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  • Disruptor: Mehr Schein als Sein! - Leser-Test von Van_Helsing

    Disruptor: Mehr Schein als Sein! - Leser-Test von Van_Helsing In einer fernen Zukunft, weit ab von der Realität wie sie heute bekannt ist und in der nur der Stärkste Überleben kann, gilt es sich als neuer Rekrut der Elite-Einheit LightStormer Corps zu beweisen. Diese Elite-Einheit ist auf der Erde stationiert und hat dem ganzen Sonnensystem mit aller Gewalt den Frieden aufgezwungen. Doch nicht alle Lebewesen haben sich diesem Zwang unterworfen... Als blutiger Anfänger muss man sich natürlich erst mit dem Gebrauch der diversen Schusswaffen und mit den Nahkampftechniken vertraut machen. Um die Effizienz der Elite Soldaten zu steigern, wurden alle mit einem Gehirnimplantat ausgestattet, das die normalen geistigen Fähigkeiten in drastischem Maße verstärkt. Durch dieses Implantat ist es möglich die verschiedensten psionischen Fähigkeiten zu beherrschen. Sei es zum Heilen der erlittenen Verletzungen, oder aber nur um verheerende Angriffe zu unternehmen. Die Beherrschung dieser Fähigkeiten ist auch dringend nötig, da man mit den unterschiedlichsten Gegnern und den verschiedensten Welten konfrontiert wird. In dieser Zeit sind Intrigen und Täuschung eine großer Bestandteil des Universums, und man sollte auf alles achten, und vor allem ja nichts Übersehen. Das Motto der LightStormer ist „schnell Denken, schnell Schießen, anderen die Tour vermiesen“. Wer nicht nach diesem Motto handelt kehrt schneller als ihm lieb ist im Zinksarg nach Hause.
    Die Entwickler dieses Game’s, das 1996 erschienen ist, sind „Insomniac“, die sich erst viel später einen Namen mit der „Spyro“ Reihe (begonnen 1998) gemacht haben. Leider gehörte der zuvor erschienene Titel „Disruptor“ nicht zu ihren wirklich erfolgreichsten Machenschaften und war lediglich bei Ego-Shooter-Fans - wenn überhaupt - ein Blick wert.
    Zu Beginn des Spiels ist es ratsam sich erst einmal im Übungsmodus zu versuchen, um die Handhabung seiner Spielfigur und den Umgang mit den Waffen zu erlernen, was mehr als sinnvoll ist, da dieses Spiel nicht eines der Leichtesten ist. Sollte man diesen Bereich lebend überstanden haben, muss man sich nur noch entscheiden ob man das Game speichern möchte (Memory Card), oder aber mittels zwölfstelligem Passwort seine Erfolge sichern möchte (ein Überbleibsel aus vergangenen Tagen *g*). Fast von selbst erklärt sich, dass man sich für einen von drei Schwierigkeitsgraden entscheiden sollte, wobei „mittel“ immer ein guter Beginn ist, um erfolgreich die 13 anstehenden Level zu meistern. Hat man seine anfänglichen, spielüblichen Entscheidungen getroffen, wird man wieder auf ein Überbleibsel, oder selten genutzte Darstellungsform treffen, und zwar darauf, dass sämtliche im Spiel vorhandenen Sequenzen mit realen Menschen gedreht wurden. Allerdings sind diese Sequenzen nicht wirklich das, was man als optimal beschreiben kann – sie wirken gesamt mal mehr mal weniger gut gelungen, denn die Locations sind sehr karg und einfallslos gestaltet. Über die schauspielerischen Leistungen der Darsteller hüllen wir am Besten den Mantel des Schweigens *g*.
