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  • Eat Lead im Gamezone-Test

    Kompromisslos wie Rambo und schamlos wie Austin Powers zieht Matt Hazard alles durch den Kakao!

    Was haben "Fluch der Karibik", der beliebte "Duke Nukem" und "Mario Kart" gemeinsam? Vollkommen richtig! Alles billigste Kopien und Plagiate des großen Originals Matt Hazard. Dieser Name zergeht geradezu auf der Zunge, ein wahrer Superactionheld, der ordentlich Videospielgeschichte geschrieben hat und uns seit 25 Jahren mit den grandiosesten Spielen der Welt beehrt: The Adventures of Matt in Hazard Land, A Fistfull of Hazard, Matt Hazard 3D, Matt and Dexter und natürlich Haz-Matt Carts. Ja wie? Noch nie davon gehört? Dann wird es aber langsam Zeit. Erfahrt in unserem Review alles über den aufgeblasenen und eingebildeten Helden und wie er sich in seiner neuesten Inkarnation der Next-Generation-Spiele schlägt.

    Eat Lead Eat Lead Dürfen wir Vorstellen: Matt Hazard. Ein muskelbepackter Actionheld der 80er Jahre, der in bester Rambo-Manier die Videospielwelt aufmischte. 2D-Welten, die weniger Pixel als Matt Hazard Feuerkraft hatten, gehören mittlerweile aber der Vergangenheit an. Nach den ersten Ausflügen in die 3D-Welt mit "Matt Hazard 3D" und einigen Klassikern wie "You Only Live 1,317 Times" sollte etwas Schwung in die Bude kommen und die sympathische sowie Sprüche klopfende Kampfmaschine wurde kurzerhand in ein kinderfreundliches Rennspiel "Haz-Matt Carts" gesteckt - neben "Choking Hazard: Candy Gramm" auch verkaufstechnisch der absolute Tiefpunkt seiner glorreichen Karriere! Als kugelrunder Couchpotato fristet Hazard nun sein Dasein - bis ein neuer COE ihm die Chance bietet, die Next-Generation mit einem wahrhaftigen Actionfeuerwerk einzuheizen. Das Comeback einer der größten Videospielhelden der Geschichte steht an, das sollte wohl keiner verpassen.

    Eat Lead Eat Lead Matt Hazard, genauso wie seine genialen Videospielinkarnationen sind, soweit dürfte das sicherlich schon klar sein, reine Fiktion des Herstellers 3D Publisher (unter anderen durch die Onechanbara Reihe bekannt). Geschickt hat deren PR-Abteilung ein ganzes Universum um den rauen Actionhelden aufgebaut und liefert auch im Internet reichlich lustigen Inhalt, z. B. im Facebook oder in der inoffiziellen offiziellen Liste der besten Matt Hazard Spiele. Wie dem auch sei, Matt Hazard darf in dem uns vorliegendem Spiel "Eat Lead - The Return of Matt Hazard" sein persönliches Comeback feiern, auf Kosten seiner alten Videospielkollegen und vor allem der Videospielindustrie. Kaum ein Klischee, kaum eine große Serie und nicht einmal Hollywood wurde von den Entwicklern verschont. Designtechnisch oder durch die freche Gosche des Matt wird hier vieles ungeniert durch den Kakao gezogen.

    It's Hazard Time

    Eat Lead Eat Lead Zu Beginn muss der eingerostete, glatzköpfige Macho sein Fachwissen über die Shooter-Spiele etwas auffrischen und durchläuft ein sehr kurzes Trainingsintermezzo. Schießen, schlägern und hinter Kisten in Deckung gehen - das übliche Repertoire wird durchlaufen und hinterlässt nicht nur bei Matt steuerungstechnisch einen zwiespältigen Eindruck. Die Handhabe ist etwas widerspenstig und geht auch nicht sofort in Fleisch und Blut über, vor allem weil sich der Muskelberg etwas plump durch die Gegend schleppt. Auch das Zielkreuz lässt sich nur in groben Zügen über den Bildschirm dirigieren. Kopfschüsse sind daher ohne reichlich Übung ein Glückspiel. Der Mensch ist aber ein Gewöhnungstier und passt sich seiner Umgebung an - deshalb dürfte nach einigen Abschnitten auch ohne Sniper-Gewehr die Zielgenauigkeit akzeptable Trefferquoten erreichen.

