Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Der Herr der Ringe: Das dritte Zeitalter im Gamezone-Test

    Mittelerde aus einer ganz neuen Perspektive: Als klassisches Rollenspiel mit rundenbasierten Prachtkämpfen.

    Mittelerde aus einem neuen Blickwinkel

    Echte Fans von Altmeister Tolkien und seinen zauberhaften Geschichten werden diesen Winter zum ersten Mal seit drei Jahren ohne ein filmisches Meisterwerk von Peter Jackson überstehen müssen. Gut, dass es Electronic Arts gibt, die sich die Softwarerechte an Mittelerdes Helden gesichert haben. Die fleißigen Entwickler aus Kalifornien geben euch in "Das dritte Zeitalter" die seltene Möglichkeit alle drei Filme in einem einzigen Spiel vereint nochmals Revue passieren zu lassen - und das in einer bisher völlig ungewohnten Form.

    Der Herr der Ringe: Das dritte Zeitalter Der Herr der Ringe: Das dritte Zeitalter Die Story dreht sich diesmal nämlich nicht um die bekannten Helden der Saga, sondern um völlig neue Charaktere, welche bisher weder in den Büchern, noch in den Filmen einen Auftritt hatten. Um genau zu sein, schlüpft ihr in die Rolle des Gondorianers Berethor, welcher von oberster Stelle einen Auftrag zur Suche nach Boromir bekam. Auf seinen Wegen durch Bruchtal trifft er auf die Elbin Idrial, welche ihn fortan auf seinem langen Weg begleiten wird. Damit nicht genug, insgesamt trefft ihr noch auf vier weitere Charaktere, darunter natürlich auch ein typischer Zwerg namens Hadhod oder die Kriegerin Morwen aus Rohan. Zweitweise kreuzen sich sogar die Wege eurer Gruppe mit denen der legendären Gefährten von Gandalf und Frodo, dabei kommt es sogar zu gemeinsamen Kämpfen Seite an Seite. Die Fans des Films werden während der gesamten Spielzeit mit über 100 kleinen Filmschnipseln aus den Kinofilmen bei Laune gehalten, untermalt werden diese von Gandalfs deutscher Stimme, welche euch sehr ausführlich in die Hintergrundgeschichte und die wachsende Bedrohung aus Mordor einführt. Anfangs meint es das Spiel damit fast sogar zu gut, denn alle paar Meter wird euch eine neue Filmszene präsentiert, allerdings müsst ihr diese nie sofort ansehen, sondern könnt sie in einem übersichtlichen Menü auch später aufrufen - für Fans ein wahres Fest. Die Entscheidung, ausnahmsweise mal nicht die aus den Filmen bekannten Helden und deren Geschichten zu verwenden, birgt natürlich ein hochinteressantes Potential: Schließlich können und werden auf diese Weise ganz andere Geschichten und Handlungsstränge möglich, welche Mittelerde teilweise aus einem ganz anderen Licht erscheinen lassen. Den Entwicklern ist dies größtenteils gut gelungen, allerdings befinden sich eure unbekannten Kämpfer oftmals viel zu dicht auf den Fersen der Kinohelden, denn auch in diesem Spiel müsst ihr die Hallen Morias durchqueren, Rohans Ebenen durchreiten, Helms Klamm beschützen und schließlich bis nach Mordor vorstoßen.