    Was außerdem nicht gerade augenfreundlich anmutet, ist die Tatsache das PSX bedingt (Veteranen wissen was kommt) die Auflösung der Sequenzen nicht sonderlich hoch ist, und alles sehr verpixelt wirkt. Alles in allem sehr schade, da es sehr viele dieser Sequenzen gibt und mittels dieser Sequenzen werden einem die Story des Spiels sowie die gesamten Missionsziele weiter vor Augen geführt. Das einzig positive, was man dem Ganzen hier noch abgewinnen kann ist die Tatsache, das alles recht gut ins deutsche synchronisiert wurde. Auch auf dem Bildschirm erscheinende Texte erscheinen in gut verständlichem Deutsch (was ja auch nicht immer der Fall ist *g*). Die Spielegrafik an sich ist für damalige Verhältnisse sehr flüssig gestaltet – was aber in dieser Hinsicht schon wieder das einzigste Highlight ist. Leider sind die Texturen in den innen gespielten Bereichen sehr lieblos und eintönig gehalten, und wirken nach heutigen Gesichtspunkten (Veteranen ahnen wieder) sehr verpixelt. Positiv wiederum zu vermerken gilt, dass man aber nicht nur innengerichtete Level spielt, sondern auch Außenwelten zu Gesicht bekommt. Der Levelaufbau in den Außenarealen ist doch recht groß ausgefallen und wurde mit dem allseits ungeliebten Nebel kaschiert (was Mulitzockern vom N64 her auch schon mehr als bekannt sein dürfte), so dass sich vorhandene Ruinen oder Gebäude, etc. nur langsam dem Spieler präsentieren. Teilweise wirkt dieses Szenario auch recht gut gelungen, wie z.B. in dem mit Tümpeln übersäten Levelbereichen. In den kleineren Außenwelten wurde die Sichtweite durch aufgestellte Kisten oder dergleichen minimiert, um Pop-Up’s und / oder Ruckler zu vermeiden. Allgemein betrachtet sind die Level recht abwechslungsreich gestaltet, was aber unterm Strich die gesamt eher negativ wirkende Optik nicht wirklich aufhebt. Sicherlich ein positiver Aspekt ist der häufige Wechsel der Locations. So befindet sich der Spieler z.B. im Sumpfgelände, bietet der nächste Bereich das Umfeld einer Raumstation um dann wiederum in einer psychedelischen Welt (Richtung Ende des Spiels) die Mission zu erfüllen. Leider bestechen die Level gesamt durch wenig Detailreichtum, der angesichts der Thematik durchaus verfügbar gewesen wäre. Obwohl es sich hier um einen Fist-Person-Shooter handelt, wurde auf die Darstellung von Blut gänzlich verzichtet, was sich aber angesichts der 20 verschiedenen Gegner fast wie von selbst erklärt, da es sich größtenteils entweder um Roboter oder aber um recht einfallsreich, aber nicht abwechslungsreich gestaltete Insekten oder Monsterarten handelt.
    Monster ... gutes Stichwort den Bogen zur Ausrüstung und damit zu den Waffen zu spannen. Die Standard-Bewaffnung der Spielfigur ist eine 18mm Pistole (nennt sich wirklich so im Spiel *g*). Andere Waffen wie z.B. einen Blaster oder aber ein Repetiergeschütz, von denen es gesamt neun verschiedene gibt, müssen in den Levels erst eingesammelt werden (werden durch abgeschossene Gegner hinterlassen). Das ganze Waffenarsenal ist nicht gerade einfallsreich gestaltet, und dreht sich meistens um solche, die man schon von anderen Ego-Shootern her kennt. Zum Glück kann man sie im Eifer des Gefechtes schnell mit einem Tastendruck wechseln. Wen man die Möglichkeit hat, sollte man auf die im Spiel beschriebenen „illegalen Waffensysteme“ zurückgreifen, da diese wesentlich effektiver sind (und darüber hinaus auch dem Spieler mehr „Fun bereiten“ werden – kommen allerdings erst in den späteren Leveln). Das Waffenmenü selbst stellt unbegrenzt Plätze zur Verfügung, d.h. man kann seinem – wahrscheinlich schon altbewährtem „Jäger und Sammler Prinzip“ treu bleiben. Im späteren Spielverlauf stehen noch diverse Psionic-Waffen zur Verfügung, die aber von Abschnitt zu Abschnitt implantiert werden müssen, da sie durch Konzentration und Willenskraft dem Gegner immensen Schaden zufügen können. So wird man unter anderem über die Psionic-Waffe „Teraplast“ verfügen, mit der es möglich ist durch Wände hindurch seine Gegner zu eliminieren. Neben der effizienten Ausrichtung der Psionic-Waffen gegenüber Feinden, kann man eben diese Fähigkeiten aber auch zur eigenen Heilung benutzen Ganz klar vorausgesetzt ist aber, dass man noch genügend Psionic-Energie übrig hat. Diese Energie wird durch das Einsammeln von Items, oder der sogenannten Selbstregeneration (für einen kurzen Moment verweilen und man ist wieder fit) wieder hergestellt.
