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  • Der Pate: Godfather is watching you - Leser-Test von elisaelisa

    Eine weltberühmte Mafia-Trilogie stellen die Spielfilme "Der Pate" dar, wobei der erste Teil rund um Don Corleone und seine Söhne von 1972 ("The Godfather") nach wie vor als einer der besten Spielfilme aller Zeiten gilt, was die Videospielindustrie natürlich dazu veranlasste, entsprechende Abenteuer auf die gängigen Konsolen zu bringen, so geschehen allerdings fast drei Jahrzehnte später für die alte X-Box und die Playstation 2. Tatsächlich waren diese Actionspiele für jene Spielsysteme dann besser als erwartet, der oftmals übliche seelenlose Abklatsch vom Film aufs Spiel blieb zum Glück aus. Bei der Fassung für die X-Box 360, die Software-Gigant Electronic Arts dann als Nachfolger Ende 2006 erschien, haben wir es erfreulicherweise erneut mit einem hochspannenden Spiel zu tun, welches sich aber leider aufgrund teils gravierender technischer Mängel in Sachen Spielspaß letztlich nicht ganz in schwindelerregende Höhen katapultiert. Trotzdem haben wir es mit einem bemerkenswerten Abenteuer zu tun, welches ich Euch empfehlen kann. Die Erwartungshaltung war natürlich gewaltig hoch, insofern lag die Messlatte auch hoch, eventuell etwas zu hoch. Insgesamt war ich aber dennoch zufrieden und das liegt in erster Linie an der packenden Geschichte, die wirklich hochdramatisch inszeniert wird.

    Worum geht es bei "Der Pate" denn nun wirklich genau?

    Die Altersfreigabe erst ab 18 Jahren lässt unschwer vermuten, dass hier bei "Der Pate" für die X-Box 360 nicht gerade zimperlich mit den Zielpersonen umgegangen wird, dass der Schwerpunkt auf eine deutliche Gewaltdarstellung gelegt wurde, lässt sich nicht verneinen. Das allein auf Einzelspieler/innen zugeschnittene Mafia-Abenteuer empfängt uns zu Beginn mit einem Editor, in welchem wir unseren Hauptcharakter zusammenbasteln. Später können wir das Ganze mit dem ergaunerten Geld auch noch verfeinern, nicht zuletzt was unsere Garderobe betrifft. Ziel ist es, dass wir in kriminellen Kreisen an Berühmtheit erlangen und um bekannt zu werden, bleibt uns wenig überraschend nichts anderes übrig, als regelmäßig gegen das Gesetz zu verstoßen. Als unbekannter Niemand starten wir zu Beginn des Spiels, unnahbar ist für uns der engere Kreis der "Familie". Zunächst zumindest. Die Originalgeschichte wird hier bei der X-Box 360 Version nicht einfach nachgespielt, sondern wir betrachten das Ganze aus dem Blickwinkel der erfundenen Person, eben aus der unserer kreierten Figur. Die bekannten Hauptpersonen der Originalgeschichte treffen wir aber, so Anwalt Tom Hagen, Sonny Corleone und Luca Brasi (bei ihm beginnt auch in "Little Italy" unser Abenteuer). Am Don selber, Vito Corleone, und seinem Sohn Michael sind wir nicht so nahe dran, dennoch sind wir Zeuge der ein oder anderen berühmten Szene aus dem Kultfilm, der in den 40er und 50er Jahren in den Straßen von New York spielt.

    Der Alltag sieht in der Regel dann so aus, dass wir uns an Bandenkriegen beteiligen, Schutzgeld von den Kaufleuten und Ladenbesitzern erpressen, Läden oder Restaurants zahlungsunwilliger Besitzer oder ohnehin feindlicher Schauplätze verwüsten, bis hin zur Übernahme des örtlichen Casinos und dem Bestechen von Polizeibeamten: Hauptsache Respekt gewinnen und in der Hierarchie aufsteigen, das ist unser Motor. Wer auf unserer Seite ist, dem tun wir dann auch gerne einen Gefallen und räumen für diesen das ein oder andere lästige Hindernis, nicht selten in Fleisch und Blut, aus dem Weg. Vorausgesetzt, es wird sich an unsere Spielregeln gehalten, helfen wir gerne aus. Sind wir im Laufe der Zeit eine festere Größe geworden, so können wir bei einzelnen Aufträgen auch Unterstützung anfordern, die uns den Rücken freihalten und im Notfall uns bei Überfällen oder auch auf der Flucht mit bleihaltigen Argumenten unterstützen. Hat sich unser Konto gut gefüllt, suchen wir den Waffenhändler auf, der die ein oder andere Spezialkanone für uns auf Lager hat, auf dem Schwarzmarkt gibt es schließlich da das ein oder andere Schmuckstück, dessen Faszination wir uns einfach nicht entziehen können, wie es schein. Ähnlichkeiten mit dem einst extrem erfolgreichen "Grand Theft Auto" sind jedenfalls kein Zufall...

