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  • Earth 2160 im Gamezone-Test

    Nicht nur Genreprofis freuen sich auf die spielerisch gelungenen Herausforderungen dieses Echtzeit-Knallers.

    Nach dem mittelalterlichen Genreausflug "Knight Shift" begeben sich die renommierten Entwickler der polnischen Reality Pump Studios zurück zu ihren Wurzeln: Nach vielen Jahren harter Arbeit steht nun endlich der nächste Teil der preisgekrönten Earth-Serie in den Läden. Wir haben den heiß erwarteten Echtzeit-Knaller für euch unter die Lupe genommen.

    Letztendlich hat es die Menschheit also doch geschafft: Im Jahre 2160 existiert die Erde nicht mehr. Der vernichtende Krieg zwischen der Eurasian Dynasty (ED) und den United Civilized States (UCS) hat den blauen Planten vorzeitig wieder zu Sternenstaub werden lassen und die verbleibende Menschheit auf das gesamte Sonnensystem verstreut. Nachdem eine weitere Fraktion, die Lunar Corperation (LC) bereits einen Grossteil des Mars für sich beansprucht, tobt der gnadenlose Krieg weiter, nur eben auf dem nächsten Planeten. Doch das Jahr 2160 hat noch mehr Überraschungen für die Cyborgs und Menschen der Zukunft auf Lager: Erstmalig stößt man auf eine mysteriöse Alienrasse, welche zu allem Überfluss weder freundlich noch an der zweibeinigen Gesellschaft auf dem Mars interessiert ist.

    Sympathische Hauptdarsteller

    Earth 2160 Earth 2160 Die Story von Earth 2160 wird euch von zwei zentralen Helden näher gebracht: Major Michael Falker spielt die Hauptrolle während der Kampagne der Eurasian Dynasty und wird von der deutschen Stimme von Bruce Willis zum Leben erweckt. Aber auch die sexy Heldin der Lunar Corperation, Captain Ariah, hört sich nicht nur gut an, sondern bringt dank vielen coolen Sprüchen die Story und Atmosphäre des Spiels so richtig in Schwung. Der Titel spart nicht an längeren Ingame-Zwischensequenzen und sorgt dank glaubhafter deutscher Dialoge und einer mehr als detaillierten Grafik für die richtige Endzeitstimmung im Weltall. Lobenswert sind auch die miteinander verwobenen Handlungsstränge der insgesamt vier Einzelspieler-Kampagnen, welche euch mit jeweils 7 Missionen an den Bildschirm fesseln werden. Reality Pump haben sich in Sachen Bildschirm-Heldentum stark an Warcraft III orientiert und diesen zentralen Einheiten sogar ein eigenes Inventar samt verschiedener Waffen spendiert. Neues Kriegsspielzeug findet sich meist von selbst auf den weitläufigen Schlachtfeldern und kann durch simple Berührung mitgenommen werden. Neue Rüstungen machen eure Recken um einiges widerstandsfähiger und ihre besonders schlagkräftigen Waffen können es auch mit wesentlich dickeren Feindes-Fahrzeugen aufnehmen. Dieses anfangs noch begeisternde Feature verliert im Laufe des Spiels aber zunehmend an Bedeutung - das gewünschte Rollenspiel-Flair wollte sich bei uns einfach nicht einstellen. Zumindest in Solomissionen ohne Basisbau und Armeenaufstellung machen sich die besonderen Fähigkeiten der Helden aber mehr als bezahlt.

    Earth 2160 Earth 2160 Die Hauptdarsteller werden im Laufe des Spiels auch von 12 verschiedenen Spezialagenten unterstützt, welche ebenfalls über ein eigenes Inventar verfügen und manch nützliche Eigenart auf Lager haben. Mit Bruder Gabriel beispielsweise verbessert sich die Schusspräzision der in seiner Nähe befindlichen Einheiten und alle Gebäude können deutlich günstiger erworben werden. Bruce W. Bronson sorgt hingegen dafür, dass die Ressourcen in euren Minen und Raffinerien um 25% schneller abgebaut werden. Alle Spezialagenten verlangen allerdings eine gewisse Entschädigung für ihre Dienste, sind also unter Umständen nicht gerade billig. Es können maximal 3 dieser Spezialagenten gleichzeitig angeheuert werden, sobald die Mission den Einsatz einer solchen Super-Einheit vorsieht, kann man den Agenten per simplen Mausklick ins Team holen.