    Klare Vorbilder aus Japan

    Der Herr der Ringe: Das dritte Zeitalter Der Herr der Ringe: Das dritte Zeitalter Im Gegensatz zu den bisher von EA veröffentlichten Herr der Ringe-Spielen, welche hauptsächlich ein schön inszeniertes Massengemetzel auf dem Bildschirm veranstalteten, hat man diesmal ein waschechtes Rollenspiel im klassischen Stil von Final Fantasy entwickelt. Dabei schreckte man auch nicht davor zurück, sich vom japanischen Kult-Vorbild nach allen Regeln der Kunst inspirieren zu lassen. Wie schon in Final Fantasy X bewegt ihr euch in einer 3rd Person Ansicht über fest vorgegebene Pfade auf einer Oberwelt und orientiert euch währenddessen an einer handlichen Minimap am Bildschirmrand. Die Oberwelt beherbergt neben zahlreichen Monstern auch einige Schatzkisten, die ihr durch mehr oder weniger gründliches Suchen finden könnt. Darin sind neben so manchem Quest-Item auch nützliche Ausrüstungsgegenstände und heilende Tränke versteckt. Wo wir gerade beim Stichwort Quests sind: Diese eher unauffälligen Aufgaben erhaltet ihr ganz automatisch und könnt sie im gut sortierten Menüsystem jederzeit einsehen. Es entsteht aber nie richtige Freiheit oder gar Anspruch in Sachen Quests, da ihr auf den völlig linear gehaltenen Pfaden ohnehin und ganz automatisch auf deren Lösung treffen werdet. Auch finden sich keine richtigen Städte auf der Oberwelt, was ausgeprägte Gespräche mit NPC's, Nebenquests oder gar den Handel mit Gegenständen gänzlich ausschließt. Solltet ihr es dennoch einmal schaffen, eine Aufgabe beim Abschluss eines Kapitels nicht erledigt zu haben, dürft ihr euch an den sehr zahlreich verteilten Speicherpunkten jederzeit an bereits abgeschlossene Punkte im Spiel teleportieren lassen. Zwar wird das Wandern durch die Oberwelt zeitweise mit kurzen Echtzeit-Sequenzen der Protagonisten oder Filmschnipseln geschönt, so richtig fesselnd und tiefgängig wird die Lauferei durch Mittelerde allerdings nicht.

    Schmucke Kämpfe ohne Ende

    Der Herr der Ringe: Das dritte Zeitalter Der Herr der Ringe: Das dritte Zeitalter Mindestens genauso viel Zeit wie auf der Oberwelt verbringt ihr allerdings auch in wunderschönen, rundenbasierten Kämpfen - dem eigentlichen Herzstück des Spiels. Das Kampfsystem gleicht ebenfalls dem japanischer Rollenspiele, doch glücklicherweise habt ihr hier genügend Bedenkzeit für eure Entscheidungen, die Feinde warten mit ihren Aktionen brav ab bis sie an der Reihe sind. Ihr habt die klassische Wahl zwischen einem Standardangriff oder den mächtigeren Spezialangriffen, welche allerdings Aktionspunkte verbrauchen. Einige Charaktere beherrschen auch verschiedene Arten der Magie, welche ebenfalls mit Aktionspunkten bezahlt werden müssen. Natürlich dürfen auch Heiltränke und andere Gegenstände aus dem Inventar im Kampf benutzt werden, außerdem kann per Knopfdruck ein aktiver Charakter gegen einen anderen der Party austauscht werden. Jeder euerer Recken, aber auch jeder Gegner ist besonders empfindlich oder auch besonders standhaft gegenüber bestimmter Angriffe, per handlichem Untersuchen-Befehl legt ihr euch aber sehr schnell eine passende Strategie zurrecht. Im Laufe der Kämpfe füllt sich außerdem die Anzeige für den "Perfect-Modus", welcher einen einmaligen, aber ganz besonders starken Angriff ermöglicht - die Guardian Forces lassen grüßen. Obwohl die Kämpfe echte Hingucker sind und absolut nicht mit Spezialeffekten geizen, wird man nach ca. 10 Spielstunden erste Ermüdungserscheinungen feststellen. Natürlich erweitern sich eure Fähigkeiten im Laufe der Zeit und auch die Arten der Gegner wechseln in vertretbaren Abständen, allerdings hat man sich irgendwann einmal überkämpft. Interessant ist in dieser Hinsicht auch, dass es kaum Zufallskämpfe gibt, sondern man die meisten Konfrontationen sehr gut voraussehen kann. Entweder trifft man in der Nähe der zahlreichen Schatzkisten auf die Schergen Saurons oder an festgelegten Punkten auf dem Weg zu einem Questziel. Trotzdem sind die Kämpfe sehr zahlreich ausgefallen und die Entwickler haben nicht gerade damit gespart euch mit jeder Menge schön inszenierter Kampfsequenzen zu versorgen.

