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  • Die Völker: Hübscher Siedler-Klon - Leser-Test von Ceilan

    Die Völker: Hübscher Siedler-Klon - Leser-Test von Ceilan Die Klapperstörche sind auch nicht mehr das was sie einmal waren. Neben den kleinen Kindern bringen sie jetzt sogar schon ganze Völker. Das allein wäre ja theoretisch noch kein Problem, praktisch sieht die Sache aber schon ganz anders aus. So ist einer der Störche in einer intergalaktischen Bar versackt und hat daraufhin gleich drei kleine Völker über dem selben idyllischen Planeten abgeworfen. Und wie so oft in der Geschichte des Universums sind drei Nationen an einem Ort genau zwei zuviel.
    Mit diesen Ereignissen beginnt das Aufbaustrategiespiel „Die Völker“. Auf dem kleinen Planeten leben die Pimmons, die Sajki und die Amazonen alles andere als friedlich nebeneinander. Während es sich bei den Pimmons um recht gemütliche blauhäutige Zeitgenossen handelt, sind die ameisenähnlichen Sajki eine weit aggressivere Spezies. Die naturverbundenen Amazonen sind wie der Name schon vermuten lässt ein Volk, das nur aus Frauen besteht. Wie das funktioniert wird nicht erklärt ;)
    Zuerst einmal müssen die jeweiligen Zivilisationen sich eine Grundlage schaffen, um später überhaupt in den Krieg ziehen zu können. Am Anfang steht jeweils nur das Haupthaus zur Verfügung, welches als Basis und gleichzeitig auch als Lagerhaus der Siedlung dient. Als Arbeiter gibt es zu diesem Zeitpunkt zwei Träger, die Baustoffe von A nach B transportieren, und den so genannten Baumeister, welcher für das Errichten aller neuen Gebäudetypen zuständig ist. Durch einen Klick auf die rechte Maustaste werden die Arbeiter zum gewünschten Ort geschickt. Dort verrichten sie die Aufgaben, welche zu ihren Fähigkeiten passen. Meistens verteilen sie sich aber auch recht selbständig auf die jeweiligen Baustellen oder anderen Einsatzgebiete, so dass man eigentlich nur das Gebäude usw. in Auftrag geben muss. Der Transport von Baumaterialien und das eigentliche Errichten der Häuser läuft dann automatisch ab (natürlich nur wenn auch ausreichend viele Ressourcen zur Verfügung stehen). Am Anfang muss natürlich erst mal für genügend Wohnraum gesorgt werden, denn nur mit dem Haupthaus wird man nicht weit kommen. Für Gebäude werden die beiden Rohstoffe Holz und Stein benötigt, im späteren Spielverlauf kommt auch noch Stahl dazu. Damit immer genug Rohstoffen vorhanden sind ist es nötig, Spezialisten auszubilden. In der Schule werden die zukünftigen Steinmetze, Holzfäller und Jäger unterrichtet. Manche Gebäude (z.B. das Wirtshaus) können außerdem auch nur betrieben werden, wenn eine entsprechende Fachkraft (hier ein Wirt) vorhanden ist.
    Finanziert werden alle Bauvorhaben durch Steuern, im Gegenzug erwartet die Bevölkerung aber auch einige Annehmlichkeiten. Am Anfang sind die Leute noch mit einfachen Dingen zufrieden zu stellen, später muss man schon schwerere Geschütze wie zum Beispiel den Bau von Tempelanlagen auffahren. Besonders beliebt ist auch die jeweilige Landesspezialität. So brauen die Pimmons Schnaps aus Pilzen, die Amazonen backen süße Schokotörtchen und die Sajkis stellen aus Maden (pfui) ihre weltberühmten Zigarillos her. Ganz nebenbei sind diese Spezialitäten auch ausgezeichnete Handelswaren. Wenn man die Wünsche der Bevölkerung aber zu lange ignoriert, wird im Dorf bald ein totales Chaos ausbrechen. Kriminelle überfallen unschuldige Bürger und die Steuern werden einfach nicht mehr bezahlt.
