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  • Der Herr der Ringe: Die zwei Türme - Mittendrin statt nur dabei - Leser-Test von Nitro89

    Der Herr der Ringe: Die zwei Türme - Mittendrin statt nur dabei - Leser-Test von Nitro89 Leider sieht der Videospielalltag oft so aus: Man freut sich wie verrückt auf eine Umsetzung seines Lieblingsfilms und dann, wenn man die Scheibe ins Laufwerk legt, packt einen das Grauen. So erging es zum Beispiel schon "Blade", "Evil Dead" und vielen anderen eigentlich tollen Filmen. Oftmals sieht dann nur verschwommene Texturen oder muss sich mit Filmmusik unterster Qualität begnügen. "Der Herr der Ringe" musste -durch Vivendi's Spiel zum Film: "Herr der Ringe: Die Gefährten" -auch einmal ein solches Schicksal erleben. Damals krankte es vor allen Dingen an einer ordentlichen Präsentation. Gut nur, dass Electronic Arts die bettelnden Schreie der Fans, nach einer ordentlichen Umsetzung erhört hat und das Actiongame "Herr der Ringe: Die Zwei Türme" auf den Markt wirft.

    FILM, SPIEL, FILM, SPIEL
    An dieser Stelle sollte ja eigentlich die Story erwähnt werden, allerdings ist das vollkommen überflüssig, da die Geschichte der "Herr der Ringe"- Saga eigentlich jedem, nur halbwegs lebenden Menschen ein Begriff seien sollte. Stattdessen sollte man lieber über die optische Darstellung reden. Diese wartet mit sehr detailreichen Umgebungen und klasse Texturen auf. Zudem sind die Charaktermodelle super geworden und man denkt manchmal, dass man selbst im Film eine Rolle spielt, obwohl man doch eigentlich gerade ein Videospiel spielt. Dieser Eindruck wird sogar noch durch die hervorragenden Zwischensequenzen verstärkt. Hier wechseln sich Filmsequenzen aus dem Kino mit Spielgrafik ab. Dank der nahtlosen Übergänge, fällt das so gut wie gar nicht auf. Effekte und Animationen sind ebenfalls auf dem neusten Stand. Legolas und Konsorten bewegen sich einwandfrei über den Bildschirm und kämpfen so stylisch, dass selbst Dante Angst bekommt. Dennoch wird die famose texturreiche Darstellung auch durch einen schwerwiegenden Schönheitsfehler getrübt: Die Framerate. Diese sinkt nämlich bei hohen Gegneraufkommen richtig in die Knie und man fragt sich manchmal, ob das wirklich sein musste. Nichts desto trotz ist "Der Herr der Ringe" eine der optisch schönsten Filmumsetzungen der Videospielgeschichte.

    BIN ICH IM KINO?
    Das tolle Filmflair wird sogar noch einmal um eine ganze Ecke verstärkt. Electronic Arts hat nämlich keine Kosten und Mühen gescheut, um die Original deutschen Synchrosprecher von Gimli, Legolas & Co zu engagieren. Diese synchronisieren perfekt und machen jeden "Herr der Ringe" Veteran glücklich. Zudem ist die Soundqualität vorzüglich. Noch nie wurden Schlachten von so einer tollen Orchestermusik begleitet und untermalt. So bekommt der Spieler das Gefühl, dass er sich gerade im Kino einen neuen "Herr der Ringe"- Film anschaut. Die Soundeffekte vermitteln die Schlacht perfekt und klingen zu keiner Zeit altbacken oder unrealistisch.

