Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Enemy Territory: Quake Wars im Gamezone-Test

    Ein schneller und motivierender Team-Shooter, der erst online zu seiner Höchstform aufläuft.

    Bereits im letzten Jahr erschien Enemy Territory: Quake Wars für den PC. Id Software wollte mit seinem Spiel Battlefield, Star Wars Battlefront und Co. das Fürchten lehren. Nun ist der Team-Shooter endlich auch für Konsolen erhältlich und geht einen gänzlich anderen Weg als der Rest der Serie aber immerhin hatte Quake bereits einen reinen Multiplayer-Ableger, der hier in der Index-Schublade verschwunden ist.

    Flotte Teamkämpfe

    Enemy Territory: Quake Wars Enemy Territory: Quake Wars In Enemy Territory: Quake Wars gibt es solche Spielmodi wie Deathmatch und Co. nicht. In dem Spiel geht es darum im Team bestimmte Missionsziele (die aufeinander aufbauen) zu erfüllen, um am Ende die Partie für sich zu entscheiden. Zuerst muss beispielsweise ein Generator gesprengt werden, damit man anschließend einen Laser positionieren kann. Ist das Ding abgefeuert, brennt sich ein Eingang in das feindliche Hauptquartier. Klar, dass danach der Sturm auf die Basis beginnt. Obwohl es im Prinzip nur einen Modus gibt, erinnern viele Teilaufgaben an andere Modi wie zum Beispiel Capture the Flag. So muss man auch bei Quake Wars Energiezellen an bestimmte Punkte bringen. Wird man dabei getötet, muss ein anderer Kollegen, oder man selbst nach dem Respawn, wieder zur Energiezelle rennen.

    Damit die Laufwege nicht zu lang werden, können natürlich auch neue Respawn-Punkte erobert werden. Ihr seid allerdings nicht nur zu Fuß unterwegs, denn beide Fraktionen, die GDF und die Strogg, verfügen über allerlei Fahrzeuge wie Panzer, Mechs, Kampf-Buggys sowie mächtiges Fluggerät. Dementsprechend groß sind auch die einzelnen Karten ausgefallen, die zum großen Teil an der frischen Luft statt finden. Man sieht, dass sich die Entwickler um die Balance der Karten viele Gedanken gemacht haben. Alles ist stimmig und bietet viel Raum zum Ausprobieren. Auf einem übersichtlichen Radar kann man Einsatzziele sehr gut erspähen und auch Freund und Feind lassen sich aufgrund farblicher Kennzeichnung gut voneinander unterscheiden.

    Die Charakter Klassen

    Enemy Territory: Quake Wars Enemy Territory: Quake Wars Bis zu 16 Spieler können sich online auf den abwechslungsreichen Karten (es sind 12 Stück an der Zahl) austoben. Sind alle Plätze belegt, entstehen actionreiche und sehr flotte Scharmützel, die sich hauptsächlich auf die jeweiligen Brennpunkte, nämlich die Einsatzziele, konzentrieren. Ist man unorganisiert, verkommt das Spiel natürlich zum reinen Chaos, das ist bei der Konkurrenz jedoch nicht anders. Ist eine eingespielte Gruppe unterwegs, sieht das Ganze schon ansehnlicher aus. Während des Test kam es jedoch immer mal wieder zu Lags, die ein Match zwar nicht unspielbar machten, jedoch manchmal durchaus nervig waren. Vielleicht bekommt Splash Damage das Problem noch in den Griff.

    Insgesamt bietet euch Enemy Territory: Quake fünf Charakter Klassen. Der Soldat ist für das Grobe zuständig, trägt Sturmgewehr oder Raketenwerfer bei sich und kann Objekte in die Luft sprengen. Sanitäter heilen euch, hinterlassen Medipacks auf dem Schlachtfeld und beleben Tote wieder, während der Techniker Brücken baut und Geschütztürme auf dem Schlachtfeld platziert. So können wichtige Einsatzziele durch automatische Waffensystem äußerst effektiv geschützt werden. Das zeigt auch sehr deutlich, dass man in Quake Wars nicht einfach so nach vorne preschen kann, sondern wohl überlegt die Situation sondieren muss.

    Eine weitere Klasse ist der Geheimagent, der sich wunderbar als Hacker und Scharfschütze macht. Last but not least steht der Feldagent zur Verfügung, dessen Spezialität es ist Luftangriffe anzufordern. Hier wurden gerade die einzelnen Einheiten der Menschen beschrieben. Die fiesen Strogg haben natürlich jeweils ihren Pendant zur GDF, der ähnliche Aufgaben übernimmt. Im Detail unterscheiden sich die Fraktionen jedoch ein wenig. Das gilt nicht nur für die Fahrzeuge, sondern auch für die Waffen. Strogg müssen zum Beispiel nicht nachladen, während Menschen nicht darauf achten müssen, dass ihre Waffen überhitzen. Es lohnt sich also beide Seiten anzutesten. Das Gameplay ändert sich zwar nicht grundlegend, ein gewissen Abwechslung ist dennoch gegeben.

