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  • EA Sports UFC im Test: Feel the fight

    THQ ist Vergangenheit, nun ist EA Sports wieder am Ruder und hat die Lizenz für Kampfsportumsetzungen der UFC-Reihe zurückgeholt. Doch können die kanadischen Entwickler das hohe Niveau der Serie halten? Dank passender Ignite-Engine und forderndem Gameplay gibt es von uns gerade noch ein Ja.

    Weniger Arcardefight, dafür mehr Sportsimulation

    UFC bietet eins ganz sicher nicht: Einen leichten Zugang. Schon die ersten Minuten, in welchem das Spiel versucht uns über ein kurzes Tutorial die wichtigsten Aktionen näher zu bringen, machen sofort klar, einfach mal schnell die Blu-Ray ins Laufwerk legen und ohne Einarbeitung seinen kämpfenden Protagonist von Sieg zu Sieg zu steuern, wird nicht funktionieren. Simulation einer sehr facettenreichen Sportart war wohl das Ziel der Entwickler von Electronic Arts und dies ist ihnen weitestgehend auch gut gelungen. Stupides Button-mashing ist somit passé, dafür ist der Trainingsraum, die Zeit, die ihr darin verbringt, und das Üben, bis alle Tastenkombinationen mehr oder weniger sicher sitzen, umso wichtiger.

    EA Sports UFC im Test (1) EA Sports UFC im Test (1) Quelle: Computec Media AG Grundsätzlich basiert ein Kampf innerhalb von UFC auf die bekannten Bereiche Striking, Clinch und Bodenkampf. Und meist ist es eine wohl überlegte Kombination aus offensiven und defensiven Aktionen genau aus diesen Bereichen, die letztendlich zum Erfolg führt. Im Striking – im Stand –, müsst ihr euch durch variantenreiche Schläge und Tritte, sowie immer wieder klug eingesetzte Blocks durchsetzen. Beim Clinch geht es darum den Gegner möglichst effektiv im Nahkampf zu bearbeiten und etwa durch einen Double-Underhook oder einen Single-Collar einsprechenden Eindruck zu hinterlassen. Zeitgleich ist es aber auch unerlässlich, sich selbst aus jeder gefährlichen Umklammerung möglichst schnell wieder durch diverse Verteidigungsaktionen zu befreien. Besonders taktisch wird es dann im Bodenkampf. Wenn ihr euch nach einem Takedown auf der Matte des Octagons wiederfindet und ihr euch trotz diverser Positionsverlagerungen keinen entscheidenden Vorteil verschaffen könnt, kommt ihr in den Genuss der sehr strategisch ausgerichteten Submissions-Kämpfe. In dieser Art Minispiel müsst ihr dann durch den besonders geschickten Einsatz der beiden Sticks versuchen, euren Gegner in die Defensive oder im optimalen Fall sogar zur Aufgabe zu zwingen.

    Insgesamt geht die Steuerung bei EA Sports UFC sehr gut von der Hand und sämtliche Aktionen werden ohne Verzögerung ausgeführt. Man ist eigentlich immer Herr der Lage, oder besser kann es sein, wenn einem alle Kniffe ins berühmt berüchtigte Spielerblut übergegangen sind. Manchmal würden wir uns wünschen, dass das Feedback von Schlägen, Tritten und besonders starken Griffen besser integriert worden wäre. Viele Aktionen fühlen sich einfach schwächer an, als sie im Endeffekt sind. Ein doch störender Makel des an sich gut gelungenen Gameplays. Ganz nebenbei muss man auch mit einigen, kleinen Logikfehlern leben und manch Kenner des THQ-Vorgänger wird sich beschwert, dass sinnvolle Kampfaktionen, wie etwa das Ausweichen durch geschickte Körperbewegungen, im UFC von Electronic Arts nicht mehr vorhanden sind.