    Bevor ich mich nun dem Thema „Steuerung“ annehme, sei hier eines voraus gesagt – was nicht ganz unwesentlich wichtig zum erfolgreichen Bestehen berücksichtigt werden sollte: Von Level zu Level werden die Gegner zahlreicher und das Game unproportional schwerer (letztlich leider vollkommen egal, welchen Schwierigkeitsgrad man gewählt hat), wobei einem die Steuerung – womit ich dann nun zum Thema komme - da nicht wirklich entgegen kommt. Sie reagiert zwar schnell aber für meinen Geschmack etwas zu schwammig, was sich vor allem bei den diversen Sprung-Passagen bemerkbar macht. Es ist wenig effizient, wenn man den Sprung zwar optimal anpeilt, aber dank der unausgewogenen Steuerung eigentlich mitten in der Pampa landet. Angesichts des Erscheinungsdatums – erklärt es sich fast von selbst - bietet das Game leider keine Analog-Stick Unterstützung, was nichts anderes bedeutet als die Tatsache, dass es mit dem digitalen Steuerkreuz gespielt werden muss. Wobei das nicht wirklich tragisch sein dürfte, da man auf den – mittlerweile heute üblichen – höhenverstellbaren Blickwinkel (oben und unten) verzichtet hat. Für diejenigen, für die das jetzt negativ erscheinen mag, sei gesagt, eine Art Auto-Aimming nimmt einem diese Arbeit beim Zielen ab. Abschließend sollte man noch die restlichen Steuerungsfunktionen beleuchten, zu denen man sagen kann, dass die Tastenbelegung keinen wirklichen Grund zur Klage bietet, da alle Funktionen logisch verteilt sind und einem doch recht locker von der Hand gehen. Egal ob es sich um den Waffentausch- (oder Wechsel) handelt oder aber der Wechsel sowie Einsatz der Psionic-Fähigkeit bis hin zur sehr hilfreichen und unabdingbaren Karte.
    Sollte man doch einmal das zeitliche segnen, was häufiger in höheren Leveln angesichts der großen Gegnerscharen passiert oder aber aufgrund der eben doch etwas ungenauen beschriebenen Steuerung, hat man die Möglichkeit an einem vom Spiel generierten Zwischenspeicherpunkt oder aber das komplette Level neu zu starten.
    War man hingegen erfolgreich mit dem Absolvieren eines Spielabschnitts, bekommt man (Angabe in Prozent) angezeigt wie erfolgreich oder auch nicht erfolgreich man das Level abgeschlossen hat. Es gilt nämlich sämtliche Gegner zu vernichten sowie Geheimbereiche (für die 100%-Angabe unverzichtbar) zu finden, da diese einem meistens auch noch nützliche Items zum Überleben bieten. Diese Items beschränken sich leider aber meist nur auf Munition oder Energie-Nachschub. Den Abschluss eines Levels bildet aber nicht ein Ausgang im klassischen Sinne, sondern eine Teleporter-Plattform, die darüber hinaus auch erst einmal gefunden werden muss. Weitere Aufgaben in den Levels, die eingangs schon erwähnten Missionsziele in den Sequenzen, sind z.B. das Retten von Droidengeiseln (nennen sich so, kein Witz *g*), was sich aber als nicht besonders schwer herausstellt.
    Ansprechen sollten man auch die Soundhinterlegung, wobei man generell auf eine musikalische Unterstützung während der Level selbst gänzlich verzichtet hat, denn man bekommt leider nur die üblichen Standard-Soundfiles, wie z.B. Schussgeräusche oder das Ankündigen eines Gegners geboten. Lediglich der eben schon angesprochene Levelabschluss, sprich die Ergebnisanzeige, weist ein wenig Musik auf, die aber nicht wirklich der Rede wert ist.

  • Disruptor
    Disruptor
    Publisher
    Acclaim Entertainment
    Developer
    Insomniac Games
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