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  • Devil May Cry: Verschenktes Potenzial - Leser-Test von Sigistauffen

    Devil May Cry: Verschenktes Potenzial - Leser-Test von Sigistauffen Devil May Cry wurde fast im gleichen Maße gehyped wie Metal Gear 2. Verdientermaßen? Nicht ganz, wie ich finde. Das Spiel hat seinen Reiz, sieht toll aus, jedoch trüben ein paar gravierende Schwächen im Gameplaysektor den Spaß nicht unerheblich, aber dazu später mehr...
    Die Story:
    Vor langer Zeit startete Oberdämon Mundus schon einmal den Versuch, sich die Welt der lebenden Untertan zu machen. Einer seiner Generäle, Sparda, bekam angesichts der Menschen und ihres "armseeligen" , zeitlich sehr begrenzten, Lebens Mitleid mit denselbigen und lehnte sich gegen seinen Herrscher auf. Er gewann den Kampf und schickte Mundus in die Verbannung. Von nun an lebte er in der Welt der Menschen und hatte sogar eine menschliche Frau, welche ihm einen Sohn, Dante gebahr. Tja, und als dann später seine Eltern von Dämonen ermordet wurden, macht sich Dante seine übernatürlichen Kräfte zunutze, um von nun an voller Rachsucht Dämon um Dämon abzuschlachten, bis er evtl. den wahren Täter finden würde. Er eröffnet eine Geisterjägeragentur namens "Devil May Cry".
    Eines Abends schneit dann eine mysteriöse Schöne in Dantes Büro, die ihm berichtet, daß Mundus zurückgekehrt ist und auf "Mallet Island" erneut die Tore der Hölle öffnen will. In Dante erwacht daraufhin die Vermutung, daß Mundus wohl der eigentliche verandtwortliche für den Tod seiner Eltern war, und gemeinsam machen sie sich auf den Weg...
    Hört sich doch ganz in Ordnung an, oder. Leider war's das dann auch mit der Geschichte. Im Verlauf des Spiels gibt's zwar schon ein paar nette Cutscenes, hauptsächlich rennt ihr aber völlig planlos durch die beeindruckende Scenerie und lößt abstruse Rätsel. Klar, DMC ist kein Survival Horror Game, es ist ganz klar ein non-stop Action game, jedoch wäre eine Handlung, die ein bißchen mehr darauf eingeht, warum denn nun Dante diverse Dinge auf Mallet Island tun muß oder warum er denn nun ein Piratenschiff in einer Höhle betreten muß, schon recht angebracht. So wie das Spiel ist, ist es zwar schön, aber auch irgendwie ziemlich hohl.
    Gameplay:
    Dante ist im Gegensatz zu Claire Redfield ein echter Springinsfeld. Er rennt rum, springt und ballert dabei aus allen Rohren, was auch sehr cool aussieht. Für Angriffe gibt's zwei separate Knöpfe: Einen zum Schießen, und einen für das Schlagen mit den Nahkampfwaffen wie mehreren verschiedenen Schwertern oder dem Feuerhandschuh. Durch die Teilung von Nah- und Fernkampf ergeben sich tolle Kombinationsmöglichkeiten: Ihr fangt z. B. eine Schwertcombo an und beendet sie mit einem Hieb, der den Gegner in die Luft befördert. Jetzt könnt Ihr ihn mit euren Knarren solange in der Luft halten, bis er hübsch zerplatzt. Ihr könnt euch dabei sogar bewegen, also um den Gegner kreisen und ihn gleichzeitig in der Luft halten. Ihr könnt ihn aber auch wieder fallen lassen und dann, kurz bevor er aufschlägt, erneut mit dem Schwert bearbeiten. Die Kombinationsmöglichkeiten sind riesig und besonders stylische Finishs werden bei DMC auch belohnt. Während man sich um einen Gegner kümmert, erscheinen am Bildschirm Ausrufe, die von "dull"(langweilig) über "great" bishin zu "stylish" reichen. Wer einen Gegner stylisch plattmacht, bekommt viel mehr rote Orbs gutgeschrieben, als wenn er Ihn mit einem simplen Schlag plattmacht. Das lohnt sich, denn die roten Orbs braucht Ihr, um im Spiel weiter zu kommen. Mal braucht Ihr sie, um versiegelte Türen zu öffnen und mal braucht Ihr sie, um RPGmäßig neue Gegenstände wie Heiliges Wasser(Smartbomb) oder neue Fähigkeiten zu erlernen. Was für Fähigkeiten sind denn das jetzt? Nun ja, da Dante ja ein Halbdämon ist, kann er sich für kurze Zeit auch in so einen verwandeln. Ihr müßt dazu aber eine Teufelswaffe angelegt haben wie das Donnerschwert Alastor oder das Feuerarmband Ifrit. Jetzt müßt Ihr solange Gegner plätten, bis eure Teufelsleiste