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  • Divinity 2: Ego Draconis - Die Legende lebt - Leser-Test von GameFreakSeba

    Bei Divinity 2 - Ego Draconis handelt es sich um ein Videorollenspiel aus dem Entwickler-Hause Larian Studios und wurde speziell für den PC und die Xbox 360 entwickelt und ist der Nachfolger des Rollenspiels Divinity und knüpft unmittelbar an die Geschehnisse aus dem ersten Ableger an.

    Wir befinden uns in Rivellon, einem Ort, indem Drachen leben. Für diese Riesenechsen fühlt sich ein Jahrtausend nur wie ein mickriger Moment an. Die Drachen erkannten das Potenzial der Menschheit, die sich damals vermutlich aus den Elfen bildeten. Die riesigen Echsen gaben den Menschen die Macht über Feuer und bildeten sie als Drachenritter aus, damit diese die Interessen der Drachen ins Land tragen sollten. Diese besonderen Ritter hatten die Möglichkeit sich mit Hilfe der Drachensteine in Drachen zu verwandeln, doch erreichten sie nie die gleiche Stärke der Riesenechsen. Im Laufe der Zeit zogen sich die Drachen immer weiter zurück und ließen die Menschen die Welt übernehmen.

    Im Laufe der Zeit machen wir Bekanntschaft mit Lucien, der nur kurz der Göttliche genannt wird. Er bekommt den Auftrag ein Kind zu töten, welches im späteren Leben die Welt vernichten sollte. Doch Lucien's Menschenverstand gewann und er entschied sich dazu, dieses Kind nicht umzubringen und entschied sich lieber dazu, das Kind, wie sein eigenes groß zu ziehen, damit er die Kontrolle hatte. Doch der sogenannte Schwarze Ring hatte ganz andere Pläne und versuchte mit allen Mitteln die Menschheit zu vernichten. Damian, der "Sohn" von Lucien, begegnete im Alter von 14 Jahren einem Mädchen namens Ygerna. Dieses Mädchen sollte den Jungen verführen und seine dunkle Seite wecken, indem sie im Beschwörungsformeln und andere Zauber beibrachte. Wie das Schicksal so spielt, verliebten die beiden sich schließlich ineinander. Erst als man Beweise dafür fand, dass Ygerna vom Schwarzen Ring geschickt worden ist, bemerkt Lucien, was vor sich ging und sorgte dafür, dass das Mädchen, vor den Augen seines Sohnes, hingerichtet wurde. Doch Lucien kam zu spät, denn Damian konnte eine Seelenverbindung zwischen sich selbst und seiner Geliebten herstellen, wobei er schwor für jeden Tropfen Blut seiner Liebe, ein Meer an Menschenblut vergießen zu lassen und gab sich somit seine ursprünglichen Bestimmung hin.

    Kurz darauf wurde er der Befehlshaber des Schwarzen Ringes. In Damian exsistiert ein Dämon, der zur Zeit nur einen kleinen Teil seiner wahren Kräfte besitzt. Den Menschen blieb nun nichts anderes übrig, als mit den Drachen ein Bündnis einzugehen. So hatten sie wenigstens eine geringe Chance sich gegen die Horden von Damian zu stellen, doch als Lucien in einer Schlacht fehlt, brechen die Drachen ihr Bündnis und die Menschen schworen ihnen Rache. Es dauerte nicht all zu lang und die Menschen gründeten die Gruppe der Drachentöter, die die Aufgabe erhielten die Drachen, Drachenritter und Damian selbst zu finden und sie zu töten.

    Klingt schon einmal nach einer interessanten und abwechslungsreichen Fantasy-Geschichte, so wie es sich für ein anständiges Rollenspiel auch gehört. Nun lasst uns einmal schauen, ob sich noch mehr Gutes hinter Divinity 2 - Ego Draconis verbirgt. Wir schlüpfen also in die Rolle eines Helden, der sich zur Zeit in der Ausbildung zu einem Drachentöter befindet.

