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  • Dragon’s Lair 3D Special Edition: Interessante Weiterentwicklung eines "Spiel"-Films - Leser-Test von Monty Mole

    Dragon’s Lair 3D Special Edition: Interessante Weiterentwicklung eines "Spiel"-Films - Leser-Test von Monty Mole Eigentlich hatte ich mir vorgenommen nicht immer einen halben Roman zu den vereinzelten Spielen zu schreiben aber wie üblich werde ich hier wieder mal die komplette Entstehungsgeschichte des heute besprochenen "Dragons Lair"s erzählen da dieses in den 80ern doch einen ziemlich Kultstatus hatte. Wen das alles nicht interessiert sollte besser direkt die nächsten Absätze überspringen.

    Anfang der 80er als Videospielgrafiken noch eher grobpixelig waren und man schon staunte wenn eine Figur mehrere Farben hatte erschien der Spielhallenautomat "Dragons Lair". Die Grafik des Automaten machte das Spiel recht schnell legendär, im Gegensatz zu allen anderen Spielen seinerzeit hatte man hier wirklich einen kompletten Zeichentrickfilm. Und das von höchster Qualität, zeichnete sich doch Don Bluth, Ex-Disney Zeichner und Schöpfer von Filmen wie "In einem Land vor unserer Zeit" und "Titan A.E." für das Spiel sowie die Grafiken verantwortlich. Zu behaupten "Dragons Lair" hätte die Videospielgrafik damals revolutioniert wäre vielleicht ein wenig dreist. Denn was man hier vor sich hatte war wirklich nur ein Zeichentrickfilm welcher von einer Laserdisc lief. Also nix mit Grafikchips oder doller Technik, es war lediglich eine Laserdisc mit nem Film drauf. (Gut, Laserdisc war damals auch schon was dolles, aber hat an sich nicht viel mit Videospielentwicklung zu tun, deshalb zählt das nicht.)

    Auf jeden Fall lief, nachdem man nicht grade wenig Geld in das Teil geworfen hat, eine Runde war nämlich im Gegensatz zu anderen Automaten recht kostspielig, der Dragons Lair Film ab. Grossartig viel Handlungsfreiheit hatte man nicht, man musste an bestimmten Szenen lediglich den Stick in eine Richtung bewegen damit der Film weiterlief. Betätigte man eine falsche Richtung sprang der Film zu einer der zahlreichen und wirklich witzig anzusehenden Sterbeszenen und man war ein Leben los. Nichtsdestotrotz wurde der Automat aufgrund des irrtümlich für Grafik gehaltenen Filmes legendär. Zugegeben ist der Film an sich wirklich ein spassiges Teil und ich wäre sicherlich nicht der Einzige der sich einen richtigen "Dragons Lair" Kinofilm wünschen würde aber viel Spiel war hier wirklich nicht dran.

    Nichtdestotrotz wurde das "Spiel" für beinahe alle damals gängigen Computer umgesetzt wobei die vereinzelten Versionen nicht hätten unterschiedlicher sein können. Aber jetzt auf jede einzelne Version einzugehen würde hier den Rahmen sprengen, das einzige was vielleicht noch erwähnenswert wäre ist das die Amigaversion dem Automaten am nächsten kam. Mittlerweile gibt es das Original Dragons Lair auf einer gängigen DVD welche mit jedem Player abspielbar ist. Also wer sich die Originalfassung des Automaten zu Gemüte führen will kann zugreifen. Es ist wirklich das Original Spiel. (Bevor es zu Missverständnissen kommt, ich geb zu das ich das alte Teil sogar mag allerdings kann man dies rein objektiv gesehen wirklich nicht als Spiel empfehlen).

