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  • Die Kunst des Mordens: Geheimakte FBI im Gamezone-Test

    Ein grundsolides Krimi-Adventure mit überzeugender Atmosphäre und spannender Geschichte.

    Neues Jahr - Neues Glück. Kaum hat das Jahr 2008 begonnen, versorgt uns City Interactive mit einem Krimi-Adventure. Wem das nur wenig oder nichts sagt - das in Deutschland von der dtp Entertainment AG vertriebene Spiel kommt aus Polens größter Softwareschmiede. Dem kundigen Leser dürfte das Softwarehaus in Deutschland zumindest vom Spiel Code of Honor her bekannt sein, mit welchem immerhin ein Einzug in die Top 20 geglückt ist.

    Die Kunst des Mordens: Geheimakte FBI Die Kunst des Mordens: Geheimakte FBI Für das Genre des guten alten Krimi-Adventures muss diesmal das gute alte FBI (Federal Bureau of Investigation) herhalten. Diese ursprünglich unter dem Namen "Bureau of Investigation" im Jahre 1908 von Charles Joseph Bonaparte gegründete US Behörde ruft natürlich sofort die verschiedensten Assoziationen hervor. Das mag zum einen das Bild der unbestechlichen, hochprofessionellen G-Men, insbesondere während der Zeit von Direktor J. Edgar Hoover sein, vermutlich interessanter ist jedoch die Assoziation mit den vielen Skandalen und Missbräuchen in der Post-Hoover Ära.

    Die Kunst des Mordens: Geheimakte FBI Die Kunst des Mordens: Geheimakte FBI Für diese schillernde Mammut-Behörde mit ca. 4,5 Mrd. US-Dollar Etat und ca. 30.000 Mitarbeitern (davon ca. 12.000 sogenannte "Special Agents") arbeitet unser Alter-Ego "Nicole Bonnet". Ja - richtig gelesen und den durchschnittlich immer noch männlichen Spieler wird es freuen - man darf mal wieder eine hübsche Dame bei Ihrem täglichen Dienst begleiten. Nicole ist zwar immerhin schon ein Special Agent geworden, durfte aber bisher nur im Innendienst arbeiten. Im Rahmen des Bezugs des neuen FBI Büros in New York City wird sie aber endlich auch in den spannenden Außendienst versetzt und dieser beginnt gleich mit einem großen Fall. Als Nicole den Überwachungsort Ihres neuen Partners, James Scott, aufsucht, schickt sie dieser erst einmal zum Kaffee holen. Naja das Leben als Frischling ist eben nicht leicht, jedoch erweist sich dieser Botendienst für unsere junge Agentin gleich als ein Glücksfall. Kaum mit dem heißen Getränk zurückgekehrt hört sie Schüsse und muss feststellen, dass ihr neuer Kollege angeschossen wurde. Agent Scott kann ihr gerade noch mitteilen, er habe eine Nachricht, die umgehend an Agent Nick übermittelt werden muss. Sprach es und verstarb in ihren Armen.

    Die Kunst des Mordens: Geheimakte FBI Die Kunst des Mordens: Geheimakte FBI Verständlicher Weise stellt man sich seinen ersten Arbeitstag im Feld nicht so dramatisch vor. Zur Begrenzung der emotionalen Belastung teilt der Chef des New Yorker FBI-Büros unsere junge Agentin dem erfahrenen aber sehr einzelgängerisch arbeitenden Agenten Nick zur Seite. Dies kann Nicole aber nicht davon abhalten auch ein Auge auf die Ermittlungen im Bezug auf den ermordeten Kollegen zu werfen. Genug Arbeit verschafft aber zunächst ein interessanter Serienmord. Hier wurden vier Personen ermordet, allesamt auf bestialische Art und Weise. Der Killer hinterlässt hierbei jeweils geheime Botschaften, in dem er den Opfern Münzen unter die Zunge legt, oder gleich das Herz heraus reißt. Die Ermittlungen führen Nicole in die Vergangenheit zu einer Expedition nach Peru. Es sieht fast so aus, als würde aus irgendeinem Grund ein Teilnehmer nach dem anderen ermordet. Im Rahmen der Lösung des Falls begibt sich unsere junge Agentin dabei mehrmals in Lebensgefahr.

