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  • Earth & Beyond im Gamezone-Test

    Die Idee ein komplettes virtuelles Universum zu erschaffen dürfte so alt sein wie die Computer selbst. Seit "Elite" für die 8Bit Homecomputer bis zu "Privateer" für den PC hat man versucht ganze Galaxien in die RAMs der Computer zu schieben, immer beseelt von dem Wunsch dem Spieler freie Hand zu lassen wie er mit den gegebenen Möglichkeiten umgeht. Er kann sich zum Krieger ausbilden lassen und sein Schiff entsprechend ausrüsten, oder er kann ein Händler werden, der davon lebt Waren von Punkt A nach Punkt B zu bringen, manchmal auch eine Person. Doch auch Wissenschaftler gibt es, die ihre Erkenntnisse teuer verkaufen etc... Freilich hatten alle bisherigen Games dieser Art das große Manko, dass man zwar ein ganzes Universum zur Verfügung hatte, man sich in diesem allerdings immer nur alleine Bewegen konnte, sämtliche Charaktere wurden vom Computer gesteuert. Dies konnte natürlich nur umgangen werden, indem man solch eine Spielidee als Internet-Multiplayergame konzipierte, in der es zwar nach wie vor auch computergesteuerte Charaktere gibt, die sogenannten NPCs, die Bevölkerung aber ausschließlich aus online spielenden Zockern besteht. So geschehen mit "Earth & Beyond", welches man tatsächlich als ein überdimensionales online Privateer bezeichnen könnte, denn wer diesen Titel schon gespielt hat, der findet sich in der "Earth & Beyond" Galaxie sofort zurecht. Alles was man erwartet ist auch vorhanden, wie Händler verschiedener Gilden, die entsprechend verschiedene Waren anpreisen, ein intergalaktisches Jobsystem, Schiffswerften zum Aufrüsten des Raumers, sowie manch zwielichtige NPCs durch die man an Informationen gerät die eigentlich geheim bleiben sollten. Doch auch die Beziehungen zu den Händlern wollen gepflegt werden, ansonsten bekommt man nie einen guten Preis, weswegen man unbedingt die Hinweise seines Mentors beachten sollte. Doch bevor ich mich jetzt schon in Einzelheiten verliere sollten wir von Vorne beginnen:

    In der Schachtel erwartet uns neben dem recht ausführlichen Handbuch eine große galaktische Karte, auf der alle 14 zur Auswahl stehenden Sonnensysteme aufgeführt sind. Dabei hat man sich an der Realität orientiert und nur tatsächlich in unserer Nachbarschaft existierende Systeme benutzt, wie Alpha Centauri, Tau Ceti, Vega oder Sirius. Leider hat man versäumt die sehr wichtigen Sprungtore und Verbindungswege einzuzeichnen, die man unbedingt benötigt um nicht im All verloren zu gehen. Da bleibt einem nichts anderes übrig, als sich die auf der Homepage bereitgestellte Starmap auszudrucken, denn auf gut Glück kommt man nicht sehr weit. Haben wir dies allerdings hinter uns, können wir auch schon voll einsteigen. Nach der Installation meldet sich die Software beim EA-Server an, was die ersten 30 Tage noch völlig kostenlos ist. Allerdings benötigt man zum aktivieren des kostenlosen Accounts trotzdem eine Kreditkartennummer, das sollte man bedenken. Trotzdem braucht man keine Angst haben bei der Anmeldung etwas falsch zu machen, denn wir werden ständig von einer netten jungen Dame begleitet, die uns jeden Schritt erklärt oder auf Diverses hinweist. Sind wir bereits angemeldet, genügt es dem Mädchen den Namen und das Passwort mitzuteilen. Pro Account kann man dann bis zu fünf verschiedene Charaktere erzeugen, was für ein abwechslungsreiches Spiel langen sollte. Will man mehr, muss man extra bezahlen.

