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  • Demon Stone: Wuchtiges Fantasy-Gemetzel - Leser-Test von sinfortuna

    Demon Stone: Wuchtiges Fantasy-Gemetzel - Leser-Test von sinfortuna Das Genre der Actionspiele bevölkert mit seinen Titeln fast Woche für Woche in nahezu Unmengen den Videospielmarkt. Dass Quantität nicht gleich Qualität ist, wissen wir hinlänglich, doch umso erfreulicher ist es, dass wir es im Fall von "Demon Stone - Forgotten Realms" keineswegs mit einem lauen Game zu tun haben. Es gibt einige Komponenten, welche dieses Spiel - ich berichte Euch nun ausschließlich über die PS2-Fassung (es erschienen auch Versionen für X-Box und PC) - aus der Durchschnittsmasse hervorheben. Insbesondere die wuchtige Präsentation und eine (für das Genre) erstaunlich tiefgründige Story können begeistern, lediglich die Tatsache, dass weder Multiplayerspaß noch Online-Unterstützung eine Berücksichtigung fanden, schmälert die Spielfreude (zumindest) auf lange Sicht hin ein wenig. Ansonsten muss man die Ungereimtheiten schon mit der Lupe suchen (aber man findet sie, wenn auch die ganz dicken Patzer ausbleiben), kurzum: Anhänger dieser Art an Videospielunterhaltung sind hier völlig richtig, Atari hat somit offensichtlich etwas sehr Ordentliches auf die Beine gestellt.

    Sicherlich auch irgendwo Geschmackssache, aber ganz bestimmt nicht verkehrt, ist die Tatsache, dass wir es mit einem Fantasy-Abenteuer zu tun haben, in dem Mystik und Magie die Schwerpunkte bilden. Es sind zwei gewaltige Armeen an finsteren Dämonen, welche zu Beginn der Geschichte für Angst und Schrecken sorgen. Zwar halten diese nicht zusammen, sondern bekriegen sich unaufhörlich, doch quasi der Nebeneffekt dieser kriegerischen Auseinandersetzungen ist, dass das Reich Faerun apokalyptische Zustände aufweist, dem Untergang sehr nahe ist. Dass dies unbedingt verhindert werden muss und Helden schnellstmöglich die Bühne betreten müssen, um dem üblen Treiben Einhalt gebieten zu können, versteht sich quasi von selbst: es ist der hochbegabte Magier Khelben, der diese ehrenvolle Aufgabe übernehmen darf. Diesem gelingt es letztlich in der Tat, die beiden Dämonenanführer unter Zuhilfenahme des Blutstein-Juwels zu verbannen, doch damit ist leider nur ein wichtiger Schritt in Richtung Frieden bzw. Rettung des heiligen Reiches getan, denn neue Zeitgenossen treten alsbald in Erscheinung, deren Verhalten fatale Folgen mit sich bringt: dies trifft insbesondere auf Schwarz- und zugleich Weißmagier Illius, Waldelfin Zhai und Krieger Ranek zu, welche unglücklicherweise das Siegel des Juwelen öffnen und somit das Tor zum Schattenreich wieder öffnen. Ungewollt avancieren jene drei Figuren in der Folgezeit zu den Protagonisten von "Demon Stone - Forgotten Realms" (auf deutsch im Übrigen "Dämonenstein - die vergessenen Königreiche"), welche mit zunehmender Spieldauer (hoffentlich) zu einem effektiven Team im Kampf gegen das Böse zusammenwachsen.

    Selbstverständlich bringt es die Individualität der einzelnen Figuren mit sich, dass jede über ureigene Stärken und Schwächen verfügt, die es in den entsprechenden Situationen zu berücksichtigen gilt. Dass die Stärken unseres Kriegers deutlich eher im Nahkampf und im Umgang mit schweren Waffen liegen als bei den beiden anderen Protagonisten, sollte auf der Hand liegen, schätze ich. Unser Zauberer kann praktischerweise sowohl Heilsprüche als auch mächtige Angriffszauber kreieren und unsere Wald- und zugleich Dunkelelfin ist besonders gut im Springen, Anschleichen und lautlosem Abmurksen der anvisierten Opfer. In der Folgezeit müssen wir uns dem dämonischen Gesocks in unzähligen Schlachten erwehren, wobei kein ungestümes Drauflosmetzeln gefragt ist, sondern taktische Überlegungen tatsächlich gewünscht bzw. erforderlich sind. Dies ist überaus erfreulich, beugt es doch einer etwaigen Monotonie vor und spricht für einen gehobenen Anspruch. Sehr unerfreulich hingegen - und dies ist eine der wenigen (dafür aber auch ziemlich gravierend) Schwachpunkte - ist die Tatsache, dass unsere jeweiligen CPU-Partner sich im Kampf oft ziemlich dämlich anstellen. Wir steuern mehr oder weniger engagiert unsere Figur über die Schlachtfelder, dürfen auf Wunsch jederzeit in die Haut eines anderen Protagonisten schlüpfen, müssen aber erdulden, dass es mit der Intelligenz der Unterstützungskräfte wahrlich nicht sonderlich weit her ist. Darüber hinwegtrösten kann die Vielseitigkeit durch den stets möglichen Figurentausch und der - trotz der vielfältigen Waffenauswahl und Manöver - schnelle Einstieg. Im Übrigen tendiert der Schwierigkeitsgrad eher in Richtung leicht als schwer, was den Action-Veteranen aller Voraussicht nach nicht ganz so sehr gefallen wird wie den Anfängern und Gelegenheitszockern unter uns.

  • Demon Stone
    Demon Stone
    Developer
    Stormfront Studios
    Release
    22.09.2004
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Demon Stone
Demon Stone: Wuchtiges Fantasy-Gemetzel - Leser-Test von sinfortuna
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11.08.2007
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