Was geschehen ist, wenn euch buchstäblich das Herz herausgerissen wurde, ihr aber dennoch weiterleben und sogar als "Erweckte/r" euren Weg weiter durch ein riesiges Open-World Szenario beschreiten könnt? Herzlichen Glückwunsch, ihr seid dem neuesten Zuckerl von Capcom in die Arme gelaufen! Dragon's Dogma nennt sich das gute Stück, und hat für jegliche Sorte der Marke Spieleliebhaber einiges in Petto. Wir haben für euch das Action-RPG getestet!
Die Technik hinter Dragon's Dogma
Quelle: Capcom
Dragon's Dogma (11)
Ob der rote Drache umringt von unzähligen Harpyien durch ein dunkles Dimensionstor auf euer Heimatdorf zugerast kommt, oder sich der Kampf mit einer Vierköpfigen Schlange anbahnt – Die Zwischensequenzen in Dragon's Dogma überzeugen allemal. Deswegen ist es umso unerfreulicher, dass die Kameraperspektive außerhalb der Zwischensequenzen teilweise schon sehr schlecht ist. Bei vielen Gegnern, vor allem bei den richtigen Brocken, ist die Kamera entweder zu langsam oder zu schnell für unsereins als Spieler. So kommt es vor, dass man entweder erst gar nicht sieht wo der Feind steht oder sich die Vasallen so gekonnt vor die Linse stellen, dass auch hier der Gegner nicht sichtbar ist. Teilweise ruckelt das Spiel an einigen Stellen leider und wenn man zu schnell für die Kamera ist und in freier Wildbahn sprintet, kann es schon einmal vorkommen dass die Gegner erst im Nachhinein auftauchen, beziehungsweise dann, wenn es vielleicht schon zu spät ist. Das Ganze wird leider von sehr langen Lade- und Speicherzeiten nicht wirklich aufgewertet.
Quelle: Capcom
Dragon's Dogma (9)
Optisch hat Dragon's Dogma nichtsdestotrotz einiges anzubieten. Die Landschaften sind farblich alle relativ blass und zurückgehalten, was dem Charme allerdings absolut nichts Negatives anhat, denn so sieht man wie wundervoll weitläufig und weitsichtig die Welt von Gransys ist. Auch die Höhlen und Ruinen können mit düsterer Stimmung und Realitätsnähe, sofern wir das als Stadtmenschen beurteilen können, absolut überzeugen. Hier dennoch ein Kritikpunkt zum Spielgeschehen bei Nacht: Es ist leider kaum möglich, egal ob in einer Höhle oder draußen im freien Gebiet, auch nur die eigene Hand vor Augen zu sehen. Nun ist es an der Zeit, seine Öllampe aus dem Inventar zu fischen, nur ist mit diesem Licht der Radius der Sichtbarkeit leider auch eher mau. Die Hauptstadt Gran Soren erinnert einen mit ihren kühlen grauen Farben und den verwinkelten Gassen an eine Mittelalterstadt und auch die Bewohner mit ihren Kleidungen sehen so aus, als wäre die Neuzeit noch nicht in greifbarer Nähe. Die Texturen des Spieles brillieren eher durch ein matschiges auftreten und auch die Individualität der Gesichter der Menschen ist leider nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. Schön ist hier dennoch, wie körperlich unterschiedlich die Bewohner von Gransys sind.
Dragon's Dogma (2)
Das Game hat keine deutsche Sprachausgabe, so sind die Menschen und Vasallen im Spiel gezwungen worden, Englisch zu sprechen. Dies geschieht leider nicht Lippensynchron, dennoch wurde als kleines Schmankerl für den Spieler mit verschiedensten Akzenten experimentiert - Gelungen wie ich finde. Die Musik im Spiel lässt im Hauptmenü ganz klar Rollenspielelemente durchscheinen. Beginnt zunächst eine feine weibliche Stimme zarte Töne in Begleitung von Klavierklängen anzustimmen so endet dies in einem Pop-Rock-Song der von einem Mann auf Englisch gesungen wurde. Ob dies wirklich zu Dragon's Dogma passt ist allerdings fragwürdig. Im Game selbst hört sich das alles wieder ganz anders an, hier hört man, vor allen in der freien Welt, eher Töne die einem Orchester entsprungen sind, die man auch auch als heroische Musik bezeichnen könnte. Dennoch werden wir oft im Spiel gänzlich ohne Musik auskommen müssen, vor allem wenn man sich in einer Stadt oder einem Dorf befindet sind die einzigen Geräusche die einem bleiben, die eigenen Schritte oder die Einwürfe der Vasallen.
