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Der Hobbit: Eine unerwartete Reise (Film)

Kinostart:
k.A.
Genre:
Fantasy
Vertrieb:
k.A.

Der Hobbit: Eine unerwartete Reise in der Filmkritik: Peter Jacksons neues Meisterwerk

12.12.2012 08:00 Uhr
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Neu
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Gamezone hat sich Peter Jacksons neues Meisterwerk "Der Hobbit: Eine unerwartete Reise" einen Tag vor dem offiziellen Kinostart ansehen können und verrät in der Filmkritik, wie sich der Film, die revolutionäre 48fps-Bildtechnik und die 3D-Kameratechnik schlägt.

Der Hobbit: Eine unerwartete Reise ist der erste von drei Teilen: Bilbo geht mit dreizehn Zwergen und dem Zauberer Gandalf auf ein Abenteuer! Der Hobbit: Eine unerwartete Reise ist der erste von drei Teilen: Bilbo geht mit dreizehn Zwergen und dem Zauberer Gandalf auf ein Abenteuer! [Quelle: Warner] Wenn Pressevorführungen gar nicht stattfinden oder so kurz vor dem Start des Films, dass es fast unmöglich ist, rechtzeitig eine Rezension zu schreiben, ist das selten ein gutes Zeichen. Beispiel gefällig? Filme von Till Schweiger dürfen Journalisten nicht vor dem Start nicht sehen, weil sie dem deutschen Schauspieler zu kritisch sind und immer etwas an ihm auszusetzen haben. Warner Bros. hat sich beim ersten Teil des Hobbits entschlossen, den Film erst am Tag vor der Premiere zu zeigen – oh, oh! Wir waren ernsthaft besorgt.

Der Hobbit: Eine unerwartete Reise in der Filmkritik (11) Der Hobbit: Eine unerwartete Reise in der Filmkritik (11) [Quelle: Warner] Tatsächlich sind wir zu Beginn des Films noch etwas verwirrt. Da wird die Geschichte des Ereborn aufgearbeitet, Frodo und Bilbo aus der Zeit des "Herr der Ringe: Die Gefährten" gezeigt und erst gemächlich der neue Bilbo, Martin Freeman (bekannt aus der brillanten BBC-Serie Sherlock Holmes) nämlich, vorgestellt. Dreizehn Zwerge später, die zu Beginn noch verspielt und kindisch wirken, geht die Reise los – aus dem beschaulichen Grün des Auenlandes hoch in den Norden, zum Einsamen Berg, wo Bilbo als Meisterdieb helfen soll, den Drachen Smaug aus dem Königreich der Zwerge zu vertreiben.

Gerade der Anfang vom Hobbit ist noch sehr kindisch erzählt. Die Zwergentruppe lacht, macht doofe Witzchen und hat Zeit für Tanz und Gesang. Im friedlichen Auenland ist dafür Zeit. Das passt zumindest zur Buchvorlage, die J.R.R. Tolkien seinen kleinen Kindern als Gute-Nacht-Lektüre geschrieben haben soll. Für Peter Jackson und seinen Co-Autoren Fran Welsh reichte das natürlich nicht aus. Die Handlung musste erwachsener werden und tatsächlich ist "Der Hobbit" ab einem bestimmten Punkt im Film auch nicht mehr sonderlich kindertauglich. Hässliche Orks und Goblins werden da enthauptet und ziehen fiese Grimassen – obwohl gar nicht so viel Action in der Buchvorlage steckt, kitzeln die Filmemacher an jeder Ecke ein nötiges Mindestmaß an harter Action raus, um auch erwachsene Zuschauer bei der Stange zu halten.