    Zu Beginn des Spiels von Divinity 2 befindet man sich in einer Welt, die sehr stark an die virtuelle Spielwelt von Oblivion und Two Worlds erinnert. Die Welt ist im Großen und Ganzen sehr weitläufig und birgt viele Geheimnisse, so erwarten den Spieler zahlreiche unterirdische Labyrinthe und finstere Höhlen, die erkundet werden wollen. Während der gesamten Spielzeit kontrolliert ihr den Protagonisten in der Verfolger-Perspektive und nimmt an Echtzeitkämpfen teil. Wilde Tiere, Gobblins, Geister, Skelette, Banditen und Trolle stellen die Rollenspiel-typischen Gegner dar. Im Laufe des Spiels kann der Spieler darüber entscheiden, in welcher Reihenfolge er die unterschiedlichen Quests lösen möchte.

    Wie es sich für ein Rollenspiel gehört erhält der Spieler für jeden besiegten Gegner und erfolgreich absolvierte Mission eine bestimmte Anzahl an Erfahrungspunkten, Goldstücken oder Ausrüstungsteile. Wenn man nun eine vorgegebene Anzahl an Erfahrungspunkten beisammen hat, steigt der Charakter automatisch ein Level höher. Während den verschiedenen Missionen sollte sich der Spieler immer wieder eine kleine Pause gönnen und ein wenig shoppen gehen. So macht ihr euch auf den Weg zu diversen Händlern, bei denen ihr euch mit neuen Waffen oder Heiltränken, die ihr im Kampf immer wieder brauchen werdet, eindecken und absichern könnt. Das Gebiet Rivellon in der virtuellen Welt von Divinity 2 - Ego Draconis könnt ihr natürlich grundsätzlich selbst unter die Lupe nehmen, doch man sollte hier mit bedacht vor gehen, denn in jedem neuen Gebiet wartet auch stärkere Gegner auf euch. Dies kann ab und an sehr frustrierend beziehungsweise herausfordernd sein, denn wenn ihr euren Charakter noch nicht weit genug aufgelevelt habt, werden ihr gegen manchen Gegner so gut wie keine Chance haben. Ist euer Charakter beispielsweise erst anfangs unterwegs seid und erst die ersten paar Stufen aufgestiegen seid, so schrecken die Entwickler nicht davor zurück, euch Gegner beispielsweise mit der Levelstärke 25 entgegenzubringen. Sicherlich kann dies auch ein gutes Spielgefühl im Spieler auslösen, denn dann kann man auf ein hart erkämpftes Spielgebiet zurück blicken und stolz darauf sein, doch für Anfänger und Rollenspiel-Frischlinge ist dies sehr abschreckend.

    Bis hier hin klingt das Spiel nicht all zu besonders. Sämtliche Rollenspiel-typischen Elemente sind vertreten und bieten bis jetzt keine wirkliche Abwechslung. Doch vielleicht sorgt das Charaktersystem ja für mehr Abwechslung. Im Großen und Ganzen werden im Spiel viele unterschiedliche neue Ideen mit einander verknüpft, welche Drivinty 2 zu keinem Rollenspiel-Abklatsch macht. So haben wir zum Beispiel eine offene und flexible Charakterentwicklung. So hat der Spieler die Qual der Wahl und kann seine eigene Spielfigur nach seinen ganz eigenen Wünschen und Vorstellungen anpassen und verbessern. Nachdem ihr das Spiel angefangen habt müsst ihr euch als erstes entscheiden, ob ihr einen Krieger, einen Waldläufer oder einen Magier ausbilden wollt, dass ist aber die einzige Entscheidung die eingegrenzt ist.

    Die im späteren Spielverlauf erhaltenen Fertigkeitspunkte könnt ihr so auf die verschiedenen Attribute eures Charakters verteilen, wie ihr es für richtig haltet. So könnt ihr eurem Charakter beispielsweise zu einem Nahkampfspezialist ausbilden oder aber ihr lehrt ihn im Umgang mit Pfeil und Bogen. Sicherlich gibt es auch den ein oder anderen Zauber, um aus eurem Protagonisten einen guten Magier zu machen. Immer wieder werden nach und nach stärkere und somit auch bessere Angriffe und zauber frei, die notwendig sein werden. Hin und wieder muss auch einmal der beste Nahkämpfer zu anderen Waffen, wie Pfeil und Bogen greifen, damit er angreifende Gegner schon einmal ausschalten kann. Ihr solltet immer versuchen eure Spielfigur in einer Sache gut auszubilden, denn wendet ihr hier und da man einen Fertigkeitspunkt an, so kann euer Charakter natürlich von allem etwas, doch nichts wirklich gut. Die Kämpfe, an denen ihr teil nehmen müsst, verlaufen in Echtzeit, dennoch habt ihr jeder Zeit die Möglichkeit, das Spiel zu pausieren, um einen besseren Überblick zu erhalten oder um eine Planung der jeweiligen Aktionen durchzuführen. So könnt ihr euren Helden mitten im Kampf, wenn seine Gesundheit einmal sinken sollte, ganz in Ruhe heilen.

