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  • Empires: Die Neuzeit im Gamezone-Test

    Neun verschiedene Zivilisationen und 1000 Jahre Weltgeschichte bietet uns der neueste Teil von Empires.

    Vom Schwertkämpfer bis zur V2

    "Empires - Die Neuzeit" entführt uns in 1000 Jahre Weltgeschichte und hat zudem auch noch satte neun verschiedene Zivilisationen im Repertoire. Im Kampagnenmodus finden sich aber lediglich drei davon wieder, die restlichen stehen im Mehrspieler- oder Skirmish-Modus zur Wahl. Während der umfangreichen Kampagnen schlüpft man in die Haut von General Patton (2.Weltkrieg), Richard von Löwenherz (Mittelalter) und Admiral Yi (Schießpulver-Zeitalter). Das Spiel glänzt dabei mit geschichtlich korrekten Figuren und einer passenden Story zum jeweiligen Lebenslauf. Bemerkenswert sind auch die Unterschiede der Zivilisationen, das Spiel im mittelalterlichen England unterscheitet sich angenehm von dem in Nordafrika zur Zeit des zweiten Weltkrieges.

    Die Einzelspielerkampagne überrascht mit viel Tiefgang und enorm umfangreichen Missionen. Dort, wo bei anderen Spielen des Genres eine ganze Mission bereits bestanden ist, legt Empires erst richtig los und überrascht geradezu mit immer neuen Zielen die es innerhalb einer einzigen Mission zu erfüllen gibt. Zudem werden viele optionale Quests in das Spielgeschehen eingestreut, es wird also relativ viel Freiheit geboten was das Vorgehen in einer Mission angeht. Oftmals trifft man bei den optionalen Quests auf willkommene Zusatzeinheiten, welche für die Hauptaufgabe durchaus nützlich sind. Auffällig ist dabei auch, dass die Missionen sehr wenig Fokus auf Ressourcengewinnung und Siedlungsbau legen, sondern meist um eine kleinere Gruppe herum inszeniert wurden. Es werden also während der Kampagne eher selten echte Gefechte gegen potenzielle menschliche Gegner simuliert, sondern Missionsdesigns geboten, auf die man bei anderen Genrevertretern nur selten trifft. Wer sich generell mehr als Einzelspieler versteht, wird hier auf seine Kosten kommen, durch unverbrauchtes Missionsdesign und enorm langer Spielzeit pro Mission gibt es nichts zu meckern. Geduld sollte man aber schon mitbringen, so schnell und actionreich wie bei Command & Conquer geht es hier nicht zur Sache, auch muss man manchmal etwas herumprobieren und evtl. die Mission neu starten bis man die richtige Strategie gefunden hat.

    Was einem aber leider des öfteren den Spielspaß verdirbt, sind die nicht immer intelligent agierenden Einheiten: Es kommt schon mal vor das ein feindlicher Bogenschütze derart schlecht im Terrain herumsteht, dass unsere Krieger ihn einfach nicht zu fassen bekommen und lieber wie verrückt um ihn herumlaufen anstatt endlich anzugreifen. Dies liegt wahrscheinlich an einer verbesserungswürdigen Wegfindungsroutine, welche wohl bei der Entwicklungszeit ein bisschen zu kurz gekommen ist.

    Was das Mehrspieler- oder Skirmishspiel anbelangt, kann Empires leider die Konkurrenz nicht übertreffen, die Zivilisationen sind zwar sehr unterschiedlich, aber jede einzelne davon bietet zuwenig Erweiterungsmöglichkeiten und beim Ressourcenabbau geht es generell sehr schleppend voran. Wo man bei "Age of Mythology" oder gar "Rise of Nations" in der Flut der Upgrades für Gebäude und Einheiten geradezu ertrunken ist, bietet Empires nur Standardkost ohne besondere Vorkommnisse. Bis man sich aber mit jeder Zivilisation einmal vertraut gemacht hat, vergeht schon eine gewisse Zeit und auch alte Hasen werden hier früher oder später ihre Lieblinge finden. Auch die jeweils völlig unterschiedlichen Geheimprojekte der Fraktionen sind immer für eine Überraschung gut: In der örtlichen Universität kann man entsprechende Forschungen betreiben und die dabei entwickelte Spezialwaffe dann einmal gegen den Feind einsetzen. Ganz besondere militärische Fähigkeiten einer jeden Zivilisation sorgen außerdem für viel Abwechslung, so kann England zum Beispiel Geheimagenten benutzen, die Russen hingegen auf effektive Selbstmordkommandos zählen. Besonders das Handbuch sollte man in diesem Zusammenhang positiv erwähnen, zu jeder Fähigkeit oder Einheit gibt es eine paar interessante geschichtliche Hintergrundinfos.

    Auch diese Episode von Empires kann mit der ungewöhnlichen aber zugleich sehr schönen Kamera glänzen: Hier kann man bis auf Augenhöhe der Einheiten hineinzoomen, somit erlebt man das Kampfgeschehen aus nächster Nähe und kann sich zudem auch noch an den sehr detaillierten Texturen ergötzen. Normalerweise lässt man die Kamera selbstverständlich immer möglichst weit weg gezoomt, der Close-up sorgt aber zumindest für etwas Abwechslung bei der Ansicht und eignet sich hervorragend für schmucke Screenshots. Auch sonst lebt die Umwelt in Empires: Bäume wiegen sanft im Wind und jedes Gebäude verfügt über individuelle Animationen die von sehr viel Liebe zum Detail der Entwickler zeugen. Auch im Kampfgetümmel fliegen schon mal gehörig die Fetzen und besonders die Explosionen im 2.Weltkrieg sind durchweg gut gelungen. An das Niveau eines "C&C Generäle" kommen die Explosionen zwar nicht heran und auch die restliche Grafik überzeugt nicht mit einem so eigenen Stil wie es die von Warcraft 3 geschafft hatte - insgesamt aber eine schöne Optik, welche vor allem durch ihre außergewöhnlich detaillierte Wasserdarstellung begeistern kann. Hier spiegeln sich nicht nur alle Schiffe und Einheiten sehr schön auf der Wasseroberfläche, es toller Effekt lässt auch die Oberfläche selbst sehr realistisch erscheinen.

    In Sachen Sound hat man sich für die jeweilige Nation passende Themen überlegt, es geht alles gut ins Ohr und sorgt durchaus für Atmosphäre. Auch die Sprecher der komplett eingedeutschten Dialoge verstehen ihr Handwerk sehr gut. Schade aber, dass die Bestätigungen der Einheiten sich nicht abwechseln und man beim Hundertesten Befehl langsam die Ohren davon voll hat - eine uralte Kinderkrankheit des RTS-Genres, die bei solch einem hochwertigem Produkt nicht hätte auftreten dürfen.

    Empires: Die Neuzeit (PC)

    Singleplayer
    8,3 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    lange Kampagne mit frischen Missionsdesigns
    gelungene Grafik
    sehr gute deutsche Lokalisierung
    informatives Handbuch
    integrierter Missionseditor
    nervende Befehlsbestätigungen
    Probleme bei der Wegfindung
    zu wenig Erweiterungsmöglichkeiten
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989518
Empires: Die Neuzeit
Empires: Die Neuzeit im Gamezone-Test
Neun verschiedene Zivilisationen und 1000 Jahre Weltgeschichte bietet uns der neueste Teil von Empires.
http://www.gamezone.de/Empires-Die-Neuzeit-Spiel-22602/Tests/Empires-Die-Neuzeit-im-Gamezone-Test-989518/
23.10.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/11/DMW.jpg
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