Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Doom 3: Hölle, Hölle, Hölle - Leser-Test von sinfortuna

    Doom 3: Hölle, Hölle, Hölle - Leser-Test von sinfortuna Es ist soweit: endlich darf wieder einmal der Begriff "Meilenstein" der Videospielgeschichte missbraucht werden. Im Fall von "Doom" möchte mir da doch niemand ernsthaft widersprechen, schätze ich. Allerdings nahm die Videospielwelt die PC-Urversion (1993) mit sehr gemischten Gefühlen auf, um es noch vorsichtig auszudrücken, denn: Brutalität bzw. deren offene Zurschaustellung waren in diesem Fall das A und O. Ehrlich gesagt habe ich angesichts der arg klumpigen Texturen den Hype nie so ganz verstanden, in grobpixeliger Atmosphäre ein Monster nachdem anderen abzuschlachten gestaltete sich dennoch spannend, insbesondere zu mehreren an miteinander vernetzten PCs. Doch all das ist lange her, die Ansprüche gerade in Sachen Grafik sind mittlerweile schwindelerregend hoch und nicht zuletzt angesichts der hammerharten hochkarätigen Konkurrenz im Egoshooter-Genre musste "Doom 3" für die Microsoft X-Box im Jahr 2005 schon etwas ganz Besonderes bieten, um Wellen der Begeisterung entfachen zu können. Und? Wie sieht es aus? Wow. Tatsächlich haben wir es mit einem Knaller zu tun. Applaus, Applaus. Der Multiplayerspaß ist offline nur mit verlinkten Konsolen zu maximal vier Leuten möglich und auch online dürfen sich (leider) auch nur vier Gleichgesinnte gegenseitig zerstückeln. Das "Deathmatch" lässt grüßen (mit gelungenen Kampfgebieten, aber leider insgesamt zu wenigen), aber auch ein interessanter Koop-Modus ist mit von der Partie. Letzterer macht richtig Laune, übernimmt doch der Eine den Part mit dem Ausleuchten der Umgebung per Taschenlampe während der Andere sich dem Eliminieren der feindlichen Brut widmet. In den zwanzig Leveln sind wir fast nur im Dunkeln unterwegs, so dass ein gutes Teamwork Grundvoraussetzung ist, zumal die Feinde extrem zahlreich vertreten sind. Eines übrigens noch vorab: ich erspare mir jeglichen Kommentar bezüglich Gewaltverherrlichung, Kausalität eines solchen Videospiels zu Gewaltakten im "realen Leben" etc. Altersfreigabe im Übrigen ab 18, ergo gibt es erstaunlicherweise keine Indizierung, na immerhin. Fakt ist so oder so: "Doom 3" für die X-Box rockt.

    Klar ist ebenso, dass eine komplexe Hintergrundgeschichte ebenso wenig vorzufinden ist wie Denksportaufgaben: hier wird erbarmungslos durch die Gegend geknallt und ansonsten (fast) nichts. Action satt vor einem düsteren Hintergrund und zahlreichen garantierten Schockmomenten sind die bestimmenden Elemente dieses Egoshooters. Wir befinden uns in diesem Science-Fiction-Ballerspiel auf dem Mars wieder, wobei es im Untergrund kräftig rumort: geheime Forschungsergebnisse legen den Schluss nahe, dass es schon sehr bald Realität sein wird, durch sogenannte Dimensionssprünge ziemlich bequem und vor allem schnell durch den Kosmos zu rasen. Es kommt allerdings wie es eigentlich zu erwarten war: durch ein kleines Missgeschick steht ein Dimensionstor offen, durch das übelstes dämonisches Gesocks hereinströmt. Nicht gerade kreativ, was uns hier als Handlungsstrang aufgetischt wird, nicht wahr? Jo. Natürlich sind wir es als Super-Ein-Mann-Kommando, die nun ordentlich aufräumen sollen, kurz nach unserer Ankunft geht auch schon die Luzi ab, die Apokalypse scheint kurz bevor zu stehen. In den nächsten cirka fünfzehn bis zwanzig Spielstunden heißt es daher, alles niederzumähen, was auch nur im Ansatz nach einem Dämon aussieht. Aber - dies ist ultrawichtig - es wird selten monoton und mitnichten haben wir es mit einem ewig stupiden Dauerfeuerspektakel zu tun. Mit der Munition muss sparsam umgegangen werden und die Gegner schocken uns urplötzlich mit ihrer Anwesenheit, sind sie doch öfters sehr gut versteckt. In den engen Räumlichkeiten der Marsstation halten wir uns weit über ein Drittel des Spiels auf und müssen auf Dauer aufpassen, dass wir nicht klaustrophobischen Anfällen erliegen. Später geht es dann übrigens direkt in die Hölle. Der Schwierigkeitsgrad ist dabei erwartungsgemäß nicht niedrig, auch Egoshooter-Profis kommen regelmäßig ins Schwitzen, da die Dämonen doch oft hinterhältig agieren und natürlich chronisch in der Überzahl sind. Dass es nicht unfair wird, liegt vor allem an der Schnellspeicherung, die praktisch überall möglich ist. Allerdings solltet Ihr bedenken, wann Ihr dies tut, nämlich nur dann, wenn es gerade gut um Gesundheitszustand und Munitionsvorrat aussieht, ansonsten liefen wir Gefahr, in einer Art negativen Endlos-Schleife zu landen. Ich hoffe Ihr wisst, was ich meine.

  • Doom 3
    Doom 3
    Developer
    id Software
    Release
    05.04.2005
    Leserwertung
     
    Bewerte dieses Spiel!
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2017 PC Games Hardware 06/2017 PC Games MMore 06/2017 play³ 06/2017 Games Aktuell 06/2017 buffed 12/2016 XBG Games 04/2017 N-Zone 06/2017 WideScreen 06/2017 SpieleFilmeTechnik 05/2017
    PC Games 06/2017 PCGH Magazin 06/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
1006778
Doom 3
Doom 3: Hölle, Hölle, Hölle - Leser-Test von sinfortuna
http://www.gamezone.de/Doom-3-Spiel-21901/Lesertests/Doom-3-Hoelle-Hoelle-Hoelle-Leser-Test-von-sinfortuna-1006778/
18.11.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/04/TV2005040614274200.jpg
lesertests