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  • Enigma: Rising Tide - Gefechte auf hoher See - Leser-Test von BigJim

    Enigma: Rising Tide - Gefechte auf hoher See - Leser-Test von BigJim Unter den nicht gerade zahlreichen Seegefechts-Simulationen gehört ENIGMA zu einer der vielseitigsten. Anders als in SILENT HUNTER kann man hier nicht nur als U-Boot-Kommandant die Meere unsicher machen, sondern alternativ auch einen Zerstörer oder ein kleineres Kriegsschiff (Korvette) befehligen. Das Spiel versteht sich als Action-Simulation. Entsprechend dominieren Einsteigerfreundlichkeit und Arcade, der maritime Realitätsanspruch tritt dagegen in den Hintergrund.

    Das Szenario ist frei erfunden. ENIGMA spielt im Jahre 1936, also noch vor Ausbruch des 2. Weltkrieges. In einer Art Parallel-Universum stehen sich Deutschland, die USA sowie der "Bund freier Länder", bestehend aus Japan und Teilen der englischen Flotte, auf hoher See gegenüber. Ob Schiffstypen und Bewaffnung früheren Modellen entsprechen, darf ebenfalls bestritten werden. U-Boote und Schiffe aller beteiligten Kriegsparteien ähneln sich stark und unterscheiden sich zumeist nur durch ihre Beflaggung. Die Einheitentypen dürften sich auch weniger an historischen Vorbildern orientieren, sondern vielmehr der Fantasie der Entwickler entsprungen sein.

    ENIGMA verzichtet auf ein erklärendes Tutorial, da die Bedienung sehr intuitiv ausgefallen ist und leicht von der Hand geht. Die einfache Steuerung geht zweifellos zu Lasten von Spieltiefe und Handlungsfreiheit. Aufwendige Funktionen, wie sie zuletzt SILENT HUNTER III bot und ein intensives Bordmanagement ermöglichen, gibt es quasi nicht. So kann unser U-Boot eigentlich nur (auf-)tauchen, sein Seerohr ein- bzw. ausfahren, Torpedos abfeuern, über Wasser ggf. die Deckbewaffnung einsetzen oder den Kurs wechseln. Bestimmte Aktionen (z.B. "Ausblasen" o.ä.) entfallen also, was die Auswahl an taktischen Möglichkeiten und Manövern deutlich einschränkt.

    Auch grafisch reicht ENIGMA nicht an SH III heran, sieht allerdings immer noch besser aus als die beiden ersten SH-Teile oder DESTROYER COMMAND. Unser U-Boot lenkt sich wahlweise aus Außen- und Innenansicht. Da die Kameraperspektive richtig angelegt ist und das Spiel über eine Zoomfunktion verfügt, verliert man nie die optische Orientierung. Viele Dinge jedoch fehlen, so beispielsweise eine Torpedokamera oder eine detaillierte Seekarte. Kartenmaterial benötigt man aber auch nicht, da in ENIGMA keine längeren Strecken zurückgelegt werden und die Gefechte auf überschaubarem Terrain stattfinden.

    Die Darstellung von Objekten sowie Wetter- und Welleneffekten kommt ganz gut rüber. Leider wirken die Explosionen ziemlich altbacken. Der Sound beschränkt sich weitgehend auf die (passende) musikalische Untermalung und den Gefechtslärm. Zwar hören wir auch Motorengeräusche, Meeresrauschen und Peilsignale, aber die Geräuschkulisse hätte durchaus ergiebiger ausfallen dürfen.

    Überhaupt kommt man sich oftmals vor wie auf einem Geisterschiff. Dabei spielt es keine Rolle, ob wir nun ein U-Boot, Kriegsschiff oder einen Zerstörer leiten. Wir müssen alles alleine machen, eine Mannschaft gibt es nämlich nicht. Gerade in den Überwasser-Schlachten kostet das Kraft. Da müssen wir als Korvettenkapitän beispielsweise gegnerische Schiffe bekämpfen und gleichzeitig angreifende Tiefflieger abwehren. Nur kann der Spieler eben immer nur eine Waffe bedienen. In solchen Situationen bleibt meist nichts anderes übrig, als sich hektisch von einer stationären Waffe zur anderen zu klicken, um beide Ziele zu bekämpfen. Der rasche Wechsel zwischen Geschütztürmen, Maschinengewehren und Flugabwehrkanonen gestaltet sich damit ausgesprochen nervig.

    ENIGMA umfasst eine Kampagne sowie kleinere Einzelgefechte. Nachdem wir uns für eine Partei und den Einheitentyp (U-Boot, Zerstörer, Korvette) entschieden haben, geht es raus auf hohe See. Die mehr als 50 Missionen ähneln denen von Silent Hunter & Co. und wiederholen sich mit der Zeit. Der Spieler führt Patrouillenfahrten durch, eskortiert verbündete Geleitzüge, attackiert feindliche Konvois oder macht Jagd auf U-Boote. Leider fehlt es an wirklich fetten Brocken bzw. riesigen Schlachtkreuzern. Die Kriegsschiffe kommen über die Modelle mittlerer Größenordnung nicht hinaus. Somit bleibt es beim Spielprinzip "Haie und kleine Fische".

    Negative Aspekte:
    mangelnde Spieltiefe, Spieler als "Solist" (keine Unterstützung durch Mannschaften bzw. Computer-KI)

    Positive Aspekte:
    einsteigerfreundlich (einfache Bedienung), freie Wahl der Einheitentypen

    Infos zur Spielzeit:
    BigJim hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Enigma: Rising Tide
    Enigma: Rising Tide
    Publisher
    Tesseraction Games, Inc. (US)
    Developer
    Tesseraction Games, Inc. (US)
    Release
    20.06.2003
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Enigma: Rising Tide
Enigma: Rising Tide - Gefechte auf hoher See - Leser-Test von BigJim
http://www.gamezone.de/Enigma-Rising-Tide-Spiel-22643/Lesertests/Enigma-Rising-Tide-Gefechte-auf-hoher-See-Leser-Test-von-BigJim-1004931/
24.08.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/06/newshot12.jpg
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