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  • Der Herr der Ringe: Die Eroberung im Gamezone-Test

    Auch die Next-Gen Versionen der neuen Herr der Ringe-Versoftung enttäuschen.

    Kein anderes Medium hat mich in meiner Kinder- und Jugendzeit wohl mehr geprägt, als J.R.R. Tolkiens Buch-Trilogie "Der Herr der Ringe". Seitdem sehe, lese und höre ich so ziemlich alles, was mit dem Epos aus Mittelerde zu tun hat, sei es nun die Vorgeschichte oder Heldenmythen Mittelerdes oder aber eine Spielumsetzung des Stoffes. Seit einigen Jahren nun liegen schon die Vermarktungsrechte am Franchise in den Händen von Electronic Arts. Mehr oder minder erfolgreich wurden darin schon Spiele zu den drei Filmen als Multiplattform-Hack'n'Slay, als Strategie und Action-Adventure veröffentlicht, eine gewisse Erfahrung hätte man also voraussetzen können. Wie die Mannen von Pandemic das Spiel aber dermaßen in den Sand setzen konnten, ist mir wirklich unbegreiflich. Was Herr der Ringe: Die Eroberung nun verspricht, und was davon es nicht einhält, das haben wir für euch auf Xbox 360, Playstation 3 und PC getestet. Den Test der Nintendo DS Version findet ihr hier.

    Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden,
    Ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden
    (J.R.R. Tolkin - Der Herr der Ringe)

    Der Herr der Ringe: Die Eroberung Der Herr der Ringe: Die Eroberung Wie auch der Film von Peter Jackson startet das Spiel mit der großen Schlacht am Fuß des Schicksalsberges, die als kleines Tutorial in das Spielprinzip einführt. Darin werden dann Bewegungsabläufe, Eigenarten der vier unterschiedlichen Charakterklassen und Tricks an den Spieler gebracht und ausführlich erklärt. Das Level haben wir seinerzeit schon auf der Games Convention antesten können, erstaunlicherweise hat sich seitdem nur wenig getan. Der Pandemic-Mitarbeiter vor Ort versicherte uns damals zwar, dass man das verbleibende halbe Jahr für grafische Polituren, Bug-Ausbesserung und Gameplay-Balancing nutzen würde, geschehen ist davon aber in der Zwischenzeit wohl nur reichlich wenig. Denn schon die erste epische Schlacht ist technisch gar nicht so episch wie man meint, von inhaltlichen Glitches über Clipping bis hin zu im Sichtfeld des Spielers nachspawnende Einheiten, die eine Gegnerschar "simulieren" sollen, bietet die Mission eine gute Aussicht auf das, was auch in den nachfolgenden Leveln nicht besser wird.

    Battlefield in Mittelerde

    Der Herr der Ringe: Die Eroberung Der Herr der Ringe: Die Eroberung Anders als üblich spielt man zum großen Teil die Eroberung nicht als einer der Helden Mittelerdes, sondern schlüpft in die Rolle der ganzen normalen Fußtruppen. Beim Einstieg ins Spielgeschehen kann man so seine Charakterklasse wählen, zur Auswahl stehen Krieger, die entsprechend robust und Nahkampfgeeignet sind, Bogenschützen als Fernkämpfer, Magier und Späher, die darauf spezialisiert sind aus dem Hinterhalt anzugreifen. Die Klasse wechseln kann man auch während dem Spiel noch an jedem eingenommenen Kontrollpunkt, die den Fahnen und Basen aus Battlefield gleichkommen. Auf unterschiedliche Fertigkeitsstufen und dem damit einhergehenden Aufleveln von Charakteren verzichtet Pandemic gewollt, um den Fokus des Spiels auf die Schlachten zu lenken. Ob gewollt oder nicht fehlt Herr der Ringe jedoch so ein essentieller Teil Spieltiefe, die durch reines Schlachtengeschick nicht wieder wett zu machen sind.

