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  • Destroy All Humans! Ein grosser Tritt für die Menschheit im Gamezone-Test

    Cryptosporidium 137 gibt sich die Ehre und extrahiert mit Vorliebe die Gehirne menschlicher Geheimagenten.

    Wie sehen Spiele mit Außerirdischen in der Regel aus? Richtig, ein menschlicher Held stellt sich einem ganzen Volk der Invasoren entgegen und schafft es mit Müh und Not die Gefahr abzuwenden, auf das die Menschheit auch in Zukunft glücklich und zufrieden weiterexistieren kann. Das ist das Standardmuster an dem sich die meisten Kreativen in der Videospielbranche orientieren. Da wurde es eigentlich höchste Zeit, dieses Prinzip einmal umzudrehen.

    Cryptosporidium 137

    Cryptosporidium 137 Cryptosporidium 137 Darf ich vorstellen, Cryptosporidium 137, seines Zeichens ein kleiner grauer Alien der Furon Rasse. Wie uns die Ziffer in seinem Namen verrät, teilt auch er das Schicksal seines dem Untergang geweihten Volkes. Die 137 bedeutet, dass er der 137te Klon seiner selbst ist. Denn die Furonen besitzen schon lange keine Genitalien mehr und sind auf die Technik des Klonens angewiesen um ihre Rasse am Leben zu erhalten. Leider jedoch verschlechtert sich die Qualität der Furon DNS mit jedem Klonvorgang, weswegen sie auf frische Gene angewiesen sind. Diese befinden sich ausgerechnet in den Gehirnen der Menschen, welche dieses Erbe seit Jahrtausenden mit sich tragen.

    So kommt es also, das wir in Person von Cryptosporidium 137 der Erde einen Besuch abstatten. Mit im Gepäck haben wir praktisch alle Klischees der heute so witzig anzusehenden SciFi-Filme aus den 50ern. Das aber macht unseren Crypto kein bisschen freundlicher, denn im Grunde ist er ein richtig fieser Kerl, der seine wahre Freude daran hat den Menschen zu helfen sich selbst auszurotten.

    Bring mich zu deinem Anführer!

    Bring mich zu deinem Anführer Bring mich zu deinem Anführer Da Außerirdische noch nie für ihre besondere Intelligenz bekannt waren, beginnt auch Cryptos Abenteuer mit einer Verwechslung. Schließlich kann er doch nichts dafür, dass der Furon-Praktikant den Unterschied zwischen Rosswell und Rockwell nicht kennt. Vergeblich bemüht er sich der ihm gegenüberstehenden Kuh zu vermitteln, dass er ihren Anführer sprechen möchte. Da dies alles nicht fruchtet, probiert er gleich seine Fähigkeit Gedanken zu lesen aus, und erntet, wenig überraschend, ein herzhaftes Muuuh! Das sagt man einem Furon nicht zweimal, der beherzt seine psychokinetischen Kräfte einsetzt und die Kuh hoch in die Lüfte fliegen lässt. Doch dauert der Spaß nicht allzu lange, denn Crypto wird vom herannahendem Bauern überrascht.

    Ab diesem Moment geht die Geschichte erst so richtig los. Fortan sind wir damit beschäftigt den Menschen ihre Gehirne zu klauen, um die überlebenswichtige DNS daraus zu extrahieren. Denn anders als in ähnlichen Spielen wird die jeweils nächste Mission nicht mit dem beenden der Vorhergehenden freigeschaltet, stattdessen müssen wir erst eine bestimmte Anzahl gesammelter Hirnstämme bzw. DNS vorweisen, um die nächste Mission spielen zu dürfen.

    Zap-o-Mat

    Der Zap-o-Mat in Action Der Zap-o-Mat in Action Dafür bedienen wir uns der lustigsten Geräte, allen voran dem Zap-o-Mat, einem Blitze verschießendem Gewehr welches das Gehirn der Menschen intakt lässt um es extrahieren zu können. Dafür nähern wir uns dem niedergestrecktem Körper und lassen das Gehirn mithilfe unserer Psychokräfte aus dem Kopf hüpfen, woraufhin wir es einsammeln können. Dieser Vorgang dauert aber relativ lange und funktioniert nur bei wenigen Menschen in der Umgebung. Schneller und praktischer ist da schon die Analsonde, welche in aufgeladenem Zustand in das Hinterteil der Menschen eindringt und sie platzen lässt, so dass wir das herausfallende Gehirn nur noch einsammeln müssen.

    Crypto hat sich getarnt Crypto hat sich getarnt Um möglichst lange unentdeckt zu bleiben, kann Crypto die Form eines jeden beliebigen Menschen annehmen, muss in diesem Zustand aber dafür sorgen, dass er ständig Energie zugeführt bekommt, da sonst, bei nachlassender Konzentration, seine Tarnung auffliegt. Zudem sind die Geheimagenten von Majestics in der Lage die Tarnung zu durchschauen, weswegen man immer einen gewissen Sicherheitsabstand zu ihnen halten sollte, außer man brutzelt sie gleich mit dem Ionenstrahler weg. Dann ist es aber Asche mit dem Gehirn und der darin befindlichen DNS.

