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  • Die Jagd auf den Roten Baron 2: Im Westen nichts Neues - Leser-Test von BigJim

    Die Jagd auf den Roten Baron 2: Im Westen nichts Neues - Leser-Test von BigJim RED BARON aus den frühen 90er Jahren hat schon Kultstatus erreicht, obwohl vielen Gegenwartsspielern der Titel aus heutiger Sicht wie ein Restposten aus der Mottenkiste erscheinen mag. Im Laufe der Zeit gab es zahlreiche Nachfolger, die sich ebenfalls im Windschatten des erfolgreichsten Jagdfliegers des Ersten Weltkrieges (Manfred v. Richthofen erzielte ca. 80 Abschüsse) tummelten. So entstanden Fortsetzungen wie RED BARON 3-D, DIE JAGD AUF DEN ROTEN BARON und DIE JAGD AUF DEN ROTEN BARON 2. Mit dem legendären Fliegerhelden hatten die Spiele aber eigentlich immer nur den (werbewirksamen) Namen gemein.

    Denn mit Ausnahme des "Retro-Barons", der noch für Amiga erschien, hinkte die Serie den jeweils gängigen Technikstandards ihrer Zeit stets hinterher. Oft konnte man den Eindruck gewinnen, die Uhr sei quasi stehengeblieben und jegliche Innovation an der Serie vorbeigeflogen. So verhält es sich auch mit DIE JAGD AUF DEN ROTEN BARON 2, der 2002 auf den Markt kam, aber in Sachen Technik bestenfalls das Niveau der späten 90er Jahre erreichte.

    DER ROTE BARON verstand sich von Anfang an als Vertreter des Arcade-Genres. Die hochtrabende Bezeichnung "Flug-Simulation" ist der Serie sicher nicht angemessen. Muss sie ja auch nicht sein. Immerhin gibt es genug Spieler, die weder Zeit noch Lust haben, Tutorials durchzuackern und Dutzende von Tastenkombinationen auswendig zu lernen, nur um danach ihre Maschine etwas realistischer fliegen zu können. Allerdings gelten auch für Action- "Spielchen" gewisse Mindestanforderungen. Die aber ignoriert DER ROTE BARON sträflich.

    Die maue Grafik könnte man noch verschmerzen, wenn diese den Spielspass nicht nennenswert einschränken würde. Leider sind die Sichtweiten zu gering, die Texturen zu matschig und die Flugobjekte zu pixelig, um Freund von Feind zu unterscheiden und zielgerecht und schnell reagieren zu können. Es ist halt ärgerlich, wenn sich gegnerische Heißluftballons optisch kaum von Wolkengebilden abheben. Oder wenn feindliche Flieger urplötzlich aus dem Nichts auftauchen, obwohl eine Sekunde zuvor der Himmel noch völlig unbelebt war. Außerdem sehen die Landschaften alle gleich (öde) aus, unabhängig davon, ob wir nun über der Somme oder Verdun kämpfen.

    Wir steuern unsere Maschine aus der Verfolgeransicht. Ein Wechsel in die Ego-Perspektive ist nicht möglich. Ein Fadenkreuz fehlt. Dafür verschiesst der Spieler Leuchtspurmunition, welche die ungefähre Richtung zum Zielobjekt anzeigt. Aufgrund der breiten Streuung der MG-Salven ist das Treffen aber zumeist Glückssache. Die Steuerung - eine nicht zu vernachlässigende Größe bei einem Flugspiel - gibt sich übersensibel und wenig präzise, egal ob diese mit Maus, Tastatur oder Joystick ausgeführt wird. Mit Maus+Tasten geht es aber - nach einer gewissen Gewöhnungsphase - etwas besser. Der Sound liegt ebenfalls noch im unteren Mittelfeld. Die (Marsch-)Musik klingt irgendwie passend, nervt jedoch irgendwann aufgrund mangelnder Abwechselung.

    Es gibt zwei Kampagnen (Achsenmächte/Alliierte) mit jeweils fünf Einzelspielermissionen, die geübte Spieler in etwa 90 Minuten, langsamere Hobby-Piloten in etwa zweieinhalb Stunden bewältigt haben. Danach bleibt nur noch der Multiplayer-Modus, der womöglich etwas fordernder ist, da man dort gegen menschliche Gegner und nicht gegen die lachhaft schlechte Computer-KI antritt. Bei aller Kritik muss ich gestehen, dass mich die Mehrspieler-Gefechte über mehrere Stunden gut unterhalten haben. Von Zeit zu Zeit wage ich zwischendurch immer mal wieder eine Partie.

    Die Missionen des (kurzen) Singleplayer-Teils unterscheiden sich nicht von denen der Vorgänger-Barone. Jede Einzelspielermission gliedert sich für gewöhnlich in zwei bis drei Teilziele, die man hintereinander erledigt bzw. abfliegt. Wir schützen, decken oder sichern Rückzugsbewegungen befreundeter Bodeneinheiten, schalten feindliche Artillerie- oder Fahrzeugverbände aus oder leisten uns Luftkampfduelle mit gegnerischen Doppeldeckern. Die einzelnen Flugzeugmodelle (Halberstadt, Sowith Camel usw.) sind optisch leider nur sehr oberflächlich nachgebildet. Neben den obligatorischen Bord-Maschinengewehren verfügen wir teilweise über Raketen und Bomben, die aber meistens ihre Ziele verfehlen, weil die Abwurfvorrichtung nicht treffergenau funktioniert. Besondere Flugmanöver entfallen. Der Spieler kann seinen Flieger lediglich per Tastendruck kurzzeitig bescheunigen. Das war's dann aber auch schon.

    Negative Aspekte:
    technisch unzeitgemäß, extrem kurze Spielzeit, schwache KI

    Positive Aspekte:
    Doppeldecker-Szenario (1. Weltkrieg), relativ unterhaltsamer Multiplayer-Teil

    Infos zur Spielzeit:
    BigJim hat sich 2-10 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Die Jagd auf den Roten Baron 2
    Die Jagd auf den Roten Baron 2
    Publisher
    Media Verlagsgesellschaft
    Developer
    Small Rockets
    Release
    06.2002

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Die Jagd auf den Roten Baron 2
Die Jagd auf den Roten Baron 2: Im Westen nichts Neues - Leser-Test von BigJim
http://www.gamezone.de/Die-Jagd-auf-den-Roten-Baron-2-Spiel-21437/Lesertests/Die-Jagd-auf-den-Roten-Baron-2-Im-Westen-nichts-Neues-Leser-Test-von-BigJim-1005071/
15.09.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2002/07/ACF232.jpg
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