    Die Kunst des Mordens: Geheimakte FBI Die Kunst des Mordens: Geheimakte FBI Das Adventure verfügt über eine sehr schön gemachte Grafik. Dabei wurde nicht versucht möglichst fotorealistische Szenen zu erzeugen, sondern es wurde augenmerklich viel darauf geachtet, dass jeder Ort die dazu passende Atmosphäre vermittelt. Das FBI-Büro ist eher unaufgeräumt, kein Wunder, die Büros werden auch gerade erst bezogen. Das Kunstmuseum, zu dem man sich am ersten Tag begeben muss, ist dagegen sehr aufgeräumt und vermittelt eine glanzvolle, ja gerade zu ästhetische Atmosphäre, wie man diese von einem großartigen Museum erwartet. Pompös eingerichtete Villen, dreckige herunter gekommene Viertel, schmuddelige U-Bahn Stationen aber auch die liebliche, ja fast romantische Szenerie in Peru sorgen für viel Abwechslung im Spiel. Die Spielfiguren selbst sind ebenfalls sehr realistisch gezeichnet. Leider wurde der Rand bei einigen Figuren nicht sauber gearbeitet und so tauchen z.B. auch bei Nicole oft störende weiße Pixel auf. Die Animation der menschlichen Körper ist im Bezug zur Größe der Darstellung in den Szenen befriedigend, könnte aber noch ein wenig lebensechter wirken. Schade ist jedoch, dass man die Thematik "FBI" nur wenig bis gar nicht in das Spieldesign einfließen hat lassen. Die Geschichte könnte sich auch bei irgend einer anderen Ermittlungsbehörde in der westlichen Welt so abgespielt haben.

    Die Kunst des Mordens: Geheimakte FBI Die Kunst des Mordens: Geheimakte FBI Der Sound im Spiel ist durchwegs ganz gut gelungen. Die musikalische Untermalung passt meistens ganz gut, in der einen oder anderen Szene hätte man die Gesamtatmosphäre mit Hilfe einer besseren Vertonung noch deutlich authentischer werden lassen können. In der Standardeinstellung ist die Hintergrundmusik ein wenig zu laut, so dass man die Dialoge der einzelnen Personen nicht immer so gut verstehen kann. Da die Melodien daher ein wenig zu stark im Vordergrund stehen, nervt das dann manchmal schon gewaltig. Diese Angelegenheit ist aber zum Glück kein Beinbruch, denn in den Spieloptionen kann man die Lautstärke für die Musik einfach zurückdrehen. Unsauber gearbeitet wurde aber definitiv beim Einbau der Geräusche für einige Gegenstände. Manchmal fehlen diese einfach, oder klingen unrealistisch, wie die Nummernansage beim ersten Telefonanruf. Bei der Vertonung der Dialoge hat man solide Arbeit geleistet, aber auch hier gibt es noch Möglichkeiten zur Verbesserung, denn der angezeigte Text am Bildschirm stimmt so einige Male nicht mit dem gesprochenen Wort überein. Diese Flüchtigkeitsfehler sind genauso schade, wie auch unnötig, wie die oft seltsame Übersetzung der Texte aus dem Englischen. So hat man doch tatsächlich den Löschknopf am Mobiltelefon ("Clear") mit dem deutschen Wort "Klar" übersetzt. Hier sollte man beim nächsten Titel ein wenig mehr Zeit in die Qualitätskontrolle stecken.

    Die Kunst des Mordens: Geheimakte FBI Die Kunst des Mordens: Geheimakte FBI Die Steuerung im Spiel folgt der klassischen Point&Click Strategie. Mit der Maus fährt man über den Bildschirm, wobei sich der Mauspfeil an interessanten Stellen verändert. Sollte man einmal nicht diese Hotspots im Bild finden können, genügt ein Klick auf den Tippfinder und umgehend zeigen kleine Vergrößerungsgläser die zu untersuchenden Stellen an. Nicole lässt man einfach per linker Maustaste durch die Szenen gehen, wobei ein Doppelklick die Agentin laufen lässt. Das ist ungemein praktisch, wenn man durch bekannte Orte, wie dem FBI Büro schnell und ohne Zeit zu vergeuden hindurch laufen muss. Unterhaltungen mit anderen Charakteren im Spiel können mit Hilfe eines Mausklicks abgebrochen werden, so fern man das denn möchte.