    Dafür bietet die KI kaum Anlass zur Kritik. Die CPU-gesteuerten Gegner agieren eigentlich weitestgehend klug, sind gerade in den höheren Schwierigkeitsgraden auch extrem fordernd und stellen sich vor allem auf sämtliche Kampfsituationen realistisch ein. Liegt der Gegner etwa nach Punkten aussichtslos zurück, wird er durch aggressive Aktionen versuchen einen vorzeitigen Erfolg, z. B. durch einen Knockout, einzufahren. Andererseits gibt sich die KI eher defensiv und zurückhalten, wenn die Kampfrichter den CPU-gesteuerten Protagonisten vorne sehen. Schön auch, dass zwar alle integrierten Kämpfer einen gewissen Kampfstil besitzen, nicht aber stur daran festhalten. Merkt ein MMA-Kämpfer, dass er mit seiner normalen Taktik keinen Erfolg hat, dann ändert er seine Vorgehensweise. Für euch bedeutet das, dass ihr euch eigentlich immer auf neue Situationen einstellen müsst und somit durchgängig gefordert werdet. Aber genau, dass bringt dann, zumindest unserer Meinung nach, auch enormen Spielspaß. Vor allem dann, und das wurde jetzt ja schon mehrfach deutlich, wenn ihr bereit seit etwas Zeit in den Titel zu investieren. Gelegenheitsspieler werden bei EA Sports UFC wohl kaum große Freude finden, da die Entwickler mit der MMA-Umsetzung eindeutig die Fans der Sportart und der Spielausrichtung Simulation ansprechen wollten. Aber das muss ja jetzt nicht unbedingt schlecht sein.

    04:56
    EA Sports UFC im Test: Käfig-Keile mit TV-Atmosphäre


    Nanu, EA schwächelt beim Umfang
    EA Sports UFC im Test (3) EA Sports UFC im Test (3) Quelle: Computec Media AG Aufgeräumt und auch nicht besonders umfangreich gibt sich das Modi-Menü. Ganze fünf Varianten haben es in die finale Version geschafft: Schnellkampf, Karriere, Challenges, Walkthrough und Online. Nicht wirklich viel, wird jetzt wohl mancher denken. Und Recht hat er. EA Sports, bisher eigentlich immer bekannt für Titel mit enormen Umfang, setzt uns mit UFC eher magere Modi-Kost vor. Da wäre ein leicht überladenes, teilweise auch verwirrendes Tutorial namens Walkthrough, die Möglichkeit einen schnellen Kampf nach dem bekannten Schema F durchzuführen und sich in den Challenges noch besser mit dem Spiel und seiner Steuerung auseinanderzusetzen. Toll, oder?

    Bleiben noch die beiden Bereiche Karriere und Online. Im Online-Modus "begeistert" uns EA mit den bekannten und kaum innovativen Standards. Über PSN und Xbox Live können Meisterschaften, Turniere oder einfach Ranglistenspiele absolviert, sich in Lobbies verabredet oder über Fighternet Filme von besonderen Kämpfen hochgeladen werden. Überraschungen sind hier eher Fehlanzeige. Dafür läuft das Ganze aber flüssig und Lags bzw. andere Performance-Probleme gibt es praktisch nicht.

    EA Sports UFC im Test (8) EA Sports UFC im Test (8) Quelle: EA Und die Karriere? Spielererstellung, Spielerentwicklung durch Training und Spielererfolge durch Meisterschaften – die Basics eines Karrieremodus sind auch in UFC wieder komplett und wenig überraschend enthalten. Überraschend ist aber dafür, dass ihr nicht einfach so euer neues MMA-Kämpferleben startet, sondern euch in der Reality-Casting-Show "The Ultimate Fighter" beweisen müsst. Ähnlich wie in der realen TV-Sendung werdet ihr hierbei von den aus der aktuellen Staffel bekannten Coaches trainiert, um eure Fähigkeiten gezielt zu verbessern und schlussendlich in einem Turnier um einen UFC-Vertrag zu kämpfen. Leider wurde das Ganze aber nicht wirklich konsequent umgesetzt. So fehlt es komplett an der Dynamik, oder soll man es Dramatik nennen, die eine Reality-Casting-Show nun mal ausmacht, stattdessen wird einem hier mehr oder weniger ein recht farbloser, ziemlich stupider Karriereeinstieg mit ein paar Filmschnipseln aus der UFC-Sendung präsentiert. Noch ärgerlicher ist, dass euch kaum die Möglichkeit gegeben wird, gezielt bestimmte Fähigkeiten zu trainieren und somit besondere Stärken eures Alter-Egos herauszuarbeiten. Viel mehr gibt euch die Karriere vor, was jetzt als nächste Übung – Boxsack, Sparring usw. – vorgesehen ist. Diese muss dann auch von euch absolviert werden, egal, ob das nun sinnvoll erscheint oder nicht. Grundsätzlich kämpft der Modus etwas mit der Abwechslung, vor allem auch weil sich alles auf die Kämpfe fokussiert. Abseits der Trainingshalle und des Octagons gibt es praktisch nichts. Keine Managertätigkeiten, keine mitreißenden Geschichten, Intrigen oder sonstiges, dafür aber schnell aufkommende Langeweile. Löblich ist dafür, dass der gesamte Modus nicht linear verläuft und man nicht stupide nach x Jahren bzw. x Events am Karriereende angelangt ist. Je besser, erfolgreicher und unbeschadeter ihr eure Kämpfe absolviert, umso länger könnt ihr als MMA-Kämpfer in der UFC aktiv sein.

