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  • Donkey Kong: King of Swing - Comicaffen auf Spießrutenschwung - Leser-Test von Corlagon

    Clu Clu Land ist ein Geschicklichkeitsspiel von Nintendo aus dem Jahre 1984, das heute als Klassiker zu gelten scheint, jedoch nie einen Nachfolger bekam. Oder etwa doch? 2005 gab es dann doch noch einen losen, von dem Studio Paon entwickelt für den Game Boy Advance (wir Europäer bekamen ihn übrigens deutlich vor Japan und Amerika) - nur als Teil einer ganz anderen, größeren Franchise. (Und auf den zweiten Blick sind die Gemeinsamkeiten dann doch nicht so groß.) Immerhin war man konsequent und baute in DK: King of Swing trotz des eigenständigen Spielkonzeptes möglichst viele Bezüge auf ältere Spiele ein (ganz anders als bei einem kurz zuvor erschienenen Plattformer von Nintendo selbst).

    Diesmal dreht sich alles um den Jungle Jam (Urwaldparty in der deutschen Anleitung), ein Festival, bei dem die Kongs in Wettbewerben antreten, um Medaillen zu sammeln und zum "Helden des Dschungels" zu werden. Im Abenteuermodus steht der allerdings schon vorher fest: King K. Rool kürzt die Sache ab und klaut die Medaillen einfach. Das wird von Donkey Kong & Co. natürlich nicht akzeptiert ...

    King of Swing lehnt sich zwar explizit an Clu Clu Land an, weist aber trotzdem deutliche Unterschiede auf: Während das Original wohl in Richtung Puzzle ging, ähnelt dieses Spiel Plattformern, auch wenn das Schwingen an Pflöcken nach wie vor die Hauptbeschäftigung ist. Bereits die Steuerung ist eher ungewöhnlich, da man hauptsächlich L und R verwendet: Die Tasten symbolisieren DKs Hände und lassen ihn zugreifen und wieder loslassen. Hält unser Kong sich nur mit einer Hand an einem Pflock oder einer Tafel fest, schwingt er automatisch um sie herum; laßt Ihr sie los, katapultiert er sich in Blickrichtung. Dieses System funktioniert meiner Meinung nach auch mehr oder weniger, nur wenn Donkey gerade nach unten schaut verwechsele ich ständig die Hände; lästig ist auch, daß Sprünge (denn wir starten auf dem Boden und können ja auch wieder nach unten fallen) durch gleichzeitiges Drücken von L und R vollführt werden müssen. Haltet Ihr beide Tasten gleichzeitig gedrückt und laßt sie dann los, führt unser Kong einen Stoß aus, um Gegner anzugreifen oder Hindernisse (oder auch Item-Behälter) zu zerstören. In einigen Leveln finden sich auch Steine oder Bomben, die ebenfalls mit L oder R durch die Gegend geschleudert werden können.

    Auf dem Weg vom Start zum Ziel gilt es, möglichst viele Bananen einzusammeln - solange Ihr genügend dabeihabt, könnt Ihr auf Knopfdruck einen verlorenen Lebenspunkt wiederherstellen oder DK sogar kurzzeitig unbesiegbar werden lassen, was auch weitere Sprünge und Angriffe ermöglicht. Das Level-Design wartet unter anderem mit beweglichen Pflöcken und mehreren Arten von Schaltern auf, und in jedem Level sind eine Medaille und eine Kristallkokosnuß versteckt - sammelt sie, um verschiedene Dinge freizuschalten. Leider enthält das eigentlich unterhaltsame Abenteuer auch unnötige Frustration: Schafft Ihr es nicht, Euch zu heilen, so daß Donkey alle seine drei Lebenspunkte verliert, muß der komplette Level wieder von vorne begonnen werden und nicht nur der aktuelle Abschnitt. Einige Kokosnüsse werden nur für Perfektion in Bonusabschnitten vergeben, die zwar leicht zu finden, aber schwierig zu meistern sind; schafft Ihr es nicht, müßt Ihr den Level ebenfalls wieder verlassen und neu starten, bevor Ihr es noch einmal versucht dürft. Außerdem dürft Ihr Eure Fundsachen nur behalten, wenn Ihr den jeweiligen Level komplett absolviert, selbst wenn Ihr das bei einem früheren Durchgang schon mal geschafft habt. Sowas erhöht nicht die Schwierigkeit, sondern nur den Frust - insbesondere wenn das Spiel später tatsächlich sehr schwierig wird.

