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Dust 514 (PS3)

Release:
2010
Genre:
k.A.
Publisher:
k.A.

DUST 514 im Hands-On: CCP verspricht Triple-A zum Nulltarif - aber können die Isländer auch abliefern?

03.10.2012 05:00 Uhr
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Neu
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Triple-A und free-to-play - was sich reimt, ist gut. Denkt sich zumindest CCP und handelt nach dem Motto. DUST 514 heißt ihr ambitioniertes Projekt, das einen Shooter mit der Welt von EVE Online verbindet. Wir haben mit EVE-Producer Jon Lander darüber gesprochen und selbst den Controller in die Hand genommen.

DUST 514 im PS3-Hands-On (10) DUST 514 im PS3-Hands-On (10) [Quelle: Siehe Bildergalerie] Es klingt wie die fixe Idee eines überambitionierten Studios: Das fast zehn Jahre alte EVE Online soll, mit einem neuen First-Person-Shooter zusammenfließen und an den Rändern der eigenen Spielmechanik interagieren können. So weit, so gut. Doch während das eine Spiel am PC stattfindet, wird das andere auf der Playstation 3 gespielt – und Cross-Gaming hat bislang nur selten Gutes zutage gefördert. Wir sprechen mit EVE-Producer Jon Lander über die Verbindung zwischen den beiden Spielen: "EVE Online und DUST 514 werden sich natürlich nicht direkt beeinflussen. DUST findet eher auf den Planeten statt, um die EVE Spieler herumfliegen. Einige Berührungspunkte gibt es aber schon. Das fängt bei wirtschaftlichen Zusammenhängen an und geht hin zu Corporations." Direkte Einflussnahme gibt es aber schon. EVE-Spieler werden DUST-Spielern, sogenannten Söldnern, Aufträge geben. Wenn die Söldner diese erfüllen, kriegen beide Parteien etwas vom Kuchen ab. Die Interaktion geht aber auch in die andere Richtung: Wenn DUST-Spieler auf dem Planeten Hilfe brauchen, können sie, falls befreundete Raumschiffe um den Planeten kreisen, Luftunterstützung aus EVE in ihr PS3-Spiel beordern.

DUST 514 im PS3-Hands-On (5) DUST 514 im PS3-Hands-On (5) [Quelle: Siehe Bildergalerie] Mit einer großartigen Geschichte hält sich DUST 514 nicht lange auf. Zwei Fraktionen streiten sich auf einem Planeten um Rohstoffe, Basen oder Punkte. Innerhalb eines Zeitlimits muss man die Ziele erfüllen, ansonsten gewinnt die Gruppe, die näher dran ist. EVE-Aufträge werden dabei nicht vordergründig sein. "Wir wollen mit der Spielerinteraktion eine neue Kommunikationsebene erschaffen und Spielern einen Sinn geben, warum sie kämpfen. Aber wer EVE nicht kennt und diesen Anreiz nicht braucht, kann auch einfach so mitmachen." CCPs Vorstellung: Die Erzahnung der beiden Spiele muss nicht immer perfekt sein, das Gameplay aber schon. "Die Leute werden kein Spiel spielen, das nicht Triple-A ist. Wenn ihr nur einen tollen Shooter spielen wollt, wird DUST genau das richtige sein. Wer aber seinem Handeln einen Sinn geben will, der bekommt eben etwas mehr Spieltiefe."

Aber warum exklusiv für Playstation 3, fragen wir uns. "Wir wollten eine neue Spielergruppe mit DUST erreichen und da schienen uns Konsolen perfekt zu sein. Und Sony war einfach von Anfang an im Boot. Die haben keine Forderungen gemacht oder wollten unser Spiel ändern, sondern waren von Anfang an Feuer und Flamme für das Projekt und haben gefragt, was sie ändern müssen, um das Projekt zum Erfolg zu machen." Als free-to-play-Spiel mussten erst neue Mechaniken in den PSN Store eingebaut werden, um vom tradierten Kaufsystem los zu kommen. Was denn Microsoft gesagt hat, wollen wir wissen, nachdem Valve mal behauptete, dass es Steam nicht für Xbox gibt, weil die Redmonder ihr Live-Netzwerk nicht aus der Hand geben. Aber Lander kann darauf nicht antworten. "Bei der Verhandlungen mit den Herstellern war ich natürlich nicht dabei. Aber Sony waren die einzigen, die gefragt haben, was sie an sich ändern können und nicht was wir ändern müssten."