eine bestimmte Füllrate erreicht hat. Dann drückt Ihr auf den Devil Trigger Knopf und Dante verwandelt sich entweder in Alastor oder Ifrit. Sowohl Alastor und Ifrit lassen sich mit individuellen Fähigkeiten aufmöbeln, wie zum Beispiel Blitzschlag oder Meteorschauer, und dafür braucht Ihr eben rote Orbs. Auch könnt Ihr mit deren Hilfe eure Lebenskraft oder die Zeit, in der Ihr Teufel sein könnt, dauerhaft verlängern. Das ist bei den zahlreichen Gegnern und den richtig dicken Bossen auch bitter nötig. Wie bei anderen Action Games ist DMC in sog. Missionen (sprich:Levels) aufgeteilt. Meist müßt Ihr in einer Mission einen gewissen Gegenstand holen und Ihn dann in der nächsten Mission an einer bestimmten Stelle anwenden, und meistens steht eurem Erfolg am Ende jeder Mission ein brockenschwerer Bossgegner gegenüber. Oh ja, die Kerle sind wahrlich hart und wer schon lange keine Action games mehr gezockt hat('s gab ja eigentlich kaum welche in letzter Zeit), der wird spätestens bei Boss no.1, der Lavaspinne, seine liebe Not haben. Übung macht hier gottseidank meistens den Meister. Nach etlichen Fehlversuchen wird es den meisten dann doch gelingen, eine brauchbare Kampfstrategie zu entwickeln. Das Spiel ist eben richtig schwer, was ja eigentlich völlig in Ordnung wäre, leider ist es aber oft einfach nur unfair, was ausschließlich an Capcoms Kamera des Todes liegt: Wie schon bei Resident Evil schaltet die Kamera hektisch von einem Winkel zum nächsten und Ihr bekämpft die halbe Zeit Kreaturen, die Ihr nicht sehen könnt. Was bei Resi aufgrund von meist langsamen Gegnern, die euch nur aus der Nähe etwas anhaben können, kein großes Problem darstellt, ist bei den wieselflinken, und höllisch gefährlichen Gegnern von DMC, ungleich verhängnisvoller. ( Wer auf engstem Raum gegen 2 oder sogar 3 Shadows gekämpft hat, weiß, was ich meine.)
    Handling:
    Die Steurung ist Bildschirm-relativ, nicht Charakter-relativ wie bei Resident Evil, was nötig ist, da Ihr hier keine Zeit haben werdet, euren Char. umständlich umzudrehen. Wie schon gesagt gibt es einen Knopf für Schuß und einen für Schlag, desweiteren noch einen für Sprung und Deviltrigger und per R-Knopf nimmt Dante seine Gegner ins Visier. Die Sprungtaste wird in Kombination von Zielen.Taste und Analogstick noch zum seitlich Rollen benuzt. Durch das Zielen lassen sich außerdem noch neue Schwertkombinationen verwirklichen. Also alles in allem ist die Steuerung schon recht komplex, jedoch läßt sie sich gut erlernen und reagiert dann auch tadellos. Leider sind euch beim Steuern die Kameraperspektiven alles andere als hilfreich.
    Grafik:
    Hier gibt's eigentlich nichts zu beanstanden, im Gegenteil: Euer Abenteuer führt euch durch beeindruckend modellierte, erfurchteinflößende gothische Architektur, gigantische Gartenanlagen, ein modriges Schiffswrack sowie durch die pulsierenden Tunnel der Unterwelt. Alles, was euer Auge erspäht, wurde sowohl stimmungsvoll ausgeleuchted als auch mannigfaltig texturiert. Auch Helden und Gegner, insbesondere die beeindruckenden Bosse sind wunderbar in Szene gesetzt worden. Nur die in der Anleitung als wunderschöne Frau beschriebene Trish sieht etwas seltsam aus. Ihre Augen liegen etwas arg weit auseinander, was ihr Gesicht etwas fratzenhaft wirken läßt. Dante jedoch ist von vorn bis hinten gelungen. Seine Haare, seine Statur und sein flatternder Mantel sehen klasse aus, einfach cool eben. Unterstützt wird die optische Brillianz durch flotte Animationen, sowohl bei Dante, als auch bei seinen Wiedersachern, besonders das körperlose Schattenwesen "Shadow" zeugt von Genialität.
    Sound/Musik:
