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  • Dragon Age: Origins - Welch Geschichte - Leser-Test von RedXon

    Ich möchte schon zu Beginn zugeben, dass ich die bisherigen Rollenspiele von Bioware ignoriert habe. Generell sind die meisten Rollenspiele an mir vorbeigegangen, bis ich die Final Fantasy Reihe per Zufall entdeckt habe.
    Nun, Dragon Age habe ich zufällig bei einer Aktion gekauft. War es das Geld wert? Wird das Spiel zu Recht oft gelobt oder ist es ein hohler Hype?

    Spieleinstieg:
    In den meisten klassischen Rollenspielen ist der erste Schritt die Charaktererstellung. Ja, es gibt viele Ausnahmen, seien diese zum Beispiel Gothic oder eben Final Fantasy. Hier jedoch kann man aus 3 Klassen und 3 Rassen auswählen. Natürlich kann auch das Geschlecht und das Aussehen verändert werden.
    3 Klassen und 3 Rassen klingen zwar etwas mager, wenn man es mit zum Beispiel World of Warcraft vergleicht, ist es aber eigentlich nicht. Denn die Rassen sind unterteilt in z.B. Bürgerlicher und Adliger Zwerg usw.
    Jede Rasse und Herkunft bekommt eine eigene Einstiegsgeschichte spendiert. Dies verändert nicht nur den Einstieg ins Spiel, auch das ganze Spielerlebnis verändert sich dadurch. Die Leute werden anders auf euch reagieren, euch anders antworten und zum Teil blöde Sprüche ablassen. Es lohnt sich definitiv das Spiel dann auch noch mit einer anderen Kombination durchzuspielen.
    Die Einstiegsstorys sind sensationell gestaltet und von grossen Emotionen geprägt. Genauso sollte ein Rollenspiel sein! Man muss zum Beispiel den Tod seines Vaters miterleben oder sehen wie sich seine Schwester prostituieren muss. Zuviel will ich hier aber nicht verraten um die Spannung nicht zu rauben.
    Ja, aber auch schon im Einstieg sind die Schattenseiten zu sehen des Spiels. Insbesondere bei der Zwergenstory treten schon in den ersten Sekunden Clippingfehler auf. Diese ziehen sich durch das ganze Spiel durch, wenn zum Beispiel der Arm durch den Brustpanzer ragt. Das ist zwar nicht allzu schlimm, sollte aber nicht passieren. Diese Fehler gehen in der Einführungsgeschichte jedoch schnell vergessen, da die Story einem stark mitreist.

    Kampfsystem:
    Natürlich wird man im Spiel sehr schnell in die ersten Konflikte involviert. Sei es ein Tournier, welches man gewinnen muss oder ein korrupter Arbeitsgeben, welchen man ermordet, an Kämpfen mangelt es definitiv nicht. Ihr seid zudem (ausser ganz am Anfang) nie alleine unterwegs. Schon nach kurzer Zeit schliesst sich euch der erste Partner an. Zudem findet ihr schnell weitere Partner, sodass ihr die 4er Gruppe immer voll haben werdet und euch entscheiden müsst, ob ihr nun lieber die fiese Magierin oder die gläubige Schurkin mitnehmt.
    Die Kämpfe laufen dann wahlweise in Echtzeit oder taktisch ab. Ihr könnt den Kampf jederzeit pausieren und die Kamera verstellen, weitere Aktionen planen und die Teammitglieder neu platzieren. Ausführen werden sie diese Aktionen freilich erst wenn das Spiel weiterläuft. Wer mehr auf Action aus ist, benutzt die Pause einfach nicht und wählt die Aktionen während dem Kampf.
    Kämpfe können an verschiedenen Situationen auftreten. Wenn ihr auf der Karte reist, kann es zu Zufallsbegegnungen kommen. Wenn ihr euch in einer Ortschaft befindet könnt ihr angegriffen werden, weil ihr euch unhöflich benehmt oder einfach nicht beliebt seid und schlussendlich gibt es noch die Bosskämpfe. Diese sind natürlich schwerer und länger und erfordern einiges an Taktik. Ich muss zugeben, dass ich die meisten Kämpfe im Actionmodus ohne Pause gespielt habe, aber bei einigen Bosskämpfen ging es nicht ohne. Und das auf dem Schwierigkeitsgrad "Normal". Darüber gibt's noch die Schwierigkeitsgrade "Schwer" und "Albtraum". Während einige Aktionen in "Schwer" gerade noch machbar sind, kommt man im "Albtraum" schon in der Einführung in Bedrängnis. Wem alles zu schwer ist und wer lieber die Story geniesst und keine Probleme in den Kämpfen haben will, stellt das Spiel auf "Einfach". In diesem Modus sind auch die Bosskämpfe kein Problem.

