So schlimm hat der Gamecube noch nie geruckelt. Eine technische Katastrophe.
Fußball hui, Skateboard pfui!
Tja, was hat sich Konami dabei nur gedacht? Ein Skateboardspiel hat es heutzutage ohnehin sehr schwer, da Platzhirsch Tony Hawk so gut wie unerreichbar geworden ist. Trotzdem kommen aus dem Hause Konami gleich zwei vergebliche Anläufe es mit dem großen Meister aufzunehmen. Der schlimmere der beiden Titel kommt aus der Disney Sports Reihe, nennt sich Disney Sports Skateboarding und überrascht mit äußerst bösartigen Patzern.
Wie bei jedem Skateboardspiel haben wir auch hier im Hauptmenü die Wahl zwischen Karriere- oder Trickmodus. Im Hauptmodus "Herausforderung" arbeiten wir wie gehabt einzelne Level ab, indem wir bestimmte Aufgaben erfüllen. Etwas anders hat man es hier mit dem Zeitlimit gelöst, sollte man es nicht schaffen, innerhalb des gegebenen Zeitlimits alle "Checkpoints" des Levels abzufahren und die Ziellinie zu erreichen, zählt der Lauf überhaupt nicht und alle gemachten Tricks und Punkte waren vergebens. Nach ein paar Anläufen schafft man dann zumindest ein paar Aufgaben, bekommt dadurch ein gutes Endergebnis und darf den nächsten Level versuchen. Das Leveldesign bekleckert sich nicht gerade mit Ruhm, zu viele Kanten und Ecken, an denen man ständig hängen bleibt, stören den Spielfluss erheblich.
Als etwas gewagt aber dennoch brauchbar können wir die Steuerung bezeichnen, diese entspricht nicht der bekannten Standardbelegung, funktioniert aber trotzdem. Wer zu Grinden versucht, muss sich nämlich erst mal auf den B-Knopf umgewöhnen - wenn man dies dann aber mal geschafft hat funktioniert die Steuerung ganz gut und besonders die Tricks gehen leicht von der Hand. Besonders in Halfpipes kommt man so sehr schnell zu hohen Punktzahlen, Combos sind in diesem Spiel sehr einfach machbar.
Am übelsten hat es die Grafik des Spiels erwischt: Bereits nach den ersten paar Sekunden fällt einem die katastrophale Framerate auf. Das Spiel läuft fast schon in Slowmotion, bzw. ruckelt es mehr als Unreal 2 auf einem Pentium 166. Bleibt die Frage: Warum? Es gibt in der unscheinbaren, lieblosen Grafik nicht viel zu entdecken was den Gamecube überfordern könnte. Nur die Models der Disney-Figuren sind ganz nett gelungen und kommen in ihren Skateboard-Klamotten irgendwie sehr witzig rüber, die Levels glänzen aber höchstens durch verwaschene Texturen und liebloses Design.
Der Hintergrundsound könnte, genau wie der erste Level, aus Sonic Adventure stammen, dünner Japano-Rock ohne besondere Vorkommnisse. Die Figuren und der Hintergrundsprecher sind komplett eingedeutscht worden und hören sich sogar recht brauchbar an.
