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  • Destroy All Humans! Der Weg des Furons im Gamezone-Test

    So langsam aber sicher ist die Luft aus dem frechen Außerirdischen mit seinen Analsonden raus.

    Das überaus zynische Alien Crypto begibt sich erstmals auf die Xbox 360 und die PlayStation 3, nachdem der Wii-Ableger leider kaum überzeugen konnte. Da stellt sich natürlich die Frage, ob das SciFi-Abenteuer aus der Third Person-Perspektive eher nach den gelungenen Xbox -bzw. PS2-Spielen geht, oder der Abwärtstrend weiter bestätigt wird.

    Von Menschenaffen und Analsonden

    Destroy All Humans! Der Weg des Furons Destroy All Humans! Der Weg des Furons Crypto findet sich in den 70er Jahren wieder und betreibt unerkannt ein Casino, doch leider ist es mit der Ruhe schnell vorbei, weswegen ihm allerlei Verbrecher und feindliche Aliens an den Kragen gehen wollen. In fünf mehr oder weniger großen und frei begehbaren Arealen gilt es neben den Story-Missionen auch wenige Nebenaufträge und Herausforderungen zu bewältigen. So muss man beispielsweise innerhalb eines Zeitlimits einen Parcour ablaufen oder einen Gegenstand liefern. Die Motivation diese Aufgaben zu erledigen, hält sich allerdings extrem in Grenzen, da es entweder viel zu langwierig oder einfach nur zu öde ist.

    Destroy All Humans! Der Weg des Furons Destroy All Humans! Der Weg des Furons Die Storymissionen spielen sich da kaum besser, weswegen Kreativität, bis auf einige Ausnahmen, komplett fehlt. Oft muss man sich durch Massen von spawnenden Gegnern ballern oder bestimmte Objekte zerstören bzw. schützen. Einige Aufgaben erfordern es die Gedanken von Menschen zu lesen oder auch in deren Haut zu schlüpfen, um beispielsweise an einem Türsteher vorbei zu kommen. Einen Teil der Missionen erledigen wir zu Fuß mit Crypto, der jedoch auch ein Jetpack nutzen kann. Ein reichhaltiges Waffenarsenal hilft uns dabei, den Gegnermassen einen ordentlichen Umfang an fortschrittlicher Alientechnologie entgegen zu werfen, wozu die bekannte Zap-o-Matik, Analsonden oder Gummibälle zählen, die den Feind umher schleudern. So reichhaltig die Auswahl auch ist, normalerweise kann man sich auf eine Waffe konzentrieren. Die anderen braucht man vielleicht in einer speziellen Missionen, ein Großteil der Schießprügel, wie die menschenfressende Venusfalle, ist jedoch völlig unbrauchbar.

    UFO > Militär

    Destroy All Humans! Der Weg des Furons Destroy All Humans! Der Weg des Furons Schon bei den Vorgängern waren die Missionen nicht besonders abwechslungsreich und obwohl Destroy all Humans: Der Weg des Furons dies sogar noch weit unterbietet, kann man vielleicht noch auf den schwarzen Humor des sarkastischen Aliens zählen, doch auch der bleibt schnell auf der Strecke. Die Witze über Analsonden sind langsam aber sicher extrem abgestanden und der Rest der Gags will kaum zünden, auch wenn das Leben in den 70er Jahren, Filme und sogar Videospiele durch den Kakao gezogen werden. Die extrem statischen Dialoge wollen am liebsten schnell weggedrückt werden, da sie schlicht langweilig sind. Die wenigen Lacher, die tatsächlich funktionieren, gehen im Sumpf der Belanglosigkeit völlig unter.

    Destroy All Humans! Der Weg des Furons Destroy All Humans! Der Weg des Furons Etwas interessanter sind da schon die Missionen, die man an Bord der fliegenden Untertasse erlebt. Hier gilt es meistens ordentlich Schaden anzurichten, während uns das Militär mit Panzern und Hubschrauber angreift. Dabei können schon mal ganze Gebäude in Schutt und Asche gelegt werden. Da ist es also von Vorteil, dass man so ziemlich alles in den jeweiligen Städten, die unter anderem an Las Vegas, Los Angeles oder Hong Kong erinnern, zerstören kann. Das UFO greift zudem auf die passenden Entführungstechniken zurück, während ein reichhaltiges Waffenarsenal inkl. Todesstrahl zur Verfügung steht. Mit der Zeit wiederholt sich aber auch hier die Vorgehensweise. Die Städte sind übrigens von einigen Landezonen durchzogen, auf denen wir landen können. Das erspart immerhin einen Großteil der Laufwege. Leider sind viele Missionen geprägt von unnötig weiten Abständen zwischen den jeweiligen Zielen, weswegen sich das ohnehin schon sehr höhepunktarme Missionsdesign wie Kaugummi zieht.

