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  • Demon Stone im Gamezone-Test

    Die Vergessenen Reiche

    Mit Ataris Demon Stone, entwickelt von den Stormfront Studios, wird der Spieler ein weiteres Mal in den Welten der Vergessenen Reiche entführt. Somit dürfte den Kennern klar sein, dass dieses Spiel auf den weltweit sehr erfolgreichen Dungeons & Dragons Regeln basiert, wie auch schon die Baldur's Gate Serie. Demon Stone schlägt allerdings in eine komplett andere Kerbe, denn statt einem reinrassigen Action-Rollenspiel in der Art von Baldur's Gate, hat man mit Demon Stone ein reinrassiges 3D Hack & Slay entwickelt. Das Grundprinzip der Massenschlachten auf dem Bildschirm bleibt natürlich gleich, aber deren Darstellung wandelt das Geschehen deutlich.

    In der Welt von Faerun

    Demon Stone Demon Stone Wer schon einmal das offizielle Spiel zum Herr der Ringe Film gespielt hat, kann sich Demon Stone im Grunde recht gut vorstellen, denn das Grundprinzip des Hack & Slay wurde kurzerhand übernommen. Es gilt im Laufe des Abenteuers insgesamt zehn große Umgebungen der Welt Faerun, ein abgelegenes Reich der Vergessenen Welten, zu durchforsten. Die Levels sind relativ linear aufgebaut, somit bleibt dem Spieler kaum eine andere Möglichkeit, als stur dem vorgegebenen Pfad zu folgen. Vereinzelt können kleine Nischen oder auch Abzweigungen untersucht werden, welche aber höchstens Geld oder andere kleine Extras beherbergen. Dargestellt wird das Spiel in einer äußerst aufwendig gestalteten 3D Grafik, bei der man deutlich die Liebe zum Detail erkennen kann. Nicht nur dass alle Welten recht abwechslungsreich gehalten wurden, auch die Details am Rande gefallen. Nachdem man das Spiel zum ersten Mal ins Laufwerk eingelegt hat, beginnt das große Abenteuer der drei Helden sofort. Ohne große Umschweife bekommt man sofort die Einleitung des Spieles zu sehen.

    Demon Stone Demon Stone Kurz darauf befindet man sich schon inmitten eines riesigen Schlachtfeldes vor der Funkelsteinmine. Zu Beginn des Abenteuers übernimmt man die Rolle von Rannek, einem Kämpfer aus Damara, der eigentlich nicht Ruhm und Ehre im Kampfe gegen die Bösewichter erringen will, sondern auf der Suche nach der Anonymität ist. Mit Hilfe seines Schwertes stürzt man sich nun in die Schlacht gegen Dämonen sowie andere Ungeheuer und befreit die Gefangenen. Darunter ist auch Zhai die Schurkin. Sie verkörpert zwei außergewöhnliche Rassen in sich. Ihre Mutter war eine Drow aus der unterirdischen Stadt, ihr Vater dagegen ein Waldelf aus Zedernblatt. Schon immer hatte sie auf der Oberfläche Probleme, war nicht wirklich überall willkommen, da die Ähnlichkeiten zu den Drows zu groß waren. Die Fähigkeit sich unsichtbar zu machen kommt ihr aber stark im Spiel zu Gute. Einige Schlachten weiter werden die Beiden auf den Hexenmeister Illius treffen, welcher aus einem uralten Rittergeschlecht stammte und sich der Truppe anschließt. Ein gemeinsames Schicksal hat die drei wohl vor die Minen gelockt.

    Ein Hack & Slay aus dem Bilderbuch

    Demon Stone Demon Stone Der Einführungslevel präsentiert sich schon äußerst opulent. Neben den vielen Orks und Trollen, denen man selbst die Rübe abhaut, tobt vor allem im Hintergrund des Spieles eine riesige Schlacht. Überall stoßen Truppen von Monstern aufeinander, welche sich untereinander bekriegen. Steine werden mit Schleudern durch die Luft geworfen, überall brechen Bauten zusammen und ein Feuer spukender Drache treibt ebenfalls auf dem Schlachtfeld sein Unwesen. Selbst hat man aber auch alle Hände voll zu tun, denn Massen an Gegnern stellen sich in den Weg, welche nun mit den Waffen, respektive dem Zauberstab beackert werden. Zu Beginn des Abenteuers stehen nur recht wenige Kombos zur Verfügung, der spätere Verlauf des Spieles ermöglicht aber das Aufleveln der Charaktere und bietet eine Vielzahl weiterer Angriffe. Neben den wenigen Angriffstasten können auch Schläge pariert werden. Ist ein Gegner zu Boden gegangen, kann man ihm kurzerhand das Schwert in den Bauch rammen - somit sollte dieser nicht wieder aufstehen. Neben den normalen Angriffen verfügt jeder der drei Charaktere auch über einen Superangriff. Ist dieser durch Treffer beim Feind aufgeladen, kann er einfach mit einer Taste ausgelöst werden. Dadurch verschafft man sich recht schnell Platz im Umfeld, Rannek zum Beispiel holt zu einem todbringenden Rundumschlag aus, während der Hexenmeister seine Zauber auf die Feinde los läst. Können nun alle drei ihren Superangriff anwenden, kann dieser auch noch als Team-Angriff gestartet werden. Spätestens jetzt dürften die Gegner die Flucht ergreifen.