    Auch hier gibt's nix zu meckern. Schüsse und Schläge klingen richtig schön brachial und laut, und die Treffergeräusche tragen viel dazu bei, die Aktionen des Dämonenjägers besonders wuchtig und beeindruckend zu verkaufen. Die Feinde geben ebenfalls charakeristische Geräusche von sich, woraus Ihr in der Regel auf ihre unmittelbar bevorstehenden Attacken vorbereitet werdet: Für euer Überleben ist das absolut notwendig. Die Musik besteht weitestgehend aus Ambientsounds, bei Feindkontakt mündet sie jedoch fließend und immer passend in donnernde Metal- und Techno Beats. Es gibt sogar für die meisten Gegner eine unterschiedliche Musik: Wenn Ihr euren Gegner also mal wieder nicht sehen könnt, läßt sich meistens schon anhand der Musik feststellen, ob Ihr es mit einfachen Marionetten oder mit den fiesen Shadows zu tun habt. Die Sprachausgabe ist übrigens ebenfalls recht ordentlich, spärlich gesäht ja, aber eben ordentlich, etwas auf Code Veronika Niveau.
    Replay:
    Auch der Wiederspielwert ist hoch, vorausgesetzt natürlich, Euch hat die zwar spaßige, aber schon im normalen Schwierigkeitsgrad teilweise unnötig schwere Metztelei viel Spaß gemacht. Wer den Normal Mode packt, darf sich in Hard versuchen. Wer Hard schafft, sieht sich der schon fast unmenschlichen Herausforderung, dem Dante must die mode gegenübergestellt. Natürlich erhaltet Ihr für eure Leistungen auch die ein oder andere, durchaus angemessene, Belohnung. Wem das immer noch nicht genügt, der kann ja noch versuchen, in allen Missionen ein S- Ranking zu ergattern. Noch etwas: Nach Beenden der 1. Mission stellt euch das Programm vor die Wahl, entweder in Normal weiterzumachen, oder in den Modus Easy-Automatik zu wechseln. Leider ist letzterer Modus so leicht, daß es kein richtiger Spaß, geschweige denn noch eine Herausvorderung ist. Hier nimmt euch das Programm beinahe jegliche Steuerungsfinesse ab (beispielsweise werden verschiedene Schwertkombos je nach Situation automatisch ausgeführt, Ihr müßt lediglich wild auf den Knöpfen herumhämmern), Ihr seid mit der doppelten Lebensenergie ausgestattet, die Gegner, insbesondere die Bosse, stecken nur einen Bruchteil von Schlägen weg wie in Normal und manche Gegner wie die Shadows oder die Fetishes bekommt Ihr gar nicht erst zu Gesicht. Auch könnt Ihr im Gegensatz zu Normal eure bisher erworbenen Gegenstände und Fähigkeiten nicht in den nächstschwereren Modus mitnehmen. Easy- Automatik kann man somit nicht mal mehr als Übungsmodus ansehen.
    Fazit:
    Oh wie sehr habe ich mich auf dieses Spiel gefreut, und als ich es dann in Händen hielt... Verzweiflung beim 1. Boss, und zwar wegen der verflixten Kamera. Ein Gefühl, das sich fast bei jedem der zahlreichen Bosskämpfe einstellte. Und dann noch diese völlig platte Story: Wenn ich mein Spiel so Kinomößig präsentiert bekomme, dann bitte baut doch wenigstens ansatzweise eine Geschichte ein. So wirkt das ganze einfach nur willkürlich zusammengesetzt und ich denke mir: "Ja, das ist ein schöner Ort zum kämpfen, aber warum zum Geier muß ich hier hin?" Auch die Simpelrätsel hätte man sich ruhig stecken können, da man eh fast zwangsläufig immer an der richtigen Stelle vorbeikommt, dafür sorgt die, ebenfalls etwas deplazierte, Missionsstruktur des Spiels sowieso. Trotzdem, DMC ist nicht schlecht, aber leider waren meine Erwartungen halt sehr hoch, und die wurden gelinde gesagt ziemlich untertroffen. Ach ja, die Pal Anapassung ist mal wieder typisch Capcom: Fette Balken, fast so wie in Onimusha und eine ordentlich spürbare Geschwindigkeitsbremse.

    Negative Aspekte:
    Miese Kamera, platte Geschichte

    Positive Aspekte:
    Tolle Grafik, klasse Sound

    Infos zur Spielzeit:
    Sigistauffen hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Devil May Cry

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Sigistauffen
    7.5
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Steuerung
    7/10
    Sound
    9/10
    Gameplay
    5/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    8.8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Devil May Cry
    Devil May Cry
    Release
    12.12.2001

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Devil May Cry
Devil May Cry: Verschenktes Potenzial - Leser-Test von Sigistauffen
http://www.gamezone.de/Devil-May-Cry-Spiel-21350/Lesertests/Devil-May-Cry-Verschenktes-Potenzial-Leser-Test-von-Sigistauffen-995256/
06.02.2002
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