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  • Donkey Kong Country: Renderaffen in bunt - Leser-Test von Corlagon

    1981 schrieb Nintendo Videospielgeschichte mit Donkey Kong. 1994 schrieb Rare Videospielgeschichte mit Donkey Kong Country - genauer gesagt, mit dessen gerenderten Graphiken, die auch Nintendo von einer Investition überzeugt hatten. Mit dem ursprünglichen Arcade-Spiel hat das Super-NES-Abenteuer jedoch kaum noch etwas zu tun (es gibt auch keinerlei Referenzen auf Mario); dennoch verkaufte sich das Spiel wie blöd. Im Folgenden befasse ich mich hauptsächlich mit der überarbeiteten Game-Boy-Advance-Version von 2003; zwischenzeitlich hatte es bereits eine für den Game Boy Color gegeben.

    Die Helden des Spiels sind Donkey Kong (nicht das Original, sondern dessen Sohn oder Enkel) und sein "Fan" Diddy Kong. Die Affenbande lebt auf der sogenannten Donkey-Kong-Insel und besitzt einen immensen Vorrat an Bananen. Nun wird die Insel von den Bewohnern der benachbarten Krokodilinsel, den Kremlingen (angeführt vom fiesen King K. Rool) überfallen, die sämtliche Bananen stehlen. Donkey und Diddy ziehen los, um sie ihnen wieder abzunehmen.

    Im Prinzip ist Donkey Kong Country ein Standard-Plattformspiel, in dem Ihr durch die verschiedenen Level lauft und springt (oder auch taucht), bis Ihr am Ziel seid, wobei Ihr natürlich nicht mit den verschiedenen Gegnern zusammenstoßen oder in einen Abgrund fallen dürft. Zu Beginn ist Donkey noch alleine unterwegs; sobald er ein DK-Faß findet (und zerbricht), gesellt sich Diddy zu ihm, und Ihr könnt von nun an mit dem Select-Knopf zwischen den beiden wechseln (dämlicherweise aber nur wenn die beiden tatsächlich hintereinanderstehen, damit eine Animation abgespielt werden kann). Sollte einer der Kongs getroffen werden, verschwindet er, bis Ihr ihn wieder aus einem Faß befreit habt; werden beide besiegt, verliert Ihr ein Leben und müßt den Level wieder von vorne oder am Sternenfaß beginnen. Um Gegner zu besiegen, könnt Ihr je nach Situation einfach auf sie draufspringen, in sie hineinrollen oder sie (falls vorhanden) mit einem Faß bewerfen. Donkey ist der stärkere der beiden Figuren, während Diddy etwas agiler ist. Übrigens wird für das Hauptspiel auch ein Zweispielermodus angeboten, der Hauptunterschied ist wohl, daß es beim Figurenwechsel automatisch pausiert wird, so daß der Game Boy weitergereicht werden kann; außerdem wird explizit angezeigt, wer die meisten Level erledigt hat.

    Neben gewöhnlichen Fässern, die Ihr tragen und werfen könnt, werdet Ihr auch immer wieder auf Kanonenfässer stoßen, die Euch sofort oder auf Knopfdruck in eine bestimmte Richtung schießen. In der Levelmitte könnt immer Ihr ein Sternenfaß finden, um Euren Fortschritt für den Fall eines Lebensverlustes festzuhalten. An einigen Orten trefft Ihr auch auf "tierische Helfer", etwa das Nashorn Rambi, das viele Gegner mit seinem Horn vernichten kann, oder den sprungstarken Frosch Winky. Extraleben verdient Ihr Euch, indem Ihr fleißig Bananen und verschiedenfarbige Luftballons sammelt, oder auch alle vier KONG-Buchstaben, die in jedem Level versteckt sind. Das Spiel enthält Unmengen versteckter Bonusabschnitte, in die Ihr gelangt, wenn Ihr bestimmte Wandstellen mit Fässern oder Rambi aufbrecht oder in abgelegene Kanonenfässer springt.

