Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Dungeon Keeper 2: Horny ist zurück! - Leser-Test von Ceilan

    Dungeon Keeper 2: Horny ist zurück! - Leser-Test von Ceilan Wer will nicht auch mal so richtig böse sein? In Dungeon Keeper 2 bekommt der Spieler die Möglichkeit dazu. Denn statt edlen Helden in funkelnder Rüstung und vornehmen
    elfischen Bogenschützen werden hier diejenigen Kreaturen in den Kampf geschickt, die sonst immer die Feinde darstellen. Die ach so guten Menschen und ihre Verbündeten sind diesmal die unsympathischen Eindringlinge, die es zu vernichten gilt. In Gestalt eines bitterbösen „Dungeon Keepers“ muss man innerhalb der Kampagne des Strategiespiels zwanzig magische Kristalle einsammeln. Diese wertvollen Klunker werden benötigt, um an die Erdoberfläche vorzudringen. In jeder Spielstufe ist einer der Steine versteckt und muss am Ende vom Oberteufel, dem Horned Reaper (auch zärtlich Horny genannt ;)) abgeholt werden.
    Aber bis dahin ist es ein weiter und (im wahrsten Sine des Wortes) steiniger Weg. Am Anfang besitzt man nicht mehr als das Dungeonherz (praktisch die Quelle der Macht) und ein paar kleine Arbeiter, die so genannten Imps. Diese befolgen ohne Widerrede jeden Befehl des Dungeon Keepers, hacken an markierten Stellen Gänge in den Fels, bauen Gold ab und verrichten auch den Rest der Drecksarbeit. Ein Ausbau des Gewölbes ist für den Erfolg des Spielers sehr wichtig, denn nur wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, werden bald die ersten Monster in die Gruft einziehen. Dabei geht’s es nicht nur um eine angemessene Bezahlung (in Form des hoffentlich in ausreichender Menge abgebauten Goldes) sondern vor allem auch um eine ansprechende Einrichtung. Neben einem Trainingsraum (Muskelaufbau), einer Hühnerfarm(Nahrung) und einem Schlafsaal werden auch viele ausgefallenere Spezialräume benötigt. Dabei stellen die unterschiedlichen Monsterarten auch verschiedene Ansprüche. Während Trolle eine Werkstatt zum Erfinden und Herstellen von Fallen und Türen brauchen werden die Eisernen Jungfrauen nur in der Folterkammer glücklich sein.
    Andere Kreaturen entstehen sogar erst innerhalb von besonderen Räumen. Wenn man zum Beispiel Helden in einem Kerker verhungern lässt, werden sie zu Skelettkriegern. Auch sehr praktisch ist in dieser Hinsicht die Folterkammer. Nach einer „freundlichen“ Behandlung durch die Eisernen Jungfrauen werden sich auch die edelsten Ritter nach einiger Zeit zur Seite der Monster überlaufen. Dabei bleibt ihr Erfahrungslevel gleich, so dass man mit dieser Methode schnell an starke Kämpfer kommen kann.
    Die Auseinandersetzungen zwischen den beiden Kriegsparteien nehmen einen sehr wichtigen Platz im Spielgeschehen ein. Ziel ist es häufig, dass Dungeonherz des Gegenspielers zu zerstören was dessen totale Niederlage zur Folge hat. Dringen feindliche Truppen in den eigenen Dungeon ein, oder startet man selbst einen Angriff, so stellen sich die Monster je nach besonderen Fähigkeiten auf. Während robuste Kreaturen wie Trolle als Schutzmauer in der vordersten Reihe stehen, agieren die anfälligeren Zauberer aus dem Hintergrund und schleudern Blitze und Feuerbälle auf die Gegner. Angeschlagene Kreaturen suchen ängstlich das Weite, können aber vom Spieler durch Heilzauber wieder fit gemacht werden. Vorraussetzung dafür (und auch für andere Einsätze von Magie) ist aber ein ausreichender Vorrat an Manaenergie. Wie viel Einheiten dieser Energie zur Verfügung stehen und wie schnell sich verbrauchtes Mana regeneriert, hängt von der Größe des eigenen Dungeons ab. Auch die magischen Türen, die Feinde zum Beispiel durch Feuerbälle abwehren sowie die ausgeklügelten Fallen müssen durch Manaenergie betrieben werden. Der stärkste und kostspieligste Zauber ist die Beschwörung des mächtigen Horny, welcher mit seiner scharfen Sense alles niedermäht was ihm im Weg steht.
    Eine witzige (wenn auch für den Spielverlauf recht unwichtige) Möglichkeit ist es, in die Haut eines jeden Monsters zu schlüpfen. Man kann dann in der Egoperspektive durch die Gänge streifen und alle Geschehnisse aus der Nähe betrachten. Als lustiges Detail wurde dabei für manche Kreaturen ein spezielles Sichtfenster eingebaut. Während die kleinen Glühwürmchen auf dem Erkundungsflug alles durch Facettenaugen sehen, versperrt bei einem schwarzen Ritter das Visier einen Teil der Blickfeldes. Wie gesagt ist die Egoperspektive aber nur sehr selten wichtig, zum Beispiel dann wenn eine bestimmte Falle oder ein Gegner gezielt ausgeschaltet werden sollen.