    New York wirkt jedenfalls sehr lebendig: viele Autos und Straßenbahnen sind unterwegs und Passanten sind auch zahlreich auf der Straße. das Flair der 40er Jahre kommt wunderbar rüber und tut der Spielatmosphäre ausgesprochen gut. Ein Schwachpunkt sind hierbei die vielen zu langen Fahrten ans andere Stadtende, die wir unternehmen müssen, um einige Aufträge erledigen zu können. Dies mag zwar realistisch sein, hätte man aber ruhig beschleunigen dürfen, da es bei 8. oder 10. Mal dann doch arg langweilig wird. Dass die Steuerung der Fahrzeuge dann sehr grob ausfällt und die Kamera zudem uns öfters mal im Stich lässt, viel zu langsam ist, schlägt schon auf den Magen, da kann und will ich keinen Hehl draus machen: das sind zwei Minuspunkte.

    Die Geschichte begeistert, überhaupt keine Frage, aber die knapp zwanzig Missionen der Hauptgeschichte sind mir etwas zu wenig gewesen. Perfektionisten versuchen dennoch, das Beste daraus zu machen und versuchen, jeden Laden zu übernehmen und jede mit uns konkurrierende "Familie" auszubooten und einige Bonusziele gibt es zum Glück auch noch, welche die Brieftasche gehörig füllen und unser Ansehen in der Mafia erheblich steigern: knackt zum Beispiel einhundert Safes und findet einhundert Filmrollen sind zwei dieser Ziele. Für Abwechslung ist gesorgt, da nicht nur geprügelt und geschossen, sondern auch geschlichen beziehungsweise sich herangepirscht und natürlich auch viel gesprochen wird Erfüllen wir diese, kommen wir unserem Traum immer näher, nämlich selber der Don zu werden, das Mafia-Oberhaupt in New York zu werden und noch mehr...

    Wie wird uns "Der Pate" insgesamt präsentiert?

    In Sachen Grafik bestaunen wir eine zwar sehr real wirkende Szenerie in den Straßen von New York, die allerdings von der Qualität der Texturen eines X-Box 360 Spiels unwürdig sind. Klobig sehen die Fahrzeuge aus, schwach texturiert die Gebäude. Dafür schauen wir in Gesichter, welche tatsächlich aussehen wie Marlon Brando, James Caan und Robert Duvall (Don Corleone, Sonny Corleone und Tom Hagen), lediglich Al Pacino alias Michale Corleone vermissen wir. Schade. Begeistert sind wir jedenfalls von der Mimik jener Figuren und den filmreifen Zwischensequenzen, welche das Ganze noch spannender machen, als es ohnehin schon ist. Gespart wurde dann aber offensichtlich bei den Gebäuden, speziell den Innenräumen, die sich allesamt zum Verwechseln ähnlich sind. Dies hat allerdings den Vorteil, dass das Spiel so gut wie nie nachlädt, betreten wir den Laden, ganz gleich welchen. Hochauflösende Texturen sind dann nicht mehr zu erblicken, allerdings ist es ohnehin sehr oft abgedunkelt, passend zum Ambiente eben. In Erinnerung geblieben ist mir aber eindeutig das Positive, nämlich die wunderbar animierten Figuren. Ganz hervorragend gelungen ist schließlich der Soundtrack, denn zum Glück finden wir hier die Original-Filmmusik vor: wer diesen nicht gut findet, der hat wahrscheinlich eh dieses Spiel nicht gekauft, denke ich, von daher will ich mich an diesem Punkt gar nicht lange aufhalten. Kurzum: die Spielatmosphäre ist sehr dicht, die Inszenierung dieses dramatischen Mafia-Epos hochspannend umgesetzt worden.

    Kann ich Euch "Der Pate" empfehlen?

    Eine ganz klare Empfehlung gibt es für "Der Pate", da gibt es überhaupt gar kein Vertun. Eine mitreißende Geschichte, toll animierte Charaktere, ein starkes Anlehnen an die Original-Handlung, Gesichter der Hauptfiguren mit hohem Wiedererkennungswert (mit nur einer Ausnahme), der packende Original-Soundtrack und abwechslungsreiche Aufträge: Spannung pur! Leider langweilen die Fahrten später, die Steuerung der Fahrzeuge ist grob, die Kamera träge und die Anzahl der Missionen zur Hauptgeschichte zu gering. Dass die Räumlichkeiten in den Häusern sich frappierend ähneln, die Texturen in der Stadt nicht sonderlich hochauflösend sind und weder Mehrspielerteil noch Online-Unterstützung via X-Box Live vorhanden ist, ist schade. Wer dem Film und dieser Art an Videospiel etwas abgewinnen kann und eine X-Box 360 besitzt, der sollte unbedingt zugreifen.

    Negative Aspekte:
    Texturen der Umgebung nicht X-Box 360 würdig, Steuerung nicht imme rpräzise, Kamera manchmal zu langsam, weder Multiplayer noch online, Hauptmissionen zu wenig

    Positive Aspekte:
    Hochspannend, toll animierte Charaktere, Original-Soundtrack, filmreife Zwischensequenzen

    Infos zur Spielzeit:
    elisaelisa hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Der Pate

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: elisaelisa
    7.7
    Multiplayer
    -
    Grafik
    6/10
    Steuerung
    6/10
    Sound
    10/10
    Gameplay
    9/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    8.3/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Der Pate
    Der Pate
    Publisher
    Electronic Arts
    Release
    09.04.2009

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