    Demon Stone Demon Stone Im späteren Verlauf des Spieles schenkt man dem Teamplay sowieso wesentlich mehr Achtung. Ein fliegender Wechsel der Figuren geht dabei leicht von der Hand, einfach eine entsprechende Taste des Steuerkreuz drücken und man kann mit einem der Helden weitere Hiebe austeilen. Derweil werden die anderen Beiden von der CPU gesteuert. So müssen spezielle Fähigkeiten der einzelnen Mitglieder ausgenutzt werden. Zhai erhält zum Beispiel die Sprungkraft, mit deren Hilfe sonst unerreichbare Höhen überwunden werden können. Rannek ist der Muskelprotz und mittels eines Artefakts kann er seine Kraft gesondert noch bündeln und somit schwere Türen aufmachen oder Felsen aus dem Weg räumen. Der Hexenmeister dagegen erhält die Macht, stärkere bzw. spezielle Zauber auszulösen. Das recht lineare Actionspiel, in dem man zumeist Gegner vom Bildschirm fegt, wurde dadurch mit einigen Rätseln aufgelockert. Schalter wollen ausgelöst werden, bestimmte Hindernisse müssen überwunden werden und ab und an trennen sich auch die Helden, so dass nur deren spezielle Fähigkeiten weiterhelfen können. Erfreulicherweise gesellt sich später kurzzeitig auch ein weiterer Kämpfer der Truppe hinzu, so dass nochmals etwas Abwechslung in das Gameplay kommt.

    Von Githyanki und Slaad

    Demon Stone Demon Stone Nach dem Einführungslevel kann sich der Spieler übrigens auch für einen von drei Schwierigkeitsgraden entscheiden. Anschließend folgt man dem linearen Verlauf bis in das zehnte und letzte Kapitel. Mittlerweile kennt man schon einen Teil des Schicksals der Helden. Sie durchbrechen eine Barrieren in der Funkelsteinmine und befreien somit zwei Wesen, welche Faerun unterjochen möchten. Zum Glück streiten sich die Githyanki-Generalin und der Slaad-Fürst untereinander, doch inmitten des Herrschaftskampfes besteht nun Gefahr für die Bewohner des Landes. Es ist nun die Aufgabe, das Schlimmste zu verhindern. Dazu werden einige mächtige Bewohner besucht, welche Rannek, Zhai und Illius helfen. Die Geschichte hat zwar einen netten Hintergrund und vor allem kommen die Charaktere sehr glaubwürdig herüber, leider läuft es aber dennoch auf eine typische Fantasystory zwischen Gut und Böse hinaus. Nichts desto weniger gibt es einige nette Überraschungen. Auch wenn das Spiel aufgrund der Story und vor allem des Gameplays unterhalten kann, so ist der Spaß leider recht schnell zu Ende. In maximal fünf Stunden kann der Abspann betrachtet werden. In dieser Zeit haben aber nicht nur Actionfans einiges gesehen, aber auch Rollenspieler kommen bei Demon Stone auf ihre Kosten.

    Nach jedem Level zeigt eine ausführliche Auswertung, wie gut man in dem jeweiligen Abschnitt war. Natürlich bekommt man für seine Mühen auch Erfahrungspunkte und Gold. Mit mehr Erfahrung steigen die Charaktere auf und erreichen neue Level. Dies wiederum ermöglicht es, neue Rüstungen zu tragen und Kombos zu erlernen. Hierfür wird das Gold benötigt. In einem gesonderten Menü lassen sich nun für jeden Level die möglichen Upgrades durchschauen. Das Gold will aber gut eingeteilt sein, denn dies steht dem gesamten Team zur Verfügung. Somit sollte darauf geachtet werden, dass man auch alle drei Helden einigermaßen gleich bedient. Zwar bietet das System sicherlich nicht die Spieltiefe eines reinrassigen Rollenspiels, aber für ein solches 3D Hack & Slay hat man sich diesbezüglich doch einiges einfallen lassen. Wem das alles zuviel sein sollte, kann auch kurzerhand der Konsole das Einkaufen überlassen. Schnell und ohne großes Nachdenken werden die neusten Möglichkeiten erworben, bis kein Gold mehr auf dem Konto ist. Für unerfahrene Spieler ein gefundenes Fressen, was aber auch ein wenig den Spielspaß nimmt.

