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  • Dynablaster: Zwei Generationen Bomber - Leser-Test von Corlagon

    Zu den umfangreicheren Videospielfranchisen gehört Bomberman von Hudson Soft. Das Original erschien 1983 für diverse Heimcomputer und PCs; damals war die Titelfigur wohl noch ein menschlicher Abenteurer, und das Spiel wurde auch schon mal in Eric and the Floaters umbenannt. Später erschien (zumindest in Japan und Nordamerika) ein ausgebautes Remake für das NES, in dem Bomberman auf einmal so aussah wie die Gegner in der ebenfalls von Hudson stammenden Lode-Runner-Umsetzung, und dabei ist es bis heute geblieben. 1990 folgte dann eine Fortsetzung für den Game Boy, die im japanischen Original Bomber Boy heißt, als Zugabe aber auch noch eine Umsetzung vom NES-Bomberman enthält und zum ersten Mal einen Mehrspielermodus, für den die Franchise inzwischen auch am bekanntesten ist. Für Amerika meinte man das Modul aus irgendeinem Grund in Atomic Punk umbenennen zu müssen (der eigentliche Inhalt blieb aber zum Glück unangetastet), die Spiele hießen dann einfach nur noch Game A und Game B. Der europäische Titel lautet wiederum Dynablaster und wurde auch noch für ein paar andere Episoden aus der Zeit verwendet. In meinem Testbericht beginne ich nun mit dem zweiten Spiel, da es ja eigentlich das erste und simplere ist.

    Game B - Bomberman

    Die Story: Das Bungeling-Imperium betreibt eine große unterirdische Fabrik, in der Roboter Bomben herstellen. Dabei scheinen sie es mit der KI aber übertrieben zu haben, denn eines Tages beschließt einer der Androiden, den Job hinzuschmeißen, zumal er ein Gerücht gehört hat, daß er sich an der Oberfläche in einen Menschen verwandelt. Dazu muß er sich natürlich erst einmal durch unzählige Sicherheitsmonster sprengen.

    Falls Ihr das Konzept des Arcade-ähnlichen Spiels noch nicht kennt: Ihr lauft in der Vogelperspektive zwischen lauter zufällig plazierten Blöcken herum und legt Bomben. Diese explodieren nach kurzer Zeit, verschießen praktisch Feuerstrahlen in alle vier Richtungen, die sowohl besagte Blöcke vernichten können als auch die Gegner, und genau das ist auch das Ziel des Spiels. Unter einem der Blöcke befindet sich ein Power-up-Panel, unter einem anderen die Tür in den nächsten Level, die sich aber erst passieren läßt, wenn alle anderen Kreaturen eliminiert sind. Einfach drauflosballern solltet Ihr allerdings nicht, da sich Bomben gegenseitig auslösen und auch Euch selbst treffen können; achtet also besser darauf, welche Reichweite Eure Bomben bereits haben und daß Ihr nicht plötzlich in einer Ecke festsitzt. Solltet Ihr die Tür oder das Panel treffen oder einfach zu lange brauchen, erscheint auch noch eine größere Anzahl zusätzlicher Monster.

    Durch fleißiges Einsammeln der Panels könnt Ihr mit der Zeit mehrere Bomben gleichzeitig legen, und ihre Reichweite wird immer größer. Andere Arten von Power-Ups wirken nicht permanent, meist aber immer noch bis zum nächsten Lebensverlust; sie erlauben es Euch beispielsweise, Bomben erst auf Knopfdruck detonieren zu lassen oder durch Wände zu gehen.

    Berührt Ihr ein Monster oder jagt Euch selbst in die Luft, beginnt der aktuelle Level wieder von vorne, wobei die Blöcke wieder neu verteilt werden, so daß Ihr Panel und Tür wieder aufs Neue suchen müßt; nach jedem bewältigtem Abschnitt gibt es ein Bonusleben. Die 50 Level unterscheiden sich ausschließlich darin, was für ein Panel und was für Gegner darin zu finden sind; von letzteren existieren übrigens sieben oder acht verschiedene. Das Spiel muß nicht komplett am Stück durchlaufen werden, sondern dank Paßwortsystem könnt Ihr direkt in spätere Abschnitte einsteigen (leider sind die Paßwörter mit 20 Zeichen sehr lang ausgefallen). Nach in der Regel jedem fünften Level wird noch eine Bonus-Stage eingestreut, in der Ihr unverwundbar seid und einfach nur innerhalb eines Zeitlimits möglichst viele Monster wegbomben und Punkte sammeln sollt.

    Leider ist damit auch schon das ganze Spiel beschrieben. Schon relativ früh hat man so ziemlich alle Gegner und Panels gesehen, danach gibt es praktisch nichts Neues mehr, auch nicht was die Präsentation betrifft - 1985 war es noch okay, alle Level identisch aussehen zu lassen und überall die gleiche Hintergrundmusik zu verwenden (die wenigstens situationsabhängig noch ausgetauscht wird). Wenn man erst einmal hinreichend geübt ist (und bei erfahrenen Spielern sollte das schnell gehen), stellt das Spiel keinerlei Herausforderung mehr da; vor allem mit einigen der besseren Power-Ups im Rücken sammelt man mehr Leben als man verliert. Will man trotzdem bis zum Ende spielen, ärgert man sich dann, daß das aktuelle Paßwort nur angezeigt wird, wenn man alle Leben aufgebraucht hat. Die sind de facto ohnehin nur für die Punktzahl von Bedeutung, und der High Score dürfte sowieso nicht gespeichert werden.

