Earth Defense Force: Insect Armageddon im Gamezone-Test
Das nennt man wohl Pech - oder doch eher schlechte Planung? Wie dem auch sei, als 2007 im dicksten Vorweihnachtsgeschäft die Truppen der Earth Defense Force in den Einsatz geschickt wurden, bekamen sie nicht viel zu tun. Zu groß war die Konkurrenz der damaligen Zeit. Nichts desto weniger hat sich EDF: 2017 den Titel "Trash-Perle" einverleibt und in Richtung fernen Osten als auch über den großen Teich gen Westen blickend, war der Erfolg durchaus - sagen wir - beachtlich. Nun schicken sich die Erden-Verteidiger erneut an, unseren blauen Planten vor überdimensionalem Krabbel-Getier zu beschützen.
Ein bisschen Information
Earth Defense Force: Insect Armageddon [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Wenn auch ganz sicher in der Rubrik "Trivial" zu Hause, so steht schon jetzt erst einmal fest: Mit der Wahl des Release-Zeitpunkts hat man sich für den zweiten Streich die Chance gewahrt eher einen Stich zu landen. Hoch-Sommer (auch wenn dieser eher mit Abwesenheit glänzt) statt anrollende Weihnachtszeit, wenig bis gar keine Tripple-A Konkurrenz-Titel in Sicht, was kann dann schon schief gehen? Unabhängig des Veröffentlichungstages haben auch die Entwickler Bäumchen wechsel dich gespielt. War für den ersten Teil der Ungeziefer-Vernichtungsschwadron noch die Sandlot Studios zuständig, treten nun Vicous Cycle an zu zeigen, was sie drauf haben. Und mit Verlaub, es ist nicht zu viel gesagt, wenn wir an dieser Stelle, sozusagen schon vor dem Fazit, sagen: "Gut gemacht Jungs, der Wechsel hat sich schon mal bezahlt gemacht"!
Größer, gemeiner, "Insektiker", kürzer
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Das die Grundidee keinen Wandel vollzogen hat, ist gut so und natürlich auch nachvollziehbar: Die Entwickler sind den spielerischen Wurzeln treu geblieben und so geht es für euch erneut schlicht und ergreifend darum eine Invasion außerirdischer Groß-Insekten, Mechs, Robotern und extraterrestrischer Raumschiffe ins virtuelle Nirwana zu pusten. Warum die Besucher so mies drauf sind, wo sie überhaupt her kommen und was sie hier wollen? Wen interessiert das? Genau, niemanden! Schließlich liefert EDF: Insekt Armageddon einfach nur witzigen Ballerspaß, der sogar gelegentlich verlangt mit ein wenig Taktik und Strategie vorzugehen. Da braucht es keine schier unergründliche Story, geheimnisvolle Hauptcharakter oder multiple Optionen, wie man das Game beenden kann. Drauf halten und weg pusten, mehr ist nicht nötig. Schließlich muss einmal mehr die Erde vor der totalen Vernichtung gerettet werden!
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Zur Freude des einen oder anderen unter euch, der gelegentlich bei stupidem, wenn auch zweifelsfrei lustigem Ballern nach der Arbeit gepflegt abschalten möchte, können wir vermelden, dass Teil zwei der Käfer-Hatz um einiges kürzer ausgefallen ist. Das heißt aber nicht, dass das Spiel-Angebot darunter leidet. Anstatt sich, wie bei Teil eins, mit gesamt 265 immer wieder gleichen Missionen rumzuärgern (verteilt auf fünf verschiedenen Schwierigkeitsgrade), warten jetzt "nur" noch 15 Missionen, spielbar auf drei unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen (normal, hart, inferno). Klingt nach wenig? Lasst euch mal nicht täuschen - da gibt es immer noch genug zu tun, nicht zuletzt, da die Gegner sowas wie Intelligenz spendiert bekommen haben und Riesen-Spinnen oder auch gepanzerte Gigant-Ameisen beispielsweise in der Lage sind mit Fahrzeugen jeglicher Art nach euch zu werfen. Ebenfalls sind sämtliche Invasoren um ein vielfaches schneller, agiler und aggressiver geworden. Im direkten Vergleich wirken die Krabbler aus Teil Eins beinahe schon als Rentner-Gang. Auch die in Teil zwei nun hinzu gekommenen fliegenden Angreifer aus dem All, nicht nur kleine, blecherne Drohnen - nein, nein - sehr große, flinke Wespen mit fiesem Giftstachel als auch fliegende Ameisen mit Rüstungen wollen euch ans Leder.
Vier GIs für die Drecksarbeit
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Diejenigen unter euch, die dem interstellaren Viechzeug den Garaus machen wollen, haben die Qual der Wahl. Während 2007 eine einzige Figur zur Verfügung stand, die zudem auch keine erkennbaren Attribute vorzuweisen hatte, müsst ihr euch jetzt die Frage stellen, ob ihr mit einem Tank, Taktiker, Trooper oder Bumble Bee ... äh, Moment nein, natürlich schimpft sich diese Figur schlicht 'Jet' und stellt einen extrem agilen, wendigen und schnellen Kämpfer dar, gegen die Monster aus dem All antreten wollt. Anmerkung am Rande: Die Bezeichnung "Bumble Bee" für die Jet-Figur kommt nicht von ungefähr - optisch gesehen sind gewisse Ähnlichkeiten vorhanden, welche noch deutlicher werden, wenn ihr auf die Möglichkeit zurück greift, die Rüstung eures Alter Egos farblich zu verändern. Färbt den Jet gelb und er könnte als Zwilling von Bumble Bee durchgehen. Aber genug der Abweichungen - weiter geht's mit dem Wesentlichen ...






