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  • Donkey Kong Jungle Beat im Gamezone-Test

    Ran an die Bongos: Trommelt und klatscht Donkey Kong in seinem neuen Abenteuer bis zum Endgegner.

    Gegen Ende des letzten Jahres veröffentlichte Nintendo den Bongo-Controller, welcher vorerst nur für das Musikspiel Donkey Konga Verwendung fand. Dies war den Mannen aus Japan wohl zu wenig: Mit "Jungle Beat" tritt der weltberühmte Affe nun ein weiteres Mal auf, nur dass es sich hierbei definitiv um kein Musikspiel handelt. Donkey Kong wird zum Sieg getrommelt, indem er auf Trommelschlag oder Klatschen springt, an Lianen hangelt, Bananen sammelt und seinen Gegnern ordentlich eins auf die Mütze gibt. Man macht sich also im Wohnzimmer zwangsläufig zum Affen, trommelt wie wild auf die Bongo-Controller ein und hat vor allem jede Menge Spaß dabei.

    Der affige Protagonist rast wie wild durch die aufwendig gestalteten Levels, reitet auf einem Widder und durchbricht Barrieren. Ganz nebenbei schwingt er sich von Liane zu Liane und lässt sich ab und an auch von anderen Affen aushelfen, indem sie ihn durch die Luft werfen. Das Ganze läuft mit einer wunderschönen 3D-Grafik ab, wobei Donkey Kong aber nur zweidimensional gesteuert wird. Klingt zwar nach einem klassischen Abenteuer des affigen Helden, doch gibt es hier einen feinen Unterschied: Das Eingabemedium gleicht keinem herkömmlichen Konsolen-Controller. Ein Außenstehender wird wohl nur den Kopf schütteln, wenn er jemanden beim Zocken dieses Spieles beobachtet - doch hält man erst mal selbst die DK-Bongos in der Hand, wird man vom faszinierenden Gameplay sofort überzeugt sein.

    Die Steuerung ist kinderleicht Die Steuerung ist kinderleicht Die Steuerung erweist sich schon von Anfang an als sehr intuitiv: Wird die linke oder rechte Trommel bearbeitet, so wird sich Donkey Kong in die jeweilige Richtung bewegen. Mehrmaliges Antippen veranlasst ihn, schneller zu laufen. Haut man auf beide Bongos, springt der Affe und mit Klaschen wird eine Schockwelle erzeugt. Diese hat mehrere Eigenschaften: Gegner werden in einem bestimmten Umkreis betäubt und können dann anschließend per Sprung bearbeitet werden. Donkey Kong nimmt dadurch aber auch Gegenstände und vor allem Bananen auf. Hört sich kompliziert an, doch schon nach wenigen Minuten wird der haarige Held präzise durch die kunterbunte Welt gejagt. Wer nun denkt, mit einem normalen Controller die bessere Alternative zu haben, täuscht sich: Vor allem das Laufen funktioniert mit dem Stick nicht sonderlich gut. Damit der Affe richtig Gas gibt, muss der Stick mehrmals in eine Richtung getippt werden. Äußerst umständlich und man gewöhnt sich auch kaum daran. Daher bleiben wir doch bei den Bongos, welche dem Spiel für einen geringen Aufpreis ja gleich mit beiliegen.

    Die Abwechslung macht's

    Mit Affenzahn durch die Eiseskälte Mit Affenzahn durch die Eiseskälte Der recht lineare Spielverlauf kommt komplett ohne aufwendige Story aus, das Gameplay steht definitiv im Vordergrund. Man absolviert einen Level nach dem anderen und hat es dabei in jeder Welt am Schluss mit einem mächtigen Bossgegner zu tun. Bis dahin gilt es aber in bester Jump'n'Run Manier durch die gelungenen Dschungel-, Eis-, Wüsten- oder auch Unterwasserlandschaften zu kommen. Der Affe springt dabei von Wand zu Wand, erklimmt Plattformen und nutzt vor allem viele interaktive Elemente. Riesige Blumen werden kurzerhand als Schleudern missbraucht, ein Paradiesvogel dient für den Lufttransport, Pilzköpfe, deren Hut beim Klatschen aufgeht werden als Trampolin missbraucht und ein Widder bzw. Wal als zahmes aber rasantes Reittier verwendet. Meist erklimmt der Held Pflanzen, Lianen und ähnliches mit einem kurzen Klatschen. Donkey greift dann nach dem nächstgelegenen Objekt innerhalb eines knapp bemessenen Radius. So gibt man auch den kleinen Affen die Hand, welche sich im Gebüsch versteckt halten und uns dann in die Luft schleudern. Das ausgeklügelte und abwechslungsreiche Leveldesign inklusive der vielen abgefahrenen Ideen machen Jungle Beat zur absoluten Spaßgranate!