    Eat Lead Eat Lead Aus der Deckung heraus kann die Rambomaschine, wenn der Stick in eine Richtung bewegt und die passende Taste gedrückt wird, ähnlich wie bei "Gears of War" in die nächste Deckung huschen oder über Hindernis hinweg klettern. Auch wenn ein spezieller Erfolg (Achievement oder Trophy) es darauf anlegt, blindes Herumballern hilft in den wenigsten Situationen. Selbst auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad ist es extrem wichtig, das aus der Deckung heraus Gegner mittels des linken Schalters anvisiert und gezielt eliminiert werden. Ein gezielter Schlag auf den Hinterkopf hinterlässt unreparable Schäden, genauso wie 1-2 zielgerichtete Schüsse, so dass selbst die Regenerationsfähigkeit ein Ableben des Actionhelden nicht mehr verhindern kann. Zwar wirken die Schergen hirnlos, ihre Effektivität vor allem im Rudel ist aber nicht von der Hand zu weisen.

    Hacker, Gegenspieler und Cortana

    Eat Lead Eat Lead Innerhalb des Spiels, in eine virtuelle Welt versetzt, wärmt sich der gute alte Held zunächst auf und freut sich über die kommenden Ballerabschnitte. Ausgestattet mit bleihaltigen, manchmal aber gar verwunderlichen Argumentationen durchquert man die zunächst recht tristen Welten. Die Passagen wirken steril und nur wenige Objekte zeigen einen Hauch von Physik, wenn sich Querschläger im Raum verirren. Auch die Gegnerscharren erinnern eher an stupides Light-Gun-Futter. Wie Stehaufmännchen tauchen deren Köpfe in immer gleichen Abständen auf oder sie blicken kurz über den Seitenrand ihrer Deckung hinaus, direkt in den Lauf von Hazards aktueller Waffe. Nichts desto weniger sorgt gerade Matt für reichlich Unterhaltung. Er hat immer ein paar flotte Sprüche auf Lager, um seine Gegenspieler verbal zu demütigen - die passende Antwort muss er aber ebenfalls verdauen.

    Eat Lead Eat Lead Es dauert nicht lang, da gerät nicht nur die Story aus den Fugen, sondern auch die Spielwelt. Denn die eigentliche Geschichte hinter "The Return of Matt Hazard" handelt von einem frustrierten Videospieler, der alle Games der Welt bis auf die Hazard Spiele gemeistert hat und sich daher am Superstar rächen möchte. Deswegen schickte er ihn in sein eigen definiertes Spiel, um ihn dort mit allen Raffinessen schmerzvoll ausschalten zu können. Hacker verändern pausenlos die Spielwelt, was uns abwechslungsreiche Level mit extrem unkonventionellem Design beschert. Tauchten in bester Matrix-Manier Cowboys vor einem Salon auf, sorgt der treibende Technobeat innerhalb des Holzhauses in der Staubwüste für Verwirrung. Kaum in den Hinterräumen des Westernsalons angekommen, stehen wir in inmitten eines Nachtclubs mit sexy (aber wie Matt selber bemerkt, recht hölzern tanzenden) Girls und dürfen uns alsbald im Schneegestöber mit Russen auseinander setzen.

    Eat Lead Eat Lead Die bessere Hälfte von Matt, eine virtuelle blaue KI, versucht die Hackerangriffe abzuwenden und hilft an zahlreichen Stellen. Man springt von einem Level-Code zum Nächsten und macht die verworrensten Stilwechsel seit Anbeginn der Videospielgeschichte mit. Die Entwickler waren sich nicht einmal zu schade, Szenen aus Hollywod-Filmen zu kopieren (z. B. der Kampf zwischen dem Krakenmonster und Jack Sparrow aus "Fluch der Karibik"), oder ganz alte Klassiker neu aufleben zu lassen. Trotz der gehobenen HD-Optik dürfen in dieser gelungenen Parodie auf 25 Jahre Videospielgeschichte erstaunlicherweise Pixelfiguren genauso wenig fehlen, wie Imitationen der uralten 3D-Pixelwelten von "Wolfenstein", welche detailgetreu nachempfunden wurden.

  • Eat Lead: The Return of Matt Hazard
    Eat Lead: The Return of Matt Hazard
    Publisher
    D3Publisher
    Developer
    Vicious Cycle Software
    Release
    20.03.2009
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Eat Lead: The Return of Matt Hazard
Eat Lead im Gamezone-Test
Kompromisslos wie Rambo und schamlos wie Austin Powers zieht Matt Hazard alles durch den Kakao!
http://www.gamezone.de/Eat-Lead-The-Return-of-Matt-Hazard-Spiel-22437/Tests/Eat-Lead-im-Gamezone-Test-992161/
30.03.2009
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2009/03/safsafsadfsadf.jpg
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