Earth Defense Force: Insect Armageddon im Gamezone-Test

Test Van_Helsing

Auch der neue Teil ist ein herrlich belangloser, aber irgendwie süchtig machender Spielspaß.

Earth Defense Force: Insect Armageddon Earth Defense Force: Insect Armageddon Jeder der vier GIs zeigt sein ganz eigenes Vorgehen im Kampf bzw. lässt sich aufgrund seiner Eigenschaften anders einsetzen. Passend dazu auch die jeweiligen Waffen, die z.B. beim Jet als elektronische Impuls-Geschosse zu bezeichnen sind, hingegen der Tank mit allem Spaß hat, was gescheit Bums und in den Gegner-Horden ordentlich Dreck macht. Grundlegend lässt sich das Waffen-Arsenal hübsch der Reihe nach ausweiten, wenngleich die Auswahlmöglichkeiten an das Figurenlevel gekoppelt sind. Folglich startet ihr das Spiel auf Stufe normal und als sogenannter "Null-Charakter", bestückt mit dem Nötigsten. Jede bestandene Mission spendiert euch Erfahrungspunkte, die sich automatisch addieren und so neue Waffen-Bereiche - bei EDF: Insect Armageddon als "Tier" bezeichnet - frei schalten. Die Krux: Ihr müsst erstens durch Aufstieg den Grad erreichen, damit ihr auf die jeweiligen Geschosse zugreifen könnt und - das ist vergleichsweise auch wichtiger - die gesamt 107 Waffen wollen auch erst gefunden werden. Waren es im ersten Teil so gut wie alle Gegner, egal ob groß ob klein, ob organisch oder mechanisch, welche wertvolle Geschütze beim Ableben verloren haben, sind es nunmehr ausgewählte Beteiligte, die sich gelegentlich anschicken frisches Wummen-Material zu hinterlassen. Dabei gilt: Nicht jede Waffe, die gefunden wird, kann auch von einem selbst verwendet werden, aber immerhin kann jeder Spieler Waffen für alle Figuren einsammeln, so dass diese dann für einen weiteren Spieldurchgang schon mal verfügbar sind. Ach ja, einfach auswählen ist im Übrigen auch nicht - wäre ja auch zu einfach, oder?! Die gewonnenen Erfahrungspunkte, die man mit erfolgreich abgeschlossenen Missionen bekommt, gehen gleichfalls als Credits einher. Je nach Tier-Stufe kosten die zur Verfügung stehenden Waffen unterschiedlich hohe Credit-Anteile. Könnt ihr am Anfang noch recht gut aus dem Vollen schöpfen (bis ca. Tier Vier), heißt es mit dem Erreichen von Tier Fünf oder Sechs, sparen, sparen und nochmals sparen. 85.000 Credits für eine einzige Assault-Rifle sind nun einmal kein Pappenstil!

Gretchenfrage: Einsam, Zweisam, Dreisam?

Earth Defense Force: Insect Armageddon Earth Defense Force: Insect Armageddon Um erneut dem Fazit ein wenig vorzugreifen: Allein spielen macht bei EDF: Insect Armageddon nur bedingt Spaß. Zum vielleicht einmal durchspielen ist es schon ok, aber spätestens dann, wenn der Schwierigkeitsgrad steigt (z.B. von normal auf hart), so dass ihr auch Rang-technisch und im Waffen-Bereich aufsteigen könnt, empfiehlt es sich mit mindestens einem weiteren Kollegen den Kampfanzug anzulegen. Der wahre Spaß des Titels offenbart sich erst im Koop-Spiel! Auch hier haben die Entwickler dazu gelernt und dem im Teil eins nur vorhandene Split-Screen-Modus (zwei Spieler, ein Spiel, eine Konsole, ein TV) selbigen zwar beibehalten, diesen aber durch einen Online-Koop ergänzt. Mehr noch, seid ihr zu dritt, könnt ihr eben als Dreier-Team dem außerirdischen Gesocks in den Allerwertesten treten. Schade ist leider nur, dass die Möglichkeit Split-Screen mit Online nicht kombinierbar ist. Eine entsprechende Funktion bzw. Wahlmöglichkeit ist nicht gegeben. Dafür glänzt EDF: Insect Armageddon mit Wiederbelebungsmaßnahmen! Egal ob mit Bots (wahlweise zu- und abschaltbar) oder menschlichen Kollegen spielt, wer drauf geht, muss nicht, wie 2007 noch, warten, dass die Mission von den anderen geschafft wird. Nicht nur, dass die mitkämpfenden Bots soweit eigenständig agieren und nicht nur störenden Zierrat darstellen, sie greifen maßgeblich ins Geschehen mit ein und beleben euch wieder, solltet ihr mal niedergestreckt worden sein. Gleiches macht ihr natürlich auch, wenn ihr noch munter am Rumballern seid und mit bekommt, dass die Teamkollegen den Asphalt geküsst haben. Das einzig Blöde an der Sache ist: Ihr seht es nicht immer, wenn die Mitkämpfer darnieder liegen. Daher immer hübsch die Augen offen gehalten und geschaut, wo sich die Verbündeten rumtreiben. An der Stelle sei zudem noch erwähnt, dass ihr für andere, sowie andere für euch, Medi-Kits, welche ebenfalls von Gegner - sofern sie Bock dazu haben - hinterlassen werden, einsammeln könnt. Besser noch: Seid ihr euch gewahr, dass euer Team-Kollege aus dem letzten Loch pfeift und direkt vor euch ist eine Medizinkiste, schnappt sie euch und euer Partner atmet auf.

Ach nee, wie ist das hübsch

Earth Defense Force: Insect Armageddon Earth Defense Force: Insect Armageddon Neben dem sowas wie Story erzählenden Missions-Strang habt ihr noch die Möglichkeit zwei weitere Spiel-Modi zu genießen. Zum einen wäre da der sogenannte "Campaign Remix", in welchem ihr als Basis zwar auch "nur" den Missions-Zyklus serviert bekommt, aber immerhin liefern die Gegner Überraschungen. Sie tauchen nicht an den bekannten Missions-Punkten auf, auch sind es nicht gleichen Gegner wie in den Missionen. Ergänzend halten die zu erlegenden Kandidaten nochmal eine Schippe mehr aus. Das ist immer gut - vor allem fürs Erfahrungspunkte- und Credit-Konto! Gleiches gilt auch für den "Survival Modus" - zu Deutsch Überlebensmodus. Spielt ihr diesen und kennt ihr auch Epics Vorzeige-Shooter Gears of War, wisst ihr was die Stunde geschlagen hat - genau, das Horde-Spiel lässt grüßen, denn ebenso wie bei GoW müsst ihr auch bei EDF: Insect Armageddon Welle um Welle an lästigen Insekten, Mechs und sonstigem außerirdischem Zeugs das Licht ausblasen. In diesem Modus können, am Rande bemerkt, immerhin sechs Spieler (Online) teilnehmen!

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