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  • Der unglaubliche Hulk im Gamezone-Test

    Die zerstörbare Umgebung verspricht kurzweiligen Prügelspaß, gehemmt durch das einfallslose Missionsdesign.

    Mit The Incredible Hulk jagt Comicgigant Marvel den grünen Riesen in diesem Kinosommer erneut über die große Leinwand, nachdem Ang Lee (Crouching Tiger, Hidden Dragon, Brokeback Mountain) vor 5 Jahren bereits einen Kinofilm ablieferte, der weder bei den Fans noch bei den Kritikern gute Rezensionen einheimsen konnte. Nun nahm sich Regisseur Louis Leterrier (Transporter 1+2) der Comic-Kultfigur an, um dem Giganten einen würdigeren Film zu verpassen und natürlich darf auch im Falle dieses neuen Marvel-Comicblockbusters die dementsprechende Videospielumsetzung nicht fehlen. Konnte der erste Film von Ang Lee in den unterschiedlichsten Kinomagazinen nur eine durchschnittliche Wertung von 54% erreichen, steht The Incredible Hulk nach seinem US-Kinorelease mit durchschnittlich 67% schon etwas besser dar. Ob das entsprechende Spiel ebenfalls besser abschneidet als der Vorgänger, welcher auf gamezone.de 6,9 von 10 Punkten erhielt, erfahrt ihr im nun folgenden Review.

    "Hulk ist unglaublich wütend, Hulk muss vernichten"

    Der unglaubliche Hulk Der unglaubliche Hulk Nach einem etwas karg gestalteten Menübildschirm mit nur drei Auswahlpunkten starten wir umgehend das Spiel und dürfen uns sofort und mit Hilfe der A-Taste aus einem Geröllhaufen graben, was auf jeden Fall ein witziger Einstieg ist. Danach herrscht aber nur noch eine Prämisse auf dem Bildschirm: Kloppen, kloppen und... ach ja, noch mehr kloppen. Was somit sofort auffällt ist die Tatsache, dass es sich bei The Incredible Hulk um ein waschechtes Beat 'em Up handelt, bei dem man alles zwischen seinen grünen Pranken zerquetschen muss, was einem vor den gestählten Körper läuft. Dabei orientiert sich das Gameplay massiv am zuvor veröffentlichten Hulk - Ultimate Destruction, welches auf der vergangenen Konsolengeneration, sprich der Xbox, der PS2 und dem Gamecube, erhältlich war. Und wenn man noch genauer hinsieht, kann der geneigte Spieler eigentlich gar keinen Unterschied feststellen, bis auf die Tatsache, dass die Grafik zum Glück nochmals verbessert und gehörig aufpoliert wurde.

    Der unglaubliche Hulk Der unglaubliche Hulk In Bezug auf die Story orientiert man sich grob am Kinofilm, der in Amerika schon seit etwas längerer Zeit in den Kinos läuft und den wir hierzulande Mitte Juli 2008 zu Gesicht bekommen werden. Neben den Szenen aus dem Film wurden aber auch Missionen jenseits der eigentlichen Handlung untergebracht um das Spielvergnügen nicht allzu kurz werden zu lassen. Da man im Hause Marvel wohl nicht mit Ang Lees Hulk-Version zufrieden war, wurde die Story nicht dort fortgesetzt, wo der erste Teil aufhörte, sondern noch einmal komplett von vorn begonnen. Schaut man sich den Film an, so strotzt er in erster Linie vor liebevollen Anspielungen auf die alte 70er Jahre TV-Serie mit Bill Bixby, bzw. Lou Ferrigno. Letzterer hat, ebenso wie Stan Lee, einen entsprechenden Gastauftritt im Film bekommen und auch im Spiel begegnet man alten Bekannten aus der Comicserie, wie z.B. Sidekick Rick Jones oder den U-Foes, welche von Simon Utrecht alias Vector angeführt werden. Aber auch Abomination gibt sich hierbei natürlich ein Stelldichein und sorgt für handfeste Raufereien.

    Unglaubliche Zerstörung

    Der unglaubliche Hulk Der unglaubliche Hulk Nachdem man in einer Art Tutorial durch eine Lagerhalle gejagt wurde und alles zerfetzt hat, was sich einem in den Weg stellte, wird man in eine Art "offene Welt" entlassen, die stark an besagten Last-Gen Titel oder die letzten Spider-Man Spiele erinnert. Wuchtig bewegt sich der Koloss durch die Straßen und kann beinahe alles zerstören, was ihm in die Finger gerät. Häuser erzittern, Autos können wie Spielzeuge durch die Luft geschleudert werden und der Asphalt bricht auf, wenn Hulk nach einem seiner gewaltigen Sprünge krachend auf dem Boden landet. Dabei gibt es bestimmte Wegpunkte an denen man wählen kann, ob man in der Story weiter voranschreiten möchte oder sich die Zeit mit diversen Minispielen vertreibt. Folgt man dem Storyverlauf, so wird der Hulk immer wieder vor Scharen von Gegnern gestellt die es zu besiegen gilt. Oder man muss in einer bestimmten Zeit Gebäude zu Schutt und Asche kloppen, bzw. an weiteren Wegmarkierungen für Chaos sorgen. Zwischenzeitlich stellen sich aber auch diverse Endgegner in den Weg die schon einmal Bildschirmgroß sein können und teils recht imposant aussehen. Für wirkliche Abwechslung wird aber nicht gesorgt, da man sich lediglich von Level zu Level prügelt und auf die Jagd nach den sogenannten "Leistungen" geht.