    Die Grafik von Dungeon Keeper 2 kann sich wirklich sehen lassen. Alle Wände, Türen oder sonstige Gegenstände wurden mit schicken Texturen überzogen und wirken so sehr plastisch. Die Monster und Helden bestehen aus Polygonen, sind detailliert und vor allem auch sehr gut animiert. Wenn sich zum Beispiel die Eisernen Jungfrauen in ihrer Folterkammer austoben und die Trolle in der Werkstatt den Hammer schwingen, sieht das sehr witzig und überzeugend aus. Einige Effekte wie etwa die blubbernde Lava oder die stimmungsvolle Beleuchtung verstärken die typische Dungeonatmosphäre. Ein weiteres Lob haben die ausgezeichneten (und superwitzigen) kurzen Zwischensequenzen nach dem Ende eines jeden Levels verdient. Die Grafikqualität der Renderfilme ist ebenfalls sehr gut ausgefallen.
    Der Sound von Dungeon Keeper 2 ist auch überdurchschnittlich gut geworden. Zwar wird an Hintergrundmusik nicht besonders viel geboten, aber die Soundeffekte sind allererste Sahne. Wen die verlorenen Seelen stöhnen, oder die düsteren Kommentare des Beraters aus dem Lautsprecher schallen, füllt man sich direkt in den Dungeon hineinversetzt.
    Die Steuerung ist fast perfekt gelöst und auch relativ schnell zu erlernen. Die meisten Befehle werden lediglich durch die Maus bzw. einige Tastatur-Shortcuts erteilt. Für eine bessere Übersicht darf der Dungeon frei gedreht werden und es ist außerdem möglich, je nach Bedarf näher heran oder weiter weg zu zoomen.
    Vom Spielumfang her könnte etwas mehr geboten werden. Die Kampagne mit ihren zwanzig Levels (plus fünf geheime Bonuslevels) ist für geübtere Strategen relativ schnell beendet, vor allem weil auch der Schwierigkeitsgrad nicht allzu hoch ist. Das rührt zum Teil daher, dass man in späteren Levels einfach nur den übermächtigen Horned Reaper beschwören kann, der dann alle Gegner selbständig vernichtet. Für alle Spieler, welche die Kampagne schon überstanden haben (und natürliche auch für alle anderen), gibt es aber auch noch die Möglichkeit, einzelne Szenarien zu spielen und sich zum Beispiel einen „Traumdungeon“ zu bauen. Wer damit immer noch nicht zufrieden ist, kann gegen bis zu drei menschliche Gegner im Netzwerk oder Internet antreten. Dadurch erübrigt sich dann natürlich auch das Problem mit dem niedrigen Schwierigkeitsgrad des Spiels.
    Fazit: Dungeon Keeper 2 ist ein sehr überzeugendes Strategiespiel, das nicht zuletzt auch durch eine gelungene Technik zu gefallen weiß. Eine so schöne 3D-Grafik findet man in kaum einem anderen Spiel des Genres. Die Atmosphäre ist sehr gelungen und es macht richtig Spaß, einmal auf der Seite der „Bösen“ zu stehen. Auch wenn man bis zum Erreichen des Abspanns nicht solange Zeit beschäftigt sein wird wie bei manchem anderen Spiel, so sind die Stunden welche man mit Dungeon Keeper 2 verbringt wenigstens in hohem Maße unterhaltsam. Es lohnt sich für alle Fans von Strategiespielen auf jeden Fall, mal einen Blick auf Bullfrogs Kerkersimulation zu werfen. Bereuen wird den Kauf dieses Spiels wohl so gut wie niemand. Höchstens Menschen, die leicht die Übersicht verlieren, könnten ein paar kleinere Probleme haben, wenn die Dungeons im späteren Spielverlauf etwas komplexer werden. Aber auch daran gewöhnt man sich recht schnell.
    Also, auf in den Dungeon! Horny wartet schon auf euch.

    Negative Aspekte:
    die Kampagne könnte länger sein

    Positive Aspekte:
    sehr schöne Grafik

    Infos zur Spielzeit:
    Ceilan hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Dungeon Keeper 2

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Ceilan
    8.5
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Steuerung
    9/10
    Sound
    8/10
    Gameplay
    8/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Dungeon Keeper 2
    Dungeon Keeper 2
    Publisher
    Electronic Arts
    Developer
    Bullfrog
    Release
    12.10.1999

    Aktuelle Strategie-Spiele Releases

    Cover Packshot von Rollercoaster Tycoon World Release: Rollercoaster Tycoon World Atari , Pipeworks Software
    Cover Packshot von Transport Fever Release: Transport Fever
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 01/2017 SpieleFilmeTechnik 12/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
994634
Dungeon Keeper 2
Dungeon Keeper 2: Horny ist zurück! - Leser-Test von Ceilan
http://www.gamezone.de/Dungeon-Keeper-2-Spiel-22296/Lesertests/Dungeon-Keeper-2-Horny-ist-zurueck-Leser-Test-von-Ceilan-994634/
11.11.2001
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/12/dungeon_1_.jpg
lesertests