Der Hobbit: Eine unerwartete Reise in der Filmkritik (13) Der Hobbit: Eine unerwartete Reise in der Filmkritik (13) [Quelle: Warner] An die Epik der Vorgänger-Trilogie "Der Herr der Ringe" kommt Jacksons Hobbit-Erstling aber nicht ran. Dafür gewinnt der Film viel zu langsam an Fahrt, verirrt sich in vielen Handlungssträngen, die den Nicht-Fan abschrecken können. Dafür kann sich ein Kenner der Materie wirklich nicht beschweren: Weil der nur etwa 300 Seiten lange Hobbit auf drei Filme mit je ca. drei Stunden Spielzeit ausgestreckt wird, wird kein Details ausgelassen! Erst nach knapp einer Stunde und einem Besuch im wunderschönen Bruchtal zieht Jacksons Schlachtplatte an – und zwar gewaltig! Die eigentlich recht friedlichen Zauberer Radagast (Sylvester McCoy) und Gandalf (Ian McKellen) packen da auch schon mal selbst mit an und lenken feindliche Orks in einer Wargreiter-Verfolgungsjagd ab und kämpfen Seite an Seite mit den Zwergen. Außerdem wurde die Geschichte von Zwergenanführer Thorin Eichenschild ein wenig angepasst, um den 15 Reisenden noch ein paar Stolpersteine in den Weg zu schmeißen. Dramaturgisch ist das kein Schaden und hält die Geschichte spannend.

Im zweiten Teil und gerade zum Ende hin, wenn Bilbo als Charakter endlich seine Furcht vor dem Abenteuer abschüttelt, gewinnt "Der Hobbit" dann richtig an Fahrt. Mit jeder Minute wird es spannender, vor allem auch, weil man sich immer fragt, wo nun der Cut ist, der Teils eins und zwei trennt.

02:26
Der Hobbit: Eine unerwartete Reise - Erster HD-Trailer
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Revolutionäre Technik?

Der Hobbit: Eine unerwartete Reise in der Filmkritik (14) Der Hobbit: Eine unerwartete Reise in der Filmkritik (14) [Quelle: Warner] 3D-HFR. Eine Abkürzung, die Geld in die Kassen der Kinobetreiber spülen wird. Überlänge-Zuschlag, 3D-Zuschlag, HFR-Zuschlag, manche Kinos haben bereits Preise für die Hobbit-Karten angesetzt, die das durchschnittliche Taschengeld eines Jugendlichen in Deutschland übersteigen. Lohnt sich das?

Jaein. Peter Jacksons Meisterwerk "Der Hobbit" wurde mit HFR-Technik gedreht und ist daher wirklich knackscharf. HFR ist eine Abkürzung und bedeutet High Frame Rate – PC-Spieler wissen, was gemeint ist. Normalerweise werden Filme mit 24 Frames pro Sekunde aufgenommen, Peter Jackson nutzt aber 48 Bilder. Das lässt Bewegungen sehr viel natürlicher aussehen, vor allem aber realistischer. Durch den eingängigen 3D-Tiefenschärfeeffekt fühlt man sich wirklich mittendrin. Leider aber zulasten einer künstlerischen Facette des Films. Man sieht zwar wirklich jede Pore im Leder der Zwergengürtel, so knackscharf ist die Optik, aber insgesamt betrachtet wirkt das Bild an vielen Stellen wie eine billige Fernsehproduktion. Peter Jackson selbst sagt darüber, dass der Wechsel von 24 zu 48 Frames mit dem Wechsel von Schallplatte auf CD zu vergleichen sei. Wir finden den Vergleich sehr passend. Die Bildqualität steigt um ein Vielfaches, aber das "Gefühl" und auch ein Stück weit Kunst bleibt dafür auf der Strecke.

Der Hobbit: Eine unerwartete Reise in der Filmkritik (20) Der Hobbit: Eine unerwartete Reise in der Filmkritik (20) [Quelle: Warner] Berichten zufolge soll Besuchern des Hobbits wegen der neuen Filmtechnik übrigens schlecht geworden sein. Bestätigen können wir das nicht, ein paar Szenen aber haben uns auch schon sauer aufstoßen lassen – nicht aber wegen der Qualität der Bildaufnahme, sondern wegen einiger Effekte. Dank HFR und 3D-Tiefenschärfe wirken sie stellenweise wirklich erstklassig und können einen vollkommen begeistern, dann aber gibt es wieder Szenen, die aussehen, als wären sie aus einem schlechten Videospiel ausgeschnitten worden. Auch das muss man der HFR-Technik ankreiden – CGI-Elemente sind im Hobbit dank der knackscharfen Auflösung noch leichter als solche auszumachen.