    Die Kunst des Mordens: Geheimakte FBI Die Kunst des Mordens: Geheimakte FBI Mit Hilfe der Point&Click Steuerung kommt man sehr bequem durch den Handlungsverlauf. Dieser ist allerdings sehr linear angelegt. Bestimmte Szenen kann man erst gar nicht verlassen, so lange man nicht alle Aufgaben vor Ort erledigt hat. Dem Adventure Profi ist dies ein Dorn im Auge, der Einsteiger oder Gelegenheitsspieler wird sich daran jedoch nicht stören. Einen Vorteil hat eine linear angelegte Geschichte auf jeden Fall: es stellen sich sehr schnell Erfolge ein, was den Frustfaktor sehr gering hält. An einigen Stellen im Spiel wird es jedoch sehr eng für unsere junge Agentin, vorbildlicher Weise erstellt das Spiel vor solchen Szenen von selbst einen Save. Ansonsten kann man sich das Abspeichern sparen, was auch anzuraten ist, denn der Speichervorgang dauert ungewöhnlich lang.

    Die Kunst des Mordens: Geheimakte FBI Die Kunst des Mordens: Geheimakte FBI Abschließend noch ein kurzer Blick auf das Repertoire an Rätseln, die das Spiel zu bieten hat. Wie das meistens üblich ist, besteht die Mehrzahl an Rätseln aus der Notwendigkeit verschiedene Gegenstände miteinander zu kombinieren. Diese so genannten Inventarrätsel werden ergänzt durch Logikrätsel und Denkspielchen. Alle Rätsel sind ohne all zu großen Frustfaktor lösbar, auch wenn manchmal Kopfschütteln angebracht ist. So lässt sich beispielsweise ein Gerät an einer bestimmten Stelle im Spiel nur dann aktivieren, wenn man die dazu zu kombinierenden Gegenstände aus dem Inventar vor sich auf dem Schreibtisch ablegt. Der Trend bei der Entwicklung von Computerspielen vermehrt den Markt an Gelegenheitsspielern zu bedienen ist auch hier sehr deutlich sichtbar. Der Profi des Adventure Genres ist bei "Die Kunst des Mordens" aber nicht völlig unterfordert und die Spieldauer von ca. 8-10 Stunden lässt in Kombination mit der schon beschriebenen stimmigen Atmosphäre auch keine Langeweile aufkommen.

    Die Kunst des Mordens: Geheimakte FBI (PC)

    Singleplayer
    8,5 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    6/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Technisch einwandfreies Spiel
    Klassische Point&Click Steuerung
    Sehr schöne Grafik
    Überzeugende Atmosphäre
    Übersetzung teilweise fehlerhaft
    Dialoge weichen manchmal vom geschriebenen Wort ab
    Vertonung manchmal fehlerhaft bzw. nervige Hintergrundmusik
    Rätsel für Profis manchmal etwas leicht
    Speichern dauert sehr lange
  • Die Kunst des Mordens: Geheimakte FBI
    Die Kunst des Mordens: Geheimakte FBI
    Publisher
    City Interactive sp. z o.o. (PL)
    Developer
    City Interactive sp. z o.o. (PL)
    Release
    10.05.2010

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991636
Die Kunst des Mordens: Geheimakte FBI
Die Kunst des Mordens: Geheimakte FBI im Gamezone-Test
Ein grundsolides Krimi-Adventure mit überzeugender Atmosphäre und spannender Geschichte.
http://www.gamezone.de/Die-Kunst-des-Mordens-Geheimakte-FBI-Spiel-21448/Tests/Die-Kunst-des-Mordens-Geheimakte-FBI-im-Gamezone-Test-991636/
22.01.2008
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2008/01/art_of_murder_12.jpg
tests