    Spaß: 11/20

    Game A - Bomber Boy

    Die Bomberman-Macher scheinen eigentlich nicht viel Wert auf Story oder Kontinuität zu legen, weshalb ich die Identität des Protagonisten leider nicht bestätigen kann - der amerikanischen Anleitung zufolge handelt es sich mal eben so um Bombermans Sohn. Dieser dringt in verschiedene Fabriken ein, um sie zu zerstören, nicht ohne dabei weitere gefangene Roboter zu befreien.

    Das Spielprinzip entspricht weitgehend dem des Originals, allerdings sind oder zumindest wirken die Gegner abwechslungsreicher, wie auch die Stages: Beispielsweise gibt es eine Waldfabrik mit Gestrüpp, das die Sicht leicht behindert, eine Eisfabrik, in der die Blöcke erst nach zwei Treffern erledigt sind, und dergleichen. Netterweise wird explizit angezeigt, wie viele Gegner noch existieren, und man kann nicht noch zusätzliche anlocken (dafür verliert man bei Ablauf der Zeit sofort ein Leben). Es existieren acht Fabriken mit jeweils 5-10 Runden; bis auf die letzte könnt Ihr die Fabriken in beliebiger Reihenfolge angehen.

    Das Panel-System ist deutlich komplexer: Nur gelegentlich finden sich welche unter Blöcken, dafür könnt Ihr außerhalb der Fabriken in einem Laden damit handeln; das Geld erhaltet Ihr für die Anzahl der zerstörten Blöcke und die verbleibende Zeit. Zu Beginn werden nur wenige Panels im Laden angeboten, doch mit jeder zerstörten Fabrik schaltet Ihr ein neues frei. Vor Beginn jeder Runde könnt Ihr Euch dann mit den gewünschten Panels ausrüsten; die meisten halten allerdings tatsächlich nur eine Runde lang, nur die grundlegenden erhaltet Ihr nach Durchqueren der Tür zurück, bei einem Lebensverlust gehen sie jedoch alle verloren, also behaltet besser welche in Reserve. Eine besondere Rolle nehmen die Elixiere ein, die die Extraleben ersetzen und das auf zwei Arten: Habt Ihr beim Lebensverlust eines im Inventar, verschwindet es und Ihr dürft die Runde wiederholen. Rüstet Ihr Euch explizit damit aus, dürft Ihr sogar nahtlos weiterspielen, verliert es jedoch nach der Runde, auch wenn Ihr es gar nicht gebraucht habt. Ach ja, Eure Tragekapazitäten sind auch noch begrenzt. Leider existiert somit immer noch das Problem, daß der Schwierigkeitsgrad nach Lebens- und damit verbundenem Panelverlust eher wieder ansteigt.

    Auch hier existiert ein Paßwortsystem, wobei die Codes trotz der gestiegenen Komplexität glücklicherweise deutlich kürzer sind. Ihr könnt sie auch einfach per Knopfdruck auf der Weltkarte abrufen; die Fabriken müssen jetzt allerdings am Stück absolviert werden.

    Spaß: 15/20

    Vs. Mode

    Zum ersten Mal gibt es in einem Bomberman einen Mehrspielermodus ... und für den wurde die Franchise dann auch bekannt. Das Prinzip ist simpel: Jeder spielt einen Bomber und muß den anderen erledigen. Es sollte nicht überraschen, daß die Implementierung noch nicht sonderlich aufwendig ist: Die Anzahl der unterstützten Spieler beschränkt sich auf zwei, und Computergegner werden noch nicht angeboten.
    Immerhin gibt es zwei verschiedene Geschmacksrichtungen: Im Panel Mode beginnen beide Spieler mit minimaler Feuerkraft und können noch nicht mehrere Bomben gleichzeitig legen, jedoch zufällig Panels finden, die die beiden entsprechenden Eigenschaften für die Dauer der Runde erhöhen. Wer diesen Glücksfaktor eliminieren will, und/oder daß es einfach sofort zur Sache geht, wählt den Powerful Mode, in dem Ihr von Anfang an stärker seid und keinerlei Panels existieren. Abgesehen davon, über wie viele Runden das Match gehen soll, existieren keine weiteren Optionen.

    Fazit

    Eigentlich halte ich Bomberman für einen Klassiker, doch die NES-Fassung einschließlich der auf diesem Game-Boy-Modul enthaltenen Portierung ist leider noch unausgereift und daher lediglich Mittelmaß. Bomber Boy, oder wie auch immer man die Fortsetzung jetzt nennen mag, besitzt im Vergleich dazu mehr Abwechslung und ist somit klar überlegen, leidet allerdings immer noch unter dem eher unausgereiften Schwierigkeitsgrad. Die meisten Leute werden sich wohl am ehesten für den Zweispielermodus begeistern, der hier aber auch noch in den Kinderschuhen steckt und leider kaum Optionen und noch keine Computergegner bietet.

    Negative Aspekte:
    Bomber Boy: immer noch etwas primitiv; Bomberman: zu primitiv; Vs. Mode: noch keine Computergegner, kaum Optionen

    Positive Aspekte:
    klassisches Bomberman, erstmals mit Zweispielermodus

    Infos zur Spielzeit:
    Corlagon hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Dynablaster

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Corlagon
    7.3
    Multiplayer
    8.3
    Grafik
    7/10
    Steuerung
    8/10
    Sound
    7/10
    Gameplay
    7/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
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Dynablaster
Dynablaster: Zwei Generationen Bomber - Leser-Test von Corlagon
http://www.gamezone.de/Dynablaster-Classic-22343/Lesertests/Dynablaster-Zwei-Generationen-Bomber-Leser-Test-von-Corlagon-1010701/
26.04.2011
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