    KLOPPEN IST DEVISE
    Wenn die Schlacht um Mittelerde beginnt, kann man sich erfreulicherweise direkt ins Spiel einfinden. Das liegt nicht nur an der famosen Optik und den klasse Soundtrack, sondern auch an der gelungenen und intuitiven Steuerung. Die Charaktere lassen sich locker flockig durch die Areale steuern und Kombos können ellenlang aneinander gereit werden. Einzig und allein nerven die selten vorhanden, ungünstigen Kameraperspektiven, die die Steuerung leicht überlasten. Zum Glück konnte Electronic Arts diesen Kritikpunkt nicht nur über neunzig Prozent des Spiel vermeiden, sondern stellt auch noch dem Spieler offen, mit welchen der wichtigen Figuren er die Schlacht um Mittelerde ausführen möchte.
    Der Spieler hat die Auswahl zwischen dem ausgeglichenen Schwertkämpfer Aragon, dem zwergischen Nahkampfkünstler Gimli oder den elbischen Bogenschützen Legolas. Alle drei lassen sich in etwa gleich gut steuern und unterscheiden sich nur im Zielsystem. Anfänger sollten zuerst Aragon nehmen, wobei Profis lieber direkt auf Legolas setzen. Apropos Profis, diese werden am meisten Spaß mit "Herr der Ringe" haben, denn leider gibt es zahlreiche unfaire Stellen. Das liegt in erster Linie daran, dass einige Gegner den Spieler nicht mehr aufstehen lassen und immer weiter auf die Spielfigur eindreschen, bis diese tot ist. Das ist zwar ziemlich realistisch, frustet aber besonders Einsteiger ungemein. Leider ist "Der Herr der Ringe: Die zwei Türme" auch ziemlich kurz geraten. Könner des Genres sollten nach spätestens 6-8 Stunden Mittelerde zumindest um ein paar hundert Orks leichter gemacht haben. Zum Glück besitzt "Die zwei Türme" einen hohen Wiederspielwert. So spielt der Spieler nicht nur einen neuen Charakter frei, sondern darf auch noch gleich ein paar Cheats ausprobieren. Diese Cheats sorgen dafür, dass man plötzlich als unsterblicher Legolas gegen wachstumsgestörte Orks kämpfen muss. Schade nur, dass das "Herr der Ringe"-Geschehen nicht sonderlich abwechslungsreich ist. Das Spielgeschehen besteht lediglich aus einer Reihe von Moves und einer Vielzahl von Gegnern. So heißt es fast die ganze Zeit nur kloppen, kloppen und nochmals kloppen. Nur ganz selten versucht Electronic Arts das Spielgeschehen durch Zerstören von Katapulten oder Umwerfen von Leitern abzurunden. Dies gelingt jedoch nicht, da selbst diese Aufgaben fast nur mit Ausführen von Kombos machbar sind. Diese Kombos sind zahlreich und können per Erfahrungspunkte erlernt werden.

    ENDLICH,.. .
    mal wieder ein gutes Spiel zum Film. Electronic Arts macht den "Herr der Ringe"- Fans, nach dem so enttäuschenden "Die Gefährten" von Vivendi, ein riesiges Geschenk. Zwar ist das Spielgeschehen sehr abwechslungsarm, ab und zu frustig und recht kurz, kann aber mit seiner fesselnden Atmosphäre und einem großartigen Kinoflair jeden Fan in den Bann ziehen. So würden echte Fans selbst 100 Euro für dieses Spiel ausgeben, werden aber noch erfreut sein, dass dieses Spektakel schon ab 30 Euro zu haben ist. Wie bei vielen Filmumsetzungen gilt allerdings: Wer "Herr der Ringe" nicht mag, wird auch dieses Spiel nicht mögen. Alle anderen, die einfach nur mal ein paar Orks töten -und sich auf die großartige Atmosphäre einlassen wollen, sollen, beziehungsweise müssen zugreifen.

    Negative Aspekte:
    ...die leider ruckelt, teilweise frustig, wenig Abwechslung, ziemlich kurz

    Positive Aspekte:
    bombastische Soundkulisse, 3+1 Charaktere, viele verschiedene Moves, recht hoher Wiederspielwert, super Grafik...

    Infos zur Spielzeit:
    Nitro89 hat sich 2-10 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Der Herr der Ringe: Die zwei Türme

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Nitro89
    8.5
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Steuerung
    8/10
    Sound
    10/10
    Gameplay
    8/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    8.5/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Der Herr der Ringe: Die zwei Türme
    Der Herr der Ringe: Die zwei Türme
    Publisher
    Electronic Arts
    Developer
    Stormfront Studios
    Release
    08.11.2002

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Der Herr der Ringe: Die zwei Türme
Der Herr der Ringe: Die zwei Türme - Mittendrin statt nur dabei - Leser-Test von Nitro89
http://www.gamezone.de/Der-Herr-der-Ringe-Die-Zwei-Tuerme-Spiel-21220/Lesertests/Der-Herr-der-Ringe-Die-zwei-Tuerme-Mittendrin-statt-nur-dabei-Leser-Test-von-Nitro89-1001555/
19.02.2005
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