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  • Devil Kings im Gamezone-Test

    Selbst Capcoms Entwickler waren sich nicht zu schade und haben für dieses Spiel ganz dreist bei Dynasty Warriors abgekupfert.

    Nach endlosen Neuauflagen, Umsetzungen und Ablegern der "Dynasty Warriors"-Serie waren sich wohl selbst die alten Fans einig, das die endlosen Massenschlachten langsam als etwas angestaubt gelten. Capcom ist da offensichtlich anderer Meinung und bringt mit "Devil Kings" einen dreist geklauten Klon der betagten Schnetzelserie auf den Markt.

    Devil Kings Devil Kings Man rennt durch zahllose Gegnerhorden, malträtiert abwechselnd zwei Joypad-Buttons, erledigt in kürzester Zeit weit über hundert Feinde mit einer einzigen Schlagkombination und lässt hin und wieder einen vernichtenden Spezialangriff auf die dümmlichen Polygonmassen los. Hört sich bekannt an? Soll es aber laut Capcom gar nicht sein. Denn obwohl "Devil Kings" nicht von Koei ist, könnte es auch auf den zweiten Blick als ein weiterer Teil der langlebigen "Dynasty Warriors"-Serie durchgehen. Laut Packung stecken hinter diesem durch und durch abgekupferten Gameplay-Klon sogar die Macher von "Resident Evil" und "Devil May Cry" - uns bleibt es jedoch ein Rätsel, warum man solche Talente für ein Spiel wie "Devil Kings" einspannen musste.

    Im Schatten des Sengoku-Warlords

    Devil Kings Devil Kings Das "Devil" im Namen des Spiels und der sehr ähnlich aussehende Schriftzug sollen wohl für uns Langnasen einen Bezug zu "Devil May Cry" herstellen, doch bis auf das Logo des Spiels findet man keinerlei Gemeinsamkeiten mit dem gelungenen Action-Kracher. Die sechs spielbaren Charaktere haben zwar auch so klangvolle Namen wie "Azure Dragon", "Reaper" oder eben "Devil King", doch in Wirklichkeit basieren alle Charaktere auf denselben geschichtlichen Figuren, welche schon für Koeis "Dynasty Warriors" Pate gestanden haben. Denn der titelgebende Teufelskönig ist niemand anderes als Nobunaga Oda und der so genannte Reaper verkörpert ganz klar die Rolle von Mitsuhide Akechi. Somit ist "Devil Kings" nicht nur in Sachen Gameplay mit seinem Vorbild identisch, sondern auch in Bezug auf die Story. Allerdings wird die Hintergrundgeschichte hier etwas anderes erzählt, da man sich für die Zwischensequenzen eine Mischung aus handgezeichneten Anime-Filmchen und vorgerenderten Videosequenzen entschieden hat. Die sechs verschiedenen und durchaus schön anzusehenden Charaktere werden in diesen humorvoll inszenierten Sequenzen sehr gelungen vorgestellt und man hat teilweise sogar den Eindruck, als wollten Capcoms Macher kurzzeitig eine Parodie zum etablierten Genrevertreter entwickeln.

    Schnetzeln bis der Arzt kommt

    Devil Kings Devil Kings Um was es in Sachen Gameplay geht, wissen alte Fans von "Dynasty Warriors" ohnehin schon längst, wir fassen die spielerischen Möglichkeiten aber trotzdem nochmals kurz zusammen: Jeder der sechs zu Beginn des Spiels wählbaren Charaktere verfügt über einen unterschiedlichen Kampfstil und Spezialangriff, welche er auf dem Schlachtfeld gegen eine Myriade anstürmender Feinde ausgiebig trainieren kann. Eure Aufgabe beschränkt sich die meiste Zeit darauf, mit den zwei Angriffstasten möglichst lange Schlagkombinationen zu stricken und somit besonders viele Punkte zu kassieren. Diese Hauptbeschäftigung zieht sich oftmals über viele Minuten hin, allerdings sorgt die endlose Dauerdaddelei nicht nur für schmerzhafte Daumenkrämpfe, sondern auch für eine gewisse Entspannung, da der Anspruch zu keiner Zeit nennenswerte Höhen erreicht. Neben den strohdummen Standardgegnern und ihren etwas besser gepanzerten Kommandanten wartet jeweils am Ende eines Levels ein dicker Obermotz auf euch, welcher im Vergleich dann doch deutlich knackiger ausgefallen ist. Hier muss dann auch mal kurzzeitig etwas überlegt werden und aus der einschläfernden Knöpfchendrückerei wird für wenige Minuten sogar ein anspruchsvoller Kampf. Nach jedem Level bekommt euer Kämpfer schließlich seine hart erkämpften Erfahrungspunkte gutgeschrieben und darf vor der nächsten Schlacht zuvor erkämpfte Gegenstände ausrüsten oder unter einer von maximal vier verschiedenen Waffen wählen.