    Eins dürfte jetzt schon klar sein: Der Umfang von EA Sports UFC kann mit dem Gebotenen des Vorgängers nicht annähernd mithalten. Noch deutlicher wird das Ganze bei den integrierten Originalinhalten. 100 Kampfsportler oder gar andere Kampfligen, wie es THQ noch bot, gibt es bei EAs MMA-Umsetzung nicht. Aber auch wenn sich hier nun alles um die UFC dreht und sich die Zahl der Originalkämpfer eher im mittleren zweistelligen Bereich befindet, eine Besonderheit bietet der Titel dann doch: Bruce Lee. Wer den Karrieremodus beendet oder sich UFC vorbestellt hat, kann mit der Legende des Martial-Arts-Films, oder gegen sie, einen Kampf im Octagon austragen. Nettes Gimmick, mehr aber auch schon nicht.

    Schöne Kämpfer, schwacher Rest
    EA Sports UFC im Test (7) EA Sports UFC im Test (7) Quelle: EA Sports Neue Konsolen, stärkere Hardware und somit bessere Technik. Eine Annahme die EA Sports UFC nur zum Teil auch wirklich erfüllen kann. Betrachtet man sich die lebensechten Kämpfer, deren realistische Animationen und vor allem auch die Spuren, die die Schläge, Tritte und Griffe hinterlassen, ist man begeistert. Unter der Haut pumpende Adern, eine mitreißende Mimik, tropfender Schweiß, unterschiedlich stark blutende Cuts, Verfärbungen der Haut und entsprechende Schwellungen im Gesicht und auf dem Körper lassen schnell die Grenze zwischen Realität und Virtualität verschwimmen. Und auch was die Bewegungen angeht, kommt ihr durch die bereits in FIFA 14 eingesetzte Ignite-Engine in den Genuss von authentischen und flüssig ablaufenden Animationen, die kaum Anlass zur Kritik geben. Schön auch, dass das unrealistische Gleiten über den Mattenboden gar nicht mehr zu sehen ist und Clippingfehler nur sehr das optische Gesamtbild stören. In punkto Design und Umsetzung der Kämpfer kann man den Entwicklern von EA Sports also wirklich nichts vorwerfen.

    Schon mehr gibt es da am optischen Rest zu kritisieren. Ob es nun die gesamte Präsentation ist, die zwar Intros, Ringsprecher und viele Einblendungen bietet, trotzdem aber sehr bieder, farblos und langweilig daher kommt. Ob es die fehlenden Details außerhalb des Octagons sind, die außer mit ein paar Kameramännern, ziemlich schnell verschwimmenden Zuschauern und steril gezeichneten Hallen mit nur wenig Mitreißendem dienen können. Oder ob es die teilweise ewig langen Ladezeiten sind, die die Nerven schon arg strapazieren können. "Next-Gen" ist das Alles halt nicht wirklich und gerade von Electronic Arts hätten wir uns dann doch deutlich mehr erwartet.