    Erfahrungspunkte & Co.

    Der Herr der Ringe: Das dritte Zeitalter Der Herr der Ringe: Das dritte Zeitalter Was sich Rollenspiel nennt, muss natürlich auch über ein ausgeprägtes Charakter- und Fähigkeitssystem vorweisen können. Dies werdet ihr im dritten Zeitalter sehr gut kennen lernen, denn wenn es um die Frequenz der Levelaufstiege geht, dürfte dieses Spiel einen neuen Rekord im Genre aufgestellt haben. Ganz besonders im Laufe des ersten Drittels steigen eure Charaktere nach fast jedem Kampf im Level auf, was natürlich auch sofort einen Besuch im Menüsystem nötig macht, um die dadurch erhaltenen Attributspunkte zu verteilen. Die können wie gehabt auf Attribute wie Stärke, Intelligenz oder Gewandtheit verteilt werden und erhöhen somit eure Schadens-, Verteidigungs- oder Lebenspunkte. Während der zahlreichen Kämpfe erhalten eure Recken beim Einsatz von Spezialfähigkeiten zusätzliche Fertigkeitspunkte, welche automatisch zum Lernen von neuen Fertigkeiten eingesetzt werden. Was der Charakter als nächstes lernen soll, legt ihr in einem speziellen Menü sehr einfach fest. Natürlich finden sich in den Schatzkisten oder bei getöteten Monstern auch jede Menge Waffen und Rüstungsgegenstände, welche von Anfang an und schön handlich auf eure Charaktere zugeschnitten sind. Das Ausrüsten gestaltet sich dadurch zum Kinderspiel: Einfach auf "Neue Ausrüstung" im Menü gehen und das Teil per Tastendruck anlegen - schon dürft ihr das neue Schmuckstück an eurer Figur bewundern. Aufgrund fehlender Handelsmöglichkeiten gibt es an dieser Stelle aber nicht viel zu entscheiden - je neuer der Gegenstand, desto besser ist er. Da man an nahezu jeder Ecke und nach fast jedem Kampf etwas im Menü zu erledigen hat, wird man früher oder später genug davon haben. Nicht dass es stören würde mit so vielen Erfahrungspunkten und Gegenständen überhäuft zu werden, aber der Spielfluss leidet darunter doch ein wenig.

    Unschweres Abenteuer

    Der Herr der Ringe: Das dritte Zeitalter Der Herr der Ringe: Das dritte Zeitalter Da ihr sehr schnell in hohe Levelregionen aufsteigt und ständig besser ausgerüstet werdet, ist das Spiel auch nicht sonderlich schwer ausgefallen. In vielen Fällen ist man fast schon geneigt, lediglich Standardangriffe auszuführen, da die Feinde ohnehin irgendwann den Löffel abgeben werden. Hin und wieder trefft ihr zwar auf ein paar hartnäckige Gegner, so richtig schwer wird das Spiel aber nie. Dies liegt vor allem auch daran, dass eure Helden bei jedem Levelaufstieg vollständig geheilt werden und auch die heilenden Speicherpunkte in sehr kurzen Abständen euren Weg kreuzen - rettende Heiltränke oder ähnliches werden somit fast nie nötig. Für Genreneulinge ist dies natürlich eine feine Sache, denn "Das dritte Zeitalter" wird somit zu einer entspannten und nicht sonderlich fordernden Reise nach Mittelerde, was nach den bockschweren Beat'em'ups zum Thema eine wirklich willkommene Abwechslung darstellt. Trotzdem ist die Spieldauer mit ca. 25-30 Stunden sehr ordentlich ausgefallen - ganz besonders für ein Spiel aus dem Hause Electronic Arts. Zusätzlich findet sich im Optionsmenü der "Dark Mode", ein Spielmodus, bei dem ihr auf der Seite Saurons kämpfen dürft. Allerdings ist dieser Modus kein eigenständiges Abenteuer, sondern lediglich eine Aneinanderreihung von einigen Kämpfen, welche nach erfolgreichem Abschluss ein paar Bonusgegenstände im Hauptspiel freischalten. Ähnlich dünn ist auch der kooperative Modus ausgefallen, bei dem die Spieler sich lediglich einzelne Runden während der Kämpfe aufteilen - da spielt man dann doch lieber alleine.