    Die Story:
    Was soll in einem Rollenspiel zentral sein? Klar, die Charakterentwicklung, die Sammlung von Gegenständen und natürlich die Story.
    Die Charakterentwicklung ist ziemlich umfangreich, jedoch ohne den Spieler zu überfordern. Neben den 3 Hauptklassen, kann jeder Charakter (also Hauptcharakter und Gefährten) zusätzlich 2 von 4 möglichen Spezialisierungen wählen, was die Auswahl von Fähigkeiten individuell erhöht. So kann der Magier zum Beispiel neben Heiler auch ein Formwandler sein und der Schurke neben einem fiesen Meuchelmörder auch noch ein singender Barde. Die Zahl der Fähigkeiten steigt somit an und die Charaktere können individuell nach Vorlieben verändert werden. Zusätzlich können die Üblichen Punkte verteilt werden wie zum Beispiel Stärke, Ausdauer etc. sowie Fähigkeiten um Tränke zu brauen oder Schlösser zu knacken.
    In der ganzen Welt sind viele Rüstungsteile und Waffen zu finden. Viele davon sind natürlich schlechter als das, was ihr schon habt. Diese könnt ihr, wenn euer Inventar voll sein sollte, problemlos im eigenen Lager verkaufen, denn dort befindet sich ein Händler. Zusätzlich sind in den meisten Ortschaften und Städten auch genügend Händler vor Ort. Neben Waffen und Rüstung können auch Tränke oder Handwerksmaterialien gefunden werden, sowie Geschenke, welche ihr den Gruppenmitgliedern schenken könnt, um so den Vertrauenswert zu steigern. Dies eröffnet nicht nur zusätzliche Gesprächsmöglichkeiten, sondern sichert auch ab, dass sie die Gruppe nicht verlassen.
    Wenn ihr also eine Entscheidung fällt, mit welcher ein Gruppenmitglied nicht einverstanden ist, nagt das an eurem Vertrauen. Ist das Vertrauen zu diesem Zeitpunkt schon sehr tief, dann kann es sein, dass der Gefährte euch für immer verlässt. Somit kann unter Umständen ein mögliches Ende der Geschichte verloren gehen und die Story eine Wendung einlegen.
    Womit wir bei der Story wären. Neben den sehr guten Einstiegsgeschichten ist der Rest der Story natürlich immer ähnlich. Eure Entscheidungen beeinflussen diese aber zum Teil stark. Wollte ihr euch für Gerechtigkeit einsetzen oder euch mit den Bösen verbünden? Beides ist möglich. Die Story wird über viele Zwischensequenzen erzählt. Ihr könnt euch also oft zurücklehnen und zu hören oder lesen. Seid ihr der englischen Sprache mächtig, empfiehlt es sich jedoch auf die Originalsprache umzuschalten, da die deutsche Übersetzung zwar nicht schlecht ist, aber leider auch nicht mehr als das. Jeder Charakter hat zudem eine Ausführliche Hintergrundgeschichte welche ihr entdecken könnt. Dafür bittet euch jeder Charakter im Verlauf des Spiels (hohes Vertrauen vorausgesetzt) für ihn eine Aufgabe zu erledigen. Wer weiss, vielleicht entwickelt sich ja sogar eine Beziehung daraus ...

    Grafik:
    Wie schon erwähnt ist die Grafik nur Durchschnitt. Ja, es gibt Landschaften, welche zum Träumen einladen aber mit einer Grafikqualität und Weitsichten wie in Mass Effect oder in Fallout 3 oder Oblivion kann ein Dragon Age nicht mithalten. Die Mimik und Gestik ist gut animiert, was auch wichtig ist, angesichts der vielen Gespräche. Die Architektur (insbesondere in Orzamar, der Zwergenstadt) ist auch beeindruckend, auch wenn sie einige Polygone mehr vertragen hätte. Dazu sind auch immer wieder Clippingfehler zu beobachten.
    Ja, die Grafik ist nicht schlecht, aber auch nicht besonders gut. Vor allem die Blutspritzer auf euren Rüstungen sehen sehr aufgesetzt aus. Jedoch ist dies in einem Game wie Dragon Age nicht allzu ausschlaggebend, denn das Spiel bietet genug Story und Tiefgang um trotzdem in der Welt versinken zu können. Wenn in einem Game wie Call of Duty die Grafik gefehlt hätte, wäre dies natürlich viel gravierender.

    Fazit:
    Ja, der Kauf hat sich definitiv Gelohnt. Ihr werdet etwa 100 Stunden in einer absolut fantastischen Story versinken. Ja, das Spiel ist jedoch kein Mr. Perfect, denn es hat auch gewisse Schwächen. Aber dennoch ist auch das 2. Oder 3. Durchspielen noch spannend, weil man die letzten versteckten Schriftrollen noch finden will und die anderen Einstiegsstorys sowie dessen Konsequenzen kennen usw. Ich bin in diesem Review nur grob auf das Spiel eingegangen. Man könnte 100 Seiten über die Story oder den Tiefgang schwärmen, doch ich will die Spannung nicht rauben. Wenn ihr Rollenspiele mögt, dann führt kein Weg an Dragon Age vorbei. Wenn ihr euch nicht sicher seit ob ihr Rollenspiele mögt, dann werdet ihr sie nach Dragon Age mögen. Und wenn ihr Rollenspiele hasst... naja, dann seid ihr selber schuld!

    Negative Aspekte:
    Grafik etwas altbacken, manchmal Schlauchlevel, deutsche Synchro

    Positive Aspekte:
    Super Geschichte, Super Persönlichkeiten, Schöne Welt, gute Charakterentwicklung, sehr gute Spieldauer (100 Stunden +)

    Infos zur Spielzeit:
    RedXon hat sich 100+ Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Dragon Age: Origins

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: RedXon
    8.7
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Steuerung
    9/10
    Sound
    9/10
    Gameplay
    9/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Dragon Age: Origins
    Dragon Age: Origins
    Publisher
    Electronic Arts
    Developer
    Bioware
    Release
    05.11.2009

    Aktuelle Rollenspiel-Spiele Releases

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02.06.2011
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