    Zumindest aber der Sound ist hörenswert. Sowohl die integrierten englischen Sprechergrößen, wie etwa Bruce Buffer, als auch die ständig feiernden Fans liefern einen sehr guten Job ab und sorgen dafür, dass akustisch, die richtige Stimmung ins Wohnzimmer transportiert wird. Und auch der Soundtrack hat zumindest unseren Geschmack vollends getroffen. Einzig das deutschsprachige Reportergespann kann man getrost abschalten. Auf dieses langweilige, sich ständig wiederholende und kaum passende Gelaber hätten wir auf jeden Fall verzichten können. Zumindest bleibt euch hier aber die Möglichkeit die englischen Kommentatoren auszuwählen, die das übrigens deutlich besser machen, oder, auch keine schlechte Wahl, ganz auf die Stimmen aus dem Off zu verzichten.


    EA Sports UFC (PS4)

    Singleplayer
    7,6 /10
    Multiplayer
    7,6/10
    Grafik
    8/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    7/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung

    EA Sports UFC (XBO)

    Singleplayer
    7,6 /10
    Multiplayer
    7,6/10
    Grafik
    8/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    7/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    sehr umfangreiche Steuerung
    forderndes Gameplay
    klug agierende KI
    Karrieremodus basiert auf die Show „The Ultimate Fighter“
    Onlinemodus mit Meisterschaft und Ranglisten
    lebensechte und sehr detaillierte Kämpfer
    Bruce Lee als Bonuskämpfer
    tolle Mimik
    realistische Animationen
    passendes „Schadensmodell“ (Cuts, Schwellungen usw.)
    gute akustische Stimmung in den Arenen
    englische Sprecher
    Steuerung kann überfordern
    nichts für Gelegenheitsspieler
    geringer, abwechslungsarmer Umfang
    farbloser, langweilig inszenierter Karrieremodus
    Onlinemodus bietet nur „Standardkost“
    seltene Clippingfehler
    teilweise lange Ladezeiten
    detailarme Hintergründe und Halle
    schnell verschwimmende, kaum zeitgemäße Zuschauer
    deutscher Kommentar
    Fazit
    EA Sports kann im ersten Jahr seit der Lizenzübernahme mit einigen technischen Aspekten in UFC punkten - überzeugend ist das Kampfspiel aber nicht.

  • EA Sports UFC
    EA Sports UFC
    Publisher
    Electronic Arts
    Developer
    EA Sports
    Release
    18.06.2014
    Es gibt 11 Kommentare zum Artikel
    Von MagZero
    Aber ich fragte auch nach Ausweichschritten im Plural :DIrgendwie kommt da gar kein Movement auf, freies - schnelles -…
    Von Bladethunder
    :D:Dwenn der Daumen nicht spacken macht geht das schnell 
    Von dorgard
    Er fragte aber nach "schnell"! ;)*duck und weg*

    Aktuelle Sportspiel-Spiele Releases

    Cover Packshot von Kick Off Revival Release: Kick Off Revival
    Cover Packshot von EA Sports UFC 2 Release: EA Sports UFC 2 Electronic Arts
    Cover Packshot von WWE 2K16 Release: WWE 2K16 2K Games , Yukes
    • Es gibt 11 Kommentare zum Artikel

      • Von MagZero Moderator
        Aber ich fragte auch nach Ausweichschritten im Plural :D
        Irgendwie kommt da gar kein Movement auf, freies - schnelles - Bewegen erwarte ich da schon. So hats irgendwie einen Hauch von Schach 
      • Von Bladethunder Erfahrener Benutzer
        :D:D

        wenn der Daumen nicht spacken macht geht das schnell 
      • Von dorgard Erfahrener Benutzer
        Er fragte aber nach "schnell"! ;)

        *duck und weg*
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EA Sports UFC
Test: Feel the fight
THQ ist Vergangenheit, nun ist EA Sports wieder am Ruder und hat die Lizenz für Kampfsportumsetzungen der UFC-Reihe zurückgeholt. Doch können die kanadischen Entwickler das hohe Niveau der Serie halten? Dank passender Ignite-Engine und forderndem Gameplay gibt es von uns gerade noch ein Ja.
http://www.gamezone.de/EA-Sports-UFC-Spiel-22427/Tests/EA-Sports-UFC-im-Test-Feel-the-fight-1127347/
02.07.2014
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