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  • Defender: For All Mankind im Gamezone-Test

    Eine der besten Retroportierungen dieses Jahres ist Midway mit "Defender" gelungen.

    Es gibt nicht viele Spieleentwickler die auf ein so großes Repertoire zurückgreifen können wie Midway. Kein Wunder also, dass speziell aus diesem Hause immer wieder der Neuaufguss eines alten Klassikers kommt, was nicht Negativ gemeint ist. Denn die Zocker der alten Schule werden auch heute noch feuchte Augen bekommen, wenn sie an die Stunden in der Spielhalle denken, die sie mit dem ersten seitwärts scrollendem Shooter Anfang der 80er verbrachten. Das Spielprinzip war so einfach wie genial und kann auch in einer modernen 3D Umgebung noch heute begeistern. Konnte man sich in der Ursprungsversion noch ausschließlich seitwärts bewegen während man den Aliens den Garaus machte und gleichzeitig die Wissenschaftler zu schützen versuchte, stehen einem nun alle drei Dimensionen für diese Aufgabe zur Verfügung. Das System dahinter aber blieb, Midway sei Dank, noch das Gleiche wie vor 20 Jahren.

    Das Gameplay setzt sich also aus einzelnen Missionen zusammen, in denen es bestimmte Ziele zu erfüllen gilt. Dabei handelt es sich meist um eine Anzahl zu rettender Menschen, dem Schutz eines oder mehrerer Raumschiffe oder dem Transport von Kriegsgerät von Punkt A nach Punkt B. Meist jedoch gibt es gleich mehrere solcher Aufgaben in einem Level zu erledigen. Wie schon vom Originalspiel bekannt, ist das schwierigste dabei, die bereits von den Aliens erwischten Menschen wieder loszueisen um sie sodann im freien Fall aufzufangen. Allerdings können wir diese nicht einfach irgendwo wieder absetzen, sondern müssen dafür einen der extra dafür eingerichteten Sammelpunkte aufsuchen. Gelingt uns der Fang jedoch nicht, mutiert der Mensch zu einem besonders fiesen Alien, den man nur noch abschießen kann. Doch auch frei in der Landschaft um Hilfe winkende Menschen wollen eingesammelt werden, was man mit etwas Übung in einer ziemlich hohen Geschwindigkeit erledigen kann. Um diese nämlich einzusammeln genügt es in geringer Höhe über sie zu fliegen, woraufhin sie sich am Flügel festhalten, was schon ein ganz besonders lustiger Anblick ist, wenn sie so hilflos am Raumschiff baumeln. Doch nicht nur Menschen, auch Fahrzeuge können einfach eingeklinkt und an der gewünschten Stelle wieder abgesetzt werden. So kann man z.B. seine Sammelpunkte vor den Aliens schützen, aber auch Missionstechnisch wird diese Funktion gerne eingesetzt, wenn es z.B. darum geht bestimmtes Kriegsmaterial vor den Angreifern zu schützen. Dafür stehen uns, je nach ausgewähltem Raumschiff, die verschiedensten Waffensysteme zur Verfügung, welche von der einfachen Kanone bis hin zu selbstlenkenden Raketen reicht. Für das gewünschte Retrofeeling sorgen übrigens die ins Spiel eingebauten Originalsounds, wie das Lasergeräusch, welches direkt dem Original entnommen scheint. Lustigerweise haben die Entwickler anscheinend einen Sound verwechselt, denn das Geräusch beim Absetzen der Wissenschaftler wurde eigentlich für die ausschwärmenden Pods verwendet, was aber nur den Freaks der alten Schule auffallen dürfte.

    Die Steuerung erscheint auf den ersten Blick etwas unaufgeräumt, auf den Zweiten dann aber erkennt man, dass die Mankos ganz woanders liegen, nämlich bei den analogen Schultertasten des Gamecube. Für die Grundfunktionen benötigt man lediglich den linken Stick zum Steuern, die A-Taste zum Feuern, die B-Taste um die Waffen durchzuschalten und die (Achtung, jetzt kommts!) rechte Schultertaste um das Schubtriebwerk zu bedienen. Allerdings reagiert dieses nur bis zum Anschlag vor dem Knackpunkt des Kontrollers, drücken wir weiter, bleibt das Schiff stehen. Gleiches gilt für die linke Schultertaste, welche für das Bremstriebwerk zuständig ist und somit kaum gebraucht wird, da es kaum Situationen gibt wo man schnell und zielgenau zum Stehen kommen muss. Auf der Y-Taste schließlich liegt die Spezialwaffe und auf dem Steuerkreuz kann man die gewünschten Ziele im Radar durchschalten, was etwas gewühnungsbedürftig ist, da man erst verinnerlichen muss welche Richtung des Steuerkreuzes für welche Anzeige zuständig ist.