    Filmreife Präsentation

    Der Herr der Ringe: Das dritte Zeitalter Der Herr der Ringe: Das dritte Zeitalter Auch wenn die spartanische Oberwelt nicht immer mit den schönsten Texturen und grafischen Spielereien um sich wirft, so überzeugt die Optik dafür während der Kämpfe auf ganzer Linie. Jeder Spezialangriff und jeder Zauberspruch birgt neue Grafikschmankerl und spätestens wenn man auf den ersten Endgegner - den Balrog - trifft, sitzt man mit offenem Mund vor dem Fernseher. Das riesige Biest zaubert selbst auf der PS2 ein derart schönes Feuerwerk auf den Bildschirm, das man sich schnell für die manchmal recht triste Umgebungsgrafik entschädigt fühlt. Aber auch die Animationen der Helden und deren Widersacher sind astrein gelungen und lassen viel Liebe zum Detail erkennen. Was den Spieler in musikalischer Hinsicht erwartet, dürfte klar sein: Die zauberhafte Filmmusik untermalt das Geschehen während des gesamten Abenteuers. Die deutsche Lokalisierung überzeugt dabei mit den original Filmstimmen und neuen, aber nicht minder talentierten Sprechern.

    Der Herr der Ringe: Das dritte Zeitalter (GC)

    Singleplayer
    8,5 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    9/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    effektreiche Rundenkämpfe
    tolle Präsentation
    klassisches und leicht zugängliches Spielprinzip
    für Einsteiger und Genreneulinge hervorragend geeignet
    neue Charaktere mit neuem Handlungsstrang
    ordentliche Spielzeit
    sehr viele Filmszenen aus dem Kinoepos
    auf Dauer zu wenig Abwechslung
    für alte Hasen viel zu leicht und linear
    zu wenig spielerischer Tiefgang
    Oberwelt teilweise unschön
  • Der Herr der Ringe: Das dritte Zeitalter
    Der Herr der Ringe: Das dritte Zeitalter
    Publisher
    Electronic Arts
    Release
    04.11.2004

    Aktuelles zu Der Herr der Ringe: Das dritte Zeitalter

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von Ratatouille Release: Ratatouille THQ , Heavy Iron Studios
    Cover Packshot von Polarium Advance Release: Polarium Advance Nintendo
    Cover Packshot von Rayman Raving Rabbids Release: Rayman Raving Rabbids Ubisoft
    Cover Packshot von Tom & Jerry Tales Release: Tom & Jerry Tales Warner Bros. Home Entertainment Group , Sensory Sweep
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 12/2016 SpieleFilmeTechnik 12/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
990049
Der Herr der Ringe: Das dritte Zeitalter
Der Herr der Ringe: Das dritte Zeitalter im Gamezone-Test
Mittelerde aus einer ganz neuen Perspektive: Als klassisches Rollenspiel mit rundenbasierten Prachtkämpfen.
http://www.gamezone.de/Der-Herr-der-Ringe-Das-dritte-Zeitalter-Classic-21219/Tests/Der-Herr-der-Ringe-Das-dritte-Zeitalter-im-Gamezone-Test-990049/
05.11.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/11/TV2004110517082600.jpg
tests