    Kommen wir zur Gamecube Version:

    Von dem alten "Spiel"-Film hat man sich mittlerweile komplett gelöst und ein eigenständiges 3D Jump N Run gemacht. Wäre es nicht der bekannte Held und der Name "Dragons Lair" hätte das Ganze rein gar nichts mehr mit dem Ursprung zu tun. Direkt nachdem man das Spiel startet wird man mit einem kurzen und wirklich schönen Zeichentrickfilm begrüsst welcher uns kurz und knapp die Story erzählt. Böser Drache entführt, warum auch immer, liebliche Prinzessin und mutiger Ritter muss hinterher. Wen es interessiert, so sah damals die Automaten "Grafik" aus. Natürlich äusserst imposant für Anfang der 80er. Aber zurück zur Cubeversion. Nach dem, wie erwähnt sehr coolen Zeichentrickintro finden wir uns am Fusse einer Burg wieder. Eure Figur ist ge-cellshadert was dem Comicstil ziemlich nahe kommt. Während ihr in traditioneller 3D Jump N Run Manier die Burg über einen Seitenweg erklimmen müsst bekommt ihr Anweisungen eurer holden Prinzessin welche euch in knappen Worten die Steuerung erklärt. Viel zu sagen gibt es da auch nicht da ihr Anfangs eh nicht mehr könnt als springen, schlagen und klettern. Dies klingt nicht nur unkompliziert sondern ist es auch. Das Gute an Dragons Lair ist das das Spielprinzip wirklich völlig simpel ist und man sich recht schnell aufs wesentliche konzentrieren kann ohne das man erst massig Tutorials oder Übungsgelände absolvieren muss um endlich mal aufs Hauptspiel losgelassen zu werden. Nö, hier kommt ein Zeichentrickfilm zur Begrüssung und es geht sofort los ohne das man sich erst damit rumplagen muss wie denn bitteschön die Steuerung funktioniert. Ein paar Patzer gibt es leider doch in der Steuerung; wenn Dirk (ja, so heisst euer Held) Felsvorsprünge oder Seile hochklettern will muss erst das Schwert weggepackt werden. Dies geschieht zwar einfach per Knopfdruck nervt aber doch ein wenig. Auch ist die Kollision bezüglich der Leitern ein wenig misslungen. In ruhigen Momenten klappt das zwar recht gut aber wenn Hektik angesagt ist wird es schon etwas hakelig was nicht selten zu einem Ableben eurer Figur führt. Besonders negativ fiel mir das beim ersten Endgegner auf wo schon eine gewisse Eile angebracht ist und ich hier recht häufig abgeschmiert bin weil ich es nicht schaffte die Leiter zu greifen weil man hier sehr genau stehen muss.
    Was in vielen Zeitschriften stark kritisiert wurde war die Kameraperspektive und das es aufgrund dieser oftmals zu Blindsprüngen käme weil man die Entfernungen der Plattformen nicht abschätzen kann. Dies ist mir persönlich nicht so stark aufgefallen. Sicher braucht man Anfangs ein wenig Übung um mit der Perspektive klar zu kommen, aber dieses ist mir auch bei anderen aktuellen Titeln wirklich schon schlimmer aufgefallen. Mit ein wenig Übung schafft man auch hier die kniffligeren Passagen. Unter Blindsprüngen verstehe ich was anderes. Hin und wieder hat die Kamera schon etwas verwirrende Winkel aber diese kann man recht schnell und unkompliziert per Knopfdruck korrigieren. Einzigst wo mir diese bisher negativ auffiel war der Raum mit den schwebenden Holzplattformen. Hier musste man die Kamera recht häufig rumfahren um erstmal rauszubekommen wo man jetzt überhaupt hin muss. Hier war blankes auswendig lernen gefragt. Aber dies scheint in dem Spiel eher die Ausnahme zu sein.

  • Dragon’s Lair 3D Special Edition
    Dragon’s Lair 3D Special Edition
    Publisher
    THQ
    Developer
    Encore Software, Inc.
    Release
    26.03.2004
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Dragon’s Lair 3D Special Edition
Dragon’s Lair 3D Special Edition: Interessante Weiterentwicklung eines "Spiel"-Films - Leser-Test von Monty Mole
http://www.gamezone.de/Dragonxs-Lair-3D-Special-Edition-Classic-16438/Lesertests/Dragon-s-Lair-3D-Special-Edition-Interessante-Weiterentwicklung-eines-Spiel-Films-Leser-Test-von-Monty-Mole-1003005/
10.10.2005
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