    Die Grafik weiß wirklich zu gefallen, zum einen wegen der ruckelfreien Wiedergabe die nicht einmal bei einem Horizont voller Angreifer ins Schwitzen kommt, und zum anderen wegen der nett gestalteten Umwelt und der gut eingesetzten Special-Effects. Auch die Modelle der Aliens sind gut gelungen, allerdings hält sich ihre Anzahl etwas in Grenzen. Ein besonderes Lob hingegen verdient der Multiplayer-Part, der an keinem Detail spart und trotzdem die volle Framerate auch im Splitscreen auf den Schirm zaubert. Da zudem ein sehr gelungener Multiplayer-Part integriert wurde, der neben dem Deathmatch auch einen Coop-Mode beinhaltet, kann man dieses Game auch den Spielern die nicht so gerne alleine Zocken bedenkenlos empfehlen. Leider nur scheint es Midway mit der PAL-Anpassung nicht so genau genommen zu haben, denn im Gegensatz zu der sehr flüssigen InGame Wiedergabe, pumpen die eigentlich wunderschön gemachten Videos ganz grässlich und zu allem Überfluss ist das komplette Game, also die Menüs genauso wie die Videos und das Spiel selbst, mit zwei Balken oben und unten versehen. Zwar nicht so dicke Dinger wie man sie sonst nur von Square her kennt, aber doch deutlich sichtbare. Das hätte nicht sein müssen und steht einer Konsole wie dem Gamecube überhaupt nicht gut zu Gesicht.

    Dafür gibt sich die Soundkulisse umso solider, welche eine Mischung aus den originalen Waffengeräuschen und modernen Schlachtensounds darstellt. Garniert wird das Ganze mit einem der Situation angepassten Hintergrundmusik die schnell ins Ohr geht und ebenso schnell wieder vergessen ist. Die verwendete Sprachausgabe gibt sich, besonders im Briefing, recht hölzern und steril und verstärkt den allgemeinen Eindruck der letzte Mensch der Welt zu sein, oder wie ist es sonst zu erklären, dass es im ganzen Spiel nur so vor Aliens und irdischen Bodentruppen wimmelt, es aber grundsätzlich nie einen Flügelmann oder andere fliegende Verstärkung gibt? Vielleicht war dies aber auch Absicht der Entwickler, um für das entsprechende Einzelkämpfer-Feeling zu sorgen.
    Ob es sich bei den kurzen und selten vorkommenden Tonaussetzern um eine Eigenheit der Gamecube Version handelt oder ob alle Versionen mit diesem kleinen Mangel behaftet sind, wird sich herausstellen sobald wir diese Gegengetestet haben. Mehr dazu in den entsprechenden Gamezone Reviews.

    Defender: For All Mankind (GC)

    Singleplayer
    7,2 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Gelungene Umsetzung des "alten" Spielprinzips
    ebenso gelungener Multiplayer-Part
    angenehm schnelles Gameplay
    Schlampige PAL-Anpassung die für pumpende Videos und PAL-Balken verantwortlich zeichnet
    Wurde nicht richtig an den Gamecube Controller angepasst
  • Defender: For All Mankind
    Defender: For All Mankind
    Publisher
    Midway Games
    Developer
    Midway Games
    Release
    07.03.2003
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Defender: For All Mankind
Defender: For All Mankind im Gamezone-Test
Eine der besten Retroportierungen dieses Jahres ist Midway mit "Defender" gelungen.
http://www.gamezone.de/Defender-For-All-Mankind-Classic-21104/Tests/Defender-For-All-Mankind-im-Gamezone-Test-989165/
07.03.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/03/TV2003030714254100.jpg
tests