    Mit unserem neu erzeugtem Charakter sollten wir unseren Mentor aufsuchen, der uns in die grundlegenden Möglichkeiten unserer gewählten Rasse einführt. Je nachdem ob wir uns entschieden haben ein virtuelles Leben als Händler oder z.B. als Krieger zu verbringen, lernen wir was für den Lebensunterhalt wichtig ist. Je nach Rasse haben wir nämlich bestimmte Vor- oder Nachteile zu beachten, damit es auch immer schön fair im Universum zugeht. So verfügen die Krieger zwar über die stärksten Waffen, dafür haben sie die langsamsten Schiffe, die Händler dagegen haben die schnellsten Schiffe aber kaum Verteidigungsmöglichkeiten etc...

    Das Gameplay selbst setzt sich aus den Flügen im freien Raum, der dortigen Navigation und den Sprüngen zwischen den Lokalitäten, sowie dem Aufenthalt auf diversen Raumstationen zusammen. Auf den Stationen kann gehandelt, aufgerüstet und Kontrakte ausgehandelt werden, aber auch einen Job kann man sich besorgen oder einfach mit anderen Mitspielern sprechen, um z.B. Groups zu bilden um an die größeren Aufträge heranzukommen die man alleine nicht erledigen kann. Im Weltraum dann fliegt man kaum Manuell, was zwar möglich ist, einem aber keinerlei Vorteile bringt, bis auf den schönen Ausblick ins All, der während des Warpflug durch den Tunnelblick doch etwas eingeschränkt ist. Man navigiert also mit der Sternenkarte des lokalen Systems den gewünschten Punkt an und begibt sich dann auf Warp, woraufhin das Raumschiff vollautomatisch die Navpoints bis zum Ziel anfliegt. Das tolle an der Warp-Geschwindigkeit ist, dass man nicht angegriffen werden kann, da man sich im Schutzfeld des Antriebs befindet. Allerdings gibt es Schwerkraftfelder, auch künstlich erzeugte, die das Schiff aus dem Warpfeld herausreißen, woraufhin man ziemlich schutzlos den Feinden ausgeliefert ist. Als Händler sollte man in so einem Fall schnell die Flucht nach Hinten antreten, als Krieger oder Verteidiger jedoch kann man es schon auf einen Kampf ankommen lassen.
    Neben diesen grundsätzlichen Spielmechaniken bevölkern noch eine ganze Reihe unabhängiger NPCs die "Earth & Beyond" Galaxie, die alle mit ihren ganz eigenen Geschichten aufwarten oder uns in intergalaktische Intrigen hineinziehen wollen. So lohnt es sich möglichst viele dieser Charaktere anzusprechen und in Erfahrung zu bringen was sie wissen. Oft erhält man besonders lukrative Aufträge von ihnen, oder auch nur Hinweise und Tipps die sehr nützlich sein können. Oft auch spinnt sich so eine Story über mehrere Aufträge hinweg und sorgen so für täglich neue Spielerlebnisse wie man sie nur in einem derart massiven Online-Game verwirklichen konnte. Sämtliche Aktionen unseres Charakters wirken sich dabei auf dessen Skill aus, so wie man es schon aus vielen anderen RPGs kennt. Klar, dass es Aufgaben gibt die man erst mit einem bestimmten Level ausführen kann oder zu Gesicht bekommt. Auch gibt es Sternentore die nur bestimmte Berufsgruppen benutzen dürfen oder Aufträge für die man schon gewisse Erfahrungen vorweisen muss. Daran erkennt man, das die Wahl der Herkunftsrasse sehr wichtig ist, bestimmt sie doch das weitere Gameplay ziemlich stark. Dank der fünf möglichen Charaktere sollte dies allerdings kein Problem sein und man kann getrost die verschiedenen Rassen ausprobieren, da ein unerwünschter Charakter jederzeit wieder gelöscht werden kann.