    Eine Herausforderung für echte Profis

    Earth 2160 Earth 2160 Natürlich liegt auch in Earth 2160 den verschiedenen Einheiten der vier Fraktionen ein klassisches Schere-Stein-Papier-Prinzip zu Grunde. Doch hier wird dieses System in jedem noch so kleinen Scharmützel nur allzu deutlich, denn gerät man mit seinem Kampfverband an die falschen Gegner, wird dieser innerhalb von Sekunden aufgerieben, sollte er nicht das exakte taktische Gegenstück zu den feindlichen Einheiten darstellen. Für einen Angriff auf eine feindliche Basis müssen deshalb viele verschiedene Gruppen in die Schlacht geschickt werden, um somit auf alle Eventualitäten seitens der feindlichen Aufstellung gewappnet zu sein. Schließlich müssen diese Gruppen auch noch präzise und mit dem richtigen Timing dirigiert werden und schon sind auch die schwierigsten gegnerischen Abwehr-Bollwerke in Windeseile überwunden. Earth 2160 ist aus diesem Grund aber auch definitiv kein Echtzeitstrategiespiel für Einsteiger, hier wird schon eher die langjährige Erfahrung eines Profis auf die Probe gestellt. Denn wer sich nicht gleich mit der richtigen Truppe in Richtung der feindlichen Basis aufmacht, erlebt schnell ein blaues Wunder und darf erneut mit dem mühseligen Aufbau einer Armee beginnen. Es ist absolut keine Seltenheit, dass eine Mission euch über 2 Stunden Spielzeit abverlangt und das nicht zuletzt aufgrund solch mühseliger und manchmal sogar zäher Missionsstrukturen. Der erfahrene PC-Feldherr freut sich natürlich über solche Herausforderungen und noch viel mehr, wenn schließlich nach harter Arbeit das Missionsziel dann doch erreicht wurde. Zum Verkürzen der Spielzeit hat man übrigens ein praktisches Vorspul-Feature integriert: Ein Druck auf die Plus-Taste lässt das Spiel um eine Minute weiter vorspringen und verkürzt langatmige Produktionszeiten auf ein entspanntes Minimum. Überaus hilfreich und zeitsparend - solange man nicht während eines Zeitsprungs von Feinden überrascht wird.

    Pimp my Unit - Forschung und Konstruktion

    Earth 2160 Earth 2160 Ein Löwenanteil des Spiels besteht aus dem ungewöhnlich komplexen, aber spielerisch hochanspruchsvollen Forschungs- und Konstruktionsmöglichkeiten. Die ohne lästiges Micromanagement abgebauten Ressourcen Wasser, Kristalle und Metall werden im Forschungsmenü für eine fast schon unüberschaubare Palette an allerlei nützlichen Aufrüstungen und Verbesserungen ausgegeben. Auf diese Weise wird im Laufe des Spiels nicht nur manch neue Einheit verfügbar, sondern auch fast jede bestehende dank einer neuen Waffe oder Panzerung in ihrer Effizienz gesteigert. Auch völlig neue Gebäude werden erst nach einigen kostspieligen Forschungen verfügbar, ein praktischer Klick im Baumenü genügt, und schon wird die benötigte Weiterentwicklung in die Forschungs-Warteschlange eingereiht. In direktem Zusammenhang mit der üppigen Forschungsarbeit steht die Konstruktion der Einheiten: In Earth 2160 habt ihr die seltene Möglichkeit neue Einheiten nach eigenen Wünschen zu gestalten. Ist das Grundmodell einer Einheit erforscht, können bald schon zahlreiche Modifikationen in Sachen Waffensystem, Panzerung und Antrieb zusätzlich nach Lust und Laune integriert werden. Dies ist oft auch bitter nötig und ein ganz zentrales Spielelement: Sobald ihr beispielsweise feststellen solltest, das eure Feinde fast immun gegen Laserfeuer sind, solltet ihr zukünftige Baureihen schleunigst mit Chemiewaffen ausrüsten. Alle bereits erforschten Technologien bleiben während der Kampagne erhalten, es kommen aber mit jeder Mission viele weitere dazu. Somit ist für jede Menge Langzeitmotivation gesorgt und es gibt selbst in der letzten Mission jeder Fraktion noch viel Neues zu entdecken. Die Spieltiefe erreicht durch die unzähligen Möglichkeiten des Konstruktions-Features neue Höchstmarken und bläst zugleich einen ordentlich frischen Wind durchs gesamte Genre.

  • Earth 2160
    Earth 2160
    Publisher
    Deep Silver (DE)
    Developer
    Reality Pump Studios
    Release
    02.06.2005

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Earth 2160
Earth 2160 im Gamezone-Test
Nicht nur Genreprofis freuen sich auf die spielerisch gelungenen Herausforderungen dieses Echtzeit-Knallers.
http://www.gamezone.de/Earth-2160-Spiel-22399/Tests/Earth-2160-im-Gamezone-Test-990282/
14.06.2005
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/06/SCREEN_15_2_.jpg
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