DiRT Showdown im Gamezone-Test

Test Peter Grubmair

Mit dem aktuellsten DiRT bricht Codemasters mit der Tradition und offeriert uns erstmals eine Art Destruction Derby ganz ohne richtige Rallyes. Die soll es dann in DiRT 4 geben. Ob das Experiment gelungen ist, verraten wir euch im Test.

Die DiRT-Reihe entzweite die Spielergemeinde seit ihrem Bestehen. Während den einen der Anteil der richtigen Rallyes zu wenig war, konnten die anderen von den Arcade-Herausforderungen nicht genug bekommen. Mit DiRT Showdown nun scheint man den Entschluss gefasst zu haben die Serie in zwei Teile zu splitten, um beide Lager zufriedenzustellen. Denn richtige Rallyes gibt es in DiRT Showdown nicht mehr, stattdessen eine riesige Auswahl an diversen Modi, in denen wir das Blech der Konkurrenten absichtlich verbiegen. Wer hingegen lieber mit dem Beifahrer die Teilstrecken in möglichst kurzer Zeit bezwingen will, der muss auf DiRT 4 warten.

DiRT Showdown (2) Quelle: PC Games Hardware DiRT Showdown (2) Polternde Menüs und klirrende Gitarrenriffs lassen schon in den Menüs erkennen, worauf wir uns mit DiRT Showdown eingelassen haben. Hier geht es nicht um das möglichst präzise Beherrschen eines hochgezüchteten Rally-Fahrzeugs, stattdessen kümmern wir uns darum den Konkurrenten so schnell als möglich das Fahrzeug zu demolieren. Zugegeben, es gibt schon auch ein Paar Spielvarianten in denen es in erster Linie darum geht als Erster durchs Ziel zu rauschen, doch auch hier ist der Kontakt mit den Mitstreitern unvermeidlich, ja gewollt. Beispielsweise beim 8-Ball, ineinander verschlungene Pisten mit Kreuzungen legen es regelrecht darauf an die Fahrer miteinander kollidieren zu lassen. Doch bis man Anfangs den Überblick über die vielen verschiedenen Spielvarianten gewinnt, braucht es schon eine Zeit.

DiRT Showdown (3) Quelle: PC Games Hardware DiRT Showdown (3) Denn es gibt diverse Varianten des Destruction Derby-Prinzips, bei dem es einzig zählt, wie viel Schrott man produziert. Für Abwechslung sorgen dabei die Varianten mit den Plattformen, von denen man die Mitspieler stoßen muss, oder eine andere, bei der man selbst das Ziel aller anderen ist und so lange als möglich zu überleben versucht. Zwar gibt es keine richtigen Gymkana-Events mehr, dafür aber recht ähnliche, wo man Head 2 Head versucht die vorgegebenen Ziele schneller als die anderen zu erreichen. Gar nicht so banal wie es sich auf den ersten Blick anhört ist es, die vorgegebenen Blöcke in der richtigen Reihenfolge zu zerstören, denn schon ein ausgelassener Block zwingt zum Rangieren, was natürlich viel Zeit kostet.

DiRT Showdown (4) Quelle: PC Games Hardware DiRT Showdown (4) Besonders für die Teamplayer unter uns geeignet sind die Spielchen mit der Fahne, egal ob es darum geht die einzig vorhandene Fahne möglichst lange im eigenen Team zu halten, oder sie in eines der vorgegebenen Ziele zu bringen, immer kommt es darauf an, sich auf seine Teammates verlassen zu können, die einen vor der gegnerischen Horde schützen. Besonders bei diesen Modi aber fällt auf, dass die maximale Anzahl von 8 Fahrern nicht mehr ganz zeitgemäß ist, auch wenn man im selben Atemzug das hervorragend gut funktionierende Matchmaking erwähnen muss. Denn in der Regel dauert es nur wenige Sekunden bis man sich in einem Online-Rennen befindet. Kein Vergleich wie schwer sich diesbezüglich Forza Motorsport 4 immer noch tut.

Singleplayer, Joyride & Challenges

DiRT Showdown (5) Quelle: PC Games Hardware DiRT Showdown (5) Die Singleplayer-Karriere ist so aufgebaut, wie wir es schon aus den vergangenen DiRTs her kennen. In vier Meisterschaften, Pro, Allstar, Champion und Legend, bekommen wir je 13 Events geboten die anfangs noch aus nur je einem Derby bestehen, dann aber an Zahl zunehmen. Mit jedem Podiumsplatz schalten wir jeweils einen weiteren Event frei, bis zum jeweiligen Finale der Meisterschaft. Klar, dass wir für jedes Event mit Geld und Fans belohnt werden. Doch viel wichtiger als das Geld selbst sind die Autos, die ausschließlich im Singleplayer zum Kauf freigeschaltet werden. So zwingt uns das Spiel den Singleplayer wenigstens einmal durchzuspielen, da wir ansonsten nicht an die leistungsstärkeren Fahrzeuge kommen, die wir online unbedingt benötigen. Zudem sind sie auch herrlich geeignet um sich den Challenges zu stellen.

DiRT Showdown (6) Quelle: PC Games Hardware DiRT Showdown (6) Denn auch wenn man den direkten Schlagabtausch online scheut, kann man sich doch mit seinen Freunden messen. Dafür gibt es die sogenannten Challenges. Sind wir nach einem Event der Meinung eine besondere Leistung hingelegt zu haben, können wir einen Freund herausfordern. Dieser hat dann drei Versuche unsere Punktzahl zu überbieten oder unsere Zeit zu unterbieten. Selbstverständlich wird darüber sauber Buch geführt, so dass wir stets im Bilde sind. Apropo Bild: Natürlich können wir auch in DiRT Showdown wieder die besten Szenen und Stunts auf Youtube hochladen, allerdings sind die Clips erneut auf maximal 60 Sekunden begrenzt, ganze Replays also lassen sich nicht veröffentlichen.

Nicht zuletzt kann man sich als Einzelspieler noch im Joyride vergnügen. Dabei handelt es sich um einen Freeride auf relativ großen Arealen, auf denen es diverse vorgegebene Stunts auszuführen gilt und natürlich auch einiges zum Sammeln auf uns wartet. Auch wenn das meiste dort recht einfach zu erringen ist, gibt es doch einige Sammelobjekte die ganz schön gut versteckt sind. Trotzdem muss man dem kompletten Singleplayer von DiRT Showdown attestieren, dass er recht einfach ausgefallen ist. So richtig fordernd ist eigentlich erst der Multiplayer mit echten Spielern.

  1. Seite 1 Singleplayer, Joyride & Challenges
  2. Seite 2 Multiplayer, Technik & Fazit
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