    Nichts für Offline-Spieler

    Enemy Territory: Quake Wars Enemy Territory: Quake Wars Neben der Tatsache, dass ihr einzelne Partien absolvieren könnt sowie im Stopuhr-Modus (hier wechselt man nach einem Match die Seite) spielen dürft, ist es ebenfalls möglich eine Kampagne, die eine Aneinanderreihung von drei Karten darstellt, in Angriff zu nehmen. Hier werden Erfahrungspunkte und Abzeichen in die nächste Runde mitgenommen, die irgendwann auch Klassenfähigkeiten (z.B. schneller Laufen, mehr Schaden) freischalten. Der Online-Modus ist geprägt von taktischen, recht schnellen Kämpfen, bei denen man auf seine Teamkollegen aufpassen muss. Schließlich muss der Geheimagent beim Hacken eines Generators beschützt werden. Leider hat Quake Wars mit einigen fehlenden Komfortfeatures zu kämpfen. So können keine Squads gebildet werden, die nach dem Match-Ende wieder automatisch zusammenfinden.

    Für Solo-Spieler ist Quake Wars eine Enttäuschung. Zwar kann man alle Funktionen des Spiels auch mit Bots bestreiten, deren KI durchaus etwas wert ist, eine Story gibt es jedoch nicht. Selbst in der Kampagne wird nur eine Map nach der anderen abgearbeitet. Der Offline-Modus kann demnach als Training für die Online-Matches angesehen werden. Wenn man sich mit Fahrzeugen, Arealen und Charakter Klassen vertraut machen will, sollte man vorher eine Runde mit den Bots daddeln, doch ansonsten muss man Solospielern von Quake Wars eindeutig abraten. Ebenfalls fehlt ein Splitscreen-Modus, weswegen man lediglich alleine vor der Konsole sitzen muss, wobei man auch über LAN spielen darf.

    Bei der Steuerung hat es Splash Damage nicht geschafft die nötige Präzision ins Spiel zu bringen. Die Bedienung zu Fuß geht zwar größtenteils in Ordnung, dennoch wird man oft ins Leere ballern. Die Fahrzeuge steuern sich hingegen ungewohnt hackelig und sehr gewöhnungsbedürftig. Bei der Flugsteuerung werdet ihr einige Zeit zur Eingewöhnung brauchen. Für den schnellen Einstieg hätte die Bedienung viel leichtgängiger ausfallen müssen. Immerhin könnt ihr per Schnellkommando Verstärkungen zu eurer Position schicken oder beispielsweise einen Medic anfordern.

    Technischer Rückschritt

    Enemy Territory: Quake Wars Enemy Territory: Quake Wars Auch wenn das Gameplay im Prinzip ganz in Ordnung ist, die Technik ist sehr bescheiden. Auf dem PC sah das Spiel schon nicht besonders gut aus, doch die PS3-Versionen leistet sich so einige Patzer. Die Charaktermodels sind wenig detailliert und die Animationen kann man bestenfalls als hackelig bezeichnen. Die Level sind, wie beschrieben, zwar gut designt, dafür aber keine Schönheiten, was an den mickrigen Schatteneffekten, den matschigen Texturen und der insgesamt kargen Optik liegt. Immerhin geht die Weitsicht in Ordnung. Jetzt mag man ja denken, dass dies dazu führt, dass das Spiel wenigstens sauber läuft, doch Quake Wars ist davon so weit entfernt, wie die Strogg von einer Miss-Wahl.

    An eine flüssige Framerate ist selten zu denken. Zwar gewöhnt man sich irgendwann an das leichte Dauergezuckel, doch legt man danach ein anderes Spiel ins Laufwerk, merkt man, wie unsauber Quake Wars eigentlich läuft. Sind dann noch mehrere Fahrzeuge und ein paar Gegner auf dem Schirm, geht die Framerate noch weiter in den Keller. Das hat übrigens nichts mit den Lags beim Online-Spiel zu tun, der Singleplayer ist ebenfalls betroffen. Wie viele PS3-Spiele setzt Enemy Territory: Quake Wars eine Installation von knapp 4 GB (dauert etwa 8 Minuten) voraus. Auf die Ladezeiten wirkt sich dies jedoch nicht positiv aus. Die sind nämlich weiterhin recht lang. Immerhin gibt es soundtechnisch kaum etwas zu meckern. Die Sprachausgabe der Off-Stimme und die der Kameraden geht in Ordnung, ebenso wie der Soundtrack.

    Enemy Territory: Quake Wars (PS3)

    Singleplayer
    7,5 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    5/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    6/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    die unterschiedlichen Einsatzziele während eines Matches
    fünf sich unterstützende Klassen
    viele Fahrzeuge
    gut ausbalancierte und große Maps
    schnelles und taktisches Gameplay
    atmosphärisches Intro
    gute Sprachausgabe
    Im Prinzip nur ein Spielmodus
    für Offline-Spieler weitestgehend uninteressant
    etwas zu unpräzise Steuerung
    maue und ruckelanfällige Technik
    lange Ladezeiten
    einige Lags im Online-Modus
    nur noch 16 Spieler (PC-Version: 32)
  • Enemy Territory: Quake Wars
    Enemy Territory: Quake Wars
    Developer
    Splash Damage
    Release
    30.05.2008

    Aktuelle Online-Spiele Releases

    Cover Packshot von Otherland Release: Otherland gamigo AG (DE) , Drago Entertainment
    Cover Packshot von Overwatch Release: Overwatch Blizzard , Blizzard
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 12/2016 SpieleFilmeTechnik 11/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
991785
Enemy Territory: Quake Wars
Enemy Territory: Quake Wars im Gamezone-Test
Ein schneller und motivierender Team-Shooter, der erst online zu seiner Höchstform aufläuft.
http://www.gamezone.de/Enemy-Territory-Quake-Wars-Spiel-22635/Tests/Enemy-Territory-Quake-Wars-im-Gamezone-Test-991785/
09.06.2008
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2008/06/screen1_large_0__120531140854.jpg
tests