    Die Hauptmission im Spiel erhaltet ihr immer wieder durch verschiedene Schlüsselfiguren, doch ihr könnt zwischendurch auch gerne die ein oder andere Nebenaufgabe lösen. So könnt ihr weitere Erfahrungspunkte sammeln. Welche Quest ihr als erstes erledigen wollt, könnt ihr frei wählen. Die Aufgaben sind nicht von einander abhängig, was bedeutet, dass ihr selbst die Reihenfolge bestimmen könnt. Alle Aufgaben, die ihr absolvieren könnt beziehungsweise müsst, werden immer im Tagebuch aufgeführt, so dass ihr zu keiner Zeit den Überblick verliert. Solltet ihr euch lediglich für die Hauptaufgaben interessieren müsst ihr damit rechnen, dass ihr leicht verdiente Erfahrungspunkte einfach links liegen lasst und den ein oder anderen witzigen Moment verpasst. So erledigt ihr den ein oder anderen Botengang, sammelt für Person X etwas ein, bringt bestimmte Gegner um oder aber ihr geht auch Goblin-Jagd.

    Doch in Divinity 2 - Ego Draconis haben die Quest etwas Besonderes an sich. So werdet ihr immer wieder vor die Frage gestellt, wie ihr die Aufgaben lösen wollt, denn es gibt grundsätzlich unterschiedliche Lösungswege, die sich im späteren Spielverlauf auswirken können. So macht ihr beispielsweise Bekanntschaft mit der hübschen Dana. Von ihr bekommt ihr den Auftrag einen Liebesbrief an ihren Geliebten zu übermitteln, der zufällig der Schmied Derk ist. Bekommt er den Brief von euch, erhaltet ihr in Zukunft Rabatte. Wollt ihr jedoch für Recht und Ordnung sorgen, so bringt ihr den Liebesbrief zu Dana's Ehemann, Händler Locke. So bekommt ihr zwar beim Schmied keine Rabatte, doch Locke steht in eurer Schuld und nun könnt ihr bei ihm Geld sparen. Somit solltet ihr immer überlegen, wie ihr vorgehen möchtet. Diese Quest-Freiheit ist wirklich sehr gut gelungen und lässt uns viel darüber nach grübeln → Was wäre wenn?

    Soll ich einer Frau, welche von einem Banditen ausgeraubt wird, helfen und sie beschützen oder aber kämpfe ich gemeinsam mit dem Banditen und teile ich mir anschließend mit ihm die Beute. Solche Entscheidungen werden nicht gerade selten in Divinity 2 - Ego Draconis getroffen. Am schwierigsten wird jedoch der Spielabschnitt Höhle der moralischen Entscheidung sein, der euch wirklich auf die Probe stellt. Denn entweder seid ihr hier ein Fiesling oder aber ein strahlender Held.

