Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • EA Replay im Gamezone-Test

    Die Titelliste liest sich wie das Who is Who der 16 Bit Ära, leider ist die Umsetzung in der Praxis sehr ernüchternd ausgefallen.

    Retrogame-Sammlungen sind voll in Mode, nicht nur auf den stationären Konsolen, auch die Handhelds werden mit den qualitativ unterschiedlichsten Compilations ehemals mehr oder weniger erfolgreicher Spiele versorgt. Da darf Electronic Arts natürlich nicht nachstehen und offeriert uns mit "EA Replay" eine Retrosammlung mit fast ausschließlich sehr bekannten und damals auch erfolgreichen Retrogames für Sonys Handheld die Playstation Portable. Doch wie wir aus der Vergangenheit wissen, gibt es solche und solche Compilations. Zu welchen sich EA Replay zählen darf, erfahrt ihr im folgenden Review.

    Oh Spielerherz, warum blutest du?

    Budokan Budokan Die Titel der vierzehn auf der UMD enthaltenen Spiele liest sich wirklich fast wie das Who is Who der 16Bit Ära. Es dürfte kaum einen Videospieler auf diesem Planeten geben der damals keinen der enthaltenen Titel gespielt hat. Allen voran so klingende Namen wie "Desert Strike", "Syndicate", "Ultima" oder das legendäre "Wing Commander" inkl. der Secret Missions, welche seinerzeit nur für Nintendos SNES erschienen. Aber auch "Budokan" oder "Virtuall Pinball" dürfte noch vielen ein Begriff sein. Dazu gesellen sich die vielleicht etwas unbekannteren Titel wie "B.O.B.", "Haunting Starring Polterguy" sowie das Motorradrennspiel "Road Rash", welches Teil 2 und 3 auch gleich im Schlepptau mitzieht. Fehlt noch der Desert Strike-Nachfolger "Jungle Strike", sowie das für damalige Verhältnis fast schon martialische Sportvergnügen "Mutant League Football", womit alle 14 enthaltenen Titel aufgezählt sind.

    Haunting Starring Polterguy Haunting Starring Polterguy Die Liste der enthaltenen Spiele kann sich also durchaus sehen lassen, besonders wer eines oder mehrere dieser Spiele früher gespielt hat, legt sich solch eine Sammlung sicher gerne zu um in Erinnerungen schwelgen zu können. So ging es auch mir als ich EA Replay erstmals in Händen hielt, und ich muss ehrlich sagen, dass ich fast etwas nervös war, als ich die UMD einlegte und mich schon wie ein Schnitzel auf Wing Commander freute. Es gab wohl kein Spiel mit dem ich meinen 486 mehr und länger quälte als der Weltraumsaga aus der Feder von Chris Roberts. Dabei übersah ich erst einmal wie einfach das Auswahlmenü der Spielesammlung aufgebaut war, ebenfalls bemerkte ich nicht, das es kaum Extras zum Freischalten gab, ich wollte endlich Wing Commander auf der PSP spielen.

    Wing Commander Desaster

    Wing Commander Wing Commander Fast schon selig grinsend hielt ich also die PSP in Händen und lauschte dem einfachen Introsound von Wing Commander, in der freudigen Erwartung mich gleich wieder an Deck der Tigers Claw zu befinden und gegen die Killrathi in die Schlacht zu ziehen. Doch was ist das? Die bekannten Gesichter von Palladin, Maverick und Maniac erscheinen breit gequetscht auf dem Screen der PSP! Was für ein Glück, dass man in den Optionen auf das originale 4:3 Seitenverhältnis umschalten kann, denn im gequetschten 16:9 Mode wirkt das ehrwürdige Game überhaupt nicht gut. Das trifft übrigens auf alle Spiele dieser Compilation zu, sie werden gnadenlos in die Breite gezogen, insofern man dies nicht manuell umschaltet. Haben wir dies hinter uns gebracht, scheint zunächst alles in Ordnung. Auf der Tigers Claw sieht noch alles so aus wie schon damals, die verschiedenen Örtlichkeiten an Bord des Schiffes dienen uns quasi als Hauptmenü mit allen nötigen Funktionen, und je nach Fortschritt im Spiel befinden sich in den einzelnen Räumlichkeiten unsere Mitstreiter im Krieg gegen die Killrathi, die immer für ein kurzes Gespräch bereitstehen.

    Wing Commander Wing Commander Der Schock aber holt einen ein wenn man das erste Mal die Tigers Claw verlässt. Denn bekanntlich bediente sich Wing Commander damals einer pseudo 3D-Grafik, welche zwar allerlei Tricks anwandte, wie 2D-Sprites die nur ihre Form veränderten um den Eindruck zu erzeugen richtige 3D-Modelle zu sein, aber nur funktioniert wenn sich auf dem Screen auch was bewegt. Und genau das ist das Problem der hier verwendeten Version, denn die Framerate ist dermaßen niedrig, dass das Game praktisch unspielbar ist. Ich habe mir wirklich alle Mühe gegeben, versucht ob das Digikreuz vielleicht besser funktioniert als der winzige Analogstick, die Hand an das Handheld gepresst um der überempfindlichen Steuerung vielleicht so Herr zu werden, aber alle Liebesmüh ist vergeben, der Titel ist in der Praxis nicht zu beherrschen. Das ist natürlich eine herbe Enttäuschung, lässt sich aber wenigstens technisch erklären. Die Retrofreaks unter euch werden es sich vielleicht schon gedacht haben, nachdem sich ja auch die Secret Missions auf der UMD befinden, welche bekanntlich nur für Nintendos SNES erschienen, hat man auch das Wing Commander selbst in der SNES-Version auf die UMD gebannt, die schon damals praktisch nicht spielbar war und es nun auf der PSP ebenfalls nicht ist. Damit sind die ersten beiden Titel dieser Sammlung schon mal gnadenlos durchgefallen.

