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  • Der Herr der Ringe: Die zwei Türme - Wunderschönes aber anspruchsloses Schlachtfest - Leser-Test von sinfortuna

    Der Herr der Ringe: Die zwei Türme - Wunderschönes aber anspruchsloses Schlachtfest - Leser-Test von sinfortuna Diesmal nehme ich erneut eine (aufgrund schlechter Erfahrung in der Vergangenheit nicht immer heißgeliebte) Umsetzung eines Kinofilms auf eine Spielkonsole zu tun. Über die Verfilmungen der Teile von "Herr der Ringe" werde ich keine weiteren Worte verlieren, konzentrieren möchte ich mich hingegen auf eine im Jahr 2002 erschienene Fassung für die Sony Playstation 2. Es gibt ein paar Dinge, die ich bei "Der Herr der Ringe - die zwei Türme" ganz hervorragend finde, dann wiederum gibt es auch ein paar nicht ganz unwesentliche Elemente, die mir auf den Magen schlugen. Doch nun erst einmal der Reihe nach. Um einen Reinfall handelt es sich jedenfalls hier beileibe nicht - wie ansonsten fast schon üblich bei Filmumsetzungen auf Konsole - und das ist doch immerhin etwas. Zum Hit hat es allerdings auch nicht ganz gereicht und dies aus Gründen, die ich hoffentlich auf nachvollziehbare Weise darlegen kann.

    "Der Herr der Ringe - die zwei Türme" stellt den zweiten Teil der berühmten Film-Trilogie dar. Im Mittelpunkt steht der Kampf gegen die unzähligen Armeen des erbarmungslosen Sauron. Um uns den Einstieg in die Materie zu erleichtern, machen wir in einer Art Prolog die Bekanntschaft des blaublütigen Isildur, mit dem wir uns unseren Weg auf blutige Art und Weise durch Unmengen an Orks und ähnlichem finsteren Gesocks bahnen. Auf ziemlich elegante Weise werdet wir so mit den Eigenheiten der Steuerung und des Kampfsystems gemacht, welches im Hinblick auf die größtenteils doch ziemlich junge Zielgruppe relativ einsteigerfreundlich gestaltet wurde. Zudem sollten bislang unerfahrene Videospieler durch den großen Namen angelockt werden und da sind frühzeitige Frusterlebnisse im Abenteuer doch eher tödlich. Schon nach kurzer Zeit gehen uns daher die wichtigsten Manöver leicht und locker von der Hand, ganz gleich ob Angriff, Abwehr oder Ausweichmanöver. Begleitet wird diese Einführung durch imposante Kamerafahrten, die dynamischer kaum sein könnten und sofort Lust auf mehr machen. Schnell fühlen wir uns fit, sowohl im Nah- als auch Fernkampf, mit Schwert oder auch Bogen machen wir uns frisch ans Werk. Ist die Vorgeschichte vorbei bzw. habt Ihr den Einführungsteil mit halbwegs heiler Haut überstanden, so trefft Ihr eine wichtige Entscheidung: startet das eigentliche Abenteuer nun mit dem smarten Aragorn, wuchtigen Kampfzwerg Gimli oder Elben Legolas. Klar ist, dass durch die individuellen Stärken und Schwächend er jeweiligen Spielfiguren in der Folgezeit sehr unterschiedlich gekämpft werden muss. Auch wenn der Handlungsstrang dann größtenteils identisch ist, so wird zumindest dem Herr-der-Ringe-Fan ein mehrmaliges Durchzocken somit schmackhaft gemacht.

    Im leider nicht gerade umfangreichen Abenteuer - dies ist mit der größte Schwachpunkt dieses Spiels und lässt auf üble Abzockerei der Fangemeinde schließen! - metzeln wir uns unaufhörlich unter anderem durch die Mine Morias, das Waldgebiet Fangorn oder die weiten Steppen Rohans. Geisterwesen, Trolle, Uruk-Hais und weitere Untergebene des Zauberers Saruman machen uns das Leben ordentlich schwer, schließlich erwartet uns auch eine große Verteidigungsschlacht auf der Hornburg. Ist in der Schlacht die taktische Komponente eher unwichtig, so ist es doch erfreulich, dass jene Überlegungen in anderen Sequenzen nicht ganz so unwichtig sind. Blindes Drauflosstürmen bringt es demzufolge nicht immer weiter. Manchmal schon, aber eben nicht immer. Beispielsweise müssen wir des Öfteren auf den geeigneten Moment warten, um dann blitzartig zuschlagen zu können, so unter anderem, wenn wir unter dem unaufhörlichen Pfeilhagel Deckung suchen, um dann in einer kurzen Pause nach vorne preschen zu können. Des Weiteren sollte man die kräftigen Uruk-Hais nie zu nahe an sich herankommen lassen, die Auswirkungen wären ansonsten fatal. Diese schleppen nämlich regelmäßig derbe Sprengsätze mit sich herum, so dass es quasi Pflicht ist, sie mit Distanzschüssen aus sicherer Entfernung zu erlegen. Und das fällt angesichts der Masse an heranstürmenden Feinden wahrlich nicht leicht. A pro pos "leicht", der Schwierigkeitsgrad ist zwar einstellbar, doch tendenziell geht dieses Herr-der-Ringe-Abenteuer eher in Richtung "schwer" bzw. manchmal leider auch "unfair". So simpel das Spielkonzept größtenteils daherkommt, umso weniger Möglichkeiten haben wir manchmal, die Angriffe der uns zahlenmäßig chronisch überlegenen Feinde adäquat zu erwidern.

  • Der Herr der Ringe: Die zwei Türme
    Der Herr der Ringe: Die zwei Türme
    Publisher
    Electronic Arts
    Developer
    Stormfront Studios
    Release
    08.11.2002
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Der Herr der Ringe: Die zwei Türme
Der Herr der Ringe: Die zwei Türme - Wunderschönes aber anspruchsloses Schlachtfest - Leser-Test von sinfortuna
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10.11.2006
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