    Im Laufe der Spiels werdet ihr feststellen, dass ihr über die Fähigkeit des Gedankenlesens verfügt. So könnt ihr Geister sehen und zudem in die Gedankenwelt der anderen Spielfiguren eintauchen. Führt ihr ein Gespräch, so könnt ihr sehr gut von dieser Fähigkeit Gebrauch machen, denn so erhaltet ihr zusätzliche Informationen, die sich wiederrum besser auf den späteren Spielverlauf auswirken können. So könnt ihr bestimmte Schätze finden oder aber ihr erkennt die wahren Absichten der ein oder anderen Person. Doch hier solltet ihr aufpassen, denn für jede Verwendung dieser Fähigkeit, werden euch Erfahrungspunkte abgezogen, sodass ihr automatisch länger Zeit braucht, um euren Charakter aufzuleveln. Doch auch diese Fähigkeit könnt ihr nach und nach ausbauen, sodass ihr später immer weniger Erfahrungspunkte dafür opfern müsst.
    Doch nicht nur das ist Außergewöhnlich, denn in diesem Action-Rollenspiel habt ihr zudem die Möglichkeit, euch in einen Drachen zu verwandeln. Sobald ihr im Laufe des Spiels den Drachenturm unter eure Kontrolle genommen habt, werdet ihr diese Fähigkeit erlernen. Im Drachenturm könnt ihr eure Gegenstände ablegen und auf nützliche Helfer wie zum Beispiel Alchemist, Nekromant, Ausbilder und Zauberer zurückgreifen. So erhaltet ihr von ihnen neue Tränke, Kampf- und Magiefertigkeiten, Zauber für eure Rüstungen. Auf Dauer könnt ihr drei Sammler ins Land schicken, die euch beispielsweise mit frischen Kräutern und neuen Erzen versorgen. Vom Drachenturm könnt ihr die bereits bereisten Orte anwählen.

    Verwandelt ihr euch in einen Drachen, wird das erobern mancher Gebiete erleichtert und sorgt zudem auch für Abwechslung, doch leider wird vom Spiel bestimmt, wenn es Zeit ist, wieder die menschliche Form anzunehmen.

    Greift ihr im Spiel auf euer Inventar zurück so werdet ihr bemerken, dass es ziemlich unübersichtlich geraten ist. Auch die genauen Questangaben hätte man im Tagebuch unterbringen können, so kann man hin und wieder durch einander kommen, wenn man vergessen hat, wo man einen etwas älteren Arbeitsauftrag angenommen hat. Auch der ein oder andere Logikfehler hat sich in das Action-Rollenspiel eingeschlichen. So könnt ihr zwar Wildschweine töten, doch normale Schweine und Rehe nicht. Hühner hingegen hinterlassen nach ihrem Tode sogar Snacks, die euch mit Lebensenergie versorgen.

    Aber alle diese Mankos sind nicht weiter schlimm, denn die offene Spielwelt in Divinity 2 - Ego Draconis besticht durch seine ganz eigene lebndig wirkende Atmosphäre, die nicht zuletzt durch einzigartige Charakter unterstrichen wird. Selbst die deutsche Synchro kann sich hören lassen und auch die Musik passt in die Welt von Divinity 2.

    Fazit

    Divinity II - Ego Draconis ist mit Sicherheit kein absoluter Pflichtkauf für Rollenspiel- oder Fantasy-Fans, dennoch kann es doch mit der einen oder anderen Stärke erfreuen und über die komplette Spieldauer gut unterhalten. Gerade jetzt, wo der Titel hin und dort günstig zu erwerben ist, sollte man ein Auge dafür offen haben. Dennoch darf man die offenbaren Schwächen nicht unterschätzen, was die Wertung deutlich nach unten korrigiert. Für Zwischendurch ist es aber allemal gut geeignet.

    Negative Aspekte:
    Sehr viele Kämpfe, teilweise sehr unübersichtlich, einige Bugs, viele Ladeunterbrechungen, klobige Optik

    Positive Aspekte:
    Schöne Atmosphäre, ordentlicher Soundtrack, sehr abwechslungsreich, große Spielwelt, ordentlicher Umfang

    Infos zur Spielzeit:
    GameFreakSeba hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Divinity 2: Ego Draconis

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: GameFreakSeba
    7.6
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Steuerung
    7/10
    Sound
    8/10
    Gameplay
    8/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    7.8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Divinity 2: Ego Draconis
    Divinity 2: Ego Draconis
    Publisher
    dtp
    Developer
    dtp
    Release
    02.10.2009

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Divinity 2: Ego Draconis
Divinity 2: Ego Draconis - Die Legende lebt - Leser-Test von GameFreakSeba
http://www.gamezone.de/Divinity-2-Ego-Draconis-Spiel-21800/Lesertests/Divinity-2-Ego-Draconis-Die-Legende-lebt-Leser-Test-von-GameFreakSeba-1010702/
27.04.2011
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2009/03/01885682-photo-divinity-2-ego-draconis.jpg
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