    Um das Spiel wirklich komplett zu lösen, müßt Ihr nicht nur in jedem der 33 Level (Endgegner nicht mitgerechnet) den Ausgang erreichen, sondern auch alle Bonusabschnitte finden (und einige davon sind definitiv zu gut versteckt); die GBA-Fassung stellt auch die Buchstaben als explizite Herausforderung (mit neuem Übersichtsbildschirm) dar und fügt Fotos als weiteres Sammelobjekt hinzu. Die verschiedenen Level sind komplett linear angeordnet; zwischendurch könnt Ihr aber immer wieder Zwischenstopps bei den anderen Kongs einlegen. Cranky Kong alias Donkey Kong Sr. hat vielleicht ein paar nützliche Tips für Euch parat, wird sich aber auch über die modernen Spiele von heute auslassen. Funky und Candy Kong hingegen bieten Minispiele an und belohnen Euch bei bestandenen Herausforderungen.

    Zum Vergleich: Im Super-NES-Original (übrigens auch ein Wii-Download) gab es noch keine Minispiele, stattdessen benötigte man Candy, um seinen Fortschritt zu speichern, und Funky, um in frühere Welten zurückzukehren; in der Praxis hieß das, daß man in manchen Welten satte fünf Level durchhalten mußte, und das mit begrenzten Leben bei ziemlich hohem Schwierigkeitsgrad. Ansonsten gab es damals noch einen zweiten Zweispielermodus, in dem zwei Affenduos um die Wette spielten und sich nach jedem Level oder Leben abwechselten. Die Game-Boy-Color-Version enthielt bereits ähnliche Änderungen wie die GBA-Fassung, es waren aber beispielsweise die Minispiele weniger gelungen und die Zweispielermodi für das Hauptspiel fehlten komplett; dafür gab es einen kompletten neuen Level, der leider nicht für den Game Boy Advance übernommen wurde. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, daß die GBC-Version auch auf einem GBA funktioniert, allerdings ist mindestens ein Level (in dem immer wieder das Licht ausfällt) aufgrund des zu dunklen Bildschirms kaum noch spielbar. Im Gegenzug ist die GBA-Version komplett auffällig hell; außerdem wurden die früher doch etwas simplen Endgegner teilweise aufgemotzt.

    Exklusiv in der GBA-Fassung existiert jedoch noch ein neuer Arcade-Modus, in dem Ihr einzelne Level durchlauft, unter Zeitdruck und mit Punktezähler, um dann Eurer Leistung entsprechend benotet zu werden. Außerdem werden separate Versionen der beiden Minispiele angeboten, die sich auch zu zweit spielen lassen, wofür aber jeder eine eigene Konsole und meines Wissens auch ein eigenes Modul benötigt.

    Wer einen guten und nicht gerade ernsten Plattformer sucht und sich nicht am stellenweise etwas sehr hohen Schwierigkeitsgrad stört, möge bei Donkey Kong Country zugreifen, vorzugsweise bei einer der Handheld-Versionen aufgrund der Speicherfunktion. Das Level-Design bietet zwar gewisse Abwechslung, erreicht aber noch nicht die Spitzenqualität, wie sie in Teil 2 zu finden ist.

    Negative Aspekte:
    stellenweise etwas zu schwierig

    Positive Aspekte:
    gutes Gameplay, versteckte Bonusrunden

    Infos zur Spielzeit:
    Corlagon hat sich 2-10 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Donkey Kong Country

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Corlagon
    8.3
    Multiplayer
    8.3
    Grafik
    9/10
    Steuerung
    8/10
    Sound
    8/10
    Gameplay
    8/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    8.9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Donkey Kong Country
    Donkey Kong Country
    Publisher
    Nintendo
    Developer
    Rare
    Release
    05.06.2003

    Aktuelle Action-Spiele Releases

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1010823
Donkey Kong Country
Donkey Kong Country: Renderaffen in bunt - Leser-Test von Corlagon
http://www.gamezone.de/Donkey-Kong-Country-Classic-21874/Lesertests/Donkey-Kong-Country-Renderaffen-in-bunt-Leser-Test-von-Corlagon-1010823/
17.08.2011
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/06/DonkeyKong_19.jpg
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