Wo man bei der Optik Experimente wagt, setzt man beim Sound auf Bewährtes. Wie in der Herr der Ringe Trilogie wird Der Hobbit von epischer Orchestermusik begleitet. Manche Themen, etwa wenn man den Ring zum ersten Mal sieht, kennt man auch aus dem Vorgänger. Sie werden dann kunstvoll in eine neue Melodie verwoben und ergeben eine epochale Sound-Untermalung.

Dreizehn Zwerge im Schauspieler-Karussel

Der Hobbit: Eine unerwartete Reise in der Filmkritik (4) Der Hobbit: Eine unerwartete Reise in der Filmkritik (4) [Quelle: Warner] Für sein schauspielerisches Auftreten wurde von Kritikern bislang vor allem Bilbo-Darsteller Martin Freeman gelobt. Er liefert tatsächlich eine ganz fantastische Performance ab, spielt aber gerade zu Beginn noch eine zurückhaltende Rolle. Erst spät im Film erfährt der Zuschauer und auch Bilbo selbst, weshalb er sich auf diese Reise begeben hat – ungewöhnlich! Ian McKellan, der den Zauberer Gandalf spielt, übernimmt diese Rolle nun ein zweites Mal. Er hat schon in der Herr der Ringe Trilogie absolut begeistern können und liefert nun erneut eine tolle Leistung ab. Auch Richard Armitage, der den Anführer der Gesellschaft, Thorin Eichenschild, darstellt, liefert eine tolle Performance ab. Im Gegensatz zu seinen Zwergenkollegen ist er ein ernster Mann. Seine zwölf Mitzwerge aber bleiben reine Randfiguren. Mit Ausnahme von ein paar Witzen und Blödeleien haben sie kaum relevante Sprechszenen und man lernt sie so gut wie gar nicht kennen. Da ist es erfreulicher, dass Andy Serkis, mittlerweile auch Regisseur der B-Mannschaft von Peter Jacksons Hobbit-Team, ein gewohnt perfektes Schauspiel als Ring-Verlierer Gollum abgibt.

   
Sandro Odak
Trotz kleiner Schwächen ein Meisterwerk
Als riesiger Tolkien-Fan habe ich der Hobbit-Verfilmung mit sehr hohen Erwartungen entgegengefiebert. Und ich wurde nicht enttäuscht. Die Geschichte kommt zwar nur langsam in Gang, geht dann aber Schlag auf Schlag in eine gut abgemischte Actionplatte über. Wer die Buchvorlage nicht kennt, wird vielleicht von Nebensächlichkeiten abgeschreckt werden, aber für Mittelerde-Nerds wie mich ist „Eine unerwartete Reise“ ein Fest! Nur mit der HFR-Technik kann ich mich noch nicht so recht anfreunden. Sie mag technisch zwar beeindrucken, aber mir geht bei superhochaufgelöstem und realistischem HD einfach die künstlerische Facette an einem Film verloren. Regisseur Peter Jackson schafft es auch leider nicht, alle Zwerge an der Handlung teilnehmen zu lassen. Armitage und ein paar der anderen nehmen durchaus wichtige Rollen neben Freeman und McKellen ein, aber ein paar Mitstreiter, etwa der schwerhörige Oin, verkommen zu totalen Nebenrollen, die nur für ein paar Lacher ausgepackt werden.
   
02:19
Der Hobbit - Eine unerwartete Reise: Zweiter Trailer zur Tolkien-Verfilmung
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Redakteur
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12.12.2012 08:00 Uhr
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Dein Kommentar
Moderator
Bewertung: 0
11.06.2013 23:08 Uhr
Klappt jetzt, Danke Garfield. Sieht echt wieder gut aus!
Moderator
Bewertung: 0
11.06.2013 23:08 Uhr
Trotzdem wieder fuckin epic 
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
11.06.2013 23:03 Uhr
Zitat: (Original von Mersadion;1901714)
Stream not found :(


Hab jetzt den Link einfach eingefügt. Das andere funktioniert irgendwie nicht.