Die Säulen der Erde: Im Auge des Sturms - Das Finale rundet die Trilogie ab
Test 16,99 €
Das Warten hat ein Ende! Die Säulen der Erde: Im Auge des Sturms ist das seit Dezember ersehnte Finale der Trilogie, basierend auf Ken Folletts gleichnamigem Bestseller-Roman. England ist immer noch mitten im Krieg und Aliena, Jack und Philip sind in alle Winde zerstreut. Ob sie wieder zusammenfinden und die Kathedrale in Kingsbridge endlich fertiggestellt werden kann? Das erfahrt ihr im Spiel! Im Test wollen wir euch aber schon mal sagen, wie uns das Finale von Die Säulen der Erde gefallen hat.
Drei Monate nachdem Daedalic Entertainment Die Säulen der Erde (jetzt kaufen 16,99 € ): Wer den Wind sät, die zweite Episode der Trilogie, herausgebracht hat, folgt nun endlich das Finale der Geschichte um Jack, Aliena und Philip. Am 29. März 2018 erscheint Die Säulen der Erde: Im Auge des Sturms für PC, PS4 und Xbox One und komplettiert damit die Geschichte, die Bestsellerautor Ken Follett vor beinahe 30 Jahren in Buchform verfasst hat. Wenn ihr das noch nicht getan habt, lest doch zunächst unsere Tests zu Episode 1: Aus der Asche und Episode 2: Wer den Wind sät. Dann habt ihr auch den vollen Überblick, wenn ihr zum Test von Episode 3 zurückkehrt.
Inhaltsverzeichnis
Die Säulen der Erde 3 im Test: Was bisher geschah ...
Quelle: PC Games
Alienas Reise zieht sich durch Europa. Sie zieht sich aber auch im Spiel ziemlich lang.
Am Ende von Wer den Wind sät war jegliche Hoffnung verloren. Das vom Krieg gebeutelte England war für Jack keine Heimat mehr und so machte er sich auf die Suche nach seinem leiblichen Vater, Jack Shareburg. Auch andere, wichtige Charaktere verließen Kingsbridge, um ihr Glück woanders zu suchen, oder einfach von den gescheiterten Bemühungen wegzukommen. Trotzdem steht die Kathedrale von Kingsbridge, an der Tom, sein Sohn Alfred und Jack so eifrig gearbeitet haben, noch im Mittelpunkt des Geschehens, auch wenn darum herum ziemlich viel passiert ist und noch passieren wird.
Die Säulen der Erde 3 im Test: Seltsames Tempo
Wie ihr im Test zur ersten Episode lesen konntet, fanden wir das Erzähltempo dort etwas zu langsam, die Geschichte hat sich ein wenig gezogen. Das lag aber auch in großen Teilen daran, dass die Charaktere noch nicht so vertraut waren, und zu Anfang noch nicht so mit ihnen mitgefiebert wurde.
Quelle: PC Games
Hotspots, also Dinge, mit denen ihr interagieren könnt, lasst ihr euch per Tastendruck anzeigen. So müsst ihr nicht lange suchen.
Das änderte sich dann in der zweiten Episode drastisch, denn da steigert sich das Erzähltempo, die Charaktere sind bekannt und uns bereits ans Herz gewachsen. Ihre Schicksale sind wichtig, die Entscheidungen werden mit mehr Bedacht getroffen, vor allem, da sich schon Auswirkungen von Entscheidungen aus Episode 1 zeigen. In Wer den Wind sät springt die Handlung fünf Jahre in die Zukunft und lässt uns sehen, dass die Charaktere, die wir ins Herz geschlossen haben, erwachsen geworden sind sowie wichtigere Entscheidungen zu tragen haben. Die zweite Episode ist auch deutlich düsterer als die erste.
Quelle: PC Games
Jacks Vater wurde für ein Verbrechen gehängt. Jack möchte seinen Namen wieder rein waschen, das ist seine Motivation.
Das wird leider in Im Auge des Sturms zu Anfang ein wenig ausgebremst. Nachdem Jack das Land und auch Aliena verlassen hatte, will sie das nicht akzeptieren und macht sich auf die Suche nach ihm. Durch halb Europa. Teilweise zu Fuß. Und so lange dauert es auch. Die Reise zeigt zwar einige schöne Ländereien und wunderbar gezeichnete Orte, aber sie dauert einfach ein wenig zu lang. Denn als sie Jack findet, geht's erst wieder so richtig los und die Geschichte nimmt Fahrt auf. Doch diesmal vielleicht ein wenig zu viel. An dieser Stelle soll nicht zu viel verraten werden, aber das Ende kommt ziemlich abrupt und ist zwar einigermaßen befriedigend, aber auch etwas konfus.
Trotzdem rundet das Finale die gesamte Geschichte um den störrischen Jack, die sturköpfige Aliena und den weisen Philip ab. Ob das Ganze aber in einem Happy End ausläuft? Das wollen wir euch hier nicht verraten.
Die Säulen der Erde 3 im Test: Never Change a Running System
Altbewährtes wird in Die Säulen der Erde: Im Auge des Sturms beibehalten. So beschränkt sich das Gameplay immer noch größtenteils auf
Quelle: PC Games
Dialogentscheidungen sind der Löwenanteil beim Gameplay in Die Säulen der Erde. Manchmal müsst ihr Entscheidungen auch auf Zeit treffen.
Dialogentscheidungen - manchmal auf Zeit - und minimal auf einfache Rätsel und Quick-Time-Events. Das ist zwar seit Episode 1 so, doch ein wenig Entwicklung im Gameplay hätten wir uns schon gewünscht, vor allem mehr Rätsel wären interessant gewesen.
Aber da Die Säulen der Erde ja von vornherein als Interactive Novel und nicht als klassisches Adventure eingestuft wurde, ist es nicht tragisch. Das passt auch gut zur erzählten Geschichte. Eignen würde sich das Spiel so aber auch als Interactive Movie. Einige solcher hat Netflix bereits im deutschen Programm aufgeführt. Vielleicht hätte Die Säulen der Erde dort auch eine Chance, Fuß zu fassen.
Technisch können wir dieses Mal nichts bemängeln, die sieben Kapitel, die auf etwa vier bis fünf Stunden Spielzeit kommen, laufen ohne Probleme und zeigen sich - wie auch schon die vorherigen beiden Episoden - in wunderbar handgemachter Animation und Grafik. Lediglich die Mundbewegungen sind asynchron zur deutschen Vertonung, aber darüber sehen wir hinweg. Insgesamt bildet Die Säulen der Erde: Im Auge des Sturms ein gebührendes Ende für die Geschichte, die Alienas, Jacks und Philips Leben verfolgt.
Metacritic bewertet das Spiel mit 72%.