    Ungefährlich ist die Reise aber nicht: Abgründe mit Stacheln oder Lava sind äußerst unangenehm. Wird Donkey getroffen, verliert er Punkte, welche mit Bananen vorher eingesammelt wurden. Fallen diese auf Null, ist das Spiel vorbei. Aber auch viele verschiedene und meist ziemlich verrückte Gegner stellen sich uns in den Weg. Mit Klatschen werden sie oftmals kurzerhand betäubt. Nach einem anschließenden Sprung auf deren Kopf und einem hitzigen Trommelwirbel (Donkey lässt die Fäuste fliegen), wird fast jeder Gegner kleinlaut nachgeben. Dennoch, der Kamm eines Hahnenkopfs ist schon ein schwer zu erreichender Angriffspunkt. Die ansonsten schlafende Wildsau wacht sofort beim Versuch der Annäherung auf und pustet Donkey weg - betäubt macht sie aber keinen Mucks mehr. An Abwechslung und Kreativität mangelt es bei den vielen verschiedenen Abschnitten und Gegnern definitiv nicht.

    Endgegnerkampf im Matrix-Stil Endgegnerkampf im Matrix-Stil Am Ende eines jeden Abschnittes wartet dann ein besonders dicker Bossgegner. Dieser sieht nicht nur grafisch sehr opulent aus, auch spielerisch sind die Kämpfe sehr anspruchsvoll! Der knallharte Boxkampf gegen einen affigen Rivalen zum Beispiel bietet Effekte aus dem Matrix-Universum. Wird im richtigen Augenblick geklatscht, weicht Donkey den Angriffen des Gegners in Zeitlupe aus und ein anschließender Trommelwirbel unsererseits wird den aufmüpfigen Gorilla eins auf die Nase geben. Aber auch in klassischer 2D-Ansicht werden einige Bosse zu schlagen sein, Ideen und Einfallsreichtum zeigt sich also auch bei diesen Kämpfen. Es sollte aber nicht unerwähnt bleiben, dass es nur fünf unterschiedliche Bossvarianten gibt, welche immer wieder in etwas abgewandelter Form und natürlich stärker sowie aggressiver auftauchen. Ein paar neue Endgegner hätten dem ansonsten sehr abwechslungsreichen Spiel ganz gut getan.

    Mehr Umfang bitte!

    Wenn das mal nicht weh tut! Wenn das mal nicht weh tut! Ein großer Schwachpunkt des Spieles ist eindeutig dessen Umfang: Die Levels machen sehr viel Spaß und am liebsten legt man den Bongo-Controller gar nicht auf die Seite - das Problem dabei ist nur, dass bereits nach ca. drei Stunden der Abspann über den Bildschirm flimmert! Ehrgeizige Spieler werden aber auch danach noch recht lange vor den Bongos sitzen: Einige versteckte Levels sorgen dafür, dass der Spielspaß auch nach dem Sieg gegen den letzten Obermotz noch erhalten bleibt. Diese werden, wie übrigens alle Level, durch erfolgreiches Sammeln von Wappen frei geschalten. Die Leistung des Spieles innerhalb der knapp über 20 Welten wird anhand von Bronze, Silber und Gold-Wappen bewertet. Ganz fleißige Spieler dürfen sich über eine vierte Auszeichnung freuen, welche aber nur schwer zu erreichen ist.