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DUST 514 angespielt

DUST 514 im PS3-Hands-On (9) DUST 514 im PS3-Hands-On (9) [Quelle: Siehe Bildergalerie] Nach dem Gespräch mit Jon Lander sind wir gespannt auf das Spiel, das sich aktuell in einer Beta-Phase befindet. Kann es dem AAA-Anspruch gerecht werden? Auf der Eurogamer Expo testen wir es aus. Wir nehmen an einer von dutzenden PS3-Konsolen Platz, DUST ist der erste Stand, wenn man durch den Haupteingang kommt – fette Station also! Die Action im Spiel hält sich aber in Grenzen. Mit schwerfälligen Schritten stampfen wir über das postmoderne Schlachtfeld. Das Team hat uns in diesem Beta-Build vorgefertigte Klassen-Ausrüstungen gegeben, im fertigen Spiel werden sie aber komplett veränderbar sein. Der Auftrag ist, Ausrüstung des feindlichen Teams zu zerstören. Dafür können wir dicke Panzer und Kanonenjeeps bemannen. Der Gegner natürlich auch, weshalb wir auch ziemlich schnell von einem Panzer über den Haufen geschossen werden. Erst spät macht sich unter den Beta-Spielern der Teamgedanke breit: Medics heilen nicht, Engineers kümmern sich um eigene Kills, anstatt hinter feindlichen Panzern herzujagen. Aber das sind sicher noch die Kinderkrankheiten eines Messespiels: Niemand weiß genau wie das Spiel funktioniert und Kommunikation gibt es keine.

DUST 514 im PS3-Hands-On (12) DUST 514 im PS3-Hands-On (12) [Quelle: Siehe Bildergalerie] Was uns mehr ärgert als das fehlende Teamplay: Von Triple-A ist noch wenig zu sehen. Die Grafik ist nur auf den ersten Blick herausragend, in Bewegung sieht DUST 514 schon nicht mehr sonderlich schön aus. Umgebungsdetails sind noch ziemlich schwammig, Objekte sehen sehr altbacken aus. Gerade Bodentexturen sind noch eine Qual. Und auch an der Steuerung sollte CCP noch feilen. Mehrfach drücken wir R2, die Taste zum Wechseln der Waffen, es passiert aber nichts. Gepaart mit der zum Teil noch schwammigen Steuerung, ist DUST 514 noch weit von seinem Ziel, ein Triple-A-Game zu sein, entfernt.

Damit ist es aber in bester Gesellschaft: Planetside 2, das von Sony Online stammt und für PC in Entwicklung ist, leidet noch an denselben Kinderkrankheiten. Auch hier sind die Ambitionen groß. Tausende Spieler sollen gleichzeitig und umsonst auf einem Server kämpfen, die Technik aber kann trotz vollmundigen Versprechungen nicht an die Genrekönige ankommen. Aber den Isländern bleibt ja noch etwas Entwicklungszeit: Vermutlich wird DUST 514 erst im nächsten Jahr erscheinen.

   
Sandro Odak
Da sind noch Nacharbeiten fällig
DUST 514 ist ohne Frage ein ambitioniertes Projekt. EVE Online und DUST sollen verschmelzen und zu einem großen Ding werden. Die Berührungspunkte bleiben aber klein: Hier mal ein Auftrag, da mal etwas Luftunterstützung – der Kern von DUST 514 ist nicht EVE, sondern das Shooter-Gameplay. Wir sehen da Potential, aber technisch muss sich noch einiges tun. Denn Triple-A-Qualität erreicht das Spiel im jetzigen Zustand noch nicht. Die Grafik ist, vor allem bei Texturen, noch ziemlich altbacken und das Gameplay fühlt sich noch zu schwammig in der Steuerung an. Wenn diese Problemzonen beseitigt sind, können wir aber gern noch mal über AAA reden.
   
Redakteur
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03.10.2012 05:00 Uhr
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