    Wenn man erst mal eine funktionierende Wirtschaft aufgebaut hat, kann man sich langsam an den Aufbau eines eigenen Heeres machen. Die Soldaten können entweder einzeln oder in Gruppen auf die Ortschaften des Feindes gehetzt werden. Wenn ein Kämpfer genug Erfahrung gesammelt hat, steigt im Rang auf und ist danach stärker und ausdauernder. Was die Missionen betrifft muss aber keineswegs einfach nur die letzte Figur des Gegners besiegt werden. So ist soll man zum Beispiel auch mal einfach nur eine marode Stadt wieder auf Vordermann bringen, oder eine Kultstätte der Feinde besetzen. Jedes der drei Völker hat eine eigene Kampagne. Sehr schade ist dabei, dass die einzelnen Missionen nicht durch eine Hintergrundgeschichte verknüpft werden. Dadurch fehlt manchmal einfach der rote Faden innerhalb des Spiels.
    Die Grafik von Die Völker ist sehr hübsch und besitzt einen ähnlich hohen Wuselfaktor wie die Spiele der Siedlerreihe. Alle Gebäude sind detailliert und auch die einzelnen Figuren unterscheiden sich deutlich in ihrem Aussehen. Praktischerweise ist es möglich, stufenlos an das Geschehen herein- und herauszuzoomen, so dass man keine der niedlichen Animationen verpasst. Andererseits ist es so natürlich auch möglich, selbst bei großen Siedlungen immer den Überblick zu behalten. Der Sound des Spiels ist ebenfalls ausgezeichnet. Neben schönen Hintergrundmusikstücken werden auch sehr überzeugende und passende Soundeffekte geboten.
    Was bei der Steuerung etwas negativ auffällt ist die Tatsache, dass es keine Zeitrafferfunktion gibt. Manchmal ist einfach nicht so viel los und man würde gerne die Uhr beschleunigen. So muss man aber immer warten, bis die langwierigen (und langweiligen Arbeiten) verrichtet wurden. Aus diesem Grund ist das Spiel für Hektiker wohl weniger gut geeignet.
    Zusammenfassend kann man sagen: Die Völker ist ein nette Alternative zu den Spielen der Siedler-Reihe. Bei diesen hat man sich offensichtlich auch in hohem Maße bedient, was das Gameplay und die Grafik angeht. Daher kann man das Spiel Die Völker auch nicht gerade als besonders innovativ bezeichnen. Irgendwie hat man ständig das Gefühl, alle schon mal an anderer Stelle gesehen zu haben. Aber trotzdem: Gut geklaut ist allemal besser als schlecht selbst gemacht. Und zumindest was die Technik angeht braucht dieses Spiel den Vergleich mit dem großen Vorbild wohl nicht zu fürchten. Etwas schade ist dagegen das Fehlen einer echten Handlung und damit auch eines gewissen Spannungsaufbaus. Es wäre auch nett gewesen, wenn sich die drei Rassen, abgesehen vom Aussehen der „Leute“ und Gebäude, auch in ihren Fähigkeiten unterschieden hätten. Aber trotz dieser kleineren Schönheitsfehler werden Fans von Aufbaustrategiespielen mit diesem Titel sehr wahrscheinlich ihren Spaß haben. Die Verpackung der altbekannten Elemente ist sehr gut gelungen.
    Wie gut, dass der Storch betrunken war :)

    Negative Aspekte:
    keine eigenen Ideen

    Positive Aspekte:
    niedliche Wuselgrafik

    Infos zur Spielzeit:
    Ceilan hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Die Völker

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Ceilan
    8.0
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Steuerung
    8/10
    Sound
    7/10
    Gameplay
    8/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Die Völker
    Die Völker
    Release
    09.04.1999

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994676
Die Völker
Die Völker: Hübscher Siedler-Klon - Leser-Test von Ceilan
http://www.gamezone.de/Die-Voelker-Spiel-21593/Lesertests/Die-Voelker-Huebscher-Siedler-Klon-Leser-Test-von-Ceilan-994676/
17.11.2001
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2001/11/10691voelker.jpg
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