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  • Enslaved: Odyssey to the West - Der Affe und das Mädchen - Leser-Test von alpha_omega

    Was braucht man(n) heutzutage um eine bezaubernde Frau zu beeindrucken? Man braucht die magischen drei M's, die sich aus Mut, Muskeln und natürlich auch einem Motorrad ergeben. All diese Dinge besitzt der Hauptprotagonist aus dem Action Adventure Enslaved: Odyssey to the West, welches im Oktober des vergangenen Jahres für die HD-Konsolen Xbox 360 sowie Playstation 3 von Publisher Namco Bandai an den Start geschickt wurde. Produziert wurde der kommerziell leider nicht ganz so erfolgreiche Titel von Ninja Theory, die auch für die Arbeiten von Heavenly Sword verantwortlich waren. Warum ich diesen Fakt erwähne? Nun es gibt sehr viele Parallelen zu den exklusiven Sony-Titel, allein der weiblichen Nebenrolle von Enslaved kann man eine gewisse Ähnlichkeit zur Schwertträgerin und Amazone attraktiven Nariko nicht absprechen. Doch stürzen wir uns in das Getummel beziehungsweise auf eine aufregende Reise in den Westen. Das nachfolgende Review beschäftigt sich mit der PS3-Version.

    Die Geschichte von Enslaved schickt uns in eine weit entfernte, fiktive Zukunft, wo kriminelle Sklavenhändler mittels Mechs ihr Unwesen treiben und somit den Rest der menschlichen Zivilisation tyrannisieren. Unserem Held, der auf den Namen Monkey hört und somit seinen Namen vor allem bei seinen geschmeidigen Bewegungen beim Klettern alle Ehre Macht, befindet sich zu Beginn des Spieles in einem der zahlreichen Flugfrachter, welches Sklaven vom Osten in den Westen befördert. Kurz vor New York gelingt Monkey die Flucht aus dem fliegenden Gefängnis, welches nur wenige Augenblicke später abstürzt. Doch Monkey ist nicht der Einzige, der aus dem stählernen Käfig entkam, in einer Fluchtkapsel konnte sich auch eine junge und wunderschöne Frau, die auf den Namen Trip hört, retten. Bald darauf erfährt der sonst als Einzelkämpfer geprägte Monkey, dass sein Leben in der Hand dieser Frau liegt. Trägt er an seinem Kopf ein Stirnband aus Stahl, mit dem er mit Trip via Telepathie kommunizieren kann doch gleichzeitig auch dem Tode geweiht ist, sobald der holden Maid etwas passiert. Anfangs Zähneknirschend willigt Monkey der Zusammenarbeit ein und verspricht Trip sie zu ihrem 300 Meilen weit entfernten Dorf zu begleiten.

    Und so beginnt unsere Reise also in einem Gott verlassenen und zerstörten New York, welches teilweise von der Natur wieder eingenommen wurde und somit stark an den Film "I am Legend" erinnert. Doch haben wir es weder mit Untoten oder Zombies zu tun, sondern lauern uns stets zahlreiche Blechhaufen auf, die wir entweder in klassischen Beat'em up Kämpfen attackieren oder im Run and Cover Gameplay umgehen müssen. Bei den letzt genannten sind wir dabei nicht selten auf die Hilfe unseres rothaarigen Schutzengels angewiesen, die in Sachen Technik uns klar an die Wand spielt. Dank einer mechanischen Libelle, klärt Trip für uns, vorliegende Gebiete auf, markiert Feinde und hilft uns mit Ablenkungsmanövern aus, während wir von Deckung zu Deckung sprinten. Als Ausgleich dafür müssen wir ihr bei den vielen aber eher anspruchslosen Kletterpartien aushelfen, in dem wir Leitern für sie herablassen, oder sie gleich huckepack nehmen und bei besonders weiten und hohen Sprungpassagen packen und dank unseres stählernen Körper von der einen Plattform zur nächsten werfen. Das kooperative Gameplay macht dank der Kommunikation auch richtig Spaß, denn gilt es gleichzeitig auch stets ein Auge auf seine Partnerin zu werfen, ihr zu befehlen sich zu bewegen, während wir den Gegner mittels Provokationen auf uns lenken.