    Sonderlich umfangreich erscheint der Abenteuermodus nicht, da er (die Endgegner nicht mitgerechnet) lediglich 20 Level umfaßt, die im Durchschnitt auch eher kurz sind. Allerdings verbringt man in den späteren Leveln doch verhältnismäßig viel Zeit aus dem simplen Grund, daß man unzählige Versuche benötigt, um einige besonders fiese Abschnitte zu absolvieren. Hinzu kommen die erwähnten Medaillen und Kokosnüsse, die zwar nicht grundsätzlich schwierig zu erlangen sind, in Einzelfällen aber schon. Der letzte reguläre Level ist dann derart fehlerintolerant, daß er in einem Walkthrough als wahrscheinlich der schwerste je von Menschen erdachte bezeichnet wurde; die dortige Medaille erfordert zudem noch eine Riesenportion Glück, so daß ich sie erst nach Stunden erreicht habe (keine Übertreibung!). Sollte es jedoch jemanden geben, der immer noch mehr will, kann eine Variation dieses Modus freigespielt werden, die noch deutlich schwieriger ist ...

    An der eigentlichen Urwaldparty dürft Ihr Euch ebenfalls versuchen. Diese umfaßt zunächst vier Wettbewerbe, über den Abenteuermodus lassen sich acht weitere freispielen. Sie unterteilen sich in vier Kategorien: Die ersten beiden sind Wettschwingen (mit unterschiedlich vielen Schikanen), in der dritten gilt es, die Gegner anzugreifen und nach Ablauf eines Zeitlimits die meisten Punkte zu besitzen, und in der vierten attackieren wir plötzlich auftauchende Fässer.
    Anders als im Abenteuermodus stehen hier zunächst vier Spielfiguren zur Auswahl: Neben Donkey sind auch noch Diddy, Dixie und erstmals Funky Kong dabei; ersterer gilt als Allrounder, die anderen sind stärker im Sprung und schlechter im Angriff oder umgekehrt. Ihr könnt alleine gegen drei Computergegner antreten - Eure Rekorde werden gespeichert, allerdings wird kein dateiübergreifender Vergleich angeboten - oder natürlich auch gegen bis zu drei menschliche Spieler, auch wenn nur ein Spielmodul zur Verfügung steht, dann aber deutlich eingeschränkt; eine Handicap-Funktion (für unterschiedlich gute Spieler) ist mir leider nicht bekannt.

    Die Graphik ist im Comic-Stil gehalten, im krassen Gegensatz zur berühmt-berüchtigten Rendergraphik der Donkey-Kong-Country-Serie, man scheint sich aber an den dortigen Posen orientiert zu haben und hat auch zwei Melodien übernommen. Sprachausgabe ist vorhanden, aber nur wenig.

    Eigentlich ist die ungewöhnliche Spielmechanik wie auch das Design von DK: King of Swing weitgehend gelungen. Auch kann das Spiel mit seinen verschiedenen Modi und Variationen (teils erst freizuspielen) punkten. Davon abgesehen ist der Abenteuermodus aber doch nicht sonderlich lang, und dann hat man es mit der Schwierigkeit doch etwas übertrieben, vor allem was die freizuspielenden Dinge betrifft, zumindest stellenweise. In dem Punkt ist der Rückbezug auf die Donkey-Kong-Country-Trilogie also weniger gelungen - die war durchgehend für ihren hohen Schwierigkeitsgrad bekannt, schaffte es jedoch, weitgehend fair zu bleiben.

    Negative Aspekte:
    stellenweise übertrieben schwierig, Abenteuermodus nicht sonderlich umfangreich, keine Rücksetzpunkte innerhalb eines Levels

    Positive Aspekte:
    originelle und überwiegend gelungene Spielmechanik, Mehrspieler-Wettbewerbe (auch gegen Computergegner), viele freizuspielende Zusatzinhalte, einigermaßen herausfordernd

    Infos zur Spielzeit:
    Corlagon hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Donkey Kong: King of Swing

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Corlagon
    7.8
    Multiplayer
    7.8
    Grafik
    8/10
    Steuerung
    7/10
    Sound
    8/10
    Gameplay
    8/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Donkey Kong: King of Swing
    Donkey Kong: King of Swing
    Publisher
    Nintendo
    Developer
    Nintendo
    Release
    04.02.2005

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Donkey Kong: King of Swing
Donkey Kong: King of Swing - Comicaffen auf Spießrutenschwung - Leser-Test von Corlagon
http://www.gamezone.de/Donkey-Kong-King-of-Swing-Classic-21886/Lesertests/Donkey-Kong-King-of-Swing-Comicaffen-auf-Spiessrutenschwung-Leser-Test-von-Corlagon-1010875/
18.10.2011
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/05/051104_dkking_ss-06.jpg
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