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  • Driver: Parallel Lines im Gamezone-Test

    Ist aus Driver ein GTA-Klon auf Abwegen geworden, oder doch ein eigenständiges Spiel mit Anspruch?

    Wir schreiben das Jahr 1978, du bist frisch in New York angekommen und noch voller Träume. Die Welt scheint dir zu Füßen zu liegen, weswegen du dir auch keine großen Gedanken um die Ordnungsmacht des Staates machst, dir kommt es nur auf die Kohle an. Wer gut zahlt, für den fährst du, egal was. Und weil du ein Mann mit Prinzipien bist, benutzt du nicht irgendwelche Autos, sie müssen schon Stil haben, damit du deinen glatten Popo auf ihren Ledersesseln hernieder lässt.

    Der Big Apple

    Alles was man braucht: Auto, Garage, Mechaniker und Zuhälter Alles was man braucht: Auto, Garage, Mechaniker und Zuhälter Doch bist du nichts ohne ein wenig Unterstützung, wie der Mechaniker in den Garagen, welche deine Autos wieder herrichten oder liegengebliebene Fahrzeuge wieder einsammeln. Doch auch die illustren Gestalten aus dem Nachtleben sind dir nicht unbekannt, denn von ihnen stammen die richtig lukrativen Aufträge. Von den freien Aufträgen nämlich, die es überall in New York zu erledigen gibt, kann man sich kaum über Wasser halten. Da ist es essentiell gute Kontakte zu guten Freunden zu haben. Doch all das bauen wir uns erst im Laufe der Geschichte auf, zuerst gilt es Eindruck zu schinden und die ersten Aufträge nicht zu versemmeln, um an das richtig große Geld ran zu kommen. So hast du dir das zumindest gedacht...

    Abkürzungen erleichtern einem das Leben Abkürzungen erleichtern einem das Leben Haben wir nach dem ersten Start des Spiels unser Savegame angelegt und das Intro betrachtet, wird ziemlich schnell klar an welchem Spiel sich die Entwickler orientiert haben, bei Driver: Parallel Lines handelt es sich nämlich um einen GTA-Klon in Reinform. Zwar hat man die Missionen durchaus so gestaltet, dass sie einem Titel aus der Driver-Reihe gut zu Gesicht stehen, wir müssen Dinge und Personen befördern, an Rennen teilnehmen oder uns um unseren Fuhrpark kümmern, das zugrundeliegende Gameplay aber, zusammengesetzt aus der frei befahrbaren Stadt und der darin verteilten primären und sekundären Aufträge, ist direkt aus GTA übernommen worden.

    Feines Auto, ob da wohl der Schlüssel steckt? Feines Auto, ob da wohl der Schlüssel steckt? Wir starten das Spiel also in der ersten Garage, im weiteren Verlauf werden zusätzliche freigeschaltet, welche den zentralen Sammelpunkt des Spiels darstellen. Denn dort sammeln wir nicht nur unsere Autos, wir können sie dort auch tunen, optisch modifizieren, in andere Garagen schicken, sowie sie speichern, was dem sichern des Spielstands entspricht. Zudem ist es in den Garagen möglich den Fahndungslevel zu senken, was natürlich auch bare Münze kostet. Was nicht geht, ist mehrere Autos desselben Typs in einer Garage zu parken, selbst wenn sie unterschiedlich ausgestattet sind. Das ist zwar nicht weiter schlimm, allerdings muss man acht geben nicht mit einem frisch geklauten Wagen in die Garage zu fahren und sich so den dort geparkten und vielleicht schon aufgerüsteten Wagen zu überschreiben.

    Nachdem wir die Garage verlassen haben orientieren wir uns anhand der Übersichtskarte, wo die primären und sekundären Aufträge eingezeichnet sind. Bonus-Tokens und weitere Überraschungen aber werden uns dort nicht angezeigt, die müssen wir schon selbst finden. Besonders das sammeln der Tokens rentiert sich, denn sie schalten tolle Features im Spiel frei, wie eine verbesserte Lebensenergie, mehr Nitro fürs Auto oder eine größere Munitionskapazität.