    Neben den erwähnten Waffen und Geräten gibt es noch eine ziemliche Anzahl weiterer Hilfsmittel, entweder für den Einsatz auf dem Boden oder im UFO. Vom Desintegrator-Strahl über den Ionenfetzer bis hin zum Entführungsstrahl steht uns praktisch alles zur Verfügung was in den schlechten Filmen der 50er Jahre für Angst und Schrecken sorgte.

    Kommunistische Ufos?

    Unser UFO Unser UFO Denn genau das ist es was "Destroy all Humans" von anderen Titeln abhebt, die unglaubliche Dichte der gebotenen Witze sowie die zur Schau gestellte Situationskomik die jede einzelne Szene des Spiels durchzieht. Nicht ein Satz der im Spiel gesprochen wird ist frei von Anspielungen oder Seitenhieben auf das paranoide Verhalten der US-Bürger in den 50ern. So begegnen uns radiaktive Kühe ebenso wie kommunistische Ufos oder Geheimagenten in schwarzen Anzügen die selbst nicht wissen was sie tun. Als Bonus gibt es sogar Original B-Movies freizuschalten, darunter "Plan 9 from outer space" oder "Teenagers from outer space", beide selbstverständlich in flimmerigen Schwarz/Weiß.

    Technisches

    Bei "Destroy al Humans" hat man das Gefühl ein Spiel in Händen zu halten, bei dem die Kreativen die Oberhand hatten. Denn kaum eine Minute vergeht wo man nicht lachen oder grinsen müsste, versteckt sich doch in jedem ausgesprochenem Satz eine Anspielung, ebenso wie schon die Waffen selbst eine Persiflage auf die 50er darstellen, wobei man die einmalige Musikuntermalung nicht unter den Tisch fallen lassen darf, welche alleine schon einen Preis verdient hätte.

    Radiaktive und tanzende Kühe Radiaktive und tanzende Kühe Die technische Seite hingegen ist nicht ganz so glänzend ausgefallen. Denn die gezeigte Grafik bewegt sich eben mal auf gutem PS2-Niveau, manche Stellen im Spiel sehen sogar richtig kahl aus. Zudem besitzt das Spiel nicht unbedingt die höchste Sichtweite, ständig ploppen Gestalten und Objekte ins Sichtfeld. Ebenfalls etwas geschlampt hat man bei der deutschen Lokalisierung, denn manche Sätze werden nach wie vor in Englisch gesprochen, wohl weil man vergessen hat sie zu übersetzen. Dafür hat man es mit den Untertiteln umso besser gemeint, denn diese schalten sich immer wieder ein, egal wie oft wir sie ausschalten. Beim nächsten Spielstart sind sie wieder da. Wirklich schade ist, dass man die Stimme von Pox im Raumschiff viel zu leise aufgenommen hat, was er uns sagen will geht grundsätzlich im Gebrummel des Ufos unter.

    Umso gelungener aber fiel die Steuerung und der Soundtrack aus. Denn an der Steuerung selbst gibt es eigentlich nichts zu bemängeln, unser Crypto lässt sich flott und zielsicher bedienen, und die Soundkulisse bietet uns die typischen Eindrücke von 50er Jahre B-Movies, wie man es besser kaum hätte machen können.

    UFO Action UFO Action Nicht unerwähnt lassen darf man, dass es sich bei "Destroy al Humans!" um ein eher kurzes Spielvergnügen handelt. Denn die Handvoll gebotenen Missionen schafft man locker und ohne große Anstrengung an einem Wochenende durchzuspielen. Ich glaube sogar, dass kaum ein Spieler mehr als sechs Stunden für den kompletten Story-Part brauchen wird. Allerdings hat man dann erst das Halbe Spiel gesehen, denn die Level sind darauf ausgelegt sie wenigstens ein zweites Mal zu besuchen, um die übrig gebliebenen Gehirne zu extrahieren und die ebenfalls noch vorhandenen Robo-Sonden einzusammeln, für die es ebenfalls diverse Belohnungen abzustauben gibt.

    Destroy All Humans! Ein grosser Tritt für die Menschheit (PS2)

    Singleplayer
    8 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    9/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    7/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Einmaliger Wortwitz und ebenso einmalige Situationskomik
    Crypto ist supercool
    mehr als authentischer Soundtrack
    die tanzenden Kühe
    die Analsonde
    Unmengen an Bonusmaterial
    Lieblose deutsche Lokalisierung
    Untertitel schalten sich immer wieder ein
    mitunter karge Level
    niedrige Sichtweite
    aufpoppende Objekte und Charaktere
    relativ kurzes Vergnügen
  • Destroy All Humans! Ein grosser Tritt für die Menschheit
    Destroy All Humans! Ein grosser Tritt für die Menschheit
    Publisher
    THQ
    Developer
    Pandemic Studios
    Release
    2005

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Destroy All Humans! Ein grosser Tritt für die Menschheit
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Cryptosporidium 137 gibt sich die Ehre und extrahiert mit Vorliebe die Gehirne menschlicher Geheimagenten.
http://www.gamezone.de/Destroy-All-Humans-Ein-grosser-Tritt-fuer-die-Menschheit-Spiel-21315/Tests/Destroy-All-Humans-Ein-grosser-Tritt-fuer-die-Menschheit-im-Gamezone-Test-990294/
24.06.2005
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/06/TV2005062412471500.jpg
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