    Die Syndicate Sünde

    Syndicate Syndicate Na gut, dann eben zum nächsten Blockbuster, denke ich mir naiv und starte Peter Molyneux Frühwerk Syndicate. Meine freudige Erwartung bezüglich des bekannten Intros, welche uns die grausame Leonardo-Maschine in Aktion zeigte, wird aber sofort ein Dämpfer aufgesetzt, denn es fehlt schlicht. Kaum ist das Spiel gestartet, ist auch klar warum. Auch hierbei handelt es sich um die SNES Version, die im Vergleich mit der bekannten PC-Version wirklich grottig ausfiel. Diese Version ist nur ein müder Abklatsch des Syndicate welches man anhand des Titels erwartet. Er ist zwar durchaus spielbar, aber auch nur wenn man die anderen Versionen nicht kennt.

    Zugegeben, an dieser Stelle sind meine Erwartungen bezüglich dieser Spielesammlung deutlich gesenkt worden, weil mir schlicht nicht einleuchtete wieso man die komplette UMD ausgerechnet mit den SNES und Mega Drive Versionen bestückt hat, und nicht den Arcade- bzw. PC Fassungen. Trotzdem würde ich der Sammlung unrecht tun, denn die anderen Titel der Sammlung lassen sich durchaus spielen und sorgen auch für den erhofften Nostalgie-Effekt. Trotzdem muss man damit leben, dass man die schon damals nicht optimalen Versionen kredenzt bekommt.

    Road Rash Road Rash Als da wären die drei Road Rash Titel, die sich zwar untereinander kaum unterscheiden und irgendwie mit neuer Musik bestückt wurden, denn das Original hab ich noch anders im Ohr, die sich ganz gut steuern lassen und wegen der vielen Motorräder und Tuningteile durchaus für eine gewisse Zeit beschäftigen können. Oder die beiden Hubschrauberspiele Desert Strike und Jungle Strike, die ganz ohne HUD auskommen, weil man sich eine extra Karte manuell zuschalten muss um sich orientieren zu können, und die auch heute noch mit ihrer seltsamen Steuerung nerven. Denn der Hubschrauber fliegt nicht in die Richtung in die wir den Analogstick oder das Steuerkreuz drücken, stattdessen drehen wir ihn mit der Funktion Rechts und Links, und Beschleunigen und Bremsen mit Oben und Unten. Aber auch mit B.O.B. kann man durchaus seinen Spaß haben, einem recht einfach aufgebauten Jump'n Run mit erstaunlichem Handlungsspielraum für den Spielcharakter, welcher schon über drei verschiedene Angriffsarten verfügte.

    Wie viel WiFi?

    Doch EA Replay hat noch zwei Trümpfe in der Hand, die zwar das Wertungsruder kaum mehr herumreißen können, aber doch einen angenehmen Mehrwert darstellen. Denn zum einen ist es bei allen der enthaltenen Spiele möglich an jedem Punkt zu speichern, wofür wir damals mehr als dankbar gewesen wären, und zum anderen kann man drei der vierzehn Spiele auch per WiFi-Connection gemeinsam mit einem Freund oder einer Freundinn zocken. Im Einzelnen sind dies "Budokan", "Road Rash II" und "Mutant League Football". Besonders Letzteres ist dafür prädestiniert und sollte von allen Besitzern der Compilation unbedingt mal ausprobiert werden.

    EA Replay (PSP)

    Singleplayer
    5 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    5/10
    Sound
    4/10
    Steuerung
    6/10
    Gameplay
    6/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Speichern bei jedem Spiel an jeder Stelle möglich
    43 Darstellung entspricht praktisch dem Original
    WiFi-Feature für drei der 14 Games
    Wing Commander und Secret Missions sind praktisch unspielbar
    Syndicate in der SNES Version enttäuscht besonders
    Road Rash besitzt eine neue Musikuntermalung
    kaum Extras zum Freischalten
    nur wenige Features für Retrofreaks
    ausschließlich SNES und Mega Drive Versionen aber keine Arcade oder PC-Fassungen
  • EA Replay
    EA Replay
    Publisher
    Electronic Arts
    Release
    14.03.2007

    Aktuelle Sonstiges-Spiele Releases

    Cover Packshot von Puzzle Chronicles Release: Puzzle Chronicles
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 12/2016 SpieleFilmeTechnik 11/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
991197
EA Replay
EA Replay im Gamezone-Test
Die Titelliste liest sich wie das Who is Who der 16 Bit Ära, leider ist die Umsetzung in der Praxis sehr ernüchternd ausgefallen.
http://www.gamezone.de/EA-Replay-Spiel-22389/Tests/EA-Replay-im-Gamezone-Test-991197/
15.03.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/03/replay_03.jpg
tests