    Neben Beat'em up Kämpfen und Koop-Gameplay gibt es allerdings noch viele weitere Spielelemente. Das coolste Element ist dabei eine fliegende Wolke, ein Hologramm, dass uns wie Marty Mc Fly in "Zurück in die Zukunft" über großflächige Areale schweben lässt. Zwar ist unser Held lediglich mit einem Stab ausgerüstet, mit welchen wir allerdings auch Plasma- und Stungeschosse abfeuern können, welche wir allerdings erst aufsammeln müssen. Vor allem die Stunattacken, die wir auch mittels Halten der Vierecktaste beim Zuschlagen anwenden können, ist von nicht ganz unwichtiger Bedeutung, erhalten die Roboter dadurch einen Stromschlag, der sie kurze Zeit außer Gefecht setzt. Selbstverständlich gilt es auch die eine oder andere Aufgabe zu lösen, so gilt es unter anderen ein altes Windkraftwerk zu aktivieren, um einen Kurzschluss zu erzeugen. Die erforderlichen, zumeist Schalterrätsel sind dabei allerdings sehr leicht und sollten kein allzu großes Kopfzerbrechen hervorrufen. Ebenfalls kinderleicht, weil mit vielen halbautomatischen Bedienelementen versehen ist die Steuerung. Speziell Neueinsteiger, die noch nicht all so viel Erfahrung im Klettern haben, werden dankbar für die einfache Tasten- und Richtungsabfrage sein, die ein Danebenspringen oder Herunterfallen vom Plattformrand unmöglich macht. Schnörkellos aber keinesfalls eintönig funktioniert hingegen die Kampfsteuerung, die zwar nicht ganz das Repertoire an Schlagkombinationen eines God of War parat hält, doch dafür flüssig und punktgenau trifft. Lediglich die Kameraführung schwächelt ein wenig, speziell bei Kämpfen in engen Arealen.

    Zahlreiche Komboattacken lassen sich im Übrigen von Trip upgraden. Doch dafür braucht der weibliche Technikfreak stets eine gewisse Anzahl von sogenannten Tech-Orbs, die wir überall in den zahlreichen Levels sowie nach dem Zerstören von Gegnern erhalten werden. Neben neuen Kampftechniken und Plasmanupgrades, lässt sich so auch unserer Gesundheitskanister sowie ein Schutzschild aufleveln, welches uns kurzzeitig Schutz beim Blocken und vor Geschossen gewährt. Was uns beim Durchqueren der einzelnen Gebiete, die uns neben einem apokalyptischen New York auch einen gigantischen Schrottplatz oder gruselige Einöden bescheren, immer wieder in die Hände fällt, sind silberne Masken, die unserem Helden beim Aufsammeln immer wieder mit seltsamen Visionen blenden. Je nach dem wie sehr man sich mit den einzelnen Sammelaufgaben beschäftigt und welchen der drei Schwierigkeitsgrad man wählt, würde ich die Spielzeit der 14 Kapitel auf ungefähr 10 bis 15 Stunden schätzen. Leider ist der Wiederspielwert nicht allzu hoch, was wohl möglich auch am fehlenden kooperativen Mehrspielermodus liegt, der dem ganzen mit Sicherheit die Krone aufgesetzt hätte.