    Überlegene Alientechnik

    Destroy All Humans! Der Weg des Furons Destroy All Humans! Der Weg des Furons Damit sich Crypto der immer stärker werdenden Feinde erwehren kann, darf er seine Waffen aufrüsten. Die Währung im Spiel sind Hirnstämme, die man von getöteten Feinde und Passanten erhält. Gleichzeitig kann das kleine aber freche Alien durch Meditation die eigenen, körperlichen Kräfte verbessern. So kann man die PSI-Fähigkeiten von Crypto hochzüchten, wodurch man nicht nur Menschen, sondern später auch Wagen durch die Gegend werfen kann. Die ziemlich uninteressanten Missionen werden durch noch plumpere und völlig witzlose Story-Happen weitererzählt, wobei man sich den Kampf gegen die menschlichen Affen nicht zu lange antun muss. Lässt man nicht alle Nebenaufgaben aus, wird man 7-8 Stunden im Spiel verbleiben. Darüber hinaus gibt es noch allerlei Sammelgegenstände zu entdecken,was absolut keinen Spaß macht. Immerhin kommt beim Schwierigkeitsgrad kaum Frust auf.

    Unterlegene Menschentechnik

    Destroy All Humans! Der Weg des Furons Destroy All Humans! Der Weg des Furons Man mag sich mit den lieblos zusammengewürfelten Missionen noch anfreunden, vor allem weil man es mit dem UFO ordentlich krachen lassen kann, und auch der eine oder andere Witz kann auf der Habenseite verbucht werden, doch jetzt kommt der Punkt, an dem die Untertasse eine Bruchlandung hinlegt. Wäre Destroy all Humans: Der Weg der Furons noch ein guter Tipp für ein Budget-Spiel gewesen, ist die Technik als eine riesige Frechheit anzusehen. Die Qualitätskontrolle von THQ muss geschlafen haben, als sie dieses Machwerk einfach so im Dämmerzustand durchgewunken hat. Der Entwickler Sand Blast hat mit der Unreal Engine 3 so ziemlich alles falsch gemacht, was man überhaupt falsch machen kann. Das fängt damit an, dass das Spiel unerträglich und permanent ruckelt, was sich vor allem an Bord des UFOs deutlich bemerkbar macht. Hinzu kommen noch massive und kaum übersehbare Pop-Ups am laufenden Band, Tearing, Fade-Ins, Fehler in der Schattendarstellung Kantenflimmern, Clippingfehler usw. Die Liste könnte noch weiter fortgeführt werden, was ich hiermit auch mache: So stürzte das Spiel sowohl auf der PlayStation 3 als auch auf der Xbox 360 während des Tests jeweils 1-2 Mal ab. Hinzu kam noch, dass Crypto mehrmals im Boden versank und nicht mehr herauskam. Dann blieb ich öfters zwischen irgendwelchen Gegenständen stecken, während die ständigen und viel zu häufigen Ladezeiten an den Nerven zerrten. Das führte dazu, dass ich zu oft den Spielstand neu laden musste.

    Destroy All Humans! Der Weg des Furons Destroy All Humans! Der Weg des Furons Die Aufzählung der Frechheiten ist allerdings noch nicht vorbei. Teilweise haben die Entwickler komplett auf Animationen verzichtet. So werden Passanten, ohne sich selbst zu bewegen, irgendwie über den Bildschirm gezogen, wie leblose Puppen auf Schienen, und das in einem Affentempo. Lächerlicher geht es kaum noch und wir sprechen hier von einem Spiel, das 60-70 Euro kosten soll. Wenn das gesprochene Wort nicht lippen-synchron auf dem Bildschirm zu sehen ist, ist das schon ärgerlich genug, doch in einem Teil der Gespräche hat man sich die Bewegung jener Lippen sogar komplett gespart. Das peinliche an der ganzen Sache ist zusätzlich, dass die gebotene Optik sogar auf der PlayStation 2 locker möglich gewesen wäre, ohne die Fehler. Die matschigen Texturen, die kantigen Fahrzeuge, die detailarmen Welten sowie die hackeligen Animationen, wenn sie denn überhaupt vorhanden sind, hinken der Zeit hoffnungslos hinterher.

  • Destroy All Humans! Der Weg des Furons
    Destroy All Humans! Der Weg des Furons
    Publisher
    THQ
    Release
    13.02.2009
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Destroy All Humans! Der Weg des Furons
Destroy All Humans! Der Weg des Furons im Gamezone-Test
So langsam aber sicher ist die Luft aus dem frechen Außerirdischen mit seinen Analsonden raus.
http://www.gamezone.de/Destroy-All-Humans-Der-Weg-des-Furons-Spiel-21314/Tests/Destroy-All-Humans-Der-Weg-des-Furons-im-Gamezone-Test-992122/
02.03.2009
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2009/03/zhdef.jpg
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