    Der unglaubliche Hulk Der unglaubliche Hulk Anders als die Achievements, die natürlich auch verteilt werden, gibt es bei The Incredible Hulk diverse "spielinterne" Herausforderungen oder auch "Leistungen" genannt; Hau 50 Gegner kaputt, zerstöre 10 Fahrzeuge, erreiche x-Punkte, Äschere die Stadt zu einem gewissen Prozentsatz ein, komme in einer gewissen Zeit von A nach B, etc. etc. Wer all diese Aufgaben lösen möchte ist sicherlich einige Zeit damit beschäftigt, da es unwahrscheinlich viele verschiedene gibt. Die obligatorischen Comicheft-Cover kann der Spieler an speziellen Stellen sammeln, ebenso wie Postkartenmotive von den Wahrzeichen New Yorks oder jeweils 100 Gamma- und Ragekanister. Sammelt man genügend Gammakanister ein wird einem eine größere Energieleiste zuteil, wohingegen die Ragekanister den Ragebalken erweitern. Mit Hilfe dieser Rage-Moves kann Hulk sich entweder selbst heilen oder Kombos mit verherender Vernichtungskraft ausführen. Je mehr man dabei im Spiel voranschreitet desto mehr Moves kann man mit der Zeit freispielen. Wer bereits das bereits erwähnte Hulk - Ultimate Destruction aus dem Hause Radical Entertainment sein Eigen nennt, dem werden diese "Sammel- und Move-Funktionen" sehr bekannt vorkommen und in der Tat bietet das neueste Hulk-Spiel keinerlei innovativen Neuerungen, sondern beschränkt sich auf Altbekanntes, das in einem leicht anderen Look präsentiert wird.

    Der unglaubliche Hulk Der unglaubliche Hulk Die Steuerung des Ungetüms gibt sich soweit keinerlei Blöße, nur die Kamera zickt hin und wieder ein wenig und folgt dem grünen Riesen nicht gerade wie sie es soll. Das macht sich vor allem in geschlossenen Räumen bemerkbar wohingegen an der frischen Luft beinahe problemfrei geprügelt und gesprungen werden darf. Letzteres gestaltet sich nur manchmal etwas ungenau, da sich der Hulk in der Luft nur schwer kontrollieren und seine Flugbahn justieren lässt, so dass der ein oder andere gigantische Sprung schon einmal nicht ganz exakt ausfällt. Unglücklich ist es auch etwas, dass die Rage-Moves erst mit dem Steuerkreuz ausgewählt werden müssen, um dann mit einer 2er Tastenkombination aktiviert zu werden. In der Hitze des Gefechts vergreift man sich hierbei schon einmal etwas auf dem Pad. Darüber hinaus kann man die Angelegenheit aber durchweg als solide bezeichnen, so dass man aufgrund der Steuerung nicht gleich die Zähne ins Pad schlagen muss, weil man eine Mission schon wieder nicht zum Abschluss bringen konnte.

    Unglaublich durchschnittliche Technik

    Der unglaubliche Hulk Der unglaubliche Hulk Die Technik des Ganzen ist weit von einer Katastrophe, aber auch ebenso weit von einer famosen Glanzleistung entfernt. Das gute vorweg: Ja, der Hulk ist ordentlich animiert und schaut sehr ansehnlich aus, auch wenn die Animationen erneut und äußerst stark an das besagte Ultimate Destruction erinnern. Weiterhin lässt sich komplett New York einäschern und Häuser, sowie Autos in Beton- und Stahlschrott verwandeln, was ebenfalls Spaß verspricht und recht gut aussieht. Damit kommen wir aber auch gleich zu den eher wenigen, oder besser gesagt, "nur" soliden Dingen. Zerstört der Hulk ein Gebäude wurden hierbei immer die gleichen Texturen verwendet und auch wenn die Häuser noch in ihrer vollen Pracht erkennbar sind, wirken diese etwas einfallslos, grau und unauffällig gestaltet. Und wieder kann an dieser Stelle ein Vergleich angebracht werden: Man nehme grob das New York aus der Videospielumsetzung zu Spider-Man 3, tausche einfach den Netzschwinger mit dem Hulk aus und fügt eine zerstörbare Umgebung hinzu. Fertig! Steht man dann nach getaner Abrissarbeit auf einem der Dutzenden Wolkenkratzer kann man die Weitsicht leider nicht genießen, da in der Stadt scheinbar chronischer Nebel zu herrschen scheint und viele Objekte teilweise sehr spät in Erscheinung treten, wenn man sich hüpfend durch die Straßenschluchten, bzw. über die Dächer der Wolkenkratzer bewegt. Als wäre dies nicht genug ruckelt es an einigen Stellen, wenn mehrere Gegner versuchen New York in ein Schlachtfeld zu verwandeln oder man selbst einen Supermove mit Dutzenden Explosionen auslöst. Das ist zwar nicht sonderlich störend, aber neben einigen Clipping-Fehlern ein weiterer unschöner Fleck im Grafikgewand.

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Der unglaubliche Hulk
Der unglaubliche Hulk im Gamezone-Test
Die zerstörbare Umgebung verspricht kurzweiligen Prügelspaß, gehemmt durch das einfallslose Missionsdesign.
http://www.gamezone.de/Der-unglaubliche-Hulk-Spiel-21274/Tests/Der-unglaubliche-Hulk-im-Gamezone-Test-991817/
01.07.2008
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