    Gigantische Präsentation

    Demon Stone Demon Stone Aber nicht nur das Gameplay erinnert stark an die "Herr der Ringe" Abenteuer von EA, sondern auch die komplette Präsentation. Wie zu Beginn schon beschrieben, wird das Spiel recht opulent dargestellt. Das Einstiegslevel kann vor allem durch die Massenschlachten im Hintergrund begeistern, spätere Level überzeugen durch deren Gestaltung und Architektur. Um zum Beispiel einen verborgenen Tempel erreichen zu können, begibt man sich in den tiefsten Dschungel. Der Pfad durch den Wald wird am Rand durch dichtes Buschwerk begrenz. Fast gar jedes einzelne Blatt kann betrachtet werden. Aber auch Bauten wie ein Turm oder Tempel können überzeugen. Dazu kommen noch viele unerwartete und bewegliche Elemente. So bröckeln in der Lavahöhle überall Steine durch die ständigen Erschütterungen herunter und egal wo man sich aufhält, man kann sich nie sicher sein. Überall könnten Feinde durch die Mauer bersten und auf die Helden losgehen. Aber eben auch die unterschiedlichen Gegner wurden detailliert nachempfunden. Seien es nur kleine Spinnen oder aber dann auch große Schlangen bis hin zu einem riesigen roten Drachen. Jede einzelne Schuppe an den Gegnern lässt sich fast schon ausmachen. An Abwechslungsreichtum mangelt es bei der großen Auswahl an Kontrahenten nicht und auch die Welten sind recht üppig ausgefallen. Die Playstation 2 zaubert einen wahren Augenschmaus auf den Bildschirm, welcher mit effektreichen Zauber und Feuer noch angereichert wird.

    Demon Stone Demon Stone Auch auf die Ohren gibt es so einiges. Die orchestrale Untermahlung des Geschehens fügt sich hervorragend in die Gesamtpräsentation ein. Die Musik ist dabei vollkommen dynamisch und ändert sich fliesend wenn sich neue Situationen auftun. Im Grunde gleicht der Soundtrack einem orchestralen Filmsoundtrack und wieder einmal muss man es sagen: Man fühlt sich leicht an Herr der Ringe erinnert. Vielleicht kommen die Ähnlichkeiten aber auch daher, dass die Entwickler selbst auch für eines der Herr der Ringe Spiele verantwortlich waren. Doch wieder zurück zum Sound: Dieser kann auch noch mit einer umfangreichen Sprachausgabe, komplett in Deutsch, aufwarten. Die Sprecher haben sich hörbar Mühe gegeben, doch optimal ist die deutsche Sprachausgabe mal wieder nicht geworden. Ab und an klingt es einfach etwas monoton und abwertend. Auf dem Schlachtfeld dagegen kommen deren Rufe gar nicht mal so schlecht rüber. Aufmerksame Spieler werden dadurch ab und an auch des Rätsels Lösung heraushören können, denn die Mitspieler geben ab und an Tipps, wie man weiter kommt. Die recht gut inszenierten Videos, welche immer wieder im Laufe des Spieles aufkommen, werden zudem passend zur Sprache mit einer netten Gesichtsmimik dargestellt. Ansonsten überzeugt das Kampfgeschehen durch Kreischen der Gegner und dumpfem Klirren der Waffen. Wer im Besitz einer Dolby Surround Anlage ist, kann sich übrigens über einen gelungenen Raumklang freuen. Kurzum ein sowohl optisches als auch soundtechnisches "Wunderwerk", was sich wirklich sehen lassen kann.

    Demon Stone (PS2)

    Singleplayer
    8,3 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    drei ständig spielbare Charaktere mit unterschiedlichen Fähigkeiten und eine sowohl optisch als auch soundtechnisch gelungene Präsentation
    viel zu kurze Spielzeit
    Leider kein Mehrspielermodus
    obwohl sich dieser bei drei Charakteren anbieten würde
  • Demon Stone
    Demon Stone
    Developer
    Stormfront Studios
    Release
    22.09.2004

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Demon Stone
Demon Stone im Gamezone-Test
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20.10.2004
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