    Von Taktik und KI keine Spur

    Devil Kings Devil Kings In "Dynasty Warriors" fanden sich neben den endlosen Schlachten auch hin und wieder ein paar taktische Elemente, welche das Niveau deutlich über das eines Joypad-Belastungstests anhoben. Der gezielte Einsatz eigener Generäle war bitter nötig, um in den Schlachten die eigene Niederlage abzuwehren, außerdem spielte auch die Kampfmoral der eigenen Männer mitunter eine sehr wichtige Rolle. In "Devil Kings" ist Taktik absolute Nebensache, es fehlen sogar jegliche Möglichkeiten auch nur ansatzweise taktisch handeln zu können. Die eigenen Truppen stehen mit ihrem Kommandanten dümmlich am Startpunkt des Levels und denken nicht einmal daran euch zu folgen. Auch wenn zu späteren Zeitpunkt mal hier und da so genannte Verstärkungen eintreffen sollten, haben diese nicht den kleinsten Nutzen, da auch hier die KI nicht über die einer Küchenuhr hinauskommt. Somit bleibt es dabei, das man sich in jedem Level völlig alleine bis zum Obermotz daddelt, um dort schließlich den einzigen fordernden Kampf zu erleben. Stirbt man übrigens währenddessen, muss man die Schlacht nochmals ganz von vorne anfangen - na herzlichen Dank.

    Je nach Schwierigkeitsgrad hat man das Spiel mit einem Charakter innerhalb von höchstens zwei Stunden durchgespielt, allerdings laden die anderen Kämpfer mit teilweise völlig anderen Szenarien und Spezialangriffen sofort zum erneuten Durchgang ein. Außerdem werden auf diese Weise im Laufe des Spiels sechs völlig neue Charaktere verfügbar, was wiederum für Langzeitmotivation sorgt - vorausgesetzt, man kann dem eintönigen Gameplay auch dann noch genug abgewinnen.

    Jenseits der Nebelwand: Optische Verbesserungen

    Devil Kings Devil Kings Doch Capcom hat nicht ausschließlich geklaut, auch ein paar eigene Ideen sind in das Spieldesign eingeflossen: Das Leveldesign ist um ein gutes Stück abwechslungsreicher, da hier im Gegensatz zu "Dynasty Warriors" nicht nur flache Ebenen vor einer dicken Nebelwand über den Bildschirm wandern, sondern auch richtig schöne Hügel, abwechslungsreiche Landschaften und taktisch relevante Gebäude verbaut wurden. In einem Level mussten wir den Endgegner über mehrere Stationen hinweg bekämpfen und auf dem Rücken eines Pferdes verfolgen - eine willkommene Abwechslung im Vergleich zum ansonsten sehr eintönigen Spielablauf. Auch die Animationen der Kämpfer sind durchaus gelungen und bei ihren atemberaubenden Spezialattacken wird sogar ein kurzzeitiges Grafik-Feuerwerk abgebrannt. Gleiches gilt für die Endgegner, welche manchmal sogar bildschirmfüllend ausgefallen sind und somit auch ordentlich was hermachen - auch wenn sie urplötzlich aus dem Nebel am Horizont auftauchen. Generell kann man mit gutem Gewissen behaupten, das Capcom die technischen Mankos des Vorbildes relativ gut in den Griff bekommen hat und "Devil Kings" in Sachen Optik vielleicht sogar der bisher schönste Massenmetzler ist.

    Devil Kings (PS2)

    Singleplayer
    6,5 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    5/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    trotz enormer Gegnermassen nur wenig Nebel
    witzige Zwischensequenzen
    sechs freispielbare Charaktere
    schöne Endgegner
    sehr dreister "Samurai Warriors"-Klon
    eintöniges Gameplay
    nicht vorhandene Team-KI
    keinerlei Taktik-Elemente
  • Devil Kings
    Devil Kings
    Release
    03.02.2006

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990618
Devil Kings
Devil Kings im Gamezone-Test
Selbst Capcoms Entwickler waren sich nicht zu schade und haben für dieses Spiel ganz dreist bei Dynasty Warriors abgekupfert.
http://www.gamezone.de/Devil-Kings-Spiel-21346/Tests/Devil-Kings-im-Gamezone-Test-990618/
20.01.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/01/TV2006011715585700.jpg
tests