    Parallel Lines

    New York 1978 New York 1978 Wer bereits den Vorgänger gespielt hat, der wird zurecht nach der Steuerung und der allgemeinen Physik der Fahrzeuge fragen, denn es war wahrlich keine Freude die Fahrzeuge in Driv3r zu steuern. Umso erfreulicher dass sich dies nun geändert hat, denn so unterschiedlich sich die einzelnen Gefährte auch verhalten, sie bieten uns allesamt herrlich funktionierende Bremsen und eine schnell reagierende Lenkung, wobei die Fahrzeuge bei weitem nicht mehr so leicht quer schieben und den Bodenkontakt verlieren wie noch in Driv3r. Zudem kann man sich entscheiden ob man lieber aus der Verfolgerperspektive heraus spielt oder doch die Stoßstangenkamera benutzt. Was wirklich nervt und einem viel vom Spielspaß raubt ist aber der etwas zu dicht geratene Verkehr, der es einem in manchen Stadteilen kaum ermöglicht vernünftig zu fahren. Meist rangiert man durch stehenden Verkehr, versucht den herumstehenden Containern auszuweichen und landet trotzdem nicht selten am Heck des Vordermannes. Wird man in solchen Augenblicken auch noch von der recht rüden Polizei verfolgt, die auch in den zivilen Verkehr hinein rammt als gäbe es kein Morgen mehr, fragt man sich ernsthaft ob solches Spielverhalten der Weisheit letzter Schluss sein kann. Denn die schnellen Fahrzeuge auf die wir angewiesen sind glänzen nicht gerade wegen ihrer Stabilität und geben gerne den Geist auf, was in manchen Missionen fatal ist und den Neustart dieser bedeutet. Dies ist auch der Grund weswegen es relativ unklug ist seine guten Fahrzeuge aus der Garage für die Aufträge zu verwenden, außer man ist auf sie angewiesen, denn meist tun es irgendwelche herumstehenden Autos auch, die wir, nachdem wir sie kaputt gemacht haben, einfach stehen lassen können ohne für die Reparatur aufkommen zu müssen. Zudem interessiert sich die Polizei nicht für Autodiebstähle, lediglich gegen das Herauszerren der Fahrer aus ihren Wagen haben sie was und beginnen eine Verfolgung. Doch auch hierbei können wir sie necken, denn solange wir im Auto sitzen können sie uns nicht erkennen, weshalb auch nur der Fahndungslevel des Fahrzeugs steigt, aber nicht unser eigener. So können wir einerseits in einem unbeachteten Moment das Fahrzeug wechseln und so den Fahndungslevel praktisch wieder auf Null senken, oder wir lenken die Aufmerksamkeit der Polizei auf jemand anderem, nämlich den, dessen Fahrzeug wir eben zum Ärgern der Polizei benutzen.

    Die Zeitmaschine

    Nur schwer zu kontrollieren, der Abschleppwagen. Nur schwer zu kontrollieren, der Abschleppwagen. Denn die gebotenen Aufträge in Driver: Parallel Lines darf man durchaus als gelungen bezeichnen. Mir persönlich haben sie deswegen recht gut gefallen, weil die erzählte Geschichte nicht nur durch die Cutscenes, sondern zum Großteil durch die Missionen selbst erzählt wird. Und diese sind auch recht abwechslungsreich ausgefallen, obwohl sie, im direkten Vergleich mit GTA, mit viel weniger Waffengebrauch auskommen, da der Schwerpunkt auf den Fahrmissionen liegt. Doch wer nun glaubt immer nur von Punkt A nach Punkt B fahren zu müssen, der kann aufatmen. Stattdessen ist es unsere Aufgabe Gelder von den Freudenhäusern einzutreiben, mit den Autos gegnerischer Gangs Unfug treiben und ihnen die Polizei auf den Hals hetzen, an Rennen teilnehmen um den Ruf zu steigern oder mit einem Abschleppwagen geklaute Autos wieder zurückholen. Und das ist nur ein kleiner Ausschnitt aus den mehr als unterschiedlichen Aufträgen die an uns herangetragen werden.

    Vertrauensvolle Auftraggeber Vertrauensvolle Auftraggeber Mitten im Spiel dann gibt es einen heftigen Schnitt. Ich verrate euch nicht wie, aber wir finden uns plötzlich im Gefängnis wieder und sind erst mal weg vom Fenster. Und zwar für lange Zeit, nämlich ganze 28 Jahre, bis ins Jahr 2006 versauern wir im Bau. Dann geht es wieder von Vorne los, wir beginnen unsere kriminelle Karriere aufs neue, diesmal im New York von heute, selbstverständlich auch in Autos von heute und mit der modernen Musik der Jahrtausendwende. Es ist als hätte die Stadt einen neuen Skin bekommen, trotz der bekannten Straßenverläufe sieht nun alles anders aus, bekannte Geschäfte gibt es nicht mehr, dafür viele neue, und vor allen Dingen viele neue Aufträge, bei denen es noch mehr zu verdienen gibt. Denn wir sind nicht mehr derselbe, von der jugendlichen Unbeschwertheit ist nichts mehr geblieben, stattdessen durchziehen dicke Furchen unser Gesicht, die nur der Spiegel der Seele sind. Wir sind wieder zurück lautet die Botschaft an New York, härter und ungnädiger als je zuvor.

  • Driver: Parallel Lines
    Driver: Parallel Lines
    Developer
    Reflections Interactive
    Release
    16.03.2006

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Driver: Parallel Lines
Driver: Parallel Lines im Gamezone-Test
Ist aus Driver ein GTA-Klon auf Abwegen geworden, oder doch ein eigenständiges Spiel mit Anspruch?
http://www.gamezone.de/Driver-Parallel-Lines-Spiel-22180/Tests/Driver-Parallel-Lines-im-Gamezone-Test-990699/
22.03.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/03/TV2006032110505400.jpg
tests