    Doch dafür wird man die komplette Spielzeit über wirklich sehr gut unterhalten. Die Inszenierung ist klasse, das Charakter-Design der beiden Protagonisten ist mehr als vorzüglich und auch an spannenden Momenten mangelt es dem Spiel nicht. Die Optik ist zudem wirklich atemberaubend schön, das Art-Design glänzt vor allem in New York mit einer prächtigen Farbpalette, die für den einen oder anderen für ein postapokalyptisches Setting fast schon zu bunt sein dürfte. Mir persönlich gefiel der Stil auf jeden Fall besser, als die Gestaltung eines verlassenen New Yorks in Crysis 2. Ebenso genial wirken die Gesichtsanimationen in den Cut-Szenen, die sich vor solch einen Referenz-Titel wie Heavy Rain auf keinen Fall verstecken müssen. Leider offenbart die Grafik allerdings auch einige Schwächen, angefangen von einer nicht konstanten Bildrate, die gerne mal bemerkbar in die Knie geht, vor allem an Punkten, in denen das Spiel nachlädt. Ebenso tritt hin und wieder Tearing auf, wenn auch nicht ganz so schlimm wie in einigen anderen Spielen. Ebenso zweischneidig kommt der Sound daher, der uns neben der zumeist melodische und stets zur Stimmung passende Musikuntermalung, auch hervorragende deutsche Synchronsprecher akustisch präsentiert. Doch leider auch hin und wieder durch eklatante Soundaussetzer, sowohl bei Kampfgeschehen und was noch viel schlimmer auch in den Zwischensequenzen, negativ auffällt. So wird die wirklich knisternde und spannende Erzählung immer wieder leicht beeinträchtigt.

    Fazit. Wie bereits zur Einleitung meines Reviews erwähnt, trägt Enslaved: Odyssey to the West ganz klar die Handschrift von den Machern der Ninja Theory. Eine epische Story mit wirklichen tollen Charakteren im fast perfekten Zusammenspiel, innovative Spielelemente sowie die nahezu perfekte Inszenierung stehen ganz klar auf der Habenseite dieses fiktiven Märchens, welches man als sehr guten Mix aus solch Spielen wie Ratchet & Clank, ICO und Prince of Persia zusammenfassen könnte, nur mit einer etwas nachdenklicheren Hintergrundgeschichte. Doch leider weißt auch Enslaved ähnlich wie Heavenly Sword einige nicht weg zu diskutierende Kritikpunkte auf, die einen Sprung in die ganz hohen Bewertungsregionen einfach unmöglich machen. Angefangen von den Patzern bei der Technik bis hin zur nicht ganz gelungen Kameraführung bei den Kämpfen. Doch dafür fällt zumindest die Spielzeit gleich doppelt so lange aus, wie bei Nariko's altertümlichen Abenteuer. Wer also nun Lust bekommen hat, eine spannende Reise in eine von Mechs bedrohte Zukunft zu wagen, kann bei dem heute sehr günstigen Kaufpreis von ca. 20 Euro nicht viel verkehrt machen.

    Negative Aspekte:
    Technische Schwächen wie Einbrechen der Bildrate sowie Tearing, Soundaussetzer, Kameraführung bei Kämpfen nicht immer optimal, Kletterpassagen könnten den einen oder anderen unterfordern, leider kein Koop-Modus

    Positive Aspekte:
    Gutes Zusammenspiel zwischen Monkey und Trip, schnörkelloses Kampfsystem, aufregende Run & Cover Passagen, Bilderbuchreife Inszenierung, tolles Art-und Charakter-Design, sehr gute deutsche Synchronsprecher, das Hoverboard „Cloud“

    Infos zur Spielzeit:
    alpha_omega hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Enslaved: Odyssey to the West

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: alpha_omega
    8.3
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Steuerung
    8/10
    Sound
    8/10
    Gameplay
    8/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Enslaved: Odyssey to the West
    Enslaved: Odyssey to the West
    Publisher
    Namco Bandai
    Developer
    Ninja Theory
    Release
    08.10.2010

    Aktuelle Action-Spiele Releases

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Enslaved: Odyssey to the West
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12.12.2011
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