    Donkey Kong Jungle Beat Donkey Kong Jungle Beat Die Wappen erhält man durch das Sammeln von Bananen. Diese dienen somit nicht nur als Energie für Donkey Kong, sondern auch zur Verbesserung der Statistik. Um möglichst viele gelbe Früchte zu bekommen, sollte ein Level möglichst stilvoll durchquert werden. Wandsprünge, Saltos, Interaktionen mit Objekten und Flugeinlagen - solange Donkey den Boden nicht berührt und immer wieder neue Moves zeigt, steigt die Combo-Anzeige kontinuierlich. Nur wer die Möglichkeiten der Bongos voll ausschöpft, erreicht auch traumhafte Wertungen. Gefahr besteht hierbei aber durch den Verlust aller seit Beginn der Combo eingesammelten Bananen. Wird Donkey Kong durch etwas verletzt, werden ihm die Bananen nicht gut geschrieben, erst wenn er wieder sicher auf festem Boden steht, erhält man das krumm-gelbe Sammelsurium.

    Technisch astrein

    Optisch einfach traumhaft Optisch einfach traumhaft Alle Welten zeichnen sich nicht nur durch ihre abwechslungsreiche Ideen und ihre Levelstruktur aus, auch optisch machen sie einiges her. Die verschneiten Ebenen überzeugen durch spiegelndes Eis, der Dschungel wird durch sich im Wind bewegende Pflanzen und Bäume belebt und das Meer verzückt uns durch seine Artenvielfalt und schönen Korallenriffe. Dazu kommen nette Wettereffekte wie Regen oder auch wunderschön anzusehende Partikeleffekte. Nintendo beweist die Liebe zum Detail und überrascht trotz eines in 2D gehaltenen Gameplays mit einer äußerst plastischen 3D-Optik. Ob kleine oder auch große Gegner, das Lob für die Grafik trifft auch auf die Charaktermodelle zu. Vor allem bei den etwas größer ausgefallenen Tierchen kommt man doch ab und an mal ins Staunen. Unser affiger Boxgegner zum Beispiel oder auch die riesigen Schweine sehen nicht nur total ulkig aus, vor allem wenn man auf sie einprügelt, sondern zeigen auch ihr dichtes und wunderschön animiertes Fell.

    Donkey Kong Jungle Beat Donkey Kong Jungle Beat Insgesamt ist äußerst positiv zu vermerken, dass die Welten fast schon jede Minute gewechselt werden. So viel optische Abwechslung bekommt man wohl in kaum einem Jump'n'Run geboten. Gelegentlich ist der Hauptdarsteller aber etwas arg klein ausgefallen, da die Kamera in manchen Situationen sehr weit heraus zoomt. Zum Glück müssen wir im Spiel nun nicht auch noch im Rhythmus der Musik auf die Bongos trommeln, doch unterstützen die Rhythmen das Spielgeschehen ungemein. Kenner werden sogar einige Klassiker erkennen und erfreuen sich an diesen alten Ohrwürmern. Ansonsten sorgen funkige und swingende Sounds, sowie nette affige Laute und passende Effekte für eine gelungene Atmosphäre.

    Donkey Kong Jungle Beat (GC)

    Singleplayer
    8,6 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    einzigartiges Gameplay dank Bongo-Controller
    hervorragende Steuerung
    erfolgreich umgesetztes Jump'n'Run Gameplay
    viele tolle Ideen
    gelungene und sehr detailverliebte Optik
    extrem kurze Spielzeit (lediglich 3 Stunden)
    kaum Langzeitmotivation
  • Donkey Kong Jungle Beat
    Donkey Kong Jungle Beat
    Publisher
    Nintendo
    Release
    01.02.2005
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990155
Donkey Kong Jungle Beat
Donkey Kong Jungle Beat im Gamezone-Test
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http://www.gamezone.de/Donkey-Kong-Jungle-Beat-Classic-21884/Tests/Donkey-Kong-Jungle-Beat-im-Gamezone-Test-990155/
07.02.2005
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/05/051104_dkjunglebeat_ss-02.jpg
tests