    Womit wir uns der technischen Seite von "Earth & Beyond" widmen können, die genauso überzeugt wie die Spielerische. Bereits zum Release der US-Version standen vier Server bereit die ohne größere Probleme ihren Dienst antraten. Die aus vielen anderen Online-Games bekannten Anlaufschwierigkeiten scheinen an E&B spurlos vorübergegangen zu sein. Zum Start des Spiels werden wir von einem Intro empfangen welches Lust auf mehr macht. Dementsprechend hochwertig gibt sich auch die InGame-Grafik, die zwar schon einen einigermaßen aktuellen PC voraussetzt, auf diesen aber auch alle ihre Muskeln spielen lässt. Immer wieder erwischt man sich dabei, wie man aus reiner Neugierde zu einem unbekannten Objekt hinfliegt um es in Augenschein zu nehmen, oder gleich ganz vergisst die Triebwerke einzuschalten, weil einen der Anblick des frisch betretenen Sonnensystems schlicht und einfach den Atem raubt. So ist es schon ein ganz besonderes Erlebnis über den Ringen des Saturns zu schweben oder den bedrohlichen Mazzaroth Maelstrom zu besuchen.

    Das Interface gestaltet sich ebenso leistungsfähig wie übersichtlich. Sämtliche Funktionen, bis auf die Navigation, sind sowohl im Weltall als auch auf den Stationen benutzbar. Man kann also jederzeit in sein Mission-Journal sehen um die aktuellen Aufträge zu kontrollieren, verschiedene Dinge kombinieren um Neue zu schaffen oder sie im Raumschiff zu verbauen, mit anderen Spielern Kontakt aufnehmen oder einfach nur das Skillbook betrachten, welches uns auch Auskunft darüber gibt welche Völkergruppen uns wie gut gesonnen sind. Sämtliche Funktionen werden dabei in halbdurchsichtigen Fenstern ins Spielgeschehen eingeblendet, so dass man immer voll agieren kann ohne sich durch komplizierte Untermenüs zu klicken. Längere Warpflüge können so ohne Problem für andere Tätigkeiten, wie z.B. dem Chatten mit anderen Spielern, benutzt werden.

    Die Soundkulisse komplettiert den gesamt guten Eindruck den E&B hinterlässt. Egal ob es die sexy Stimme der lieben Dame zu Beginn des Spiels ist (die sich übrigens auch in Notfällen bei uns meldet), die unglaublich echt klingenden Hintergrundgeräusche auf den Raumstationen oder einfach nur die Sphärenklänge an Board des Raumschiffes, alles wurde in 1A Qualität umgesetzt. Allerdings darf man nicht unter den Tisch kehren, dass man kaum menschliche Stimmen im Spiel hört, da auch die NPCs ausschließlich per Text kommunizieren. Dafür gibt sich der Weltraum umso lauter, im Asteroidenfeld vernimmt man ein tiefes Grollen, die Sprungtore geben ein metallisches Sirren von sich und so mancher Planet scheint eine eigene Gesangsstimme zu besitzen. Dazu gesellen sich die eigenen und fremden Treibwerksgeräusche sowie stählerne Sounds aus der fliegenden Werft oder das krachen der Felsen die im Asteroidengürtel abgebaut werden. Mit einem Wort: Die Soundkulisse ist genauso überwältigend wie der Rest des Games.

    Earth & Beyond (PC)

    Singleplayer
    9,5 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    9/10
    Steuerung
    10/10
    Gameplay
    10/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Riesige Galaxie
    hervorragende Unterstützung des Spielers vor und im Game
    ebenso gute Grafik und Soundkulisse sowie die Abwesenheit jeglicher grober Bugs
    Die ersten 30 Tage sind kostenlos, danach muss man bezahlen
    Kreditkarte benötigt
    Die überlebenswichtige Navigationskarte muss man sich selbst von der Homepage holen
  • Earth & Beyond
    Earth & Beyond
    Publisher
    Electronic Arts
    Developer
    Westwood Studios (US)
    Release
    09.2002

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von I Expect You To Die Release: I Expect You To Die
    Cover Packshot von Watch Dogs 2 Release: Watch Dogs 2 Ubisoft , Ubisoft
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988836
Earth & Beyond
Earth & Beyond im Gamezone-Test
http://www.gamezone.de/Earth-und-Beyond-Spiel-22400/Tests/Earth-und-Beyond-im-Gamezone-Test-988836/
10.10.2002
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/08/11_Aufmacher.jpg
tests