    Der Herr der Ringe: Die Eroberung Der Herr der Ringe: Die Eroberung Neben der Spieltiefe mangelt es Herr der Ringe: Die Eroberung aber auch an einem ausgewogenen Einheiten-Balancing. Statt alle Klassen, beispielsweise durch dynamisch anrückende Gegnerhorden, zu fördern spezialisiert man sich schnell auf Krieger, die durch Massenbrecher-Attacken viel austeilen können und Bogenschützen, die eben nicht zu nah an den Feind ran müssen - Magier oder gar Späher passen hier nicht so recht ins Konzept und werden dementsprechend selten gebraucht. Abwechslung sucht man auch beim Missionsdesign vergeblich, die Missionsziele wiederholen sich leider viel zu oft. Neben einzunehmenden Kontrollpunkten, der Verteidigung eben dieser und dem Ausschalten von Schlüsselelementen der feindlichen Armee hat man als Spieler nur wenig anderes zu tun und versumpft recht bald in der Einöde der Redundanz. Einzig hervorzuheben sind die amüsanten Bosskämpfe, die ein wenig Leben in das ansonsten triste Mittelerde bringen. Zumeist am Ende einer Karte erwartet einen ein Ober-Bösewicht oder Anführer der feindlichen Armee und muss platt gemacht werden. Zur Verfügung steht dabei meist das inhaltlich äquivalente Gegenüber der anderen Seite, die sogenannten Helden, die wir optional statt den normalen Einheitenklassen wählen können. So ist es schließlich möglich, Saruman als Gandalf anzugreifen um den ganzen einen Ticken Realismus zu verpassen, belohnt wird dies auf Xbox 360 und Playstation 3 oft entsprechend durch Erfolge. Dennoch: Auch die Bosskämpfe sind viel zu kurz geraten und fordern nur in den seltensten Fällen.

    Rette Mittelerde ... Oder zerstöre es!

    Der Herr der Ringe: Die Eroberung Der Herr der Ringe: Die Eroberung Mit diesem Spruch suggeriert das Cover indes, man hätte die freie Wahl Mittelerde zu retten - also den Film nach zu spielen - oder aber zu zerstören. Ganz so frei ist man in seiner Wahl am Ende leider nicht, denn HdR: Eroberung ist ein streng lineares Hack'n'Slay, dass keinen Millimeter Platz für Eigeninitiative lässt. Wer das Spiel nicht so spielen möchte, wie die Mission es vorgibt, der kommt auch nicht weiter. Zwar ist das alternative Ende, bzw. die alternative Kampagne, eine nette Dreingabe, doch was schon im Original nicht klappt, verläuft hier noch wässriger. Spielerische Neuheiten kommen so oder so nicht dazu, der Ork-Bogenschütze spielt sich exakt wie sein elbisches oder gondorianisches Äquivalent. Hat man den Dreh einmal raus und die rudimentäre Spielmechanik begriffen sind Gegnerhorden, egal ob nun auf Seiten des Guten oder Bösen, leicht auszutricksen was ein weiteres Abfallen des Spielspaßes bedeutet.

    Der Herr der Ringe: Die Eroberung Der Herr der Ringe: Die Eroberung Gelungen ist den Jungs von Pandemic dafür die Einbindung von schwerem Kriegsgerät und Riesen. So kann man beispielsweise die Kontrolle über einen Ent oder Troll übernehmen, um massig Gegner auf einmal platt zu machen. Spaßig sind auch die Schlussszenen der Schlacht auf den Pelennor-Feldern, schwere Katapulte gilt es hier zu bedienen und die anrückenden Olifanten auszuschalten. Nach dem Durchspielen der zwei Kampagnen stehen einem die erkämpften Gebiete übrigens auch als Sofort-Spiele in mehreren Modi bereit. Allzu viel Innovation bieten sie nicht, um genau zu sein kann man darin nur die Multiplayer-Modi mit Bots spielen. Rein inhaltlich knüpfen die Kampagnen-Missionen zwar an der Handlung des Filmes an und werden durch wild zusammengeschnittene Filmausschnitte hervorgehoben, Bezug zur Geschichte hat die Kampagne aber nur selten. Ob es nun um die Anzahl der anwesenden Nazgûl oder den eigentlichen Verlauf einer Schlacht geht, Kenner des Buches werden sich oft wundern, wie es zu solchen hanebüchenen Gegebenheiten kommt. Ob dies von Seiten der Entwickler gewollt war, um Innovation und Einfallsreichtum zu vorzuheucheln ist nicht ganz bekannt, geklappt hat es jedenfalls nicht.

  • Der Herr der Ringe: Die Eroberung
    Der Herr der Ringe: Die Eroberung
    Publisher
    Electronic Arts
    Developer
    Pandemic Studios
    Release
    08.03.2010

    Aktuelle Action-Spiele Releases

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Der Herr der Ringe: Die Eroberung
Der Herr der Ringe: Die Eroberung im Gamezone-Test
Auch die Next-Gen Versionen der neuen Herr der Ringe-Versoftung enttäuschen.
http://www.gamezone.de/Der-Herr-der-Ringe-Die-Eroberung-Spiel-21211/Tests/Der-Herr-der-Ringe-Die-Eroberung-im-Gamezone-Test-992094/
24.01.2009
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2009/01/LOTRCx360SCRN0802.jpg
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