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  • Der Schatzplanet: Gier nach Gold - Leser-Test von sinfortuna

    Der Schatzplanet: Gier nach Gold - Leser-Test von sinfortuna Der Titel des Videospiels "Der Schatzplanet" für die Sony Playstation 2 lässt unschwer vermuten, dass wieder einmal ein bekanntes Vorbild aus Film & Fernsehen herhalten durfte, damit dieses Game das Licht der Videospielwelt erblicken durfte. Tatsächlich ist es ein Zeichentrick von Disney, welcher dafür verantwortlich ist, dass Bizarre Creations dieses Jump and Run auf den Markt brachte. Dass ein Schuss Pseudo-Handlung vorhanden ist, kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass in erster Linie Eure feinmotorischen Künste gefragt sind, sprich Eure Geschicklichkeit. Wie es aufgrund der Vorlage und auch des Spielgenres grundsätzlich auch zu erwarten gewesen war, sollen sich bei diesem PS2-Abentuer grundsätzlich die Jüngeren unter uns angesprochen fühlen, was vor allem daran deutlich wird, dass wir es eindeutig mit einer leichteren Hüpfspielkost zu tun haben, so dass erfahrene(re) Jump-and-Run-Fans sich unterfordert fühlen dürften. Trotzdem sorgen vereinzelte Mängel im Hinblick auf die Spieltechnik - vor allem mitunter die Kameraführung - und der ein oder andere unverhältnismäßig schwer (und auch unfair) ausgefallene Rennabschnitt für ärgerliche Situationen, so dass wir es im Großen und Ganzen mit einem unausgewogenen Schwierigkeitsgrad zu tun haben, welcher den Spielspaß nicht gerade unerheblich beeinträchtigt.

    Doch genug der Schwarzmalerei, beschäftigen wir uns doch einmal zunächst mit der Story an sich. Im Mittelpunkt der Handlung steht der Teenager Jim, welcher nahezu besessen von der Idee ist, den besagten berühmtberüchtigten Schatzplaneten ausfindig zu machen, materielle Gelüste scheinen hier bei unserem jungen Protagonisten eindeutig dominant zu sein, na sowas. Engagiert wir unser Held nun einmal ist, erweist er sich als außerordentlich hartnäckig und bereist in der Folgezeit zahlreiche Regionen in der Galaxis, ihn fast schon als stur zu bezeichnen trifft es offensichtlich ziemlich genau. Doch ohne den entsprechenden Fließ natürlich auch kein Preis, sprich kein Lokalisieren des ersehnten Planeten ohne eine ausgiebige Suche nach diesem, insofern warten insgesamt sechs umfangreiche Abschnitte bzw. Regionen auf uns, denen wir einen ausgiebigen Besuch abstatten, wobei es primär um das Erfüllen von Spezialaufträgen geht. Jene Aufträge beinhalten in der Regel das Einsacken von Zaster, Energieblasen oder sonstigen Items, erst nach einer entsprechenden Mindestanzahl haben wir unser Ziel erreicht und der Auftrag gilt als erfüllt. Hört sich nicht gerade anspruchsvoll an, schätze ich, ist es auch nicht, um ehrlich zu sein.

    Ab und an soll das ein oder andere Rätsel den überwiegend doch simplen und vor allem streng linearen Spielverlauf auflockern und in erster Linie Euren Gehirnschmalz fordern, doch offensichtlich sind die Rätsel derart plump ausgefallen bzw. einfach strukturiert, dass sich wirklich nur Grundschüler gefordert fühlen dürften. Im Vordergrund steht hierbei neben den Renn- und Hüpfpassagen das Vertrimmen sämtlicher feindlichen Subjekte, die es tatsächlich wagen, sich uns in den Weg zu stellen. In der Regel haben wir es mit glitschig-schleimigen Monstern zu tun oder aggressiven Droiden, eine ernsthafte Herausforderung stellen diese aber zweifelsohne nicht dar. Wesentlich mehr wird unser Nervenkostüm durch die Hüpfsequenzen strapaziert, doch negativ ist hier zu bemerken, dass es diesem Game schon nach sehr kurzer Zeit augenfällig an Abwechslung mangelt. Daran kann auch unser kleiner rosafarbener Kamerad Morph nichts daran ändern, den wir zum Einsatz kommen lassen, wenn es gilt, ihn auf speziellen Plattformen in Düsenantrieb, Megahammer oder Cyberhand verwandeln zu lassen, um vorankommen zu können. Etwas frischen Wind bringen immerhin die vereinzelten Rennabschnitte ins Spiel, bei denen wir uns auf einem Surfbrett befinden und mit diesem durch sehr enge Schluchten düsen: hier allerdings offenbart dieses Game deftige Schwächen, denn speziell jene Sequenzen - welche ursprünglich als erfrischendes, das Gameplay auflockernde Element gedacht waren, erweisen sich urplötzlich (im Vergleich zur sonstigen Handlung) als frustrierend schwer, dem Spielspaß sonderlich förderlich ist das ganz sicher nicht. Des Weiteren nervt die nicht gerade selten viel zu steife bzw. störrische Kameraführung, welche uns klar benachteiligt und uns auf unangenehme Art und Weise ins Schwitzen bringt. Speziell wegen der beiden letztgenannten Punkte denke ich, dass sich die sehr junge Zielgruppe überfordert fühlen dürfte und die etwas Älteren unter ns aufgrund des ansonsten wenig inspirierenden Gameplays keine Lust auf ein braves Durchzocken vom Anfang bis zum Ende haben. Dass Ihr Euch in diesem Zeichentrick-Abenteuer so gut wie nie verlaufen dürftet und aufgrund der doch regelmäßig klaren Aufgabenstellung kaum orientierungslos durch die Walachei irrt, ist da nur ein schwacher Trost.

  • Der Schatzplanet
    Der Schatzplanet
    Publisher
    Sony Computer Entertainment
    Developer
    Bizarre Creations
    Release
    2002
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Der Schatzplanet
Der Schatzplanet: Gier nach Gold - Leser-Test von sinfortuna
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24.04.2006
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