden Käfig-Matches oder auch Deathmatches in der U-Bahn-Station für eine schnelle Runde zwischendurch ein. Fast jede der neun Matcharten lässt sich nochmals mit der Option modifizieren, das virtuelle Publikum nach Ablauf von fünf Minuten entscheiden zu lassen, wer den Kampf für sich verbuchen darf - spaßig.

    Def Jam: Fight for NY Def Jam: Fight for NY Wenn man bedenkt, dass es sich bei "DJ: Fight for N.Y." um einen Multiplattform-Titel handelt, ist die grafische Leistung von AKI nur als bemerkenswert zu bezeichnen: Die unglaublich detaillierten Charaktermodelle sowie die fantastischen Animationen setzen die Meßlatte für kommende Spiele des Genres denkbar hoch an. Auch die Darstellung der einfallsreichen Arenen weiß mit zahlreichen Lichteffekten, einem dynamisch in Szene gesetzten Publikum und penibel ausgestalteten Texturen zu beeindrucken. Auf konsolenübergreifenden Ebene ist man hier bei AKI ohne Frage nah ans mögliche Limit gegangen, um ein dermaßen befriedigendes Ergebnis bewerkstelligen zu können. Im Soundbereich bekommt man das, was man von einem Spiel mit HipHop-Thematik erwarten darf: Einen gut zusammengestellten Lizenz-Soundtrack mit mehr als sechzig Rap-Tunes sowie eine passende, authentische Straßenslang-Sprachausgabe, komplett eingesprochen von den prominenten Rappern selbst. Kleiner Wermutstropfen für Gamecube-Besitzer: Aufgrund der bekanntermaßen begrenzten Speicherkapazität der Mini-DVDs musste eine gute Handvoll Songs der Schere zum Opfer fallen.

    Def Jam: Fight for NY (XB)

    Singleplayer
    9,1 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    10/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    10/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Begeisterndes Kampfsystem
    gelungene Vermischung mehrerer Kampfstile
    leicht erlernbare Spielmechanik
    gelungener Storymodus
    Mehrspieler-Hit
    riesiges Kämpfer- und Arenenaufgebot
    leckere Grafik
    Spitzenpräsentation
    passender Soundtrack
    Gewaltdarstellung teils hart am Limit
  • Def Jam: Fight for NY
    Def Jam: Fight for NY
    Publisher
    Electronic Arts
    Developer
    Electronic Arts
    Release
    09.04.2006

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990010
Def Jam: Fight for NY
Def Jam: Fight for NY im Gamezone-Test
Def Jam: Fight for NY ist schon jetzt eine der ganz großen Überraschungen des Jahres. E'nuff said.
http://www.gamezone.de/Def-Jam-Fight-for-NY-Spiel-21114/Tests/Def-Jam-Fight-for-NY-im-Gamezone-Test-990010/
28.09.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/09/david_banner.jpg
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